Zukunftsangst - wie damit umgehen?

Hallo!

Sollte sich Person X bei folgender Konstellation selbstständig machen?

  • im Job innerlich gekündigt (seit Jahren), mit Kollegen in „Schaltpositionen“ überworfen, keine Perspektive im Unternehmen, Job jedoch krisensicher
  • Anzeichen von Burnout / Depression?
  • vor allem aber: allgemeine Zukunftsangst wegen Unsicherheit in der Branche.

Sollte nicht doch erst eine psychologische Beratung in Angriff genommen werden?

Wir kommen nicht weiter, was verheerender ist: blöder, aber sicherer Job oder Sprung ins kalte Wasser, jedoch psychisch angeschlagen?

Was wäre eure Meinung dazu?

Carte

Hi Carte Blanche,

ich persönlich halte den Schritt in die Selbstständigkeit in dieser Situation für unverantwortlich - was wäre, wenn z. B. hinter allem Leid(en) eine ernsthafte Erkrankung steckt.

Zudem ist „burn-out“ wohl keine gute Ausgangsbasis für eine Existenzgründung.

Ich würde mit Hilfe eines Profi zunächst versuchen, die Umstände und Hintergründe zu beleuchten/hinterfragen und zu klären. Wenn dann am Ende steht, dass es in dem Job gar nicht mehr geht, sollten auch andere Punkte - wie z. B. allgemeine Zukunftsängste - angesprochen und ggf. ausgeräumt sein.

Aus eigenem Erleben kann ich versichern, dass der Schritt in die Selbstständigkeit (2 Wörter: selbst und ständig) einen ganzen (gesunden und belastbaren) Menschen fordert - krank „feiern“, Urlaub, Karneztage usw. usf. gibts da nicht!

offensiv …

Hallo!

Hallo auch,

Sollte sich Person X bei folgender Konstellation selbstständig
machen?

  • im Job innerlich gekündigt (seit Jahren), mit Kollegen in
    „Schaltpositionen“ überworfen, keine Perspektive im
    Unternehmen, Job jedoch krisensicher
  • Anzeichen von Burnout / Depression?
  • vor allem aber: allgemeine Zukunftsangst wegen Unsicherheit
    in der Branche.

Sollte nicht doch erst eine psychologische Beratung in Angriff
genommen werden?

Psychologische Beratung ist bei „Burnout / Depression; allgemeiner Zukunftsangst“ sicher nicht das verkehrteste. (Kann helfen, muss aber nicht)

Wir kommen nicht weiter, was verheerender ist: blöder, aber
sicherer Job oder Sprung ins kalte Wasser, jedoch psychisch
angeschlagen?
Was wäre eure Meinung dazu?

Sprung ins (kalte) Wasser scheint mir hier das „vernünftigste“ zu sein.
Zum einen ist anzunehmen, dass deine „psychischen“ Probleme damit sehr schnell von selbst verschwinden (basierend auf der Intepretation deiner Schilderungen hier).
Zum Anderen scheint es das zu sein, was du sowieso schon willst.

Zu klären ist aus meiner Sicht:

  1. Ist das Betätigungsfeld in dem du dich bewegst tatsächlich das richtige? (Resultieren deine Schwierigkeiten am Arbeitsplatz lediglich daher, dass du in ner blöden Firma gelandet bist oder insgeheim daher, dass dir die Art der Arbeit an sich gar keinen Spass macht? )
  2. Lässt deine Lebenssituation zu, dass du mit deiner Selbstständigkeit scheiterst?
    (Worst-case Scenario;- Was ist wenn ich bei Harz4 lande; etc. )
    Da hängt ja unter Umständen ne Menge dran (Haus weg weil Kredite nicht bedient werden können; Kinder müssen von der Privatschule auf die Öffentliche; „Freunde“ haben plötzlich keine Zeit mehr; etc …)
  3. Gibt es vielleich die Möglichkeit einfach nur die Firma zu wechseln? (Sicherheit bleibt erhalten und Arbeitsplatzfrust wäre weg)

Zu dem ganzen Thema könnte man Bände füllen; sich hier aufgrund weniger Sätze eine Meinung zu bilden ist äusserst schwierig.

Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich aber sagen, dass der „Sprung ins kalte Wasser“ sich absolut lohnt.
Ich habe das schon einige Male sowohl im Berufs- als auch im Privatleben „riskiert“ und war jedesmal so überrascht vom Erfolg, dass ich mich gefragt habe wieso ich das nicht schon früher getan habe.

