Zucker- und Säuregehalt von Smoothies

Hallo,

Smoothies werden für ihren hohen Zucker- und Säuregehalt kritisiert. Wenn man nun aber, anstatt so etwas zu trinken, eine entsprechende Menge Obst bzw. Gemüse verzehren würde, würde man doch genauso viel Zucker und Säure aufnehmen, oder? Wieso wird also der Verzehr von fünf Portionen Obst und Gemüse täglich empfohlen, während Smoothies als potenziell schädlich dargestellt werden? Übersehe ich vielleicht etwas?

Danke und Gruß
Mevius

Hallo Mevius,

wenn sie wirklich aus Früchten pur hergestellt werden, enthalten sie natürlich das selbe wie die entsprechenden Früchte.

Was wohl Anlass für die Kritik ist:
Aufgrund der flüssigen Form nimmt man das Obst rascher zu sich, was manche Leute dazu verführen kann, mehr davon zu sich zu nehmen, als würden sie Obst essen. Somit kann es dadurch eher passieren, dass man mehr Kalorien als nötig zu sich nimmt.
Ähnliches gilt für Säfte: Ein paar Gläser Saft sind rasch getrunken, das Sättigungsgefühl ist relativ gering, aber für die entsprechende Menge Obst bräuchte man deutlich länger und man wird auch satter; den Apfel rechnet man eher als z.B. zweites Frühstück, während ein Glas Saft eher zusätzlich zum zweiten Frühstück getrunken wird.
Sättigung registriert der Körper nicht nur über Magenfüllung und Blutzuckerspiegel, sondern auch über die Kauzeit.

Viele Grüße,
Nina

Hallo,

ergänzend zu Ninas Aussage…

Vergessen darf man auch nicht, daß Obst und Gemüse weit mehr enthalten als nur Zucker und Säuren. Sie enhalten Ballaststoffe, Vitamine, Mineralien, Spurenelemente und so manches mehr und das in einer ausgewogenen Relation, die den Bedürfnissen des Organismus entspricht. Smoothies können schon deswegen hier nicht mithalten - zu viel davon ist sehr einseitig und werden sie gar als Ersatz für Obst und Gemüse konsumiert, stellen sich schnell Mängel ein.

Gruß,
p+p

Vergessen darf man auch nicht, daß Obst und Gemüse weit mehr
enthalten als nur Zucker und Säuren.

??
Weißt du überhaupt, was ein Smoothie ist?
Pürierte Frucht = ganze Frucht kleingematscht.
Es ist nicht nur der Saft des Obstes (das wäre Obstsaft).
Wie kann das weniger irgendwas haben als die Frucht in Stücke geschnitten und gekaut und geschluckt?

Es gibt Smoothies mit Zusätzen, aber von denen war in dem UP nicht die Rede.

Sangoma

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Hallo,

Pürierte Frucht = ganze Frucht kleingematscht.

Püriert und kleingematscht, dazu diversen industriellen Prozessen unterworfen, mit Zusatzstoffen zur besseren Verarbeitung versehen, die teils wieder entzogen werden und damit noch einiges mehr, Schalen werden entfernt (direkt darunter sitzen die wertvollsten Inhaltsstoffe) damit es „smooth“ ist, Dauer der Verarbeitung - bis dahin ist die Frische und Inhaltstoffe reduziert. Was bleibt da wohl noch übrig? Ein frischer Apfel dürfte dem haushoch an Inhaltsstoffen überlegen sein…

Besser sähe es bei einem selbstgemachten Smoothie aus, könnte an Frisches, Ganzes aber immer noch nicht herankommen.

Gruß,
p+p

Püriert und kleingematscht, dazu diversen industriellen
Prozessen unterworfen, mit Zusatzstoffen zur besseren
Verarbeitung versehen, die teils wieder entzogen werden und
damit noch einiges mehr, Schalen werden entfernt (direkt
darunter sitzen die wertvollsten Inhaltsstoffe) damit es
„smooth“ ist, Dauer der Verarbeitung - bis dahin ist die
Frische und Inhaltstoffe reduziert. Was bleibt da wohl noch
übrig? Ein frischer Apfel dürfte dem haushoch an
Inhaltsstoffen überlegen sein…

Lass doch mal deine anti-Industriebrille weg.
Ein Smoothie kann genausogut hausgemacht sein.
Das geht aus der Ursprungsfrage nicht hervor.

