Zu viel CO2 im Körper?

halli hallo,

ich weiß nicht genau ob meine frage hier rein passt, aber ich weiß einfach nciht mehr weiter…

meine oma liegt im krankenhaus, sie hat die lungenkrankkeit COPD im letzten stadium…
sie lag jetzt ein paar tage auf der intensivstation, und als ich sie gestern besucht habe, hat sie nur wirres-psychozeug geredet… meine mama sagt, dass es wohl schon einige tage so gehen würde.
der arzt sagt, dass sie wohl zu viel CO2 im körper hat bzw hatte, kommt ihre verhaltensweise daher? sonst war sie nie sop gewesen, ich hab sie garnicht wiedererkannt.
laut arzt kriegt sie auch nur die medikamente, die sie schon immer wegen der krankheit nehmen musste…
was kann man daran ändern, und geht das wieder weg?

ich hoffe um antwort, ich mache mir richtig sorgen um meine oma.

liebe grüße

hallo,

ich weiß nicht genau ob meine frage hier rein passt, aber ich
weiß einfach nciht mehr weiter…

meine oma liegt im krankenhaus, sie hat die lungenkrankkeit
COPD im letzten stadium…

vorab: ich weiß, wovon ich rede. Meine Mutter hatte das auch.
Irgendwann lautete die Diagnose nicht mehr therapierbar / im letzten Stadium.
Denke bitte darüber nach, was das im Klartext bedeutet

sie lag jetzt ein paar tage auf der intensivstation, und als
ich sie gestern besucht habe, hat sie nur wirres-psychozeug
geredet… meine mama sagt, dass es wohl schon einige tage so
gehen würde.

Wenn das Gehirn nicht mehr optimal mit Sauerstoff versorgt wird/werden kann,
zeigt sich das für Außenstehende in Verwirrung des Patienten.

der arzt sagt, dass sie wohl zu viel CO2 im körper hat bzw
hatte, kommt ihre verhaltensweise daher? sonst war sie nie sop
gewesen, ich hab sie garnicht wiedererkannt.

Ich weiß, das ist traurig für Angehörige.
Mach Dir bitte klar, dass wir Menschen endlich sind.
Dieses Ende kommt leider nicht immer schnell und schon gar nicht immer gnädig für den Betroffenen oder seine Familie.
Bei manchen Krankheitszuständen schaltet ein System nach dem anderen ab - das erlebst Du gerade mit.

laut arzt kriegt sie auch nur die medikamente, die sie schon
immer wegen der krankheit nehmen musste…

natürlich! Der Arzt versucht, wenigstens den Ist-Zustand „vorher“ zu halten. Und sei versichert, wenn er eine Verbesserungsmöglichkeit = Therapie sähe, wäre diese längst im Gang.

was kann man daran ändern, und geht das wieder weg?

Du hast oben selbst geschrieben, Deine Oma sei im letzten Stadium ihrer Krankheit.
Ich kann mich nur wiederholen: Ein letztes Stadium ist niemals ein Dauerzustand.

ich hoffe um antwort, ich mache mir richtig sorgen um meine
oma.

Ich glaube Dir die Sorgen. Daneben zu stehen und zusehen zu müssen ist eins der furchtbarsten Dinge, die einem Menschen im Leben passieren können.
Es wäre aber unrealistisch und es hilft Dir auf lange Sicht kein bisschen, wenn Dich hier jemand zu beruhigen versucht.

Meine Mutter hatte schon Jahre vor ihrer letzten Krankheitsphase schleichend damit zu kämpfen, dass die körperlichen Einschränkungen ihren Alltag immer stärker bestimmten. Wenn sie den letzten Krankenhausaufenthalt überlebt hätte, wäre sie als Pflegefall nach Hause gekommen, möglicherweise geistig behindert geblieben.

Glaub mir, ich habe diesen Zustand gerade eben erst bei einem Onkel erlebt.
Das willst Du für Deine Oma nicht.

viele Grüße
Geli

Hallo,

wie in der anderen Antwort schon geschrieben, müsst ihr alle Euch wohl leider mit dem traurigen Gedanken vertraut machen, dass sich das Leben deiner Oma dem Ende zuneigt. Und insoweit wäre ein offenes Gespräch mit dem behandelnden Arzt über den weiteren Verlauf und mögliche palliative Maßnahmen, wenn eine kurative Behandlung nicht mehr erfolgversprechend ist, dringend angebracht. Im Rahmen eines solchen Gesprächs kann dann ggf. auch eine Behandlungsvereinbarung getroffen werden, die festlegt, wie konkret mit welchen Ereignissen jetzt umgegangen werden soll.

