Zu: Studienplatzklage - andere HS interessant?

@MOD: Ich hätte gerne generell meinen Senf zu diesem Thread gegeben, da der Artikel momentan geschlossen ist, muss ich das leider auf diesem Wege tun:

Liebe Marlene,

bitte, was führt dich dazu, dich in einen Studienplatz einklagen zu wollen? Mal ganz abgesehen davon, dass ich selten etwas Abgefahreneres gehört oder gelesen habe: Im Falle dessen, dass du wirklich versuchst, dich in Architektur an deine Wunsch-Uni einzuklagen, und im unwahrscheinlichsten Falle dessen, dass du den Studienplatz bekommst: Ja denkst du denn nicht darüber nach, dass so etwas an der betreffenden Uni seine Kreise zieht?

Du wirst auf immer und ewig das Stigma derjenigen tragen, die es nicht auf dem Weg, wie alle anderen zu ihrem Studienplatz kommen, reingeschafft haben. Vielmehr werden die Leute hinter vorgehaltener Hand auf dich zeigen und flüstern: „Schau mal, die hatte es nötig, sich per Gericht einen Studienplatz zu verschaffen“. Und jeder deiner zukünftigen Profs weiß davon. Und was der Sache noch die Krone aufsetzen wird: Architektur ist kein Fach, in dem Leistungen rein objektiv gemessen werden. Architektur ist Kunst und Kunst gefällt subjektiv. Daher ist es sehr wichtig, dass du bei den Dozenten keinen schlechten Eindruck hinterlässt. Wenn du mit einer Klage gleich mal einsteigst - naja…

Weiter noch: Glaubst du, die Hochschulen setzen die Zulassungskriterien nur fest, um Leute zu ärgern? Zulassungskriterien haben durchaus ihren Sinn, zum Beispiel den, dass aufgrund der Kapazitätsverordnung nur eine bestimmte Anzahl an Studienplätzen vorhanden ist. Diese werden natürlich bestmöglichst an die geeignetsten Personen vergeben. Und über Eignung möchte doch jede Hochschule selbst befinden können und nicht etwa ein Gericht.

Also, lass diese - mit Verlaub - Schwachsinnsidee und geh da studieren, wo man dich zulässt. Oder warte und hoffe, dass man dich nach Wartesemestern nimmt.

Grüße
Sarah

Ich lach mich tot
Hallo Sarah

Du wirst auf immer und ewig das Stigma derjenigen tragen, die
es nicht auf dem Weg, wie alle anderen zu ihrem Studienplatz
kommen, reingeschafft haben. Vielmehr werden die Leute hinter
vorgehaltener Hand auf dich zeigen und flüstern: „Schau mal,
die hatte es nötig, sich per Gericht einen Studienplatz zu
verschaffen“. Und jeder deiner zukünftigen Profs weiß davon.

Aber unter Verfolgungswahn leidest du gar nicht, oder?
Ich könnte mich kringeln vor Lachen über deine Befürchtungen.
Als ob es die anderen interessiert, auf welchem Wege jemand seinen Studienplatz bekommt! Die haben genug zu tun, selber ihr Studium auf die Reihe zu bekommen.
Schon mal was von Sozialneid gehört, Sarah?
Gruß,
Branden

Moin Cinor,

kann es sein, daß Du von solchen Sachen keine Ahnung hast und nur mit ‚gesundem Menschenverstand‘ reagierst?

Es ist mittlerweile gängige Praxis, sich ‚einzuklagen‘ und niemanden, aber auch wirklich niemanden an der Hochschule interessiert es, ob man so dahin gekommen ist. Woher sollen die Profs das denn auch wissen, die haben anderes zu tun, kennen ja oft genug noch nicht mal die anderen Studenten.

Ob diese Praxis vernünftig ist, sei dahin gestellt, da gehe ich schon eher mit Dir konform, aber unüblich ist das in keiner Weise.
Wahrscheinlich haben die Hochschulen so was in ihren Quoten mittlerweile ‚eingepreist‘.

Gandalf

Nein, so ist das in der Tat nicht. Und ich leide auch nicht unter Verfolgungswahn. Was ich lediglich tun wollte, war die Gefahren aufzuzeigen, die dabei entstehen könnten. An Unis wird hinter vorgehaltener Hand übel gelästert - ich war lange Jahre in Fachschaft und UStA/AStA aktiv und bekomme das dadurch natürlich mit - auch welche Probleme sich dadurch für die Studierenden ergeben. Und ich habe mehr als einmal selbst erlebt, wie Dozenten über Studierende hergezogen haben. Da reichen Gründe, die weitaus weniger krass sind, als eine Studienplatzklage, um sich ins Aus zu schießen.

The times they are a-changin’
Es mag sein, dass sich die Studentenschaft daingehend verändert hat.
Zu ener Zeit - ich hab in den holden 70ern studiert - war eher Solidarität und Loyalität an der Uni angesagt.
Gruß,
Branden

Hi

Tja, damals, in den guten alten Zeiten.

Was das lästen und drüberherziehen angeht, kann ichs bestätigen. Die Solidarität gibts noch- aber nur noch unter Dozierenden, die auch zusammen in die Mensa gehen.

lg
Kate

1 „Gefällt mir“

Hi Kate

Die Solidarität gibts noch- aber nur noch unter
Dozierenden, die auch zusammen in die Mensa gehen.

Ich hab sowas befürchtet. Naja, was soll man machen!
Gruß,
Branden