Besser sähe es bei einem selbstgemachten Smoothie aus, könnte
an Frisches, Ganzes aber immer noch nicht herankommen.

Eben.
Aber immer erstmal die Keule rausholen.

Sangoma

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Hallo,

Lass doch mal deine anti-Industriebrille weg.

Das würde ich gerne tun, sobald die Nahrungsmittelindustrie unsere Gesundheit als oberstes Ziel verfolgt und nicht nur die Gewinnmaximierung, egal zu wessen Schaden.

Hälst du es für falsch, wenn ich immer wieder darauf hinweise, wie wichtig eine gesunde Ernährung ist? Gesunde, ausgewogene, abwechslunsreiche Ernährung ist die beste Medizin und die beste Vorbeugung. Wenn dann trotzdem jemand krank wird, hat er wenigstens eine stabile Grundlage und ein Immunsystem, das sich zu wehren weiß und ihm hilft wieder gesund zu werden.

Leider habe ich in vielen Jahren immer wieder erleben müssen, wie sich Krankheiten wegen falscher Ernährung entwickeln konnten. Besonders die junge Generation, aber auch einige Ältere, ist sich vielfach nicht bewußt, was sie sich mit Fast Food und anderem industriell Verarbeiteten antut (die viele Werbung arbeitet für die Nahrungsmittelindustrie und leider nicht für unsere Gesundheit) - dazu braucht man sich nur mal die Klientel in bestimmten Fast Food Ketten anzusehen oder das was im Supermarkt in Einkaufswagen landet.

Hier sind einige, die ebenfalls auf gesunde Ernährung immer wieder hinweisen und das ist richtig so. Jeder der anfängt sich gesünder zu ernähren tut viel für seine Gesundheit.

Liebe Grüße,
p+p

…sobald die Nahrungsmittelindustrie
unsere Gesundheit als oberstes Ziel verfolgt

Hallo,
daraus wird per Definition nichts.

Ein Lebensmittel ist natuerlich. Mit zunehmender Verarbeitung wird es zum Nahrungsmittel. Je mehr daran verarbeitet wird, desto ungesuender im Normalfall. Eine Nahrungsmittelindustrie kann keine Lebensmittel herstellen. Wie sollte ein Kuchenhersteller Getreidekoerner herstellen? Gar nicht. Und wenn er es laesst, ist er kein Hersteller, wirtschaftlich tot.

Nach Kollath (siehe seine Tabelle) wird das Lebensmittel mit jeder Verarbeitungsstufe schlechter, beim Schneiden, Saeuern, Erhitzen, Extrakte herstellen. Ziemlich gegen Ende dieses zunehmenden Verschlechterungsprozesses erschafft die Nahrungsmittelindustrie ihren Verdienst.

Es gibt nicht nur saure Smoothies, man kann auch alkalische Smoothies herstellen. Beispiele
http://www.youtube.com/watch?v=eXr8-jru1KE
http://www.myvideo.de/watch/2036358/Rohkost_Smoothie…
Gruss Helmut

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Hälst du es für falsch, wenn ich immer wieder darauf hinweise,
wie wichtig eine gesunde Ernährung ist?

Ja! Denn alles zu seiner Zeit. Das ist wie die Fabel mit dem Wolf und den Schäfern. Ein Ast knackt im Wald: DER WOLF KOMMT. Ein Hase hustet im hohen Gras: DER WOLF KOMMT. Ein Meerschweinchen hustet hinter dem Busch: DER WOLF KOMMT. Die Wolke schiebt sich vor den Vollmond: DER WOLF KOMMT… und als der Wolf dann wirklich kommt, hört keiner mehr hin.

