ich bin studentin und möchte nebenbei ein paar euro mit grabpflege verdienen. im klartext soll das so aussehen das ich für nicht mehr so rüstige rentner o.ä. die pflege von familiengräbern nach individueller vereinbarung auf gewerbescheinbasis übernehme. nun möchte ich wissen ob und was ich zu beachten habe, ob das überhaupt zulässig ist bzw. ob mir da die kirche/ gärnter das verbeiten können?!?
weder Kirche noch Gärtner können dir verbieten, ein Grab gegen Geld zu pflegen, wenn du einen Vertrag bzw. eine ABmachung mit dem Angehörigen hast. Der Gärtner wird dich allenfalls als Konkurrenz ansehen, weil er solche Dienstleistungen auch anbietet. Bei der Kirche könnte ich mir sogar vorstellen, mal vorstellig zu werden. Oft haben die ja Seniorennachmittage etc. - deine Klientel:smile:. Vielleicht erlaubt dir der Pfarrer ja sogar, dein Anliegen dort vorzubringen.
ich war mir nicht sicher, mein mehr oder weniger gesunder menschenverstand hat mir das zwar auch gesagt, hatte allerdings a) bedenken wegen schutz des handwerks (dächer reparieren dürfte ich ja z.b. nicht) und b) wegen kircheneingener vorstellungen [man darf ja schliesslich nicht mal selbst entscheiden welche schriftfarbe auf seinem grabstein stehen darf etc pp]. bei uns gab s letzte woche eine ausschreibung von der kirche das sie einen gärtnerhelfer suchten zwecks grab- & anlagenpflege. vorraussetzung natürlich: kirchenmitgliedschaft. die habe ich allerdings nicht da ich überzeugter atheist bin und ich weder getauft noch konfirmiert bin. daher wollte ich, bevor ich eine kleinanzeige/fliesstextanzeige bei uns im käseblatt aufgebe, mich erst mal diesbezüglich schlau machen.
vielen dank jedenfalls auch für den hinweis mit den seniorennachmittagen!
solveigh
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also, du willst ja keine Grabplatten basteln, sondern nur ab und an sauber machen, ob das gleich als Handwerk gilt? Da kann eigentlich nur die Handwerkskammer weiterhelfen. Ich persönlich würde das im Bereich bezahlte Nachbarschaftshilfe setzen und erstmal frech machen. Schließlich willst du ja kein riesiges Konkurrenzunternehmen aufbauen, sondern als Studentin ein paar Euro dazu verdienen. Aber wwenn du auf der sicheren Seite sein willst: Handwerkskammer!
Zu der Friedhofsordnung. Meistens ist es sogar so, dass die Friedhofsordnungen auf kirchlichen Friedhöfen viel individuellere Grabgestaltung erlaubt als die der städtischen Friedhöfe. Nicht alle Friedhöfe sind kirchlich (ich kenne Gemeinden, in denen es nur städtische Friedhöfe gibt), sehr viele sind städtisch und fallen damit auch unter die städtische Friedhofsordnung. Ein weiterer Ansprechpartner wäre also die Gemeinde. Die haben - soweit ich weiß beim Standesamt angesiedelt - jemand, der sich auch um diese Sachverhalte kümmert. Anrufen!
Friedhofsordnungen gibt’s teilweise auch im Netz. Das meiste wird wirklich vom Staat bzw. der Stadt reglementiert.
Dass du als Angestellter der Kirche Mitglied sein solltest, hat ja mit deiner privaten Dienstleistung gar nix zu tun. Dass bei so einer Konkurrenz es schwieriger sein wird, Kunden zu akquirieren ist nochmal was anderes.
danke für deine fixen antworten! das mit der nachbarschaftshilfe ist ein guter einfall! werde mich wohl erst mal nicht an die handwerkskammer wenden, wer viel fragt kriegt viele antworten und schlafende hunde sollte man nicht wecken *zwinker* oder?
Zu der Friedhofsordnung. Meistens ist es sogar so, dass die
Friedhofsordnungen auf kirchlichen Friedhöfen viel
individuellere Grabgestaltung erlaubt als die der städtischen
Friedhöfe. Nicht alle Friedhöfe sind kirchlich (ich kenne
Gemeinden, in denen es nur städtische Friedhöfe gibt), sehr
viele sind städtisch und fallen damit auch unter die
städtische Friedhofsordnung.
aha. ich weiss das nur noch wegen dem theater um das grab von meiner oma bzw. beider grosseltern. fand das schon recht krank was mir da so zu ohren kam, das sind allerdings beides kirchliche friedhöfe hier.
Dass du als Angestellter der Kirche Mitglied sein solltest,
hat ja mit deiner privaten Dienstleistung gar nix zu tun. Dass
bei so einer Konkurrenz es schwieriger sein wird, Kunden zu
akquirieren ist nochmal was anderes.
naja, sollen ja nur ein paar extra euros werden und die kirche nimmts hier ja noch von den toten und ist recht unverschämt! wie unterschiedlich die preise für ein und die selbe leistung sein können hab ich schon erfahren im ruhrpott die grundpflege 150 euro pro jahr und hier 500 euro… but anyway