Problematisch könnte die Frage sein, ob es eine Patientenverfügung oder Vorsorgevollmacht gibt, die einem Dritten hier die Möglichkeit gibt, medizinische Angelegenheiten für deine Oma zu regeln. Wenn nicht, sollte ggf. ein Angehöriger in Abstimmung mit dem Rest der Familie jetzt eine Betreuung für den medizinischen Aufgabenkreis anregen (und die Übernahme dieser Betreuung anbieten), und dabei die Dringlichkeit der Angelegenheit betonen (notfalls das Gericht hierzu auch richtig nerven). So kann sichergestellt werden, dass bei Konflikten mit einem Arzt dieser nichts selbst ein Betreuungsverfahren anregt, und dann ein Fremder als Betreuuer eingesetzt wird.

Die von Dir beobachtete Zunehmende Umnachtung kann in so einer Situation für die Betroffenen sogar eine Gnade sein, denn sich vollen Bewusstseins der Situation des konkret bevorstehenden Lebensendes stellen zu müssen, ist natürlich eine enorme psychische Belastung. Wer sich diese so ersparen kann, kann eigentlich nur von Glück sprechen. Ich habe einen ähnlichen Fall in der Familie erlebt, und bin immer noch dankbar dafür, dass der Betroffene den extrem progressiven Verlauf seiner Erkrankung gar nicht mehr bewusst miterleben musste, und zuletzt noch ganz zufrieden von lustigen Dingen erzählte, die er zu sehen glaubte, bevor das Bewusstsein sich dann mehr und mehr trübte.

Trotzdem solltet ihr natürlich auf Zeichen von Unruhe und psychischer Belastung achten, und Euch überlegen, ob es im Sinne deiner Oma wäre, hiergegen medizinische Maßnahmen zu ergreifen, um ihr die Situation erträglicher zu machen. Ebenso stellt sich bei diesem speziellen Krankheitsbild die Frage der Gabe von Medikamenten die eine Atemnot lindern (was allerdings nur die Symptomatik betrifft). In Kombination mit Beruhigungsmitteln können Menschen so oft friedlich einschlafen. Eine solche so genannte indirekte Sterbehilfe ist in Deutschland rechtlich zulässig. Leider sprechen Ärzte diese Möglichkeiten oft nicht von sich aus an.

Gruß vom Wiz

So schlimm sich das auch anhören mag, da kann man wohl leider nichts machen. COPD ist eine schlimme Krankheit, es geht lange Zeit ganz gut, aber irgendwann eben nicht mehr. Ich kann mich nur meiner Vorrednerin ! anschließen, welche meint, Ihr solltet über die "geistige Umnachtung " deiner Oma froh sein. Das sehe ich auch so. Ich bin ja in der Pflege tätig und habe in 18 Jahren viele Menschen mit dieser Erkrankung betreut. Es ist leider so, dass Erkrankte im Endeffekt ersticken, und das ist natürlich ganz furchtbar. Darum ist es ei Segen, wenn Deine Oma das alles nicht so mitbekommt, bzw. nicht realisiert, was auf sie kommen wird. Sollte es wirklich das letzte Stadium sein, so sprecht mit dem Arzt über den Aufenthalt in einer Palliativpflegeeinrichtung- mittlerweile gibt es auch ambulante Palliative Pflegedienste. Es ist auf jeden Fall sinnvoll, sich in solch professionelle Hilfe zu begeben, denn in der Paliativpflge hat man nicht nur das Wissen über würdevolles Leben, sondern vor allem auch Zeit! Und das ist es, was Deine Oma, egal in welchen Zustand sie gerade geistig ist, mitbekommt- wenn Ihr da seid.
Im Vordergrund sollte nun stehen, dass Deine Oma in Würde gehen kann, und möglichst wenig leidet. Alles Gute für Euch.