Wohin schicke ich jemanden, der unter Zwängen leidet? (Geht um ein Familienmitglied) Sie muss ständig alles nachkontrollieren, fährt dauernd wieder ins Büro um zu gucken, ob die Tür abgeschlossen ist. Teilweise kommt sie von da nicht wieder zurück, weil sie es einfach nicht schafft.
Sie geht alle drei Wochen zu einer Therapie wegen Depressionen, was aber auch nicht hilft. Zu wem kann man sie jetzt schicken? Zu einem anderen Therapeuten? Überhaupt zu einem Psychologen oder zu einem Psychiater?
Danke im Voraus!
Wohin schicke ich jemanden, der unter Zwängen leidet?
Hallo Nina, schick deine Verwandte am besten zu einem Psychologen. Ein Psychologe arbeitet auf der Grundlage Prozesse und Verhaltensmuster des menschlichen Geistes zu verstehen, sowie psychische Störungen zu erklären udn adäquat zu behandeln - scheint mir bei Zwangserkrankungen am sinnvollsten.
Das die behandlung gegen die Depression nicht hilft, liegt wohl daran das die andere Erkrankung (die Zwaänge) nicht behandelt werden.
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Ein Psychiater hingegen ist ein Arzt der sich grundlegender mit Erkrankungen statt Störungen auseinandersetzt (natürlich auch damit aber eher nicht vordergründig), er stellt eine Diagnose und schlägt eine Behandlung vor. Er ist berechtigt Medikamente wie Neuroleptika etc zu verabbreichen.
Ein Psychotherapeut befasst sich mit heilkundlicher Psychotherapie (also mit der Vorbeugung, Erkennung und Behandlung von Erkrankungen) ist aber „nur“ ein Arzt mit Psychotherapie-Weiterbildung.
Dann gibt es noch die Psychologischen Psychotherapeuten (ersteinmal ein seltsamer Begriff) sie sind nichts anderes als Psychotherapeuten welche sich nach dem abgeschlossenem Psychologiestudium als Diplom-Psychologe auf dem Gebiet der Psychotherapie weitergebildet und somit spezialisiert haben. Psych. Psychotherapeuten beschäftigen sich mit Tiefenpsychologie, Psychoanalyse, Verhaltenstherapie u.ä.
gut…das sollte jetzt nur mal zur Aufklärung sein
LG
Kitty
Zwangsstörungen
Hallo Nina,
eine gute Anlaufstelle bei solchen Geschichten ist die Christoph-Dornier-Stiftung - http://www.christoph-dornier-stiftung.de/index.php?i…. Dort kannst Du auch Fragebögen und Broschüren runterladen.
Viele Grüße
Renee
Hallo
Vielleicht zu einem Rechtsanwalt. Ich meine, man kann depressiv werden, wenn man stark eingeschüchtert/bedroht wurde.
Das spricht auch für das mangelnde, doch irrationale Selbstvertrauen.
In diesem Sinne sind die Symptome möglicherweise kaum relevant, sondern mehr der Hintergrund derselben.
Durch starke Fehlernährung bekommt man sowas auch.
Da ist auch eine gewisse Gefahr, denn die Fachärzte lassen sich nicht besonders, schon gar nicht durch einen Laien, kontrollieren, bzw., die wollen kassieren.
Weil mir nun das Problem einigermaßen komplex erscheint, würde ich empfehlen, jemanden zu fragen, der Erfahrung mit so etwas hat, selbst auch schon etwas älter ist und bereit ist, sich damit auseinanderzusetzen/Zeit für zu opfern.
Das wäre je nach der Art des Hintergrundes oder auch der Person, ein normaler Arzt(Hausarzt), ein Rechtsanwalt mit Erfahrung mit solchen Sachen, oder vielleicht auch bei hinreichenden Betreff ein katholischer Pfarrer. In anderen Worten, es kann schwierig werden, den richtigen zu finden.
MfG
Matthias
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hinreichenden Betreff ein katholischer Pfarrer.
bitte? wozu das? Um das Selbstvertrauen von jemand Depressiven & womöglich Zwangserkranktem zu lindern?