Gesunde, ausgewogene,
abwechslunsreiche Ernährung ist die beste Medizin und die
beste Vorbeugung. …

Ja, Ja. nimm noch in deine Liste auf, dass Rauchen tödlich ist, schnelles Autofahren der Gesundheit und der Umwelt schadet, zu viel Heizen auch, exzessive Sportarten ebenfalls gefährlich sind und und und…

Hier sind einige, …

Hier ist hier, das heißt hier bei dieser Frage. Bei dieser gestellten Frage ging es ausschließlich um den Zucker- und Säuregehalt. So, wie die Frage gestellt war(Smoothie vs. die gleiche Menge Obst unzerkleinert), ist tendenziell davon auszugehen, dass nicht industrielle Smoothies gemeint sind. Eine vernünftige, nicht betriebsblinde Antwort setzt allerdings die Kenntnis darüber voraus, dass der Begriff des Smoothie nicht an die industrielle Fertigung gebunden ist, sondern lediglich eine Dareichungsform meint.
Deine Ausführungen sind also völlig deplatziert und beantworten die Frage nicht. Im Gegenteil, sie ist sachlich auch noch völlig falsch:

Vergessen darf man auch nicht, daß Obst und Gemüse weit mehr enthalten :als nur Zucker und Säuren. Sie enhalten Ballaststoffe, Vitamine, :Mineralien, Spurenelemente und so manches mehr und das in einer :ausgewogenen Relation, die den Bedürfnissen des Organismus entspricht. :Smoothies können schon deswegen hier nicht mithalten - zu viel davon :ist sehr einseitig und werden sie gar als Ersatz für Obst und Gemüse :konsumiert, stellen sich schnell Mängel ein.

Du hast offenbar keine Ahnung, was ein Smoothie ist. Eine Möhre, eine Apfelsine und ein Apfel in einen Mixer geworfen und drauf gedrückt, ist ein Smoothie! Wie war das jetzt noch gleich mit den Zauberinhalten von Gemüse und Obst, die im Smoothie weggespukt werden?

Die vernünftige Antwort kam von Nina. Smoothies sind im Zweifel besser als gar kein Obst und Gemüse. Größere Mengen sind aber aus den genannten Gründen im Zweifel schädlich. Und das hat mit Industriefood, Fastfood und Einkaufwagen nichts zu tun.

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daraus wird per Definition nichts.

Welche Definition? Deine private?

Es gibt eine Definition dessen, was Lebensmittel und was Nahrungsmittel ist. Jedes Nahrungsmittel ist ein Lebensmittel. Nahrungsmittel sind die, welche die Fett, Eiweiß und / oder Kohlehydrate enthalten.

Lebensmittel, die keine Nahrungsmittel sind, sind Wasser, Zusatzstoffe und Nahrungsergänzungsmittel.

Ein Apfel, der am Baum hängt, ist weder noch. Ein Huhn, was durch die Gegend hüpft, ist weder noch. Erst, wenn der Apfel gepflückt und das Huhn geschlachtet, wird zum Lebensmittel und gleichzeitig auch zum Nahrungsmittel.

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Hallo Pontius+Pilatus,

Vergessen darf man auch nicht, daß Obst und Gemüse weit mehr
enthalten als nur Zucker und Säuren. Sie enhalten
Ballaststoffe, Vitamine, Mineralien, Spurenelemente und so
manches mehr und das in einer ausgewogenen Relation, die den
Bedürfnissen des Organismus entspricht.

selbstverständlich enthalten Obst und Gemüse mehr als Zucker und Säuren (darum beginne ich meinen Tag ja auch mit einem Glas frisch gepressten Orangensaftes, und nicht mit einer Fanta) - aber warum sollte das in Smoothies nicht mehr enthalten sein? Da wird Gemüse am Stück püriert.

