Hallo kann mir jemand wiederlegen, das 40 bis 50 % aller Todesfälle der 14 bis 20 jährigen auf Zuizid zurückgehen sollen. Gruß, Onno
Hallo,
kann mir jemand wiederlegen, das 40 bis 50 % aller
Todesfälle der 14 bis 20 jährigen auf Zuizid zurückgehen
sollen.
nach meinen Informationen gehen ca. 12% aller Todesfälle im Alter zwischen 15 und 25 Jahren auf S uizid zurück. Damit ist Suizid die zweit- bis dritthäufigste Todesursache in dieser Altersgruppe (Remschmidt, H. (2000). Kinder- und Jugendpsychiatrie. Eine praktische Einführung. Stuttgart: Thieme. ISBN: 3135766039 Buch anschauen).
Grüße,
Oliver Walter
Hi, hier eine Art „Stichwortzettel“ dazu, vielleicht hilfts Dir ja weiter!
LG, Norah
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Suizid
- gehört zu 10 häufigsten Todesursachen
- Risikogruppen: Schizophrene, Depressive, Drogen- und Alkoholabhängige, vereinsamte Menschen, Menschen mit Suizid-Historie
- Anstieg ab 65.Lj
- Zw. 15 u 35 zweithäufigste Todesursache
- Suizidalität ab 8.Lj
- Kinder u Jugendliche besonders abhängig u beeinflussbar v Familie u Gesellschaft
- Begriffe:
Suizididee
- Nachdenken über Tod im allgemeinen und speziell eigener Tod
- Todeswunsch
- Direkte Vorstellung Suizidhandlung
Suizidversuch/ Parasuizid
- Selbstinitiiertes Verhalten
- sich verletzen oder Substanz in Menge nehmen, die therapeutische Dosis oder gewöhnliches Konsumniveau übersteigt, und von der geglaubt wird, dass pharmakologisch wirksam
- aktive Intention zur Beendigung eigenes Leben
- Unterteilung:
o Parasuizidale Pause:
Wunsch nach Zäsur, „einfach mal Ruhe haben“, ohne Formulierung Todeswunsch
o Parasuizidale Geste
Appell an Mitmenschen, oft so arrangiert, dass mit Sicherheit gefunden wird
o Parasuizidale Handlung
Mit ausgesprochener Autoaggression, Suizid ist „missglückt“, eindeutige Intention zu sterben
Suizid:
- zum Tode führende Handlung
- tut Betroffener für sich selbst
- als letzter und bester Ausweg aus unerträglicher Situation
suizidale Verhaltensweisen:
- auf kurzen Zeitraum beschränkte absichtliche Selbstschädigung
- nicht wissen können, ob man Handlung überlebt oder nicht
selbstschädigende Verhaltensweisen:
- verzögerte Selbsttötung
- kein bewusster Todeswunsch
- Ursachen:
Biologie:
- Vererbung
- vererbbare Disposition zur Depression
Soziologie:
- Durkheim: nicht geglückte Anpassung des Individuums an verschiedene Gesellschaftsformen
- Imitationshypothese: suizidales Verhalten nach Vorbild initiiert: „Werther-Effekt“
Psychologie:
Freud: Theorie der Depression:
- Depressiver wendet Aggressionen gegen eigenes Ich, da nicht gegen andere richten darf
- A entsteht aus ambivalenter Haltung anderen gegenüber (Hass u Liebe)
Henseler: Narzisstischer Charakter - Narzissten = höchst kränkbare Menschen
- Fühlen sich verletzt durch Kritik und Ablehnung
- Basis: schwach ausgebildetes Selbstwertgefühl, zugleich Überschätzung dessen
- Rettung im Suizid
- Unrealistische Einschätzung anderer Personen Kränkungen in Beziehungen vorprogrammiert: Nicht-Wahrnehmen Bedürfnisse Partner, braucht ihn aber für seelisches Gleichgewicht Wenden der Aggressionen gegen sich selbst
Cry for Help - Appell
- Entspricht parasuizidaler Geste
können sich nicht als monokausale Ursachen halten
Krisenintervention!
psychosoziale Krise:
- berücksichtigt psychologische Dispositionen und soziales Umfeld und gesundheitlichen Zustand
- Kinder u Jugendliche:
Suizidalität:
- Ausdruck v. tiefen seelischen/ innerpsychischen Krisen des Einzelnen
- Oft am Ende langer Leidengeschichte aktuelle und auch bereits länger anhaltende innerseelische Konflikte
- Fast immer Hinweis auf zwischenmenschliche Bindungen persönliche, familiäre, soziale Probleme im Vordergrund
- Stark besetztes Motivbündel: Appell, Rache, Autoaggression, Flucht
a) Kinderselbstmorde:
- Kinder unter 10 noch kein rationales Wissen über Tod, kein Bewusstsein über Endgültigkeit
- Eher als spiel zu verstehen, Wunsch, zu verreisen
- Tod eines Nahestehenden: erlebt als Verlassenwerden auch weggehen
- Flucht vor unangenehmen Situationen, Selbstbestrafung, Umkehr aggressiver Impulse
- Problem der Feststellung ob Suizid oder eher Unfall
b) Pubertät:
- kritische Auseinandersetzung mit Endlichkeit
- per se schwierige Phase
- 3 Problembereiche: Autoritätskrisen, Identitätskrisen, psychosexuelle Krisen
- Verarbeitung der körperlichen u psychischen Reifung
- Identitätsfindung: Hin- und hergerissen zwischen Bedürfnis nach Zuneigung u Autonomie
- Gefühl des Einsamseins und Nicht-Verstanden-Seins
- Ablösungs- und Trennungsproblematik von den Eltern Trennungs- und Bindungsängste
- Neigung zur Impulsivität, emotionale Instabilität Neigung zu Experimenten und zum Erleben des Außergewöhnlichen
c) Risikofaktoren für suizidales Verhalten:
- verminderte Problemlösekompetenz
- Störungen des Selbstwertgefühls
- Gestörter Dialog in Familie
- Zerbrochenes Weltbild
- Ohnmachtsgefühl während Vertrauens-, Autonomie- oder Identitätsphase –
Hallo,
12% ist aber doch nicht die zweit- bis dritthäufigste Ursache, das wären doch 33-50 %??? Oder habe ich da ein Matheproblem?
Gruß, die Elbin
nach meinen Informationen gehen ca. 12% aller Todesfälle im
Alter zwischen 15 und 25 Jahren auf S uizid zurück.
Damit ist Suizid die zweit- bis dritthäufigste Todesursache in
dieser Altersgruppe
Hallo Elbin!
12% ist aber doch nicht die zweit- bis dritthäufigste Ursache,
das wären doch 33-50 %??? Oder habe ich da ein Matheproblem?
Rein mathematisch betrachtet:
Wenn es beispielsweise 20 Todesarten gibt, könnten die Anteile so aussehen:
17%
14%
13%
9%
6%
6%
5%
5%
4%
4%
3%
3%
3%
2%
1%
1%
1%
1%
1%
1%
Soviel zur Mathematik.
Hanna
Womit wieder bewiesen wäre das 116% aller Deutschen nichts von Prozentrechnung verstehen. 
Die 3 häufigste Ursache muss doch nicht zwangsläufig ein Drittel sein!?
Gruß Ivo
Die 3 häufigste Ursache muss doch nicht zwangsläufig ein
Drittel sein!?
Sondern? Bitte erklär das etwas ausführlicher, ich bin kein Mathegenie und kann mir das nicht selbst herleiten!
Gruß, Miriam