Hi alle,
ich habe hier ja schon mal gefragt in Sachen Frühstück, das ich immer ausfallen lasse…
Jetzt geht das aber weiter. Ich habe schön und komplikationslos abgenommen (von 67 kg wollte ich auf 58 kg runter bin jetzt bei 62 kg). Und auf denen hänge ich schon fast drei Wochen. Der Grund: ich esse fast gar nicht mehr (jetzt z.B. hab’ ich noch nichts gegessen und werde es vor 19.30, wo ich verabredet bin, wohl nicht tun…). Mein Hunger ist weg. Und ich esse gern! Koch auch gern für mich alleine! Esse, wenn ich esse, auch lustvoll-gesund! Irgendwann abends denke ich dann, jetzt musst Du aber mal was essen! Mache mir dann auch schamlos einen dicken Teller Spaghetti und achte nicht auf Kalorien (nur auf nicht zu viel Fett), brauche ich ja dann nicht. Aber ich merke, ich fange an, da Mist zu bauen… Habt Ihr Tipps?
Würde mich freuen:
Anja
Hi Anja,
durch das Nicht-Essen hast Du Deinen Körper in eine Lage versetzt, in der er auf Sparflamme läuft. Wenn Du jetzt wieder anfängst ‚normal‘ zu essen, dann wirst Du erstmal wieder etwas zunehmen, weil der Körper noch eine Weile auf die niedrige Energiezufuhr eingestellt ist.
Auf jeden Fall wirst Du Dich anfangs dazu zwingen müssen, mehr als nur einmal am Tag was zu Essen. Ob Du nun Frühstückst oder nicht (ich kenne viele, die morgens nichts hinunter bringen, die Frühstücken eben etwas später), versuche wenigstens zweimal am Tag was zu Essen. Nach einer Weile kommt das Hungergefühl wieder. Wenn Du nichts festes runter bekommst, dann würde ich Milchshakes nehmen, die haben genug Zucker um das Hungergefühl nach einer oder zwei Stunden zu wecken.
Konsequentes Abnehmen ist nicht durch Hungern hinzubekommen, das muss erstmal in den Kopf. Man kann Essen soviel man will, solange man durch genug Bewegung für eine ausgeglichene (oder eben negative beim Abnehmen) Energiebilanz sorgt.
Gruss,
Herb
Hallo,
mal ungeachtet der Sinnhaftigkeit für eine Diät - was Du betreibst ist für Deine Tendenz zur Depression denkbar schlecht. Eine Zeitlang mag die krasse Untersorgung noch ein euphorisierendes Gefühl hervorrufen, u.a. wg. der vermeintlichen Kontrolle, die man über die „niederen“ Triebe seines Körpers hat aber die daraus resultierende „Überschwemmung“ Deines Körpers mit Cortisol fördert depressive Stimmungen längerfristig.
Gruss
Enno
Lieber Enno,
also Du siehst so etwas wie eine Tendenz zur Magersucht? Ich gebe zu, dieser Verzicht hat so etwas wie einen starken Reiz für mich bekommen.
Danke für den Hinweis,
Anja
Ich habe schön und
komplikationslos abgenommen (von 67 kg wollte ich auf 58 kg
runter bin jetzt bei 62 kg). Und auf denen hänge ich schon
fast drei Wochen.
Hallo,
treibst du Sport?
Gruß, Claudia
Hi Anja
einer der Mitdiskutanten hat bereits das Wort „Magersucht“ gebraucht. Ein bißchen muß man Deiner Anfrage schon in die Richtung denken. Da wären also folgende Fragen zu beantworten:
a) wie alt bist Du?
b) Körpermaße (Größe, aktuelles Gewicht?)
c) was ist dein Zielgewicht?
d) wie sieht es mit Deinem Sexualleben aus? (Die Frage ist hier in der Öffentlichkeit selbstverständlich nicht zu beantworten, aber der Grund für diese Frage ist folgender: Ich habe noch nie ein sexuell glückliches - wirklich hier ist Sex, nicht Liebe - gemeint, welches magersüchtig gewesen wäre.)
Nebenbei: Je mehr man sich dem Idealgewicht nähert, desto geringer wird der Grundumsatz, also wird das Abnehmen immer schwieriger. Der Jammer aller Leute beim Abnehmen.
Und um mal ein paar Zahlen zu nennen: Früher ging man von der BROCA-Norm aus: Körpergröße in cm - 100 = Idealgewicht in kg, also der berühmte Durchschnittsmann hätte bei 175cm Körpergröße 75kg auf die Waage zu bringen.
Heute zieht man davon zum Idelagewicht noch etwa 10% ab, aber ein Mädchen von 175cm und 63kg würde ich noch nicht mit Sorgen ansehen.
Wenn sich dieses Mädchen aber immer noch als zu dick ansehen würde, sollte man sich schon Gedanken machen.
Hallo Anja, mir geht es so wie dir. Ich kann nur abnehmen, wenn ich das Essen wirklich einstelle, alles andere hat bei mir nichts gebracht. Wenn ich allerdings merke, dass der Körper etwas braucht - zum Beispiel, wenn der Kreislauf verrückt spielt, dann esse ich auch (allerdings nur einen Happen). Wenn ich dann mein gewünschtes Gewicht habe, fange ich langsam wieder an zu Essen. Bei mir klappt es nur deshalb so gut, weil ich eigentlich „gerne“ esse. Ich freue mich darauf mit Freunden auszugehen oder an einem Grillabend (wenn auch nur mit Salat und Brot) teilzunehmen. Dann wird eben in den nächsten Tagen weniger/nichts gegessen. Sollte dir diese Vorfreude allerdings schon abhanden gekommen sein, würde ich auch vorsichtig sein. Wenn sich alles nur um das Gewicht dreht, ist es nicht gut. Man sollte das Leben geniessen können und sich nicht so sehr von seinem Gewichtsgedanken beeinflussen lassen. Denke mal drüber nach! Wie geht es dir dabei? Ich hoffe, dass du noch auf dem richtigen Weg bist. Mit liebem Gruss Maike