ich habe vor mich um eine Studienförderung zu bewerben, bei der ich mich, sollte ich sie erhalten, für 8 Jahre verpflichten muss. Ich habe vor bis zum Master zu studieren, würde also anschließend im hD mit A13 eingestellt (natürlich nach der Anwärter-Zeit), bei einer Bundesbehörde.
Wie sieht die Lage derzeit aus? Habe schon von manchen gehört, dass die Zukunft da düster aussieht. Gibt es hier eventuell einen Beamten aus dem hD, der mir schildern kann, wie aktuell die Lage ist? Dass es in Zukunft nicht die großen Gehaltserhöhungen geben wird kann ich mir vorstellen, aber das Gehalt wird wohl kaum gekürzt, oder?
Wie sieht es außerdem mit Versetzungen aus? Dass man am Anfang beliebig versetzt werden kann weiß ich, aber bleibt das ein Leben lang so? Oder ist es dann irgendwann auch mal gut? Denn man will schließlich auch mal eine Familie gründen und kann ja nicht davon ausgehen, dass die Frau nichts arbeitet und einfach so immer mitkommen kann.
Wie sieht die Lage derzeit aus? Habe schon von manchen gehört,
dass die Zukunft da düster aussieht. Gibt es hier eventuell
einen Beamten aus dem hD, der mir schildern kann, wie aktuell
die Lage ist?
Also ich bin zwar nicht im hD, aber im gD bei einer Bundesbehörde. Und da sich das ganze beim gD und dem hD eigentlich nur von der Besoldungstabelle her im Grundsatz unterscheidet, denke ich, ich kann auch einiges beantworten (von dem was für uns alle dann gleich ist).
Dass es in Zukunft nicht die großen Gehaltserhöhungen geben wird :kann ich mir vorstellen, aber das Gehalt wird wohl kaum gekürzt, :oder?
Gehaltserhöhungen kann man in der Tat nicht erwarten (wenn es dazu käme, dann ja sowohl für den eD, mD, gD und den hD gleichzeitig).
Allerdings braucht man Gehaltskürzungen ebensowenig erwarten. Gerade (1.7.) gab es ja eine Änderung für alle Bundesbeamten bezüglich neue Besoldungstabellen und Alters-/Erfahrungsstufen. Wenn man’s genau nimmt ist das zu unserem Nachteil, aber nur langfristig gesehen und wenn man es vergleicht. Die aktuelle Besoldung hat Bestandsschutz (ist also gesichert, dass man nach der der Umstellung mindestens das gleiche Gehalt bekommt wie vorher) aber auf lange Sicht ist es ein Minusgeschäft (im Vergleich „was hätte ich nach der alten Tabelle in der Zukunft und was nach der Neuen“).
Kürzungen im eigentlichen Sinne sind jedoch nicht zu erwarten.
Wie sieht es außerdem mit Versetzungen aus? Dass man am Anfang
beliebig versetzt werden kann weiß ich, aber bleibt das ein
Leben lang so? Oder ist es dann irgendwann auch mal gut? Denn
man will schließlich auch mal eine Familie gründen und kann ja
nicht davon ausgehen, dass die Frau nichts arbeitet und
einfach so immer mitkommen kann.
Es stimmt, dass man nach der Antwärterzeit bundesweit eingesetzt werden kann! Theoretisch ist das nachher auch noch der Fall, aber praktisch hab ich noch nie davon gehört, dass es tatsächlich passiert wäre! Gerade wenn man z.B. ein Haus und/oder Familie ist das nicht ganz so einfach jemanden „zwangszuversetzen“. Wird ja auch immer nach sozialen Gesichtspunkten abgewogen!
Ich hoffe meine Ausführungen haben Dir ein wenig weitergeholfen!
Ansonsten: Einfach fragen!
dem Geschriebenen kann man sich voll anschliessen. Es ist immer noch der sicherste Job. Das mit der Besoldungskürzung würde ich allerdings nicht ganz ausschließen. Wenn die Wirtschaftskrise größer wird und die Steuern auf breiter Front ausfallen, ist auch das möglich, Das haben sogar schon die Beamten der Weimarer Republik durch die Brüningschen Notverordnungen erfahren. Diese wirkten sogar bis in die 50er nach.
Trotzdem sollte man hier nicht lange überlegen und zugreifen. Zurück kann später immer noch.
