Hallo Peter!
Wie in den USA. An jeder Ampel Vollgas und dann mit 80 weiter.
Echt klasse…
Nicht mit Vollgas. Aber möglichst rasch hochschalten. Nicht so
lahmarschig wie diejenigen, die krampfhaft versuchen,
‚ökologisch‘ zu fahren und dabei Tourenzahlen von über 2500
meiden wie der Teufel das Weihwasser…
Naja, also ich komme in der Stadt eigentlich selten über 2.500 - 3.000 Umdrehungen…
Unter anderem, weil
ich mich bemühe, die Grünphase einer Ampel so gut wie möglich
zu nutzen. Leider kapieren das viele Schnarchnasen nicht und
brauchen viel zu lange, bis sie fertig im Benzin gerührt und
sich endlich in Bewegung gesetzt haben…
Richtig. Gerade bei kurz geschalteten Ampeln sind diese Typen anstrengend.
Und ein deutscher Autofahrer, der in England auf der rechten
Spur fährt, statt links, was ist der?
Ein Blockierer. Der durchschnittlichen Engländer fährt zügiger
als der durchschnittl. Deutsche.
Ich meinte damit eigentlich nicht auf englischen Autobahnen,
sondern auf normalen Strassen. Da hättest Du ein echtes
Problem, wenn Du rechts fahren würdest (‚Was heisst da ein
Geisterfahrer? Hunderte!‘…).
Was aknn ich dafür, wenn die Deppen da alle nicht fahren könnnen…??
Damit wollte ich andeuten, dass auch Du gewisse Regeln in
anderen Ländern beachten musst. Warum also nicht auch die
Tempolimiten?
Weil Tempolimits für mich ein Richtwert sind. Fertig.
Limits sind Richtwerte, die au Straßenabschnitten
aufmerksam machen sollen, die erhöhte Aufmerksamkeit
erfordern. Mehr nicht.
Wo hast Du diese Auslegung her? Ist das nur Deine eigene
Interpretation oder gibts das irgendwo offiziell?
Das ist meine offizielle Interpretation.
Es ist doch affig, jemanden der auf der
Autobahn 120 fährt, als Raser hinzustellen, nur weil
irgendjemand auf freier, 3-spuriger Strecke, wo man 250 fahren
könnte, ein 80 Schild hingeklebt hat.
Also, die Strecken, die mir grad so einfallen, wo 80 ist,
gibts eigentlich maximal 2 Spuren.
Auch kein Problem.
Vielfach sind das
Autobahnkreuze, wo es Ein- bzw. Ausfahrten hat oder sich zwei
verschiedene Richtungen kreuzen. Da macht es in der Regel
Sinn, dass man nicht voll Karacho fahren darf.
Aus dem stegreif ein paar Gegenbeispiele:
1.) A73 A9 Richtg. Süd: 60 wegen Straßenschäden. Keine Straßenschäden vorhanden, früher 270 Km/h kein Problem.
2.) A9 bei Greding, beide Richtungen: Limits von 120 nach Noden, 100 nach Süden (was ohnehin schon unverständlich ist). Straßenzustand gut, früher 250 auch in den Kurven kein Problem.
3.) A8 München -> Stuttgart, Limit tagsüber 120. Früher 270 kein Pfoblem.
Und das sind nur meine häufig gefahrenen Strecken. In Niedersachsen und Schleswig-Holstein ist fast überall 120 und in den allermsiten Fällen könnte man das dort auch schön laufen lassen.
Witzigerweise begegnen mir viel weniger deutsche Fahrer, die
rasen, als eher deutsche, die in Tunnels zu langsam fahren.
Etwa mit 80 statt der erlaubten 100. Und das dann vorzugsweise
auf der linken Spur, so dass man sie nicht überholen kann…
Das kann ich sogar noch verstehen, Tunnels machen vielen
Leuten Angst.
Ok, das kann ich verstehen. Aber warum müssen die dann auf der
linken Spur kleben? Warum können sie nicht nach rechts gehen?