Daher:
Sei mutig!
Freue dich darauf was das Leben für dich an Überraschungen noch so bereithält.
Behalte im Hinterkopf, dass es sogar sein kann dass du einen evtl. aktuell auftretenden „Misserfolg“ einige Jahre später als Erfolg bewerten wirst (ist mir schon so passiert).

Viel Spass und Erfolg
Stefan

Hallo Stefan,

. . . oder Sprung ins kalte Wasser, jedoch psychisch

angeschlagen?

Sprung ins (kalte) Wasser scheint mir hier das „vernünftigste“
zu sein.

bei allem gebotenen Respekt vor Deinen eigenen Erfahrungen teile ich Deine Meinung nicht, sondern halte dagegen: Jemand, der/die sich selbst als „psychisch angeschlagen“ einschätzt, den „Sprung ins kalte Wasser“, also die Aufgabe letzter Sicherheiten zu empfehlen, halte ich - gelinde gesagt - für abenteuerlich bis (auf Grund der sehr begrenzten Infos, die uns hier zur Verfügung stehen) unverantwortlich.

Würde man einem Nichtschwimmer, dessen Boot ein Leck hat, empfehlen, die Rettungsweste über Bord zu werfen, damit das Boot leichter wird?

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Selbständigkeit
Hallo Tom,

ich persönlich halte den Schritt in die Selbstständigkeit in
dieser Situation für unverantwortlich - was wäre, wenn z. B.
hinter allem Leid(en) eine ernsthafte Erkrankung steckt.

Zudem ist „burn-out“ wohl keine gute Ausgangsbasis für eine
Existenzgründung.

„Unverantwortlich“ ?
Warum meinst du, dass du aus ein paar Sätzen einer Situationsschilderung bereits die komplette Lebenssituation inclusive der abschliessenden Bewertung „unverantwortlich“ erkennen kannst?

Mit „was wäre wenn“ lässt sich jede Selbststänigkeit natürlich im Keim ersticken, so man das (zulassen) möchte.
Aus „Anzeichen von Burnout“ wird bei dir „ganz sicher Burnout“
Auf die Idee, dass die geschilderten Symtome direkt mit der Arbeitsplatzsituatin zu tun haben könnten kommst du offenbar gar nicht.

Wieso überlässt du es nicht einfach dem Fragesteller zu entscheiden was er für verantwortbar hält?

Ich würde mit Hilfe eines Profi zunächst versuchen, die
Umstände und Hintergründe zu beleuchten/hinterfragen und zu
klären. Wenn dann am Ende steht, dass es in dem Job gar nicht
mehr geht, sollten auch andere Punkte - wie z. B. allgemeine
Zukunftsängste - angesprochen und ggf. ausgeräumt sein.

Ein an sich vernünftiger Rat.

Aus eigenem Erleben kann ich versichern, dass der Schritt in
die Selbstständigkeit (2 Wörter: selbst und ständig) einen
ganzen (gesunden und belastbaren) Menschen fordert - krank
„feiern“, Urlaub, Karneztage usw. usf. gibts da nicht!

Keine Ahnng was du unter „Selbstständigkeit“ verstehst?

Leben an der Leistungsgrenze und die erste Million im ersten Jahr?
Ich denke mal du meinst „Selbstversklavung“?

Da setze ich dagegen:
Aus eigenem Erleben kann ich versichern, dass der Schritt in die Selbstständigkeit selbst aus ungünstigen Ausangspositionen lohnenswert sein kann. (Krank feiern wann man will; Urlaub wie es einem gefällt; einfach mal einen Tag nix tun; Pausenzeiten selbst bestimmen; Aufträge ablehnen weil man den Inhalt oder den Kunden nicht mag; aber auch mal ne Nacht durcharbeiten weils grad gut läuft usw. usf gibt es da alles!

Stefan

MOD: Ein paar Anmerkungen mit Hinweis auf die Netiquette entfernt

1 „Gefällt mir“

Hallo Tom,

. . . oder Sprung ins kalte Wasser, jedoch psychisch

angeschlagen?

Sprung ins (kalte) Wasser scheint mir hier das „vernünftigste“
zu sein.

bei allem gebotenen Respekt vor Deinen eigenen Erfahrungen
teile ich Deine Meinung nicht, sondern halte dagegen: Jemand,
der/die sich selbst als „psychisch angeschlagen“ einschätzt,
den „Sprung ins kalte Wasser“, also die Aufgabe letzter
Sicherheiten zu empfehlen, halte ich - gelinde gesagt - für
abenteuerlich bis (auf Grund der sehr begrenzten Infos, die
uns hier zur Verfügung stehen) unverantwortlich.