Ich sehe die Verpflichtung nicht nur als Verpflichtung, sondern auch als eine Garantie für einen Job für mind. 8 Jahre. Zumal ich nach diesen 8 Jahren Beamter auf Lebenszeit sein sollte und es damit eine lebenslange Jobgarantie ist.
Klar verdient man in der freien Wirtschaft mehr, dort gibt es aber auch die ständige Angst um den eigenen Arbeitsplatz, vor allem in Zeiten wie diesen und ich denke gerade in den höheren Positionen einen enormen Erfolgsdruck. Wer nicht jeden Tag 2 Überstunden (kleine Übertreibung) macht und sich sozusagen nicht voll einsetzt, der bleibt nicht lange. Denn direkt unbefristete Verträge werden heutzutage ja nur noch selten vergeben.
Falls noch weitere Bundesbeamte hier angemeldet sind, freue ich mich auf weitere Antworten!
ich habe vor mich um eine Studienförderung zu bewerben, bei
der ich mich, sollte ich sie erhalten, für 8 Jahre
verpflichten muss. Ich habe vor bis zum Master zu studieren,
würde also anschließend im hD mit A13 eingestellt (natürlich
nach der Anwärter-Zeit), bei einer Bundesbehörde.
tut mir Leid, wenn ich da mal nachhake. Aber von so einem Modell habe ich noch nie gehört. Was für ein Studiengang ist das? Und mit welcher Rechtsgrundlage erhält man nach dem Studium einen Arbeitsplatz im höheren Dienst?
Könnte es sein, dass du vielleicht eine Förderung des Bundes für ein Studium an einer der ausgewählten Hochschulen mit einem Verwaltungsstudiengang verwechselst?
Das Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung fördert weiterhin :leistungsstarke Fachhochschul- / Universitätsstudentinnen und :-studenten durch eine attraktive Studienförderung.
Frage beantwortet?
Ich studiere Nachrichtentechnik und werde mit einem Master abschließen. Ein Master qualifiziert für den hD.
das bringt etwas Licht ins Dunkel. Es werden offensichtlich aufgrund des Ingenieurmangels Studenten technischer Fachrichtungen vom Bund gefördert. Ich gehe davon aus, dass man sich dann auch verpflichten muss, für den Bund zu arbeiten. Ich gehe nicht davon aus, dass man dann auch ein Anrecht auf den Zugang zum höheren Dienst hat. Ein Anrecht auf eine Verbeamtung gibt es nicht, ebenso wäre es rechtswidrig, die Bestzung von Stellen ohne das übliche Auswahlverfahren vorzunehmen. Trotzdem spricht natürlich nichts dagegen, diese Studienförderung in Anspruch zu nehmen.
Was nun deine Frage zur Zukunft der Beamten angeht, so lassen sich eindeutige Wellenbewegungen erkennen (so wie in der Nachrichtentechnik). Vor der Finanzkrise haben die Leute in der freien Wirtschaft über die Verdienst- und Karriemöglichkeiten im öffentlichen Dienst gelacht. Im Moment wandelt sich die Stimmung wieder und die Arbeitnehmer, dessen Jobs bedroht sind, wünschen sich die Sicherheit eines Beamten. Im Moment gibt es beim Bund auch wieder Beförderungen für die Beamten im höheren Dienst. Wie es nach der Bundestagswahl aussehen wird, kann man sich denken. Das verläuft auch in Wellen.
soweit ich weiß ist es sicher, dass ich nach meinem Studium und nach einem Traineeprogramm von 2 Jahren, in den hD übernommen werde.
Ich werde aber beim Auswahlverfahren im August noch einmal nachfragen. Sofern ich es der Broschüre aber entnehmen kann, kann ich nicht in den hD kommen, sondern werde es. Da steht nirgends was davon, dass ich eventuell in den gD muss oder als Angestellter eingestellt werde.
soweit ich weiß ist es sicher, dass ich nach meinem Studium und nach einem Traineeprogramm von 2 Jahren, in den hD übernommen werde.
Das Traineeprogramm kann man auch „nicht bestehen“.
Ebenfalls kann man während Selbigens jederzeit eine arbeitgeberseitige Kündigung erhalten.
Ebenso ist nach Beendigung der Traineezeit eine Übernahme in den Beamtenstatus zwar vorgesehen, aber nicht „sicher“!
„Sicher“ heißt: Unter Annahme des Fortbestehens der derzeitigen Lage bei erwartungsgemäßer Leistung und akzeptablem Verhalten.
