hallo,
ich weiß nicht genau ob meine frage hier rein passt, aber ich
weiß einfach nciht mehr weiter…
meine oma liegt im krankenhaus, sie hat die lungenkrankkeit
COPD im letzten stadium…
vorab: ich weiß, wovon ich rede. Meine Mutter hatte das auch.
Irgendwann lautete die Diagnose nicht mehr therapierbar / im letzten Stadium.
Denke bitte darüber nach, was das im Klartext bedeutet
sie lag jetzt ein paar tage auf der intensivstation, und als
ich sie gestern besucht habe, hat sie nur wirres-psychozeug
geredet… meine mama sagt, dass es wohl schon einige tage so
gehen würde.
Wenn das Gehirn nicht mehr optimal mit Sauerstoff versorgt wird/werden kann,
zeigt sich das für Außenstehende in Verwirrung des Patienten.
der arzt sagt, dass sie wohl zu viel CO2 im körper hat bzw
hatte, kommt ihre verhaltensweise daher? sonst war sie nie sop
gewesen, ich hab sie garnicht wiedererkannt.
Ich weiß, das ist traurig für Angehörige.
Mach Dir bitte klar, dass wir Menschen endlich sind.
Dieses Ende kommt leider nicht immer schnell und schon gar nicht immer gnädig für den Betroffenen oder seine Familie.
Bei manchen Krankheitszuständen schaltet ein System nach dem anderen ab - das erlebst Du gerade mit.
laut arzt kriegt sie auch nur die medikamente, die sie schon
immer wegen der krankheit nehmen musste…
natürlich! Der Arzt versucht, wenigstens den Ist-Zustand „vorher“ zu halten. Und sei versichert, wenn er eine Verbesserungsmöglichkeit = Therapie sähe, wäre diese längst im Gang.
was kann man daran ändern, und geht das wieder weg?
Du hast oben selbst geschrieben, Deine Oma sei im letzten Stadium ihrer Krankheit.
Ich kann mich nur wiederholen: Ein letztes Stadium ist niemals ein Dauerzustand.
ich hoffe um antwort, ich mache mir richtig sorgen um meine
oma.
Ich glaube Dir die Sorgen. Daneben zu stehen und zusehen zu müssen ist eins der furchtbarsten Dinge, die einem Menschen im Leben passieren können.
Es wäre aber unrealistisch und es hilft Dir auf lange Sicht kein bisschen, wenn Dich hier jemand zu beruhigen versucht.
Meine Mutter hatte schon Jahre vor ihrer letzten Krankheitsphase schleichend damit zu kämpfen, dass die körperlichen Einschränkungen ihren Alltag immer stärker bestimmten. Wenn sie den letzten Krankenhausaufenthalt überlebt hätte, wäre sie als Pflegefall nach Hause gekommen, möglicherweise geistig behindert geblieben.
Glaub mir, ich habe diesen Zustand gerade eben erst bei einem Onkel erlebt.
Das willst Du für Deine Oma nicht.
viele Grüße
Geli