zukunftspläne

hallo!

da ich jetzt kurz vor dem abi stehe, muss ich mir überlegen, was ich danach machen will.
habe schon entdeckt, dass ich in hamburg und leipzig eventuell diplom-fotografin werden könnte, weiss aber nichts über numerus-clausus und so weiter…
ausserdem würden mich andere ausbildungmöglichkeiten für fotographie (auch in kombination mit angewandter kunst etc.) interessieren…
wer was weiss, teilt euch mit, würde mich sehr freuen!
danke

Hi Outside,

Detailinformationen kann ich Dir nicht geben, aber ich bin mir ziemlich sicher, daß Studiengänge der künstlerischen Richtung eine Mappe fordern.
Solch eine Mappe anzulegen ist keine Arbeit, die man mal so eben übers Wochenende erledigt.

Erkundige Dich frühzeitig, ob Du so was brauchst und fang dann schnell an eine anzulegen.

Gandalf

Hi
du wirst mit ziemlicher sicherheit zu einem bestimmten Termin eine Mappe einreichen müssen, die wird von einer Prüfungskomission bewertet und du je nach ergebnis dieser zur aufnahmeprüfung zugelassen.
das ganze erfordert n.m.E. eine Planung über ein 3/4 Jahr, wenn du KEIN Material hast für ne Mappe eher 2 Jahre…
HH

da kann ich mich nur anschließen. eine mappe wirst du auf jeden fall anfertigen müssen. und der zeitrahmen ist auch realistisch (1 bis 2 jahre). die auswahl der bilder ist schwierig. ich hatte vor ein paar jahren das gleiche wie du vor. hab mich in bielefeld an der fh beworben. bin nicht genommen worden, weil ich mich zu schlecht vorbereitet hatte. es waren über 300 bewerber da und von denen wurden nur 20 genommen.
die fotos sollten möglichst von dir selbst entwickelt sein, also keine supermarkt-sonderpreis-poster-entwicklungen. bei der auswahl deiner fotos, nimm keine urlaubsfotos mit motiven, die schon tausendfach gesehn wurden (sonnenuntergang am meer, schwäne landen auf see, zarte blüte mit morgentau usw.). auch wenn deine freunde sagen, die sind sooo toll. nimm fotos mit einer aussage, fotos, die eine kleine geschichte erzählen.
bei mir war es so, dass man zwei wochen vor dem bewerbungstermin eine hausaufgabe mit einem bestimmten thema zugeschickt bekommen hat. die lautet dann ungefähr so: setzen sie sich gestalterisch mit demn thema … auseinander. die themen heissen dann AUF-SICHT oder BAU-STELLE. die bindestriche stehen da nicht von ungefähr. wie gesagt zwei wochen zeit für gedanken machen, fotografieren und dann noch entwickeln. nur mal als beispiel: solltest du dir bei BAU-STELLE sofort überlegen, wie du am coolsten eine baustelle ins rechte licht rückst, ist das wohl etwas einfach und langweilig.
ich sah dazu eine bilderserie. bild 1: ein stück ackerboden. bild 2: ein spaten gräbt ein loch in diesen boden. bild 3: hände werfen geldscheine in das loch. bild 4: spaten buddelt das loch zu. bild 5: ackerfläche, wie bild 1, nur mit nem kleinen haufen, da, wo das loch war. denk anders als die anderen!
wenn du dir eine mappe kaufst, dann nicht eine, in die dann 80 fotos reinpassen. die gucken sich die nie alle an. ich denke maximal 20 reichen aus, um sich ein bild von deinen fähigkeiten zu machen. es sei denn du hast serien (manche fotos wirken viel mehr in einer serie).
manche hochschulen wollen auch, dass du ein praktikum bei einem fotografen vorweist. denk dran, viele der bewerber haben schon eine fotografenausbildung und wollen jetzt noch ein studium ranhängen. manche bewerben sich schon das fünfte jahr in folge. klar, dass die gut bescheid wissen. gegen die trittst du an.
gut wäre sicher, wenn du dich vorab schlau machst bei der hochschule. vielleicht kriegst du auch raus, wer in der kommission sitzt und was derjenige lehrt. danach kannst du möglicherweise eine vorauswahl für die bilder treffen.

ps: mein fotograf, bei dem ich sechs monate praktikum gemacht habe, hat immer gesagt: wenn du fotografieren willst, warum tust du’s nicht einfach und willst dich mit nem studium aufhalten. ich arbeite jetzt übrigens bei einer zeitung als reporter. auch ohne studium ;0)

schöne grüße thomas

Was auch gerne in einer Mappe erkennbár sein sollte ist eine Entwicklung deiner Umsetzungen. also nicht nur das neueste und deiner Meinung nach beste, sondern auch Schritte in denen der Betrachter eine Steigerung in den Arbeiten erkennen kann. Und was nicht gut kommt sind Mappen in denen die Prüfungskommission erkennt das man dir nix mehr beibringen kann :smile:
HH

ich bin zwar schon seit jahren am fotografieren und auch zeichnen etc. und höre immer wieder, dass es den leuten gefällt was ich mache…
hab aber nicht genug geld, zeit und bin sehr faul…
deswegen halte ich es auch für am besten erst einmal irgendwo ein praktikum zu machen oder eine ausbildung und dann mit mehr erfahrung eine gute mappe zusammenzustellen…
mal sehen, ob das alles funktioniert, so wie ich mir das vorstelle…

vielen dank für die brauchbaren tips!
gruss