Mit Verlaub,
deine Meinung kannst du natürlich haben.
Wie du aber auf „Aufgabe letzter Sicherheiten“ kommst ist für mich nicht nachvollziehbar.
Ebensowenig wie bei dir aus „scheint mir hier das vernünftigste zu sein“ plötzlich ein „empfehle ich“ wird.

Es ist lediglich ein Job der obendrein unter dem starken Verdacht steht gesundheitsschädlich (Problemauslösend) zu sein.
Ausserdem ist der Fragestellung durchaus zu entnehmen, dass der Fragesteller sich die Selbstständigkeit durchaus zutraut.
Hier geht es nicht um einen verzweifelten Menschen der von Burnout und Depression niedergeschmettert am Boden liegend nach einer helfenden Hand sucht, sondern um jemanden der mal eben nen hilfreichen Tipp abfragt.

Übrigens leiden die meisten (im normalen Berufsleben stehenden)Menschen die ich kenne unter gelegentlichen „Burnouts“ oder „Depressiönchen“.
In einer Industriegesellschaft wie der unseren gehört das zum Alltag ;- beinahe schon zum „guten Ton“.

Würde man einem Nichtschwimmer, dessen Boot ein Leck hat,
empfehlen, die Rettungsweste über Bord zu werfen, damit das
Boot leichter wird?

Hie geht es um einen guten Schwimmer mit Schnupfen, der den löchernagenden Holzwurm aus dem Boot schmeissen soll.

Stefan

MOD: Artikel „verfreundlicht“

Hallo Carte,

dies ist vielleicht nicht das optimale Brett für die Frage.

Was spricht gegen ein „sowohl als auch“?
Eine Existenzgründung will umfassend vorbereitet sein und du als Existenzgründer hast sicher einigen Beratungs- und Planungsbedarf.

Wenn du diese Planungen ernsthaft und mit Elan vorantreibst und parallel in deinem Job den Ausstieg vorbereitest und dich um eventuelle Beratung für deinen Eindruck des burn-out bemühst, wirst du vielleicht schnell feststellen, was bei dir Sache ist:

Stacheln dich die bei der Gründungssplanung auftretenden Schwierigkeiten an oder entmutigen sie dich eher? Wenn du den Ausblick auf ein Ende der Misere in deinem bisherigen Job siehst, setzt das Energien bei dir frei, kannst du dann mit der Situation besser umgehen, verpufft das Burn-out-gefühl?

Ob und wie weit die Selbstständigkeit dich zeitlich fordert bestimmst. du selbst. Eine Bereitschaft, das Privatleben zeitweise zurück zu stecken, brauchst du aber wahrscheinlich. Dafür gewinnst du die Freiheit, Sachen, die dir nicht schmecken (auf eigenes Risiko) bleiben lassen zu können. Die Last liegt oft auch nicht überwiegend auf der reinen Arbeitsbelastung, sondern auf der Unsicherheit und dem Risiko deiner (wirtschaftlichen) Existenz. Offene Augen und eine gewisse innere Distanz zu dem was du tust, helfen da.

Der Schritt in die Selbständigkeit als Ausweichen aus der inneren Kündigung im Job wäre m.E. allerdings nicht optimal. Dann würde ich dir eher empfehlen, den Job zu wechseln.

Gruß
Burkh

Hallo!

Hallo!

Auf deiner ViKa ist ein Schachbrett abgebildet. Spiel doch diese Schachpartie: Du - weiß, das Leben - schwarz. Die Weißen ziehen zuerst.

Chancen-Nutzen-Risiken abwägen. Einige Züge vorkalkulieren.

  • im Job innerlich gekündigt (seit Jahren)

Schlechte Ausgangsposition. Gibt es Möglichkeiten, für den Job wieder zu entflammen? Vielleicht neue Richtung einschlagen? Stelle wechseln? Hat es einen Sinn? Magst du deinen Beruf? Ich spreche jetzt vom Beruf und nicht vom Job. Da gibt es einen Unterschied. Oder wolltest du schon immer etwas anderes machen? Wenn ja, was? Wenn nein, gibt es andere Möglichkeiten, den (Wunsch)Beruf auszuüben? Welche?