Fragwürdiger Rat.
Kitty
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hinreichenden Betreff ein katholischer Pfarrer.
bitte? wozu das? Um das Selbstvertrauen von jemand Depressiven
& womöglich Zwangserkranktem zu lindern?
sorry, falls da ein kleiner Schreibfehler war
Fragwürdiger Rat.
Kitty
Hallo Kitty
Also, ich glaube, man konnte erkennen, das es nicht so ganz ernst von mir gemeint war. Ich wollte damit das Problem anschneiden, das man sehr schlecht jemanden findet, wenn man ECHTE UNFREUNDLICHE Gespenster gesehen hat, bzw. auf die mögliche Vielfältigkeit eines solchen Problems hinweisen.
Wenn man sich da nämlich noch die Augen von einem „Facharzt“ zubinden läßt, na dann gute Nacht.
MfG
Matthias
Erstmal Ordnung hier reinbringen 
Hallo Kitty
Das ist alles dermaßen falsch, dass ich einfach mal n bichen eingreifen MUSS.
Ein Psychotherapeut befasst sich mit heilkundlicher
Psychotherapie (also mit der Vorbeugung, Erkennung und
Behandlung von Erkrankungen) ist aber „nur“ ein Arzt mit
Psychotherapie-Weiterbildung.
Da geht offenbar einiges durcheinander bei Dir. Was Du eben beschrieben hast, gibt es z.B. garnicht. Das wäre eine Mischung aus Heilpraktiker mit psych. Beratung und Arzt mit Zusatz Psychotherapie. Beides ist schon mal gar nicht vereinbar aus standesrechtlichen Gründen.
Was die Fragestellerin braucht, ist offenbar hingegen entweder ein psychologischer Psychotherapeut (den Du erwähntest) oder eben den Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie (vormals Facharzt für Psychotherapeutische Medizin). Weiterhin kann man dann unterscheiden, ob einer von diesen beiden Verhaltenstherapie, tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie oder Psychoanalyse anbietet. Nur diese drei Verfahren werden von allen Krankenkassen übernommen.
Gruß,
Branden
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Hallo Kitty
Also, ich glaube, man konnte erkennen, das es nicht so ganz
ernst von mir gemeint war. Ich wollte damit das Problem
anschneiden, das man sehr schlecht jemanden findet, wenn man
ECHTE UNFREUNDLICHE Gespenster gesehen hat, bzw. auf die
mögliche Vielfältigkeit eines solchen Problems hinweisen.
Wenn man sich da nämlich noch die Augen von einem „Facharzt“
zubinden läßt, na dann gute Nacht.
MfG
Matthias
Hey Matthias,
da bin ich ja beruhigt das du das nicht ganz ernst meintest…weißt du ich bin selbst psychisch krank und mir wurde mit vollem ernst schon 3mal(!) gesagt „geh zu einem priester! der führt einen exorzismus bei dir durch!“
deswegen meine, vll etwas überschwengliche reaktion - nicht persönlich nehmen 
Kitty
Hey Branden,
tut mir leid wenn das nicht so stimmte
das wurde mir nur exakt so von einem Facharzt für Psychiatrie erklärt - aber was weiß der schon, ist ja n anderes fachgebiet 
tut mir leid! wollte nicht absichtlich falsche infos liefern ^^
Kitty
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Wende Dich an die DGZ, hier findest Du jemanden!
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, hier findst Du Rat.
Gruss frieeda
http://www.zwaenge.de/
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Kein Problem…
…wir habens ja jetzt geklärt, Kitty.
Gruß,
Branden
Verhaltenstherapie
Hallo Nina,
eine gute Freundin von mir hatte dasselbe Problem, dazu kamen Ängste, z.B. in der U-Bahn oder Menschenmengen. Eine Verhaltenstherapie hat ihr relativ schnell geholfen. Alle drei Wochen ist wirklich witzlos - und wegen Depressionen? Hm. Jedenfalls sollte sie zumindest einmal pro Woche gehen - und wie gesagt ist denke ich Verhaltenstherapie bei diesem Problem die angebrachtere Methode.
Viele Grüße,
Matilda