Zum Thema alte Menschen und Führerschein-Check

http://www.n-tv.de/5413467.html

Immer noch der Ansicht, eine regelmässige Überprüfung der Fahrtüchtigkeit ab einem gewissen Alter sei unnötig?

Mag ja sein, dass die Krüstchen deutlich seltener in Unfälle verwickelt sind, aber wenn, dann gleich richtig…

Grüße,

Mathias

Hallo !
So einen Alters-Check wäre nach meiner Meinung dringend nötig.
Ich bin mal bei einem 74-Jährigen Opa mitgefahren,
das war echt die Hölle, ich war froh, als ich wieder aussteigen durfte.

Weiterhin stand mal vor paar Tagen bei uns in der Zeitung eine Statistik über tödliche Verkehrsunfallopfer. (für Sachsen)
Dabei wurde ausdrücklich erwähnt,dass ganz stark die über 66-Jährigen bei selbstverschuldeten tödlichen Unfällen zugelegt haben.

Grüße, Steffen!

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Hallo,

Immer noch der Ansicht, eine regelmässige Überprüfung der
Fahrtüchtigkeit ab einem gewissen Alter sei unnötig?

Noch nie gewesen.

Mag ja sein, dass die Krüstchen deutlich seltener in Unfälle
verwickelt sind, aber wenn, dann gleich richtig…

Tja, dies gehört hier in Deutschland zu einer der vielen Heiligen Kühe: Die unantastbarkeit des Führerscheines.

gruß

dennis

Hallo.

Immer noch der Ansicht, eine regelmässige Überprüfung der
Fahrtüchtigkeit ab einem gewissen Alter sei unnötig?

Nø, wieso?

Mag ja sein, dass die Krüstchen deutlich seltener in Unfälle
verwickelt sind, aber wenn, dann gleich richtig…

Das Blödsinnige ist, dass in diesem unserem komischen Lande der ÖPNV außerhalb der Ballungsräume so toll ist, dass sich Opa und Oma gleich die Kugel geben können, wenn es denn mit dem Fahren nicht mehr so klappt. Ich sehe bei mir in Nordhessen Outback viel zu viele wirklich fahruntüchtige Leute herumrutschen. Aber die Gegend besteht nur aus Käffern, von denen aus, wenn Du Glück hast, die nächste Haltestelle 5 km weg ist, und gleichzeitig fährt einmal im Schaltjahr bei Vollmond am zweiten Dienstag nach St. Jupp und Heidi mal ein Bus …

… ehrlich gesagt, wäre ich mit Mitte 70 auf einem Dorf von siebzehn Spitzbuben und einem Bürgermeister begraben, dessen Infrastruktur (die des Dorfes nämlich) aus zwei Kuhfladen und einem Kanaldeckel besteht, müsstest Du mir die Pappe auch mit Waffengewalt abnehmen - und ein wesentlich größeres Kaliber haben als ich.

Gruß kw

Hallo Mathias!

Alle Menschen unterliegen im Laufe ihres Lebens Veränderungen physischer und psychischer Art. Mancher hat kurze Zeit nach der Führerscheinprüfung sämtliche Regeln der StVO vergessen, ein anderer ist trotz Sehfehler zu eitel für eine Brille, viele sind schwerhörig, so mancher entwickelt sich aus Selbstüberschätzung zur lebensgefährlichen Waffe, wurde zum Alkoholiker oder Drogen-Junkie oder was auch immer. Zur Fahruntüchtigkeit führende Beeinträchtigungen sind so vielfältig, daß sich allein am Lebensalter wenig festmachen läßt. Mancher 30-Jährige ist klappriger und verlangsamter als ein gut erhaltener 70er. Natürlich gibts unter den Alten etliche, die nicht mehr hinters Steuer gehören. Aber diese Leute gibts in allen Altersgruppen. Kurz: Ich halte den lebenslang erteilten Führerschein für fragwürdig. Statt dessen z. B. alle 5 Jahre eine praktische und theoretische Prüfung nebst Seh- und Reaktionstest für jeden Führerscheininhaber. Das halte ich für eine Maßnahme mit spürbarer Verbesserung der Sicherheit auf den Straßen.
Gruß
Wolfgang