, mit Kollegen in
„Schaltpositionen“ überworfen,

Gibt es Möglichkeiten, die „Wogen zu glätten“? Hat es einen Sinn? Wenn du die Stelle wechseln kannst, wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass du dich wieder überwirfst?

keine Perspektive im
Unternehmen

Gibt es andere Unternehmen? Kannst du wechseln? Willst du wechseln? Würdest du wechseln, wenn es eine Wechselmöglichkeit gäbe?

, Job jedoch krisensicher

Guter Plus. Was kann aber noch krisensicher sein? Wie kann man vorgehen, um sich abzusichern?

  • Anzeichen von Burnout / Depression?

Pause machen. Urlaub machen. Evtl. sich krank schreiben lassen. In der Zeit überlegen, zum Arzt/Psychologen gehen, sich beraten lassen. Wäre Burnout/Depression nicht da, wie würdest du deiner Meinung nach die Situation abschätzen?

  • vor allem aber: allgemeine Zukunftsangst wegen Unsicherheit
    in der Branche.

Tut nichts zur Sache. Vor der Zukunft hat man oft Angst. Keine Branche ist sicher.

Sollte nicht doch erst eine psychologische Beratung in Angriff
genommen werden?

Richtige Überlegung. Siehe oben.

was verheerender ist:

Definiere bitte „verheerend“. Ist es eine Gefahr für die Gesundheit, für das Leben, für die Familie, für die finanzielle Lage? Wie hoch ist die Gefahr? Was kann in jedem der genannten Fälle passieren, wenn man von der ungünstigster Lage ausgehen müsste?

jedoch psychisch
angeschlagen?

In diesem Zustand sollte man keine Entscheidungen treffen.
Erst zur Ruhe kommen, dann denken.

Du hast die Carte Blanche.

Danke für eure Antworten!
Hallo zusammen!

Person X ist seit Jahren dabei, eine neue Stelle zu finden, der Beruf fällt ihr leicht, sie ist unterfordert, Vorgesetzte sind weiterbildungsfeindlich, mit den entsprechenden Konsequenzen für ihre Kompetenz. Die anderen Möglichkeiten zur Berufsausübung bestehen in der Selbstständigkeit. Darauf hatte sie aber nie richtig Bock … und fühlt sich von der besch…eidenen Lage im Job dazu gewzungen.

, mit Kollegen in
„Schaltpositionen“ überworfen,

Gibt es Möglichkeiten, die „Wogen zu glätten“? Hat es einen
Sinn? Wenn du die Stelle wechseln kannst, wie hoch ist die
Wahrscheinlichkeit, dass du dich wieder überwirfst?

Die Wahrscheinlichkeit, sich in ähnlicher Weise zu überwerfen, ist eher gering. Die aktuelle Konstellation ist zu speziell.

keine Perspektive im
Unternehmen

Gibt es andere Unternehmen? Kannst du wechseln? Willst du
wechseln? Würdest du wechseln, wenn es eine Wechselmöglichkeit
gäbe?

Aber klar würde sie das tun. Anderen Unternehmen sind jedoch dünn gesät.

, Job jedoch krisensicher

  • Anzeichen von Burnout / Depression?

Pause machen. Urlaub machen. Evtl. sich krank schreiben
lassen. In der Zeit überlegen, zum Arzt/Psychologen gehen,
sich beraten lassen. Wäre Burnout/Depression nicht da, wie
würdest du deiner Meinung nach die Situation abschätzen?

Auch dann würde sie gehen. Eine Pause wäre auf jeden Fall angebracht.

  • vor allem aber: allgemeine Zukunftsangst wegen Unsicherheit
    in der Branche.

Tut nichts zur Sache. Vor der Zukunft hat man oft Angst. Keine
Branche ist sicher.

Sollte nicht doch erst eine psychologische Beratung in Angriff
genommen werden?

Richtige Überlegung. Siehe oben.

was verheerender ist:

Definiere bitte „verheerend“. Ist es eine Gefahr für die
Gesundheit, für das Leben, für die Familie, für die
finanzielle Lage? Wie hoch ist die Gefahr? Was kann in jedem
der genannten Fälle passieren, wenn man von der ungünstigster
Lage ausgehen müsste?

für die Gesundheit ist der derzeitige Job sehr nachteilig.

jedoch psychisch
angeschlagen?

In diesem Zustand sollte man keine Entscheidungen treffen.
Erst zur Ruhe kommen, dann denken.

OK. Nur wird diese Entscheidung seit Jahren vor dem Bauch hergeschoben.

Du hast die Carte Blanche.

