Zunahme von Kollektivstrafen?

Es gibt jetzt schon viele versteckte
Kollektivstrafen, wie z.B. wenn Diebe
im Kaufhaus nicht geschnappt werden,
müssen halt *alle Menschen* die sich
im Kaufhaus aufhalten, also die Kunden,
mehr für die Artikel bezahlen.

Wenn das Internet immer stärker von
einigen wenigen schwarzen Schafen
als Tatort für Verbrechen dient
(Kinderpornos, volksverhetzende
Schriften,…) befürchte ich, dass
die Gefahr groß sein wird, dass
*alle* Teilnehmer unter den daraus
folgenden Restriktionen und zusätzlichen
Sicherheitsritualen leiden werden.

Erst kürzlich hat Monika Hohlmeier (Staatsministerin)
(28. Oktober 2003) in einem Brief an
alle Schulleiter in Bayern vor
LAN-Parties gewarnt, so nach dem
Motto: Auf LAN-Parties wird eh nur
rumgeballert was das Zeug hält, und
das erzeugt Amokläufer.
Resultat ist übrigens, dass Schulräumlichkeiten
wie z.B. Turnhallen nicht mehr für solche
Parties zur Verfügung gestellt werden
sollen. :frowning:((

Kollektivstrafe so nach dem Motto:
Sie weiss nicht, wers war, und versteht
sowieso nichts davon, also einfach mal
auf alle draufprügeln?
Wie seht ihr das?

Gruss, Marco

ich verstehe deine befürchtungen, ich glaube das problem ist, dass das internet oder auch lan-parties für viele menschen vor allem höheren alters einfach noch viel zu unbekannt ist, nun ist aber so, dass genau diese menschen die politische führung unseres landes darstellen, dennoch bezweifel ich, dass es weitreichende kollektivstrafen geben wird, damit trifft man inzwischen zu viele menschen auf grund der enormen wichtigkeit der modernen kommunkationsmittel, daher wäre doch erheblicher widerstand zu erwarten
zudem ist im grunde allen bewusst, dass es praktisch zwecklos ist programme wie napster zu verbieten, da ohnehin ähnliches stets nachfolgen wird

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

„Kollektivstrafen“ ist wohl der falsche Ausdruck. Aber grundsätzlich kann man an Straftaten mit zwei Ansätzen herangehen: Strafe und Prävention.

Prävention ist zwar grundsätzlich besser, weil vorher etwas getan wird, um zu vermeiden, dass jemand geschädigt wird. Sie kann aber auch das Problem beinhalten, dass Freiheiten vieler Menschen eingeschränkt werden, um den Kriminellen die „Arbeit“ schwer zu machen bzw. im Fall von LAN-Partys zu verhindern, dass jemand überhaupt erst auf dumme Gedanken kommt (wobei ich auch mal bezweifle, ob LAN-Partys für Gewalttätigkeit verantwortlich sind).

Das ist ein Grundproblem, das jedesmal neu abgewägt werden muss und das man imho nicht pauschal für oder gegen Prävention bzw. Freiheit lösen kann.

Es gibt jetzt schon viele versteckte
Kollektivstrafen, wie z.B. wenn Diebe
im Kaufhaus nicht geschnappt werden,
müssen halt *alle Menschen* die sich
im Kaufhaus aufhalten, also die Kunden,
mehr für die Artikel bezahlen.

der sinn des wortes strafe ist dir nicht ganz klar.

Wenn das Internet immer stärker von
einigen wenigen schwarzen Schafen
als Tatort für Verbrechen dient
(Kinderpornos, volksverhetzende
Schriften,…) befürchte ich, dass
die Gefahr groß sein wird, dass
*alle* Teilnehmer unter den daraus
folgenden Restriktionen und zusätzlichen
Sicherheitsritualen leiden werden.

ich muß auch immer die taschen öffnen wenn ich ins kaffeehaus gehe, derweil bin ich gar kein terrorist! wäre es etwa besser wenn *nicht* kontrolliert würde?

