Alle kennen den beruehmten Satz „Auge um Auge, Zahn um Zahn.“
Viele sehen darin einen Aufruf oder eine Rechtfertigung sich zu raechen.
Tatsaechlich stehen aber im AT auch andere Dinge, wie z.B. „Mein ist die Rache(5.Mose 32,35)“. Und auch die Geschichte Josefs, weist Eindeutig auf Vergebung hin.
Tatsaechlich steht die STelle vom Auge um Auge im 2.Mose 21:
2.Mose 21,1 Dies sind die Rechtsordnungen, die du ihnen vorlegen sollst:
2.Mose 21,23 a Entsteht ein dauernder Schaden, so sollst du geben Leben um Leben, 21,24 Auge um Auge, Zahn um Zahn, Hand um Hand, Fuß um Fuß, 21,25 Brandmal um Brandmal, Beule um Beule, Wunde um Wunde.
Wie der Vers 1 zeigt handelt es sich doch eher um RECHTSORDNUNGEN. Diese waren denke ich, so wie unsere Gesetze zu verstehen. Insbesondere waren die eher dazu gedacht juristische Auseinandersetzungen zu klaeren, weniger als Richtlinien fuer persoenliches Vorgehen. Insofern denke ich ist es falsch zu behaupten, das AT wuerde Rache befuerworten! Vergleiche auch meinen Artikel ueber das Thema „Jesus hat keine neuen Gebote gebracht“.
2.Mose 21,1 Dies sind die Rechtsordnungen, die du ihnen
vorlegen sollst:
2.Mose 21,23 a Entsteht ein dauernder Schaden, so sollst du
geben Leben um Leben, 21,24 Auge um Auge, Zahn um Zahn, Hand
um Hand, Fuß um Fuß, 21,25 Brandmal um Brandmal, Beule um
Beule, Wunde um Wunde.
dann wäre dies aber eine rechtfertigung der todesstrafe oder?
2.Mose 21,1 Dies sind die Rechtsordnungen, die du ihnen
vorlegen sollst:
2.Mose 21,23 a Entsteht ein dauernder Schaden, so sollst du
geben Leben um Leben, 21,24 Auge um Auge, Zahn um Zahn, Hand
um Hand, Fuß um Fuß, 21,25 Brandmal um Brandmal, Beule um
Beule, Wunde um Wunde.
dann wäre dies aber eine rechtfertigung der todesstrafe oder?
Hallo
Auch hier ist die Bemerkung angebracht, daß der Mose-Text zunächst einmal eine starke Liberalisierung darstellte.
Damals war die Todestrafe an sich nämlich kein Problem und wurde freimütig auf alle Straftaten von Viehdiebstahl bis hin zu Betrug angewendet. Der Mose-Text führt eine Verhältnismässigkeit der Strafe ein. Diese bedeutete bis in die Neuzeit hinein ganz selbstverständlich, daß auf Mord die Todesstrafe anzuwenden ist.
Daß die Todesstrafe ganz prinzipiell abzulehnen ist, ist eine neuere kulturelle Entwicklung. Nimmt man den Text des AT als Begründung, diese Entwicklung abzulehnen, dann lautet die korrekte Frage/Diskussion inwieweit wir Rechtsprinzipien und -Vorstellungen aus einer Zeit von vor 3000 Jahren auf heute übertragen dürfen.
Von dem Bibeltext an sich kann man nur schliessen, daß man keine Strafe aussprechen darf, die härter ist, als die Verhältnismässigkeit vorgibt. Daß es verboten ist, eine Strafe milder ausfallen zu lassen steht nirgendwo, eher im Gegenteil.
dann wäre dies aber eine rechtfertigung der todesstrafe oder?
Ich denke nicht. Gott gab diese Rechtsordnungen vor ueber 2000 Jahren an ein Volk das in der Wueste lebte und wo es glaube ich noch nicht einmal Gefaengnisse gab. Ich denke wenn Gott heute einem Volk Gesetze diktieren wuerde, kaeme die Todesstrafe darin nicht vor. Mann darf daher diese Gesetze nicht absolutisieren und einfach auf die heutige Zeit und Zivilisation uebertragen! Ich denke selbst in Israel gibt es heute nicht die Todesstrafe ausse in grossen Ausnahmefaellen.
Heute gibt es andere Alternativen. Es gibt Gefaengnisse die relativ sicher sind. Und selbst wenn mal jemand entkommt findet man den in der heutigen Informationsgesellschaft relativ schnell.
Menschen die die Todesstrafe aus dem AT ableiten machen daher einen wesentlichen Fehler, der einen Rueckkehr in die Steinzeit der Justiz bedeutet.
dann wäre dies aber eine rechtfertigung der todesstrafe oder?
Ich denke nicht. Gott gab diese Rechtsordnungen vor ueber 2000
Jahren an ein Volk das in der Wueste lebte und wo es glaube
ich noch nicht einmal Gefaengnisse gab. Ich denke wenn Gott
heute einem Volk Gesetze diktieren wuerde, kaeme die
Todesstrafe darin nicht vor. Mann darf daher diese Gesetze
nicht absolutisieren und einfach auf die heutige Zeit und
Zivilisation uebertragen! Ich denke selbst in Israel gibt es
heute nicht die Todesstrafe ausse in grossen Ausnahmefaellen.
warum wurde dies niedergeschrieben und bis heute nicht von gott durch einen „neuen gesetzeserlass“ korrigiert? wie soll ich wissen was aus der bibel noch gültigkeit hat? (wohl gemerkt ich persönlich glaube gar nicht an die bibel, ich frage nur anstelle eines christen)
2.Mose 21,23 a Entsteht ein dauernder Schaden, so sollst du
geben Leben um Leben, 21,24 Auge um Auge, Zahn um Zahn, Hand
um Hand, Fuß um Fuß, 21,25 Brandmal um Brandmal, Beule um
Beule, Wunde um Wunde.
Ich verstehe Eure Diskussion nicht. Ihr redet von Rache, ich lese Wiedergutmachung. Oder täuscht mich die deutsche Übersetzung? Wer kennt den Urtext?