Hallo,

Hallo Dennis,

Tja, dies gehört hier in Deutschland zu einer der vielen
Heiligen Kühe: Die unantastbarkeit des Führerscheines.

ist ja auch ein sehr sensibeles Thema. Wenn ich jetzt die Argumentation der „älteren Herrschaften“, und zu denen werden wir ja später, hoffentlich, auch einmal gehören, heranziehe, ( Unerfahrenheit, Raserei etc.) bleibt eigentlich bei dem Versuch einer nüchternen und sachlichen Analyse nur übrig, das beide Seiten mit ihrer Argumentation recht haben. Das Problem:
Die Bevölkerungsentwicklung zeigt, dass dieses Problem immer mehr an Aktualität gewinnt. In Anbetracht dessen wäre es eine sinnvolle Forderung, Leuten ab einem bestimmten Alter, wenigstens einem Seh- und Hörtest, sowie einem Reaktionstest, zu unterziehen. Aber solange die (entscheidungskompetenten) Lobbyisten zu diesem angesprochenen Personenkreis gehören, werden sie es erfolgreich zu verhindern wissen. Konkret: Ich währe bereit, mich ab 60 Jahren einer solchen Prüfung zu unterziehen! Aber jetzt kommen wieder diejenigen die sagen: „Es gibt auch jüngere Menschen mit Brille und discogeschädigtem Gehör“…Stimmt, aber die Sinne derer werden ja mit dem Älterwerden auch nicht besser, im Gegenteil…!

gruß
dennis

Gruß, Rollifern

Hallo,

es geht nicht prinzipiell darum ab 60 Dir den Lappen abzunehmen, sondern mit einem Test Deiner Sinne Dir mal den Spiegel vor die Augen zu halten, daß Du unfähig bist ein Kraftfahrzueg im Straßenverkehr zu führen.

In der Schweiz ist das mW Gang und Gäbe und man erhält dann eine Empfehlung den Lappen abzugeben.

gruß

dennis

Und wer schützt uns vor übermüdeten Lkw- und Busfahrern sowie den Marathonurlaubsfahrern sowie den bekifften 18-jährigen Fahranfängern?

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Statistik und Auslegung
Hi Mathias,
ich habs heute auch gelesen.

Mag ja sein, dass die Krüstchen deutlich seltener in Unfälle
verwickelt sind, aber wenn, dann gleich richtig…

Naja. Das ist eben so eine Sache mit der Auswertung von Statistiken.
Vielleicht sind ältere Fahrer weniger in Unfälle verwickelt, aber oft werden die Unfälle von den Leuten verursacht. Da wird die Vorfahrt genommen und wenn zwei zusammenscheppern, hats Oppa nicht einmal bemerkt. Beim rangieren aus einer Parklücke wird das benachbarte Fahrzeug komplett aufgeschlitzt, und Oma peilt es nicht und fährt weiter. Gleich hier im Ort ist ein Altersheim, äh, sorry, Seniorenwohnanlage der gehobenen Kategorie. Ein Albtraum am Wochenende.
Da sieht man Leute in einem Auto sitzen, deren Alter zusammengenommen locker 4 Jahrhunderte ergibt. Die rollern mit ihren Gehwagen zum Auto und los gehts. Diese Herrschaften sind nicht in der Lage, sich beim Rückwärtsfahren umzudrehen, können Abstände und Geschwindigkeiten nicht abschätzen und überfahren dann schnell mal ihren Zimmenachbarn.
Ich habe kürzlich einen Sehtest gemacht und festgestellt, das ich eine Brille brauche. Ohne Sehtest hätte ich es kaum bemerkt, weil die Verschlechterung der Sehkraft zu schleichend vorangeht.
Jeder denkt immer, och, das geht noch ok.
Ein, wie von Wolfgang vorgeschlagener, Test ab einem bestimmten Alter sollte jeder in seinem Eigenen, und im Interesse der anderen Verkehrsteilnehmer machen. Seh-, Hör- und Reaktionstest.
Gruss Sebastian

