Hallo,
bei der Umkehrung der zeitlichen Abfolge von Ursache und
Wirkung kam mir ein Beispiel in den Sinn:
Ich besitze ein bestimmtes Wissen, mit dem ich vorab in die
Zukunft gerichtet vermuten kann, welche Wirkungen meine
jetzigen Taten hätten. Nach den angenommenen Wirkungen in der
Zukunft entscheide ich mich jetzt, was ich tue.
Jetzt kann man natürlich einwenden: Die Zukunft ist aber noch
nicht real und deshalb als Ursache für mein Handeln nicht
gültig.
Ich antworte darauf aber, dass es sehr realitätsnahe
Einschätzungen der Zukunft geben kann. Bsp: Ich nehme an,
dass, wenn ich jetzt Wasser auf den Boden gieße, dieser
danach, also in der Zukunft, nass sein wird. Wenn ich also in
5 Min. den Boden nass haben möchte, werde ich mich jetzt
entschließen, schon mal den Eimer zu füllen, um das dann auch
erledigen zu können.
weil ich nur sehr wenig Zeit habe, hier vorerst eine Kurzantwort.
Ursache ist im Beispiel nicht die Zukunft, sondern die Vorstellung von der Zukunft. Mit anderen Worten: Das Wort „Zukunft“ wird in zwei unterschiedlichen Bedeutungen gebraucht, und daher entsteht die Verwirrung.
Gruß
Thomas Miller
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