In der Tat …

DANKE. Gilt für euch alle. Streitet euch nicht wegen dieser Frage, die Ausgangsinfos waren doch viel zu dürftig. Allgemeinplätze (dass ein solcher Zustand derzeit „zum guten Ton“ gehört) rutschen da leicht raus. Schon vergeben.

das ist ja das Blöde

Aus eigenem Erleben kann ich versichern, dass der Schritt in
die Selbstständigkeit (2 Wörter: selbst und ständig) einen
ganzen (gesunden und belastbaren) Menschen fordert - krank
„feiern“, Urlaub, Karneztage usw. usf. gibts da nicht!

Da mir bewusst ist, dass der ganze Mensch gefordert ist, und ich mir einen nochmaligen Zusammenbruch nicht leisten kann … wage ich diesen Schritt eher nicht.

na aber echt …
Hallo,

Aus eigenem Erleben kann ich versichern, dass der Schritt in
die Selbstständigkeit (2 Wörter: selbst und ständig) einen
ganzen (gesunden und belastbaren) Menschen fordert - krank
„feiern“, Urlaub, Karneztage usw. usf. gibts da nicht!

Da mir bewusst ist, dass der ganze Mensch gefordert ist, und
ich mir einen nochmaligen Zusammenbruch nicht leisten kann …
wage ich diesen Schritt eher nicht.

Nochmaliger Zusammenbruch?

Dir ist schon klar, dass ein Zusammenbruch etwas deutlich anderes ist als „-Anzeichen von Burnout / Depression“

Jetzt sag ich auch:
Such dir professionelle Hilfe und lass dich da beraten.
(Und sag da als erstes gleich mal, dass du gerne mal anderen etwas über deinen wahren Zustand vormachst)

Gute Besserung und viel Erfolg
Stefan

vielleicht falsch formuliert
als erstes: go to Tipp 1 in deiner Vika und bleibe dort.

und zweitens: ein zweites Scheitern in kurzer Zeit ist mit Zusammenbruch (auch) gemeint. Dass Beratung angesagt ist, weiß besagte Person selbst. Profis bevorzugt.

Danke, Tom, für Deine Meinung. Ich kann es niemandem verdenken, wenn man hier kontrovers diskutiert, schließlich kennt Ihr nur einen winzigen preisgegebenen Ausschnitt aus der Realität.
Dementsprechend vorsichtig sollte man agieren, speziell in diesem Forum, und du gehörst zu jenen, die kapiert haben, den Holzhammer im Keller zu lassen.
Für die anstehende Feinarbeit und Diagnosestellung suche ich mir natürlich professionellen Beistand.
Nochmals danke,
Carte

Wenn du diese Planungen ernsthaft und mit Elan vorantreibst
und parallel in deinem Job den Ausstieg vorbereitest und dich
um eventuelle Beratung für deinen Eindruck des burn-out
bemühst, wirst du vielleicht schnell feststellen, was bei dir
Sache ist:

Den Elan habe ich derzeit nicht, mir ist alles zuviel. Aber ich mach ganz kleine Schritte immerhin.

Stacheln dich die bei der Gründungssplanung auftretenden
Schwierigkeiten an oder entmutigen sie dich eher?

sie entmutigen.

Wenn du den

Ausblick auf ein Ende der Misere in deinem bisherigen Job
siehst, setzt das Energien bei dir frei, kannst du dann mit
der Situation besser umgehen, verpufft das Burn-out-gefühl?

nein, da ist nichts, was verpufft. Es belastet sogar noch mehr.

Ob und wie weit die Selbstständigkeit dich zeitlich fordert
bestimmst. du selbst. Eine Bereitschaft, das Privatleben
zeitweise zurück zu stecken, brauchst du aber wahrscheinlich.
Dafür gewinnst du die Freiheit, Sachen, die dir nicht
schmecken (auf eigenes Risiko) bleiben lassen zu können. Die
Last liegt oft auch nicht überwiegend auf der reinen
Arbeitsbelastung, sondern auf der Unsicherheit und dem Risiko
deiner (wirtschaftlichen) Existenz. Offene Augen und eine
gewisse innere Distanz zu dem was du tust, helfen da.

Danke für Deine Meinung dazu!

Der Schritt in die Selbständigkeit als Ausweichen aus der
inneren Kündigung im Job wäre m.E. allerdings nicht optimal.
Dann würde ich dir eher empfehlen, den Job zu wechseln.

Ja, das befürchte ich auch. Nur ist Job wechseln fast ein Ding der Unmöglichkeit. Aber ich bleib dran.

