Hallo,
wir denken daran, mit dem Zug nach Belgrad zu reisen.
Da haben wir einen zeitlich günstigen Nachtzug gefunden, mit dem man nachts in München abfährt, über Österreich, Slowenien und Kroatien fährt, um 9.00 Uhr in Zagreb aus dem Schlafwagen aussteigt und nach Belgrad weiterfährt.
Hat jemand Erfahrungen mit diesem Zug? Ist es ebenso gefährlich wie über Ungarn? (haben Kleinkind dabei)
Und wie ist es mit Visen?
gleich vorweg: ich kenne den erwähnten Zug nach Zagreb nur bis zur slowenischen Grenze und ausserdem den Nachtzug Zürich-Innsbruck-Ljubljana-Zagreb-Belgrad. Letzterer ist durchaus akzeptabel und ich denke, dass die Fahrt mit dem Zug München - Belgrad ebenso angenehm ist.
Hat jemand Erfahrungen mit diesem Zug? Ist es ebenso
gefährlich wie über Ungarn? (haben Kleinkind dabei)
Frage 1: Warum ist die Fahrt über Ungarn gefährlich? Vielleicht habe ich da etwas falsch verstanden? Der Zug ist jedenfalls ein geringes Risiko, mit oder ohne Kleinkind. Durch die Fahrt über Slowenien und Kroatien verhindert man aber, Umsteigen zu müssen.
Ob eine Zielort wie Belgrad allerdings gerade der richtige Platz für ein Kleinkind ist, steht auf einem anderen Blatt. Im Prinzip ist - wenn Bush und Blair ihre Bomben zuhause lassen - Belgrad aber einen Besuch sicherlich wert.
Und wie ist es mit Visen?
Für die (bald) EU-Länder Oesterreich, Slowenien und Ungarn sind keine Visa erforderlich, ebenso nicht für Kroatien. Serbien verlangt für Aufenthalte bis zu 90 Tagen kein Visum, wenn die Einreise aus privaten oder touristischen Gründen erfolgt (ihr also kein Geld verdienen wollt). Was natürlich auf jeden Fall erforderlich ist, sind Reisepässe - mit dieser komischen Plastikkarte kommt ihr nur nach Oesterreich, Slowenien und Ungarn. Bezüglich der Einreisebestimmungen für Kleinkinder weiss ich aber nicht Bescheid. Vielleicht genügt hier sogar die Eintragung in den Reisepass der Mutter. Im Zweifelsfall besser nachfragen:
Was ist in Ungarn so gefährlich? Irgendwie ärgert mich dieses Klischee mit dem gefährlichen Osten ein bisschen. In den Nachtzügen gibt es immer ein gewisses Grundrisiko, aber so gefährlich ist das dann auch wieder nicht.
Ah ja, wie schon mein Vorredner sagte: für Serbien und Montenegro braucht man einen Reisepass (ohne Visum), für alle anderen würde der Personalausweis ausreichen. Die Kinder müssten halt dann entweder selbst einen Pass haben oder im Pass eines Elternteils (jedenfalls eines solchen der mitreist) eingetragen sein.
Natürlich habe ich mich missverständlich ausgedrückt. Ich wollte keinen eigenen Satz wie „das EU-Land Oesterreich und die bald EU-Länder Slowenien und Ungarn“ formulieren.
Ich stimme dir - das nur nebenbei, weil es mit „Reise“ bereits recht wenig zu tun hat - bezüglich deines Kommentars von wegen „der ach so gefährliche Osten“ übrigens völlig zu…