Das sind drei Faktoren, von denen der Vertragsunterzeichner nur auf zweie Einfluss hat.
Sofern ich es der Broschüre aber entnehmen kann, kann ich nicht in den hD kommen, sondern werde es. Da steht nirgends was davon, dass ich eventuell in den gD muss oder als Angestellter eingestellt werde.
Dir ist aber schon klar, dass Du vor „Beamter auf Lebenszeit“ zuerst „Beamter auf Probe/Widerruf“ sein wirst, und während dieser Zeit bist Du - genau so wie jeder andere Angestellte - kündbar.
Wie oft der Bund von dieser Möglichkeit Gebrauch macht ist ein anderes Thema: aber das kann ihm aus Berlin aufbefohlen werden.
Ich weiß nicht was ihr beide macht, aber da ihr euch offensichtlich nicht mit den Regelungen auskennt, bitte ich euch, zu diesem Thema nichts zu schreiben, sondern lieber Leuten, die sich damit auskennen oder auch Bundesbeamte sind.
Nach dem Traineeprogramm muss ich die Große Staatsprüfung ablegen, die ich sehr wohl bestehen oder nicht bestehen kann. Während meiner Zeit als Beamter auf Widerruf/Probe bin ich kündbar, schon klar. Da die Bundeswehr mich allerdings auf 8 Jahre verpflichtet hat, würde es keinen Sinn machen, mich dann wieder zu entlassen.
Warum sollten Sie mich zudem das Traineeprogramm durchlaufen lassen nur um mich dann doch nicht einzustellen? Eure Logik entzieht sich mir.
dass du dich als Nachrichtentechniker gar nicht mit dem Thema periodische Schwankungen auskennst, wundert mich dann doch. Guck mal zum Beispiel hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Schweinezyklus Wie soll man denn heute genau sagen können, welches Personal man in einigen Jahren braucht?
Wenn du glaubst, dass Mike und ich falsch liegen, dann frage eben beim Auswahltest nach. Du wirst definitiv keine anderslautende Information bekommen. Meine Urkunde werde ich dir auf jeden Fall nicht zufaxen.
Ich weiß nicht was ihr beide macht, aber da ihr euch offensichtlich nicht mit den Regelungen auskennt, bitte ich euch, zu diesem Thema nichts zu schreiben, …
Und da Du ganz offensichtlich weißt, wie Beamtenreicht funktioniert, frage ich mich, warum Du überhaupt eine Frage gestellt hast?
Warum sollten Sie mich zudem das Traineeprogramm durchlaufen lassen nur um mich dann doch nicht einzustellen? Eure Logik entzieht sich mir.
Warum meist Du, dass Du nicht schon heute auf Lebenszeit verbeamtet wirst, wenn das eh schon sicher ist?
Aber auf Deinen Wunsch klinke ich mich jetzt aus.
Gruss,
Michael
Zu meiner aktiven Zeit hieß dies noch „Vorbereitungsdienst“ bzw. Referendariat. Guck beides bei wikip.
Du hast eingangs auch nach der Zukunft gefragt. Antworten dazu können nur Politiker geben.
Ich stelle eine Frage, um Antworten zu bekommen, allerdings welche, die mir helfen.
Es hilft mir nicht, wenn du sagst, dass man das Traineeprogramm nicht „nicht bestehen“ kann, was aber einfach nicht stimmt. Bestehe ich die Große Staatsprüfung nicht, dann habe ich nicht bestanden. Punkt.
Ich Frage eigentlich genau hier nach, da hier laut Betreiber die Experten sind. Aber auf Aussagen, die einfach so nicht stimmen, kann ich gerne verzichten.
Ich werde nachfragen, da kannst du dir sicher sein.
Dass es gewisse Schwankungen gibt ist mir klar. Allerdings wird der Bund wohl kaum viel Geld in die Hand nehmen, Studenten fördern, und nachher dann einfach sagen, dass man einen doch nicht braucht.
Ich denke wenn sie dann doch keinen Bedarf haben, dann werden sie mich entweder vor dem Traineeprogramm schon von meiner Verpflichtung freistellen oder mich wenn dann nach dem Traineeprogramm in ein Angestelltenverhältnis übernehmen. Bei letzterem werde ich daher nochmal nachhaken, denn wenn dies der Fall ist, ist diese Förderung nichts für mich.
Aber danke für die Anregung, hätte ich so vielleicht nicht gefragt.