Viele Grüße,
Nina

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Hallo Pontius+Pilatus,

Hälst du es für falsch, wenn ich immer wieder darauf hinweise,
wie wichtig eine gesunde Ernährung ist? Gesunde, ausgewogene,
abwechslunsreiche Ernährung ist die beste Medizin und die
beste Vorbeugung. Wenn dann trotzdem jemand krank wird, hat er
wenigstens eine stabile Grundlage und ein Immunsystem, das
sich zu wehren weiß und ihm hilft wieder gesund zu werden.

dem stimme ich auch sehr, sehr zu.
Aber gegen Smoothies (man stecke eine Handvoll frischer Früchte in den Mixer und verzehre das Resultat sofort) ist, bis auf die Sache, dass man ggf. zu viel Kalorien durch die halbflüssige Form zu sich nimmt, nichts einzuwenden.
(Selber mag ich Smoothies nicht, da mir dabei eindeutig das Kaugefühl fehlt.)

Leider habe ich in vielen Jahren immer wieder erleben müssen,
wie sich Krankheiten wegen falscher Ernährung entwickeln
konnten. Besonders die junge Generation, aber auch einige
Ältere, ist sich vielfach nicht bewußt, was sie sich mit Fast
Food und anderem industriell Verarbeiteten antut (die viele
Werbung arbeitet für die Nahrungsmittelindustrie und leider
nicht für unsere Gesundheit) - dazu braucht man sich nur mal
die Klientel in bestimmten Fast Food Ketten anzusehen oder das
was im Supermarkt in Einkaufswagen landet.

… dem stimme ich auch zu.

Viele Grüße,
Nina

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Hallo,
noch nicht verstanden?

Lebensmittel sind Mittel zum Leben. Damit kann das Leben ueber viele Generationen ohne degenerative Veraenderungen aufrecht erhalten werden.

Nahrungsmittel sind minderwertig. Sie reichen zur Aufrechterhaltung einiger Funktionen lebendiger Wesen. Innerhalb des Lebens und spaetestens nach Generationen gibt es wegen der Fehlernaehrung aus Nahrungsmitteln Erkrankungen.

Definition nach Kollath.
Oder Brukers Aussage der zwanzig Jahre bis zur Erkrankung aufgrund ungeeigneter Nahrungsmittel.

Beispiele die ueblichen Zivilisationserkrankungen von Bluthochdruck ueber Paradentose bis Migraene. Siehe auch Pottengers Katzenversuche, oder Versuche mit H-Milch bei Kaelbern. Nahrungsmittel H-Milch kontra Lebenmittel Rohmilch.

Gruss Helmut

Hallo Mevius,

die Initiative Fünfmal am Tag ist eine Kampagne, die durch die Größen des Obst- und Gemüseanbaus und -handels gefördert wird.
Im „DGE Info“ steht zum Beispiel unter der Überschrift: „5 am Tag Kampagne: Wissenschaftliche Begründung“:
„Einen unmittelbaren Nachweis, dass eine Intervention mit Gemüse und Obst das Risiko für Krebs oder auch andere chronische Erkrankungen senkt, gibt es derzeitig nicht.“ Dann der nächste Satz: „Ebenso fehlen beobachtende epidemiologische Daten, die belegen, dass eine Änderung der Ernährungsgewohnheiten im Sinne einer Erhöhung des Obst- und Gemüseverzehrs im Erwachsenenalter das Erkrankungsrisiko für Krebs und andere chronische Erkrankungen zu senken vermag.“
Vom wissenschaftlichen Leiter der DGE: „Es gibt keine Studien, die eine dauerhafte positive Änderung des Ernährungsverhaltens und eine Steigerung des Obst- und Gemüseverzehrs durch Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit und der Verhaltensprävention belegen.“ Stimmt: bis heute fehlen Belege für den Nutzen der Ernährungsberatung. Dann der nächste Satz: „Die langjährige ‚5 a day‘-Kampagne in den USA hat dort zu keinem nennenswerten Zuwachs des Obst- und Gemüsekonsums geführt.“
Dass man Obst und Gemüse beißen kann und essen aus purem Vergnügen, bleibt unberücksichtigt.

Strubbel
e:open_mouth:)