Hallo Jörg,
Das Problem ist nicht der Motor, sondern der Dimmer !!!
Ein TRIAC oder Thyristor wird mit einer Spannung an Gate
gezündet. Danach bleibt er durchgeschaltet bis der
Halte strom im Lastkreis unterbrochen wird.
Bei einfachen Dimmern wird mit einem variablen RC-Glied aus
der Versorgungs spannung eine in der Phasenlage
verschobene Steuerspannung erzeugt mit welcher das Gate
angesteuert wird.Bei ohmschen Verbrauchern funktioniert das ja auch bestens.
Ich würde es so formulieren: Es ist einfacher zu durchschauen.
Bei Induktiven Lasten fliesst aber noch ein Strom durch den
TRIAC, wenn die Spannung schon im Nulldurchgang ist.Das haben induktive Lasten so an sich, ist aber nicht
unbedingt ein Problem.Er bleibt
also noch nach dem Nulldurchgang durchgeschalten, wenn dann
der nächste Zündimpuls kommt…Wie Du sicher weißt, ist ein einfacher Dimmer in Serie zur
Last geschaltet. D.h.
- Solange er durchgeschaltet bleibt, gibt es keine Spannung,
also auch keinen weiteren Zündimpuls.- Bliebe ein weiterer Zündimpuls, wenn es ihn gäbe,
wirkungslos.
Versuch es ganz einfach mal mit einem einfachen Dimmer mit RC-Phasenschieber und einer Induktiven Last.
Die Dinger butzen alle die einfache Schaltung aus Widerstans, Poti, Kondensator, DIAC und TRIAC. AUch als Zweipol funktioniert diese SChaltung nicht mit induktiven Lasten.
Was ich noch vergessen habe ist die Gegeninduktion des Motors. Hier fehlt bei den einfachen Dimmer schon der Überspannungsschutz.
Ich habe vor über 20 Jahren Phasenanschnitt-Steuerungen für Motoren gebaut, ist halt schon eine Weile her und ich habe auch nicht mehr alle Details auf Anhieb im Kopf.
Bei Universalmoteren gibt es noch einen Trick. Die Gegeninduktionsspannung ist abhängig von der Belastung des Motors und man kann diese, beschränkt, zur Lastunabhängigen Drehzahlregelung verwenden. In einem Fall wurden die Motoren noch extra auf eine gute Gegeninduktion hin optimiert.
MfG Peter(TOO)