Hallo, wie oben schon steht hat mein Freund manchmal unerklärliches Zucken am Körper wie es manche mal am Augenlied bekommen.
Er hat seit über einen halben Jahr Probleme mit seiner Halswirbelsäule, in der Zeit sind verschiedene Probleme aufgetreten, unter anderem das Zucken.
Er war vor ca. 2 - 3 Wochen im MRT, dort kam raus das er eine Steilstellung hat, in einen vorherigen Röntgenbild wurden auch Bandscheibenvorwölbungen und ein muskulärer Schiefhals vestgestellt.
Auch in der Lendenwirbel machen sich oft Schmerzen bemerkbar.
Kann das alles miteinander zusammenhängen oder kann es auch psychisch bedingt sein?
solche Ferndiagnosen sind immer schwierig / nicht allzu sinnvoll, weshalb dir niemand hier definitiv sagen können wird was es ist.
Es käme erstmal auf die genaue Lokalisation der Zuckungen am Körper an, aber selbst dann ist das kein sicherer Beweis für Rückenmarksläsionen, etc… Weiterhin müssen Schmerzen nicht zwangsläufig mit motorischer Dysregulation einher gehen.
Für solche Zuckungen kann es alle möglichen Ursachen geben, die ohne genaue Patientenuntersuchung / Sichtung der Krankengeschichte nicht klar festgestellt oder ausgeschlossen werden können.
Um das ganze abzukürzen und mit einer Nennung möglicher Ursachen nicht eine Verschlimmbesserung zu erzielen der Rat:
Auf ausgewogene Ernährung, insbes. die hinreichende Zufuhr von Calcium / Magnesium / Vitaminen achten.
Wenn die Zuckungen anhalten, stellt euch bei nem Arzt vor (Hausarzt / ggf. direkt zum Facharzt für Neurologie). Habt ihr das alles schon hinter euch ohne Verbessung der Situation: ggf. einfach mal ne zweite Meinung einholen, immerhin haben wir freie Arztwahl.
…:unerklärliches Zucken am Körper wie es manche mal am Augenlid bekommen.
…in einen vorherigen Röntgenbild wurden auch
…ein muskulärer Schiefhals festgestellt.
Auch in der Lendenwirbel machen sich oft Schmerzen bemerkbar.
Hallo,
das alles KÖNNTE psychisch bedingt sein, aber das glaube ich nicht.
Aufgrund einiger Details aus Deinem Posting glaube ich, daß es sich um eine Erkrankung aus der Gruppe der Dystonien handelt. Diese werden (oft jahrelang) als psychisch verkannt.
Ein muskulärer Schiefhals wäre dort einzuordnen (plötzliche ruckhafte Bewegung des Kopfes zu einer Seite, was zur Dauerstellung werden kann), das Krankheitsbild nennt sich „Torticollis“.
Mitunter breiten sich solche „Fehlbewegungen“ über den ganzen Körper aus und führen zu einer Verdrehung („Torsion“) der Wirbelsäule auch in tieferen Bereichen, so daß eine „Torsionsdystonie“ resultiert.
Hinter solchen Krankheitsbildern stehen Störungen bestimmter motorischer Zentren im Gehirn, ähnlich denen, von deren Störung der Parkinsonismus ausgelöst wird; allerdings sind die Dystonien zwar meist SEHR störend, aber für die alltägliche Lebensführung zuhause nicht so schwierig wie Parkinson. In der Öffentlichkeit allerdings sind sie den Betroffenen meist extrem peinlich.
Bevor Ihr irgendwelche Psychologen aufsucht, geht zu einem guten Neurologen. Klärt mit Eurem Hausarzt, wer sich von denen mit Dystonien auskennt: das tut leider nicht jeder Neurologe. Notfalls klärt, ob die Euch nächstgelegene Uni-Neurologie eine Dystonie-Sprechstunde hat.
Es gibt vereinzelte Medikamente, die da helfen können - und es gibt die Möglichkeit einer Injektionsbehandlung mit Botulinum-Toxin zur Entspannung der irregulär angespannten Muskeln. Die allerdings muß etwa aller 3 Monate wiederholt werden.
Und Ihr müßt eine/n gute/n Krankengymnasten finden, der/die die Qualitätsbezeichnung „Bobarth-Therapie“ hat (die nur jemand führen darf, der/die sich ständig fortbildet!) - die vollbringen oft wahre Wunder, suchen Trigger-Points, finden hilfreiche Verhinderungs- oder Entspannungsbewegungen.