Erdass Schulräumlichkeiten
wie z.B. Turnhallen nicht mehr für solche
Parties zur Verfügung gestellt werden
sollen. :frowning:((

seit wann ist es aufgabe der schulen ihre räumlichkeiten für *parties* zur verfügung zu stellen?

gruß
datafox

Hallo Marco,
Kollektivstafewn ist was anderes als Preiserhöhung. Soll der Ladeninhaber etwa dafür geraderstehen, dass man ihm sein Eigentum stiehlt? Nein, er muss das im Preis einkalkulieren. Das wird aber schon so gemacht, seit es Handel gibt. Und das sind bestimmt 10.000 Jahre.
Auch Vorsichtsmaßnahmen sind keine Kollektivstrafe. Wie datafox schon meint: willst Du lieber getötet werden?
Kollektivstrafe ist das, was mit Deutschland seit 45 getan wird. Zumindest mit den nach ´45 geborenen.
Kollektivstrafe wäre, wenn Du was ausgefressen hast und die ganze Klasse muss deswegen nachsitzen.
Grüße
Raimund

Überreaktion?

„Kollektivstrafen“ ist wohl der falsche Ausdruck.

Ersetzen wir Kollektivstrafe durch Überreaktion?

Gruss, Marco

Freiwillig kontrollieren lassen ???

der sinn des wortes strafe ist dir nicht ganz klar.

Definiere Strafe.

ich muß auch immer die taschen öffnen wenn ich ins kaffeehaus
gehe, derweil bin ich gar kein terrorist! wäre es etwa besser
wenn *nicht* kontrolliert würde?

Wenn Du dich gerne kontrollieren und überwachen
lässt… Ich hoffe, dass das *nicht* irgendwann
die Meinung der Mehrheit wird, sonst werde
ich gaaaanz schnell auswandern.

Übrigens: in welche Kaffeehäuser gehst Du denn?

Eine Anektdote, ganz frisch, hat mir ein
Student erzählt: in einem PC-Pool wurden
mehrere TFT-Monitore geklaut. Kurz zuvor wurde
eine Chipkartenkontrolle fürs Betreten und Verlassen
eingeführt.

Der zuletzt registrierte hatte mit ganz erheblichem
Verdächtigungen zu kämpfen, und die Täter wurden
trotzdem nicht geschnappt. Also: Schaden: Falsche
Verdächtigungen und erhebliche Kosten, Nutzen: nichts.

seit wann ist es aufgabe der schulen ihre räumlichkeiten für
*parties* zur verfügung zu stellen?

Auch deine letzte Bemerkung lässt mich fragen, wo
Du eigentlich Deine Schulzeit verbracht hast.

Ich halte es für absolut selbstverständlich,
dass eine Schule für wie auch immer schulbezogene,
Parties, von mir aus mit der Einschränkung, dass
diese von der SMV organisiert wurden,
zur Verfügung stellt, wenn zu erwarten ist, dass
die Schüler sich vernünftig aufführen und alles
verlassen, wie es vorher war.

Gruss, Marco

Tja…

ich muß auch immer die taschen öffnen wenn ich ins kaffeehaus
gehe, derweil bin ich gar kein terrorist! wäre es etwa besser
wenn *nicht* kontrolliert würde?

Wenn Du dich gerne kontrollieren und überwachen
lässt… Ich hoffe, dass das *nicht* irgendwann
die Meinung der Mehrheit wird, sonst werde
ich gaaaanz schnell auswandern.

Servus Marco
esw gibt Gegenden auf Gottes weitem Erdboden, da werden des öfteren Bomben per Handtasche/Rucksack/etc. PP. in cafes gebracht, um daselbst eine Schweinerei anzurichten. da macht ein solche Maßnahme wie Taschenkontrolle durchaus Sinn, gelle…

Dies ist derzeit hierzulande nicht der Fall. Die Situation in Israel ist wohl nur schwer auf Mitteleuropa übertragbar. Allerdings durften wir in Nordirland auch immer brav unsere Taschen öffenen, wenn wir in den Supermarkt gingen…
Kommt also immer auf die situation an, ob eine maßnahme, die die freiheit des einzelnen einschränkt, sinnvoll ist oder nicht.

Gruß
Mike

Wenn Du dich gerne kontrollieren und überwachen
lässt…

aber gerne, wenn sich dadurch meine lebenserwartung signifikant erhöht. zickst du am flughafen auch so rum, wenn sie deine koffer aufmachen? ich bin dankbar für jedes funktionierende sicherheitssystem, auch wenn es für mich selber manchmal nervig ist und die privatsphäre verletzt.

Ich hoffe, dass das *nicht* irgendwann
die Meinung der Mehrheit wird, sonst werde
ich gaaaanz schnell auswandern.

wohin? bislang ist europa der einzige ort, an dem es keinen terrorismus marke al kaida gab und deswegen auch keine handtaschen im einkaufszentrum geöffnet werden müssen.

