Zu teuer verkauft

Hallo,

folgende Situation: ein Brautkleid von der vorherigen Kollektion wird knapp zwei Jahre später als „stark reduizert“ verkauft, jedoch entspricht das nicht der Wahrheit!

Das Kleid wird genau für den gleichen Preis verkauft wie vor zwei Jahren. Der Kunde wurde also angelogen! Kann dagegen geklagt werden und ist das Betrug oder ist der Kunde selber Schuld, dass er das Produkt zu teuer gekauft hat?

Hi

Das Kleid wird genau für den gleichen Preis verkauft wie vor
zwei Jahren.

Woher hat der Kunde die Information, was das Kleid vor 2 Jahren regulär gekostet hat?

Warum hat der Kunde das Kleid gekauft, wenn es ihm zu teuer erschien?

geklagt werden und ist das Betrug oder ist der Kunde selber
Schuld, dass er das Produkt zu teuer gekauft hat?

Wurde bzw. war der Kunde gezwungen das Kleid zu kaufen?
Erschien dem Kunden der Preis des Kleides zum Zeitpunkt des Kaufes angemessen?

Gruß
Edith

Das ist kein Betrug.
Ein Betrug würde u.a. einen Vermögensschaden voraussetzen. Ein solcher läge aber nur vor, wenn die Kundin täuschungsbedingt für das Kleid mehr bezahlt hat, als es objektiv wert war.
Es ist jedoch anzunehmen, dass das Kleid auch objektiv den Preis wert war, der für es bezahlt wurde. (hier dürfte es auch egal sein, dass das Kleid aus der letzten Kollektion stammte; Hochzeitskleider sind keine Saison-Artikel, die man am Ende des Jahres nicht mehr zum normalen Preis verkaufen kann)
Dass die Kundin dachte, dass das Kleid ein „Schnäppchen“ sei bzw. dass sie davon ausging, Geld zu sparen, ist völlig irrelevant. Ein entgangener Gewinn / eine entgangene Einsparung ist kein Vermögensschaden im rechtlichen Sinne.

Zum anderen: das Kleid hat vor zwei Jahren einen bestimmten Preis gehabt. Heute wurde es zum gleichen Preis gekauft.
Zwischen 2 Jahren liegen regelmäßig Preissteigerungen (das nennt man Inflation…), d.h. eine Sache die vor zwei Jahren einen bestimmten Preis hatte, kostet heute üblicherweise mehr.
Da es jedoch zum gleichen Preis verkauft wurde, kann man sogar sagen, dass es reduziert war.

Hallo,

Das ist kein Betrug.

richtig.

Ein Betrug würde u.a. einen Vermögensschaden voraussetzen. Ein

Auch richtig.

solcher läge aber nur vor, wenn die Kundin täuschungsbedingt
für das Kleid mehr bezahlt hat, als es objektiv wert war.

Ein interessante Auslegung. Aber so nicht richtig.

Gruß

S.J.

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Hi!

folgende Situation: ein Brautkleid von der vorherigen
Kollektion wird knapp zwei Jahre später als „stark reduizert“
verkauft, jedoch entspricht das nicht der Wahrheit!

Was entspricht denn der Wahrheit?
Und woher weiß der Kunde, welche Preis das Kleid vor 2 Jahren hatte?

Das Kleid wird genau für den gleichen Preis verkauft wie vor
zwei Jahren. Der Kunde wurde also angelogen! Kann dagegen
geklagt werden und ist das Betrug oder ist der Kunde selber
Schuld, dass er das Produkt zu teuer gekauft hat?

Hat der Kunde das Kleid denn nicht freiwillig gekauft? Wurde er irgendwie zum Kauf genötigt?

Und wenn der Kunde wusste, dass der Laden das Kleid seit 2 Jahren zu diesem Preis anbietet: Warum hat er das der Verkäuferin nicht gesagt und den Preis akzeptiert, anstatt runter zu handeln?

Versteh ich irgendwie nicht.

LG tunefish