Dazu müßte aber zuallererst eine klare Diagnose „Dystonie“ (und welcher Art Dystonie vorliegt) gestellt werden; wozu Ihr den guten Neurologen oder die Spezialambulanz brauchtet.
Hallo,
nach meiner Erfahrung können sich Probleme an der HWS auf den ganzen Körper auswirken. Das hängt damit zusammen dass viele Nerven aus der HWS austreten. Ich würde an der Stelle Deines Freundes einen speziellen Schmerztherapeuten aufsuchen. Meiner Erfahrung nach sind sowohl Neurologen als auch Neurochirurgen damit oftmals überfordert. Ebenso verhält es sich mit Orthopäden und Hausärzten. Eine gute Physiotherapie ist auch oft sehr hilfreich.
Ich hoffe diese Infos sind nützlich und wünsche „Gute Besserung“
Ja, das kann zusammenhängen, diese Zuckungen sind aber normalerweise unbedenklich.
Wichtig bei der ganzen Sache ist, die klinische Abklärung, also sicherzustellen, dass neurologisch keine Schäden vorliegen, die gesondert behandelt werden müssten.
Ansonsten kann ich nur zu viel Bewegung raten. Unser Körper will und muss in allen Arealen bewegt werden, damit sich keine Verspannungen einstellen, oder schlimmer noch, ganze Muskelketten verkürzen.
Leider sind solche Verkürzungen bei sehr vielen Menschen heute schon normal und sehr häufig für „unerklärliche“ Schmerzzustände verantwortlich. Diese muskuläre Disbalance lässt sich durch sehr viel Gymnastik und Bewegung wieder geraderücken. Dafür gibt es sehr viele Trainingsmethoden, wie die KiD-Übungen, Yoga, Pilates, etc. Möglichst vermeiden sollte man, weiterhin in die Verkürzung zu trainieren. Bauch-Situp, Brust-Butterfly, etc.
Optimale Muskellänge ist das Schlagwort.
Gruß
Weschdl
Hallo, vermutlich handelt es sich bei dem Beschriebenen um Faszikulationen. In der Regel sind die harmlos. Da sie manchmal aber doch von Bedeutung sein können, vor allem wenn weitere Symptome dazu kommen, sollte das mit dem Hausarzt besprochen werden. Der könnte dann - falls notwendig - eine neurologische Vorstellung veranlassen.
Hallo,
da schon die Diagnose „muskulärer Schiefhals“ (in der Fachsprache „Torticollis spasmodicus“) vorliegt, würde ich die Zuckungen an anderen Körperstellen ebenfalls als dystone Symptome deuten.
Der Schiefhals entsteht durch unwillkürlich übersteuerte Anspannung, also Verkrampfung, der Muskulatur. Zuckungen beruhen ebenso auf unwillkürlich übersteuerter Muskelspannung.
Meiner Erfahrung nach sind solche, über den Körper verteilten, Zuckungen (sofern sie denn gehäuft auftreten) ein Zeichen für die beginnende Ausbildung einer Dystonie.
Doch diese anfänglichen, noch recht schwach ausgeprägten Symptome werden von Ärzten oft mit anderen, harmlosen Gründe abgetan, und nicht selten mit der Aussage, sie seien eher psychisch bedingt.
Dystonien sind Muskelerkrankungen, die bei genetischer Veranlagung im Laufe des Lebens ausbrechen oder sich verstärken können. Sie sind nicht psychisch bedingt, jedoch durch die psychische Verfassung beeinflussbar, im Positiven wie im Negativen.
Es gibt fokale (örtlich begrenzte, z.B. nur die Hand betreffende) Dystonien oder generalisierte (den ganzen Körper betreffende) Dystonien.
Viele Neurologen haben leider noch immer nur wenig Kentnisse von Dystonien, weswegen es bis zur richtigen Diagnose oft etliche Jahre dauern kann.
Viele Grüße,
nadomu
Ein mir bekannter Grund kann Stressless Leg sein. Die Zuckungen beginnen bei den Füssen und Beinen. Im Laufe der Zeit können sie auch weiter nach oben kommen.
Die Ursache für Stressless Leg sind bei mangelndem Eiweiss oder mangelndem Eisen zu suchen. Vegetarier haben dies also öfter als andere Leute.
Es gibt aber auch andere Gründe für Zuckungen. Dafür fühle ich mich aber nicht qualifiziert genug.
Hallo,
die beschriebenen Beschwerden sind aus der Ferne schwer zu erklären - gibt es denn neben den Zuckungen auch psych Prbleme z.B. Ängste?
War er schon beim Neurologen?