Übrigens: in welche Kaffeehäuser gehst Du denn?

israelische.

Auch deine letzte Bemerkung lässt mich fragen, wo
Du eigentlich Deine Schulzeit verbracht hast.

in einem nornalen gymnasium und einer normalen uni irgendwo in mitteleuropa. lanparties wurden nicht geduldet. das computerequipment wird vom staat zur verfügung gestellt zu *lernzwecken*. wer lanparties feiern will, kann das doch privat zuhause machen. dazu bringt jeder einen computer oder laptop und netzwerkkarte mit und los gehts. übrigens: wir hatten auch magnetkartenschlüssel im computerlab der uni. es wurde überwacht, wer wann wo welches teil der nicht billigen gerätschaften benutzte. wem das nicht paßt der soll seinen eigenen computer zuhause benutzen (was i.a. geld kostet.)

Ich halte es für absolut selbstverständlich,
dass eine Schule für wie auch immer schulbezogene,
Parties

doomspielen ist also schulbezogen?

gruß
datafox

Überwachungssstaat… nix gelernt?

Wenn Du dich gerne kontrollieren und überwachen
lässt…

aber gerne, wenn sich dadurch meine lebenserwartung
signifikant erhöht. zickst du am flughafen auch so rum, wenn
sie deine koffer aufmachen? ich bin dankbar für jedes
funktionierende sicherheitssystem, auch wenn es für mich
selber manchmal nervig ist und die privatsphäre verletzt.

Das Schlüsselwort ist *funktionierend*.
… und …

Ein sehr schlauer Mann, hat mal gesagt:

Wer seine Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu
gewinnen, wird am Ende beides verlieren.
(W.C.)

Ich kenne kein *einziges* Beispiel, bei dem
dieser Satz sich als falsch erwiesen hätte.

Ich hoffe, dass das *nicht* irgendwann
die Meinung der Mehrheit wird, sonst werde
ich gaaaanz schnell auswandern.

wohin? bislang ist europa der einzige ort, an dem es keinen
terrorismus marke al kaida gab und deswegen auch keine
handtaschen im einkaufszentrum geöffnet werden müssen.

Möglicherweise ist es ja gerade andersrum:
Weil bei uns die Staatskontrolle noch nicht
so extrem ist, gibts auch noch nicht so
viel Hass auf den Staat?

Übrigens: in welche Kaffeehäuser gehst Du denn?

israelische.

Wo, in Israel oder in Deutschland?
Wenn in D, werden dann auch die
Kunden durchsucht? (kann ich kaum glauben)

in einem nornalen gymnasium und einer normalen uni irgendwo in
mitteleuropa. lanparties wurden nicht geduldet. das
computerequipment wird vom staat zur verfügung gestellt zu
*lernzwecken*. wer lanparties feiern will, kann das doch
privat zuhause machen. dazu bringt jeder einen computer oder
laptop und netzwerkkarte mit und los gehts. übrigens: wir
hatten auch magnetkartenschlüssel im computerlab der uni. es
wurde überwacht, wer wann wo welches teil der nicht billigen
gerätschaften benutzte. wem das nicht paßt der soll seinen
eigenen computer zuhause benutzen (was i.a. geld kostet.)

Vielleicht war die Welt, als ich in der Schule
war noch freier und schülerfreundlicher.
Zu meiner Zeit gabs noch keine LAN-Parties,
aber andere Feste und Feiern waren immer
mal wieder in der Schule, als ich in der
Schule gearbeitet habe, habe ich als
Betreuungslehrer bei einer LAN-Party
Aufsicht gehabt.

Selbstverständlich waren da auch Ballerspiele
dabei, aber das Zusammenarbeiten bis das
Netz steht, die Organisation der Hardware
und von Keksen und Cola und das wieder
aufräumen hat die Schüler doch
sehr in Teamarbeit, in Führung, in Koordination
und Organisation trainiert.

Jetzt behaupte, dass das keine wünschenswerten
Lernziele sind!!!

Trotz sicher mehrerer 10.000 Euro teurer
Hardware und trotz *unkontrollierter* (!!!) Taschen
ist nichts, aber auch gar nichts geklaut
oder beschädigt worden!

