Bitte nicht so, wie die beschriebene junge Dame hier:
/t/mal-ein-friedliches-thema/4458533
Eher so, wie man es vor vielen hundert Jahren schon anwies:
_Nirgends hin als auf den Mund,
da sinkt’s in des Herzens Grund.
Nicht zu frei, nicht zu gezwungen,
nicht mit gar zu faulen Zungen.
Nicht zu wenig, nicht zu viel,
beides wird sonst Kinderspiel.
Nicht zu laut und nicht zu leise,
bei dem Maße die rechte Weise.
Nicht zu nahe, nicht zu weit,
dies macht Kummer, jenes Leid.
Nicht zu trocken, nicht zu feuchte,
wie Adonis Venus reichte.
Nicht zu harte, nicht zu weich,
bald zugleich, bald nicht zugleich,
nicht zu langsam, nicht zu schnelle,
nicht ohn’ Unterschied der Stelle.
Halb gebissen, halb gehaucht,
halb die Lippen eingetaucht,
nicht ohn’ Unterschied der Zeiten,
mehr alleine denn bei Leuten.
Küsse nun ein jedermann,
wie er weiß, will, soll und kann.
Ich nur und die Liebste wissen
wie wir uns recht sollen küssen._
Ach, war das damals noch schön. Da war Böhmen noch bei Östreich und Fitz wurde noch mit o geschrieben.