Guten Tag,
Ich habe eine kurze Frage, und zwar ist es notwendig, dass ich eine Nahverkehrsfahrkarte für die Bahn ( ich kaufe diese immer an einem Automaten ) zu unterschreiben?
Ich habe bereits im Internet geschaut und nichts dergelichen gefunden. Nur Informationen über ein WE-Ticket; Länder-Ticket.
Auf meiner Nahverkehrsfahrkarte ist unterhalb ein langgezogener Strich (siehe unten), mancher Kontrolleur will das man dort unterschreibt, ein anderer hält dies wiederum für nicht notwendig.
Weis hierzu jemand Rat, wie dies wirklich zu behandeln ist.
Von:
Nach:
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Vielen Dank
Servus,
Einzelfahrkarten, Tageskarten etc. sind völlig frei nutzbar. Die Unterschrift wird (nicht in allen Verbünden) bei nicht übertragbaren persönlichen Zeitkarten verlangt, außerdem (auch das nicht konsequent) bei persönlichen, nicht übertragbaren hoch rabattierten Fernverkehrsfahrkarten.
Die Frage lässt sich also nur beantworten, wenn man die Beförderungsbedingungen des jeweiligen Verkehrsverbundes bzw. der DB Regio oder irgendeines anderen Verkehrsträgers kennt, und wenn man weiß, um welche Fahrkarte genau es im jeweiligen Tarif geht. Mit den gegebenen Informationen muss die Antwort ein ganz entschiedenes Jein sein.
Auch wenn auf der ausgedruckten Fahrkarte ein Feld für die Unterschrift vorgesehen ist, heißt das nicht zwingend, dass man sie auf dieser konkreten Fahrkarte auch anbringen muss: Um die Automaten nicht zu überfordern, ist es üblich, z.B. für siebzehn verschiedene Fahrkartentypen innerhalb eines Tarifes bloß vier verschiedene Fahrkartenmuster im Drucker zu hinterlegen.
Es hilft also nix: Man muss den Tarif kennen, um das beurteilen zu können.
Aus der Praxis dazu: (1) Wenn ein Kontrolletti in irgendeinem Verbund oder im DB-Fernverkehr nicht sagt „Und hier bitte noch unterschreiben“, sondern gleich zur Aufnahme der Personalien schreitet, ist in der Regel schon ein bissel mehr vorgefallen als dieser simple Verstoß gegen die Beförderungsbedingungen, der regelmäßig als lässliche Sünde nur mit erhobenem Zeigefinger geahndet wird. (2) Von verschiedenen Streitereien mit Kontrollettis des RMV (aus dem vorigen Jahrhundert, allerdings) erinnere ich mich deutlich, dass diese Anweisung haben, im Zug selber als unerbittliche grauslige Bösewichte aufzutreten, während man mit ihnen beiseite auf dem Bahnsteig über alles reden kann - z.B. auch über die Schwierigkeiten eines Messegastes aus Venezuela, den undurchdringlichen Tarifdschungel des RMV zu lichten…
Schöne Grüße
MM