Ich halte es für absolut selbstverständlich,
dass eine Schule für wie auch immer schulbezogene,
Parties

doomspielen ist also schulbezogen?

LAN-Party != DOOM !!!

Außerdem wirst Du auf einer LAN-Party
sicher kein so total veraltetes
Spiel finden :wink:

Gruss, Marco

Hi,

Wer seine Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu
gewinnen, wird am Ende beides verlieren.
(W.C.)

Politik ist die Kunst, soviel Freiheit wie möglich zu gewähren und gleichzeitig soviel Sicherheit wie nötig zu garantieren.

Je nach Situation sieht die Entscheidung anders aus. Am Flughafen hast du gar keine Freiheit, sogar die Privatsphäre ist nicht heilig. Manchmal muß man sich entkleiden und Beamte sehen die BH’s in deinem Koffer. Nein das ist nicht schön. Aber immer noch besser als eine Bombe an Bord.

Ich kenne kein *einziges* Beispiel, bei dem
dieser Satz sich als falsch erwiesen hätte.

Es gibt kein Entweder/Oder sondern nur graduelle Abstufungen von Freiheit und Sicherheit. Totale Freiheit ist Anarchie ohne jede Sicherheit. Totale Sicherheit ist Totalitarismus ohne jede Freiheit. Keines von beiden ist wünschenswert.

Möglicherweise ist es ja gerade andersrum:
Weil bei uns die Staatskontrolle noch nicht
so extrem ist, gibts auch noch nicht so
viel Hass auf den Staat?

Halte ich für reines Wunschdenken. Der Terror folgt keiner Logik. Er wird auch nicht beeinflußt durch irgendwelche „Staatskontrollen“ oder irgendwelche andere Dinge, die „der Westen“ tut oder nicht. Das ist der größte Irrtum der selbsternannten Terrorexperten am warmen Wohzimmersofa.

Wo, in Israel oder in Deutschland?

In Israel.

Wenn in D, werden dann auch die
Kunden durchsucht? (kann ich kaum glauben)

Jüdische Einrichtungen werden kontrolliert wie Kaffeehäuser in Israel. Ich durfte einmal eine Synagoge nicht betreten, da ich ein Schweizermesser dabeihatte. Das war vor mehr als fünf Jahren.

Jetzt behaupte, dass das keine wünschenswerten
Lernziele sind!!!

Es sind gar keine Lernziele, sondern soziale Kompetenzen. Die kann man auch anders erlernen als durch LAN-Parties :stuck_out_tongue_winking_eye:

LAN-Party != DOOM !!!

Außerdem wirst Du auf einer LAN-Party
sicher kein so total veraltetes
Spiel finden :wink:

Ja natürlich. Wir zocken auch bessere Sachen :smile: Doom war ja extrem blöd. Ich fand Descent sehr gut. Oder diese 3d Autorennen! Als Frau war ich immer die Henne im Korb bei diesen Events. Fand ich gut.

Gruß
datafox

Je nach Situation sieht die Entscheidung anders aus. Am
Flughafen hast du gar keine Freiheit, sogar die Privatsphäre
ist nicht heilig. Manchmal muß man sich entkleiden und Beamte
sehen die BH’s in deinem Koffer. Nein das ist nicht schön.
Aber immer noch besser als eine Bombe an Bord.

Ich habe selbst, als ich noch kleiner (und dümmer war :smile:
immer beim Fliegen mit Kumpels gewettet, wer
das größte Messer an Bord schmuggeln konnte.

Ich habe meistens gewonnen, und erwischt worden
ist *nie* einer von uns. Die unterbezahlen und
unterqualifizierten Sicherheitsangestellten
vermitteln *mir* überhaupt keine, aber auch
nicht das geringste Bischen an Sicherheit!

Ich kenne kein *einziges* Beispiel, bei dem
dieser Satz sich als falsch erwiesen hätte.

Es gibt kein Entweder/Oder sondern nur graduelle Abstufungen
von Freiheit und Sicherheit. Totale Freiheit ist Anarchie ohne
jede Sicherheit. Totale Sicherheit ist Totalitarismus ohne
jede Freiheit. Keines von beiden ist wünschenswert.

Da stimme ich Dir zu. Hinzuzufügen ist aber:
„Wehret den Anfängen!“
Will heißen, wer anfängt die Privatsphäre
verletzende Kontrollen zu akzeptieren ist
hat den erste Schritt zum Totalitären Staat
schon gemacht.