Hallo Wolfgang,
sicher eine Lobenswerte Idee. Allerdings würde es, so wie ich unseren Staat kenne, nur eine Larifari-Untersuchung geben, die sich die Veranstalter teuer bezahlen lassen.
Bei LKW längst Pflicht, kommt es trotz der wiederkehrenden Untersuchungen immernoch viel zu oft zu schweren Unfällen.
Kurioserweise wurde vor kurzem gefordert, das alle Autos ab einem Alter von 10 Jahren jährlich anstatt alle 2 Jahre zum TÜV sollen.
Aber das verkehrssicherste Auto ist nur so sicher, wie es sein Fahrer im Strassenverkehr bewegt.
Eine viel wirksamere Lösung einiger Probleme wäre, das Autofahrer, die zum zweiten mal unter Drogen aufgefallen sind, den Lappen nicht mehr wiederbekommen. Das gleiche gilt für unverbesserliche Raser und Drängler. Hier wird m.E. nicht rigoros durchgegriffen. Ein läppisches Fahrverbot wird verhängt und danach wird weiter gesoffen, gerast und gedrängelt.
Kurz: Ein wirksamer Gesundheitscheck sollte schon kommen. Aber für kleines Geld. Und bei Verstössen, die darauf schliessen lassen, das der Autofahrer die sittliche oder moralische Reife zum Führen eines Fahrzeuges nicht besitzt, sollte mit eiserner Faust durchgegriffen werden.
Gruss Sebastian

Hallo Matthias,

Immer noch der Ansicht, eine regelmässige Überprüfung der
Fahrtüchtigkeit ab einem gewissen Alter sei unnötig?

Wolfgang hat die regelmäßigen Überprüfung der Fahreignung für alle Altersgruppe schon begründet. Ein Aspekt, der bisher nicht erwähnt worden ist, dass nicht das Altern an sich, sondern bestimmte Begleiterscheinungen die fahrerische Eignung einschränken.

  • schleichende Demenz
  • Alterstarsinnsinn
  • schlechter werdende Augen
  • schlechter werdendes Gehör
  • mangelnde Kraft in den Beinen (z.B. beim Bremsen)
  • abnehmende Beweglichkeit (hier von besonderen Interesse der Hals)
  • verlangsamtes Reaktionsvermögen
  • usw.

Ein Teil der Faktoren ist organisch bedingt, aber ein anderer Teil ist selbstverschuldet durch mangelndes körperliches und geistiges Trainig.
Es gibt gravierende Unterschiede in der geistigen und Körperlichen Fitness älterer Mitbürger. Deswegen wäre eine generelle Abgabe des Führerscheins unangebracht, wohl aber eine gewisse Kontrolle.

Andererseits muss man verstehen, dass viele ältere Mitmenschen stark an ihrem Führerschein hängen. Wenn man ohne sein Auto keine 300 Meter von seine Wohnung wegkommt, bedeutet das Auto ein riesiges Maß an Freiheit.

Gruß
Carlos

Hi!

Ich gehe mit, was Deinen ersten Punkz betrifft, daher hier nur kurz noch eine Antwort auf Deinen zweiten:

Andererseits muss man verstehen, dass viele ältere Mitmenschen
stark an ihrem Führerschein hängen. Wenn man ohne sein Auto
keine 300 Meter von seine Wohnung wegkommt, bedeutet das Auto
ein riesiges Maß an Freiheit.

Das ist mir bewusst. Jedoch darf dieses Argument nicht dafür herhalten, dass ein nicht mehr fahrtüchtiger alter Mensch durch die Gegen gurkt und somit eine massive Gafährdung für die Allgemeinheit darstellt.
Daher ist eine Überprüfung der Fahrtüchtigkeit sehr wichtig, von mir aus auch schon ab 30. Hauptsache, man zieht die blinden, sturen Säcke konsequent aus dem Verkehr!

Grüße,

Mathias