Gruß
Burkh

Beste Grüße,
Carte

Nichts ist unmöglich…
Hallo Carte,

Nur ist Job wechseln fast ein Ding
der Unmöglichkeit.

Wirklich ausgeschlossen? Ich bin Physiker, meine erste (bezahlte) Arbeitsstelle war in der Buchhaltung einer Reederei: Kontoauszüge ablegen.

Ist es SO speziell und einmalig, was du kannst (nicht nur, was du gelernt hast), dass es nur bei diesem einen Arbeitgeber auf dieser einen Stelle verwertet werden kann? Was machen denn Leute, die das Gleiche gelernt haben, wie du?

Dranbleiben! :smile:)

Gruß
Burkh

Hallo Burkh,

du hast natürlich Recht, aber ich muss erstmal mit meiner generellen und alles überlagernden Zukunftsangst fertigwerden (mit nem Psychologen). Mir fehlt im Moment die Kraft für die großen Dinge, muss alle Energie aufwenden für die kleinen. Aber heute zum Beispiel geht es mir etwas besser, bin ganz gut über den Tag gekommen.

Danke nochmal !!
Carte

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Hallo Carte Blanche :

Zuerst die Gesundheit, dann die Arbeit.

Ich würde zuerst eine Psychotherapie oder eine sechswöchige Kur mit psychologischen Gesprächen und anderen gesundheitsfördernden Maßnahmen machen.

Man braucht doch körperliche und seelische Fitness, um im Beruf voll dazusein !!!

Gruß
Angelika

Also nee, Stefan Schmidtke !!!
Hallo Stefan,

schade, dass ich dies alles nicht eher gelesen habe.

Für manche Menschen ist die Lösung, die Sie vorschlagen (Sprung ins kalte Wasser), gut.
(Und ich mag couragierte Menschen, die Sprünge ins kalte Wasser wagen !)

Ich bin so eine, die solch einen Sprung ins kalte Wasser schon praktiziert hat (ohne jede finanzielle Unterstützung, aus Sozialhilfe heraus). Zeitweise hat es Spaß gemacht. Aber ich habe verschiedene Dinge mit mir mitgeschleppt (körperliche und seelische) und immer wieder neuen Scheiß durch neurotische und feiste Mitmenschen erlebt.
Vielleicht hätte ich den vielen „Scheiß“ nicht erlebt, wenn ich vorm Antritt der Arbeitsstellen bzw. meiner Selbständigkeit gute Gespräche mit einer Fachperson gehabt hätte und ich vor den jeweilgen Arbeiten
körperlich fitter gewesen wäre.

Nun zu einem Ihrer Sätze an Carte Blanche :
Sie schreiben an Carte Blanche :
„Und sag da als erstes gleich mal, dass du gerne mal anderen
etwas über deinen wahren Zustand vormachst.“

Mein Kommentar dazu : "Also nee, Stefan Schmidtke. Sie dürfen nicht erwarten, dass sich ein Mensch im Internet total outet. Es ist eh schon etwas unangenehm, mit völlig fremden Menschen über sich selbst zu kommunizieren. Schließlich weiß man ja nicht, wer das alles liest, was Menschen mit den Informationen anstellen können,… .

Außerdem ist Carte Blanche Psychologie-Laiin. (es sei denn,…)
Ein Laie benutzt Begriffe eben nicht so korrekt wie ein Fachmann.
„Zusammenbruch“ kann da schon mal bedeuten : "zeitweise sehr daneben sein, sich seelisch und körperlich sehr schlecht fühlen, nicht mehr wissen, was man machen soll/könnte, unter psychosomatischen Symptomen leiden, leicht reizbar sein und gegenüber anderen Menschen schnell ausrasten, herumschreien oder schimpfen, aus Wut Dinge durch die Ge-gend werfen oder : „erschlagen sein“ von den Erlebnissen und Ängsten und (viel) weinen.

Kann das sein, dass Sie, Stefan Schmidtke, keine Kritik vertragen können ?

liebe Grüße
Angelika

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Hallo Angelika,

deine Titelzeile ist Bild-Niveau und gegen die Forumsregeln, da keine Usernamen in Artikeln geschrieben werden sollen/dürfen.

Mein Kommentar dazu : "Also nee, Stefan Schmidtke.

So schreibt ein Mensch, der gerne über anderen steht.

Kann das sein, dass Sie, Stefan Schmidtke, keine Kritik
vertragen können ?

So schreibt eine arrogante Person.

Gruß ReMa