Auch das Akzeptieren als „notwendiges Übel“ ist
ein Akzeptieren!

Möglicherweise ist es ja gerade andersrum:
Weil bei uns die Staatskontrolle noch nicht
so extrem ist, gibts auch noch nicht so
viel Hass auf den Staat?

Halte ich für reines Wunschdenken. Der Terror folgt keiner
Logik. Er wird auch nicht beeinflußt durch irgendwelche
„Staatskontrollen“ oder irgendwelche andere Dinge, die „der
Westen“ tut oder nicht. Das ist der größte Irrtum der
selbsternannten Terrorexperten am warmen Wohzimmersofa.

Der Terrorkampf folgt aber auch keiner Logik.
„Lass nie einen verwundeten Feind zurück.“
(… denn sonst wird er sich Rächen)

Der Terrorkampf sticht aber immer nur ein
kleines bischen zu und stachelt immer mehr an.

Entweder ein Problem konsequent lösen, oder
konsequent nichts tun. Unsere Regierung
tut konsequent (fast) nichts, Eure tut,
zumindest für einen Aussenstehenden erscheint
es so, weder das eine noch das andere wirklich
konsequent.

Wenn in D, werden dann auch die
Kunden durchsucht? (kann ich kaum glauben)

Jüdische Einrichtungen werden kontrolliert wie Kaffeehäuser in
Israel. Ich durfte einmal eine Synagoge nicht betreten, da ich
ein Schweizermesser dabeihatte. Das war vor mehr als fünf
Jahren.

wow!
Auf den Besuch einer solchen Lokalität haette ich
überhaupt keine Lust.

Jetzt behaupte, dass das keine wünschenswerten
Lernziele sind!!!

Es sind gar keine Lernziele, sondern soziale Kompetenzen. Die
kann man auch anders erlernen als durch LAN-Parties :stuck_out_tongue_winking_eye:

Kann man, wird man aber sehr viel unwahrscheinlicher,
wenn eine solche Gelegenheit vergeudet wird.

Gruss, Marco

Hallo Marco,

Übrigens: in welche Kaffeehäuser gehst Du denn?

israelische.

Wo, in Israel oder in Deutschland?

In diesen Fällen hilft es, einen Blick auf die ViKa zu werfen: Namen anklicken und lesen, dann erfährt man ggfs. mehr über seinen Ansprechspartner.

Camilla

Hi,

immer beim Fliegen mit Kumpels gewettet, wer
das größte Messer an Bord schmuggeln konnte.

Ich habe meistens gewonnen, und erwischt worden
ist *nie* einer von uns. Die unterbezahlen und
unterqualifizierten Sicherheitsangestellten
vermitteln *mir* überhaupt keine, aber auch
nicht das geringste Bischen an Sicherheit!

Aha… ich mußte mir schon etliche Male Schweizermesser, Nagelfeilen, Nagelscheren, Pinzetten und andere kosmetische „Geräte“ per Post selbst nachschicken, weil ich solange durchsucht worden bin bis diese verdächtigen Objekte ans Tageslicht kamen. Der Super-GAU war einmal ein Aufkleber auf einem Koffer, der durch Scheuern wieder runterging. Es war ein OK-Kleber, der dann beim dritten Sicherheitsring gefehlt hat. Oh Gott, es gab einen Aufmarsch von Uniformierten… Peinlich! Oder das liegengelassene Schminkköfferchen, das von Robotern gesprengt wird? Gabs auch schon, zum Glück nicht bei mir! Die Sicherheit funktioniert! Sonst würde täglich ein Flieger entführt oder es gäbe dutzende Anschläge täglich. Du hast nur keine Ahnung wieviele Attentate ständig vereitelt werden… (besser nicht nachdenken! Auch in Deutschland!)

Will heißen, wer anfängt die Privatsphäre
verletzende Kontrollen zu akzeptieren ist
hat den erste Schritt zum Totalitären Staat
schon gemacht.

Sehe ich nicht so, solange garantiert ist, daß diese Kontrollen zur Unheilsvermeidung dienen. Und das ist ja wohl der Fall!

Auch das Akzeptieren als „notwendiges Übel“ ist
ein Akzeptieren!

Was wäre die Alternative?

Der Terrorkampf folgt aber auch keiner Logik.
„Lass nie einen verwundeten Feind zurück.“
(… denn sonst wird er sich Rächen)

Es ist eine Mentalitätssache. Der Westen kapiert die orientalische Mentalität von Ehre und Tod nicht.

