Zugführer nicht im Führerhaus

hallo!

"Zudem kursiert in Hordorf das Gerücht, dass der Lokführer des Güterzugs auf der hinteren der beiden Lokomotiven gefunden wurde und sich zum Zeitpunkt des Crashs gar nicht in seinem Führerstand aufhielt.

„Dieses Gerücht haben wir auch gehört, können es aber nicht bestätigen“, sagte zuvor Ralph Krüger, der Einsatzleiter der Bundespolizei. Er verwies darauf, dass eine Lok nicht allein fahre. Es sei aber denkbar, dass der Lokführer sich in Sicherheit gebracht habe, als er den Regionalzug auf sich zurasen gesehen habe. Krüger warnte zugleich vor voreiligen Schlussfolgerungen."
http://www.sueddeutsche.de/panorama/nach-zugunglueck…

Die Lokführer müssen doch alle 30 (?) Sekunden mit dem Fuß so ein Pedal betätigen. Wenn das ausbleibt folgen Warnsignale und danach wird dann eine Notbremsung eingeleitet.

Muss er das Signal alle 30 Sekunden runterdrücken, oder dauernd gedrückt halten und alle 30 Sekunden loslassen?
Wielange dauert die Phase der Warnsignale an?

worauf ich hinaus will:
Wielange kann ein Lokführer verschwinden, bevor der Zug automatisch gebremst wird?

Gruß
Pauk

Moin,

http://de.wikipedia.org/wiki/Sicherheitsfahrschaltung

worauf ich hinaus will:

Wielange kann ein Lokführer verschwinden, bevor der Zug
automatisch gebremst wird?

> 30sek. + x sek. opt.Warn. + x sek. akust.Warn. + x sek. Bremsung.

Gruß

Pauk

mfg
W.

Hi,

Die Lokführer müssen doch alle 30 (?) Sekunden mit dem Fuß
so ein Pedal betätigen. Wenn das ausbleibt folgen Warnsignale
und danach wird dann eine Notbremsung eingeleitet.

Muss er das Signal alle 30 Sekunden runterdrücken, oder
dauernd gedrückt halten und alle 30 Sekunden loslassen?

Letzteres. Man nennt diese Einrichtung „Sicherheits-Fahrschaltung“ (Sifa). Meist hat man einen oder zwei Füße auf einem Pedal stehen und muß nach spätestens (darf auch früher sein) 30 Sekunden einmal den Fuß heben. Nach jedem Heben beginnt die 30-Sekunden-Frist neu zu laufen. Hebt man den Fuß nicht, so erscheint nach den erwähnten 30 sek eine Warnlampe, wenn man dann immer noch nichts tut, nach weiteren 2,5 sek eine akustische Warnung (in moderneren Loks ertönt eine Stimme: „Sifa, Sifa“!). Tut man dann immer noch nichts, wird nach weiteren 2,5 sek eine Zwangsbremsung eingeleitet. Die Lok sagt dann: „Sifa-Zwangsbremsung“.

Meine Vermutung: Als der Lokführer den heranrasenden Triebwagen sah, zog er den Bremshebel durch (Schnellbremsung, d. h. vollständige Entlüftung der Hauptluftleitung). Dabei spielt die Sifa keine Rolle mehr, denn die Bremsung läuft ja schon. Nach dem Crash, den er vielleicht auf dem Boden liegend überlebte, versuchte er, von der hinteren Lok aus Hilfe zu rufen, da vorn der Funk nicht mehr funktionierte.

Genug spekuliert. Eine zeitgemäße PZB-Ausrüstung an der Strecke hätte den Unfall wohl verhindert.

Gruß S

Letzteres. Man nennt diese Einrichtung
„Sicherheits-Fahrschaltung“ (Sifa). Meist hat man einen oder
zwei Füße auf einem Pedal stehen und muß nach spätestens (darf
auch früher sein) 30 Sekunden einmal den Fuß heben. Nach jedem
Heben beginnt die 30-Sekunden-Frist neu zu laufen. Hebt man
den Fuß nicht, so erscheint nach den erwähnten 30 sek eine
Warnlampe, wenn man dann immer noch nichts tut, nach weiteren
2,5 sek eine akustische Warnung (in moderneren Loks ertönt
eine Stimme: „Sifa, Sifa“!). Tut man dann immer noch nichts,
wird nach weiteren 2,5 sek eine Zwangsbremsung eingeleitet.
Die Lok sagt dann: „Sifa-Zwangsbremsung“.

Da fällt mir noch ein:
Wenn der Lokführer den Führerstand verlassen wollte und deshalb nicht mehr auf die Sifataste drücken täte, würde die 30-sek-Frist übersprungen und die Bremsung bereits nach ca. 5 Sekunden eingeleitet.

