Leider gab es bei uns ein Missverständnis, weshalb eine grössere Menge Holzasche auf einem Beet gelandet sind und dank starken Regens schon gut eingematscht.
Es war Reisigbrand (wir müssen da das Lager des Vorbesitzers unseres Hauses räumen, bevor die Scheune mit dem trockenen Zeug abfackelt), also zumindest kein Lackiertes Zeug.
Nun frag ich mich was ich in dem Beet am besten auspflanze. Es war als Kartoffel bzw Kohlbeet geplant, vor einem Jahr war das noch Wiese.
eigentlich ist Holzasche ein prima Dünger. Kommt halt auf die Menge an (wieviel Liter Asche pro qm ?), Überdüngung ist schließlich auch nicht gut, obwohl Asche nicht so arg ist, wie reiner Mineraldünger.
Notfalls Humus und/oder Sand untermischen, je nach dem, was der Boden nötig hat.
Google mal nach Asche als Dünger, da wirst Du vielleicht vernünftige Mengenangaben finden.
Dann etwas anpflanzen, das einen hohen Mineralstoffbedarf hat. Tomaten würden mir einfallen, aber da gibt es noch etliche andere Kandidaten.
auf die K-Überversorgung (die übrigens kein arger Schaden ist, weil K kaum ausgewaschen wird) werden Kartoffeln vermutlich begeistert und alle Kohlarten und Tomaten mit Wohlwollen reagieren. Rotkohl (bei Euch: Blaukraut - ich liebe es, wenn jemand versteht, was Blaukraut ist!) ist von daher interessant, weil mit der Asche vielleicht auch Spuren von Selen eingetragen werden: Blaukraut mag ohne Selen gar nichts machen.
Der wahrscheinlich (je nach Pufferkapazität des Bodens) ziemlich in die Höhe gegangene pH-Wert wird wohl auch kein Schaden sein - ausgesprochene Sauer-Spezialisten fallen mir auf Anhieb bei einjährigem Gemüse nicht ein.
Es gibt Gegenden, in denen man den Leuten das ständige Abfackeln der Macchia und mühsamer Aufforstungsversuche nur abgewöhnen kann, wenn man jedem Hirten eine ständige Begleitung von der Guardia Civil zugesellt, möglichst mit einer Smith&Wesson 500 oder sonst einer riesigen Knarre offen getragen: Holzasche hat einen (teils zu Unrecht, weil man mit K alleine auch nicht glücklich werden kann) sehr guten Ruf als „Bio“-Dünger.
heute Nachmittag, als ich endlich das Hügelbeet für Paprika angefangen habe, ist mir doch einer eingefallen, der sehr empfindlich auf alkalische Umgebung ist: Paprika kommt oberhalb von pH 6,5 nicht zurecht.
Also der sollte dieses Jahr sicherheitshalber nicht auf das Aschenbeet.
Vielen Dank, dann weiss ich schon was da vor allem drauf kommt: Grünkohl. Mein Friesischer Gourmand wird sich freuen.
Rotkraut war nicht vorgesehen, weil ich da (im vorherigen Garten) mal ein Jahr recht viel hatte, welches aber beinahe Geschmacksneutral war und es mir ziemlich verleidet hat. Oder war das vielleicht der von Dir genannte Selen Mangel?
Den nächsten Haufen Reisigbrand werd ich aber durch den Kompost laufen lassen.