Der Terrorkampf sticht aber immer nur ein
kleines bischen zu und stachelt immer mehr an.

Du meinst man sollte ein für allemal Schluß damit machen? Wie?

Entweder ein Problem konsequent lösen, oder
konsequent nichts tun. Unsere Regierung
tut konsequent (fast) nichts, Eure tut,
zumindest für einen Aussenstehenden erscheint
es so, weder das eine noch das andere wirklich
konsequent.

An das „konsequent“ will ich nicht denken. Es wäre ein Bürgerkrieg, der in einer Vertreibung auf beiden Seiten endet, eine „ethnische Säuberung“ ungeahnten Ausmaßes…

Gruß
datafox

Hallo Datafox,

Aha… ich mußte mir schon etliche Male Schweizermesser,
Nagelfeilen, Nagelscheren, Pinzetten und andere kosmetische
„Geräte“ per Post selbst nachschicken, weil ich solange
durchsucht worden bin bis diese verdächtigen Objekte ans
Tageslicht kamen.

Ich denke die Intensität der Sicherheitsüberprüfung ist stark davon abhängig von wo und wohin man fliegt. Auf typischen „Pendlerstrecken“ (z.B. Hamburg-London, die kenn’ ich ganz gut) ist die Security wohl eher lasch. Auf einer hypothetischen Strecke Baghdad-Tel Aviv würde man wohl schneller mit dem Auto unterwegs sein. :smile:

Will heißen, wer anfängt die Privatsphäre
verletzende Kontrollen zu akzeptieren ist
hat den erste Schritt zum Totalitären Staat
schon gemacht.

Sehe ich nicht so, solange garantiert ist, daß diese
Kontrollen zur Unheilsvermeidung dienen. Und das ist ja wohl
der Fall!

Aber da ist eben das Problem. In einem totalen Überwachungsstaat würde es fast gar keine geplanten Verbrechen mehr geben. Ist sowas wünschenswert?

Der Terrorkampf folgt aber auch keiner Logik.
„Lass nie einen verwundeten Feind zurück.“
(… denn sonst wird er sich Rächen)

Es ist eine Mentalitätssache. Der Westen kapiert die
orientalische Mentalität von Ehre und Tod nicht.

Nicht mehr. Früher gab es hier ganz ähnliche Vorstellungen (und auch noch ganz andere), sind alle in einen Einheitsbrei wegrationalisiert worden.

Grüße,

Anwar

Sicherheit funktioniert! Sonst würde täglich ein Flieger
entführt oder es gäbe dutzende Anschläge täglich. Du hast nur
keine Ahnung wieviele Attentate ständig vereitelt werden…
(besser nicht nachdenken! Auch in Deutschland!)

Nö, weil die Attentäter ebenfalls ganz
ungewöhnlich blöd sind.

Stell dir mal vor, die RAF hätte die Man-Power
der El-Kaida gehabt.

Sehe ich nicht so, solange garantiert ist, daß diese
Kontrollen zur Unheilsvermeidung dienen. Und das ist ja wohl
der Fall!

Das ist Aufgeben von Freiheit, um Sicherheit zu gewinnen.

Auch das Akzeptieren als „notwendiges Übel“ ist
ein Akzeptieren!

Was wäre die Alternative?

Dagegem ankämfen?
Sicherheit austricksen?
Ließ ein beliebiges Anfänger-Zauberbuch
Deiner Wahl :smile:

Ich *weiss*, dass und wie man verschiedene
recht verünftige Waffen durch die
Sicherheit schmuggeln *könnte*.
Nicht das zu tun, sondern schon
dieses Wissen allein ist Freiheit.

An das „konsequent“ will ich nicht denken. Es wäre ein
Bürgerkrieg, der in einer Vertreibung auf beiden Seiten endet,
eine „ethnische Säuberung“ ungeahnten Ausmaßes…

Ganz genau.

Aber eine „Endlösung“ welcher Seite auch immer,
würde so viel Schuld auf das gewinnende
Volk laden, dass auch das kein „Erfolg“ wäre.

Der Konflikt wird so lange weiter gehen, bis
beide Parteien ihre Macht an eine höhere Macht
abgeben (müssen). Eine solche Macht ist aber
(zum Glück!!!) nicht in Sicht.

Gruss, Marco