Das ist es, was ich einfach nicht kapiere.
Das einzige, was mich dabei stört ist, dass man auf der AB nicht rechts überholen darf…
Ja, es gibt auch Schweizer Autofahrer, die das tun. Und auch
die nerven ganz gewaltig. 
Richtig. Aber nerviger sind Leute, die auch ausserhalb der
Tunnels links pennen.
Generell halte ich das so: Wenn ich mit 120 auf der linken
Spur fahre, dann ist das jeweils, weil ich am Überholen bin.
Wenn auf die einsehbare Distanz diverse Autos auf der rechten
Spur fahren und offensichtlich langsamer sind als die 120, die
erlaubt wären und mit denen ich selber fahre, dann bleibe ich
auch mal etwas länger links. Weil es wenig Sinn macht, ständig
die Spur zu wechseln.
Wenn Platz ist und von hinten jemand überholen möchte, musst Du rüber. Ich fahre allerdings auch nur dann rüber, wenn abzusehen ist, dass ich nicht vom Gas muss. Von anderen erwarte ich nichts anderes.
Wenn dann jemand mit höherem Tempo von hinten daherkommt,
schaue ich, dass ich gelegentlich nach rechts komme, damit der
vorbei kann. Nur muss sich derjenige halt vielleicht ein wenig
gedulden, weil ich mich grundsätzlich nicht abdrängen lasse.
Grauzone! Du sagst also, Du ärgerst den von hinten Kommenden lieber ein bisschen auch wenn Du rechts rüber könntest. Das lehne ich ab.
Ich wechsle die Spur erst, wenn ich eine ausreichend grosse
Lücke sehe. Da ich nämlich auch auf den rechts fahrenden
Rücksicht nehme und es selber nicht ausstehen kann, wenn sich
jemand mit zu wenig Abstand vor mir reinwürgt.
Finde ich gut.
Aber wenn Du, wie oben angedeutet, nach England gehst, machst
Du hoffentlich nicht den Fehler, rechts zu fahren. Oder?
Doch, denn ich fahre ja zügig mit dem Verkehr mit.
Wie gesagt, ich sprach von englischen Nicht-Autobahnen…
Na dann…
Unsinn. Man kann fahren, so schnell man will, es ist nur
wichtig, dass man sich des Preises bewusst ist.
Und man muss sich der Gefahr bewusst sein, in die man sich
selber, allfällige mitreisende und die anderen
Verkehrsteilnehmer bringt.
Die Relation „höhere V, höhere Gefahr“, die Du hier anbringst, stimmt nicht. Routinierte Fahrer mit modernen Autos sind mit 200 deutlich sicherer unterwegs als der Urlaubskutscher mit Opel Senator und 2 Kindersärgen auf dem Dach, der mit abgenudelten Reifen mit Standschäden mit 110 links fährt…
Mit Sicherheit hat diese Limitiererei ausserhalb von
Gefahrenpunkten jedenfalls nichts zu tun.
Doch, hat es. Das ist sogar mir klar.
Unsinn, s.o.
Sciheres Fahren ist zügiges Fahren. Sonst ist die Gefahr des Sekundenschlafes und der Nachlässigkeit bei konstanten niedrigen Vs viel zu hoch.
Daher wäre für D vermutlich die beste Lösung
ein Limit von 130 oder 140 anzustrengen.
Solch ein Limit wäre auch in der Schweiz gut. Nur leider haben
da die Öko-Fuzzis etwas dagegen…
Sch… auf die Ökofuzzis. Diese Leute kosten auf Europas Straßen sehr viel Menschenleben und Geld…
Man könnte dann 160
fahren und Leute, die mit 110 scharf nach links wechseln,
sobald sie eine Xenon-Lamoe sehen, wären nicht mehr so
gefährlich. Die Ursache liegt hier jedoch nicht am zügigen
Fahrer, sondern am Neider.