Gruß S

Da fällt mir noch ein:

Wenn der Lokführer den Führerstand verlassen wollte und
deshalb nicht mehr auf die Sifataste drücken täte, würde die
30-sek-Frist übersprungen und die Bremsung bereits nach ca. 5
Sekunden eingeleitet.

Das hatte ich mir auch so gedacht.

Eine mögliche Variante wäre auch noch:
Der Lokführer lässt nach 30 Sekunden regulär das Pedal los, stellt dann ne Tasche drauf und verlässt dann den Führerstand.
So würde der Zug erst nach 35 Sekunden gebremst werden.

Gruß
Paul

Eine mögliche Variante wäre auch noch:

Der Lokführer lässt nach 30 Sekunden regulär das Pedal los,
stellt dann ne Tasche drauf und verlässt dann den Führerstand.

So würde der Zug erst nach 35 Sekunden gebremst werden.

Das wäre eine hypothetische Möglichkeit, aber wohl eher unwahrscheinlich, wenn der Lokführer kein Taliban war *g*

Das Problem bei vielen Eisenbahnen sind lange Schichten und kurze Übergangszeiten. Der Mann war einfach übermüdet. Es passiert immer wieder mal, daß „Halt erwarten“ oder „Langsamfahrt erwarten“ zeigende Vorsignale unbeachtet überfahren werden, weil der Lokführer wegen Übermüdung halb pennt. Mit einer PZB-Streckeneinrichtung wird in diesem Fall der Zug sofort gebremst, bevor er das Hauptsignal erreicht.

Gruß S

Hi

Wo wir beim Thema sind .

Was ist dann aus der Pressemeldung geworden , die bei dem Internertanbieter GMX zu lesen war.

Dort wurde der Unfall wie folgt geschildert :

Der Güterzug überfuhr die Haltesignale , man bemerkte dieses in der zuständigen Stellwerkstation , informierte den gegenüber , wo der Personenzug abfahren sollte , das der Güterzug auf der Strecke sei .
man stellte dem Personenzug die Signale auf Halt und der Personzug Führer ist in annahme , das dieses ein Fehler sei , weil es noch nie gewesen ist , das dieses Signal auf Halt stand und ist auch drüber gefahren.

Toni

Hallo,

also ersten mal den ganzen Wiki-Schrott schnell vergessen…
Sifa hat man dem Unglück nix zu tun und es gibt mehrere Bauarten…

Zweitens…

Was nun genau da abgelaufen ist,wird der Untersuchungsbericht ergeben…

Was an Fakten feststeht,ist folgendes:

a) fehlende PZB-Streckenausrüstung

Der Hauptgrund für das Unglück…eingebaute PZB-Magnete (Früher Indusi genannt) hätten bereits beim passieren des Vorsignales für eine
Geschwindigkeitsüberwachung gesorgt und bei einer Ausbleibenden Reaktion des Triebfahrzeugführers den Zug noch vor dem Hauptsignal zum halten gebracht…

b) Triebfahrzeugführer auf dem 2. (hinteren) Führerstand der Lok

das ist eine übliche Handlungsweise bei Erkennen einer Notsituation.
Sofern die Bauart des Triebfahrzeuges dieses zuläßt,läuft man nach hinten…

Ansonsten muss man den Untersuchungsbericht abwarten…

Hi

Was ist dann aus der Pressemeldung geworden , die bei dem
Internertanbieter GMX zu lesen war.

Dort wurde der Unfall wie folgt geschildert :

Der Güterzug überfuhr die Haltesignale , man bemerkte dieses
in der zuständigen Stellwerkstation , informierte den
gegenüber , wo der Personenzug abfahren sollte , das der
Güterzug auf der Strecke sei .

man stellte dem Personenzug die Signale auf Halt und der
Personzug Führer ist in annahme , das dieses ein Fehler sei ,
weil es noch nie gewesen ist , das dieses Signal auf Halt
stand und ist auch drüber gefahren.

Kann ich mir nicht vorstellen. Wenn ein Lokführer auf ein haltzeigendes Signal zufährt, gibt’s nur eins: anhalten. Wenn es also in diesem Notfall auf Halt zurückgenommen wurde und der Personenzug noch drübergerutscht ist, weil er nicht mehr bremsen konnte, hätte er trotzdem erstmal stehenbleiben und mit dem zuständigen Fahrdienstleiter über Funk die Situation klären müssen. Und danach hätte er nur mit einem schriftlichen Befehl weiterfahren dürfen.

Gruß S

b) Triebfahrzeugführer auf dem 2. (hinteren) Führerstand der
Lok

Merkste selber, ne?