Zu viele Tiere und schlechte Haltung

Hallo zusammen!

Folgender Sachverhalt: Ein Nachbar hält mindestens 7 Katzen und 5 Hunde (lässt sich schwer sagen, da er 2 Häuser unterhält und die Tiere immer hin und her getauscht werden). An sich wäre das für ein typisches Dorf- bzw. Landleben noch ertragbar - würde sich um die Tiere gekümmert werden.

Allerdings ist es so, dass die Katzen fast ständig ausgesperrt werden. Die meisten sehen auch ziemlich räudig aus. Die Futterversorgung ist nicht ausreichend - es werden jedes mal gelbe Säcke zerfetzt (und der Abfall verteilt sich prima die ganze Straße entlang)oder versucht, in die Mülltonnen zu gelangen.

Die umliegenden Gärten der Nachbarn sind inzwischen mehr zur Katzentoilette geworden, jeden Tag finden sich mehrere Hinterlassenschaften und umgegrabene Beete, zertrampelte, angefressene Pflanzen. Sicher ist da nur, wer selbst einen Hund hat.

Am nervigstens ist allerdings die Hundehaltung. Früh morgens, spätestens um 8 wird ein Dackel vor die Tür gesetzt. Dieser läuft dann allein mehrere Stunden frei herum, spaziert in fremde Gärten und hinterlässt dort Spuren. Die anderen Hunde werden zusammen oder im Wechsel draussen angekettet und kläffen den ganzen Tag!

Das sind zu Spitzenzeiten auch mal 10 Stunden am Stück, da sich einfach niemand drum kümmert - falls das mal vorkommt, ist 20 Minuten Ruhe, bis Herrchen wieder veschwindet.
Ist einer der Besitzer allerdings mit im Garten und gibt einer der Hunde auch dann keine Ruhe - wird der Hund am Halsband hochgenommen (es sind alles kleine Rassen) und bekommt ein paar Ohrfeigen oder wird anderweitig geschlagen!

Mehrere Nachbarn haben schon das Ordnungsamt verständigt. Die zucken die Schultern, da die Tiere ein Dach über dem Kopf haben und mit dem Nötigsten versorgt werden.

Bringt es etwas, wenn man den Tierschutzverein einschaltet?
Wie kann man sich noch wehren?
Es macht wirklich keinen Spaß, so etwas mitansehen zu müssen oder dank Dauerkläffen nach Schichtarbeit kein Auge zuzubekommen bzw. jedes mal beim Betreten des eigenen Gartens Stunden verbellt zu werden.

Vielen Dank für eure Antworten!

Hallo,

hat man denn das zuständige Veterinär-Amt schon mal informiert?

Wenn der dortige Amtstierarzt schon mal vorbeigeschaut hat, bleibt nur noch der Tierschutz.

Grüße
miamei

Hallo,

den Tierschutzverein einzuschalten wäre zumindest kein Fehler. Man könnte sich zumindest im Vorfeld ein telefonisches Statement einholen und so erfahren, ob gehandelt werden wird.

Was natürlich auch immer noch bleibt ist eine Anzeige wegen Sachbeschädigung. Niemand muss sich in den Garten kxxxen lassen oder akzeptieren, wenn alles zerstört wird. Wobei es bei Katzen m. E. noch anders aussieht als bei Hunden. Katzen sind Freigänger und was sie in ihrer ‚Freizeit‘ tun, entzieht sich i. d. R. dem Einflussbereich des Halters.

Dass das Ordnungsamt mit den Schultern zuckt, kann ich nicht so ganz nachvollziehen. Vielleicht hat ein Mitarbeiter die Meldung aufgenommen, der keine Lust hatte zu arbeiten. Man könnte sich mal an die nächsthöhere Stelle wenden und fragen, ob die Beschädigungen tatsächlich nicht in den Zuständigkeitsbereich gehören. M. E. tun sie das nämlich: Wer seinen Hund einfach so und regelmäßig frei in der Gegend herumlaufen lässt, der führt ihn definitiv nicht sachkundig. Und das sicherzustellen ist auch Aufgabe des Ordnungsamtes.

Gruß
Kirsten

Hallo,
da kann man eine ganze Menge machen, die hier mehr oder weniger schon genannt wurde.

Aber:

Dass das Ordnungsamt nix macht, könnte daran liegen, dass man keine hieb- und stichfesten Beweise zur Anzeige einer Ordnungswidrigkeit nach dem Abfallrecht im Telefonat „beigefügt“ hat…

Ein paar Fotos zerfetzter Müllsäcke oder müllfressender Katzen (die übrigens nicht zwangsläufig alle Freigänger sein müssen und selbst dann immer noch bei eindeutiger Zurechenbarkeit zu einem Besitzer Haustiere sind … ) könnten da nicht schaden…

Ansonsten wie hier schon geschrieben:

  • örtlichen Tierschutzverein verständigen (das ist das klassische „Tierheim“ - z.B. mit den gleichen Fotos wie oben!)

  • ggf. weitere überregionale Tiernothilfeeinrichtungen ansprechen

  • Anzeige wegen Sachbeschädigung und/oder Übergriffen nach dem Tierschutzrecht gegen den Halter bei der örtlichen Polizei

Gruß vom
Schnabel

Hallo!

Ich hatte auch mal so einen Fall, allerdings ging es da um einen Hund.

Veterinäramt kam vorbei und ging…
Tierheimleiter kam und ging…
Polizei angerufen die haben auch nichts gemacht.
Mit dem Besitzer selber gesprochen…keine Einsicht…

Der Hund ist dann gestorben.

Jetzt im nachhinein würde ich eine Unterschriftensammlung in der Nachbarschaft machen. Bilder oder Video machen und einer Tierschutzorganisation vorlegen.

Und wenn das nicht fruchtet…gibt es ja noch das Fernsehen.

PS: Ich hoffe der zahlt auch für 5 Hunde Hundesteuer

fassungslose grüße Claire