Ein Vorschlag an Dich: Bitte lass denen, die allenfalls mit
110 oder so links fahren, jeweils ein wenig Zeit, die Spur zu
wechseln. So dass zumindest die, die wie ich oben erläutert
habe fahren, ohne Hektik die Spur wechseln können.
Das tue ich immer. Ich halte Abstand und verhalte mich höflich, außer man behindert den Verkehr mit Gewalt.
In Deutschland, auf den Strecken ohne Tempolimit fährt jeder
so, wie er grad lustig ist. Der eine kommt mit Tempo 200 auf
der linken Spur daher und sieht den anderen, der (warum auch
immer) nut mit Tempo 100 ebenfalls links tuckert, zu spät…
Was hat der links verloren?
Vielleicht hat er grad einen Laswagen überholt, der mit 80
tuckert?
Dann muss er während des Überholens Gas geben.
Ich kann zwar auch nicht begreifen, warum viele nicht
kapieren, dass man beim Überholen ordentlich auf die Tube
drücken muss. Da muss man allenfalls auch kurzfristig mal mehr
als die erlaubten 120 fahren. Ein Überholmanöver sollte so
kurz wie möglich gehalten werden…
Richtig.
Mit einem Tempolimit würde sich auch in Deutschland der
Grossteil in einem etwas einheitlicheren Bereich einpendeln.
Das würde der Verkehrssicherheit IMHO eindeutig zugute kommen.
Gleichmacherei um jeden Preis. Aber anders geht es in diesem
Land nicht, das sehe ich (leider) ähnlich.
Bei der heutigen Verkehrsdichte ist diese Gleichmacherei IMHO
aber notwendig. Wenn einer auf einer übersichtlichen, breiten
Autobahn (3 Spuren oder so), wenn kaum bis kein Verkehr
herrscht, auf die Tube drückt, dann kann ich das noch
verstehen. Aber wenn dichter Verkehr herrscht, dann habe ich
absolut kein Verständnis für jemanden, der krampfhaft
versucht, mit Tempo 160 oder mehr zu blochen…
O.K., da gehe ich mit. Warum nutzen wir dann nicht die millionenteuren Verkehrsleitsysteme für variable Limits, die wirklich Sinn machen?
Wer zu schnell fährt und dadurch sich selber sowie andere
gefährdet, der muss die Konsequenzen tragen.
Trugschluß: die Gefährdung geht auch von jenen aus, die
einfach nach links ziehen.
Trugschluss: Du musst so fahren, dass Du auf solche
Situationen noch reagieren kannst. Wie ist das in Deutschland?
In der Schweiz lernt man in der Fahrschule: Man muss auf
Sichtweite anhalten können, bei Nebel auf halbe Sichtweite.
Das stimmt schon.
Allerdings geht es hierbei nicht darum, jede Nötigung blinder Oberlehrer auffangen zu können, auf auf „im Verkehr üblicherweise zu erwartende“ Situationen derart reagieren zu können. Die Rechtslage nimmt hier also auch diejenigen in die Pflicht, welche „unübliche“ Situation wie z.B. das Herausschneiden nach links mit 95 Km/h oder das konstante Fahren links mit 100 Km/h, schaffen.
Man kann nicht immer wirklich alles vorhersehen. Aber man muss
die Geschwindigkeit halt doch so anpassen, dass man auch bei
Unvorhergesehenem noch eine Chance hat zu reagieren…
Richtig. Nur wie hoch ist diese Geschwindigkeit?
Bei mir ist sie im Alltag 180 - 200.
Warum nicht eine Mindestgeschw. von 160 für die linke Spur?
Dort, wo es 3 Spuren oder mehr sind, ok. Wir haben hier in der
Schweiz leider weitestgehend nur 2 Spuren.
Auch das kann man ändern.
Natürlich. Ansonsten zahlt man eben. Nur sind die schweizer
Preise zu hoch.
Die sind nicht zu hoch. Die sind in Ordnung. Du hast ja die
Kenntnis darüber und kannst vermeiden, in die Falle zu
tappen…
Einverstanden. Daher fahre ich in der CH ja auch langsam.
Grüße,
Mathias