Zur Abgeltungssteuer

Hallo zusammen,
diesen Artikel hier finde ich extrem interessant:

http://www.yeald.de/Yeald/a/46411/abgeltungssteuer_b…

Sollte die Steuer 2009 wirklich in dieser Form kommen, dann wird das Altersvorsorgesparen noch schwieriger. Wie soll man denn in den kommenden 23 Monaten wissen, auf welche langfristig vermeintlich sicheren Investitionspferde man setzen soll, speziell im Aktien-/Fondsbereich…?

Was meint Ihr dazu?

LGT

Hallo,

Hallo zusammen,
diesen Artikel hier finde ich extrem interessant:

http://www.yeald.de/Yeald/a/46411/abgeltungssteuer_b…

Sollte die Steuer 2009 wirklich in dieser Form kommen, dann
wird das Altersvorsorgesparen noch schwieriger. Wie soll man
denn in den kommenden 23 Monaten wissen, auf welche
langfristig vermeintlich sicheren Investitionspferde man
setzen soll, speziell im Aktien-/Fondsbereich…?

Was meint Ihr dazu?

nun der Artikel ist erstmal eine Meinungsäußerung wie viele.
Nicht mehr oder weniger.

Man kann über vieles in dem Getzesvorhaben streiten, allerdinsgs, was schon verwundert ist, dass viele geradezu eine Panische Angst haben Steuern zu zahlen.
Erstens bedeuten viele Steuern zu zahlen auch bei einer Abgeltungssteuer, dass du viele Gewinne erzielt hast.
Zweitens sollte man nicht vergessen, das auch Verluste gegengerechnet werden können.

Jetzt wird vermutlich die Diskussion erst richtig hier entbrennen .-)))

Gruss
Börsenfan1968

Moin,

Diskussion hin oder her, auf jeden Fall ist es Schwachsinn hirnrissig nicht nachvollziehbar, dass man fuers Alter vorsorgen soll und wenn man das tut, mit 25% Steuern belohnt wird.

Ralph

2 „Gefällt mir“

Hallo
Ein Sternchen hast du dir verdient .Was interessiert es dem Staat wieviel zinsen die bürger von ihren Banken bekommen ??

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Tausend Dank rai,

ich hoffe jetzt nur, dass ich mit jedem Sternchen auf diesen Artikel ein Prozent weniger zahlen muss :smile:)

Die Schlussfolgerungen bezüglich
der Trader gegenüber dem Langfristanleger:

Wen man einen euro anlegt, das Papier steigt
in 3 Jahren um 50 %, so ist das eine
jährliche Rendite von 14,447%.
50 Cent hat man gewonnen, 12,5 Cent muss man
Steuern bezahlen. 1,3750 euro bleiben über.

14,47% 3 Jahre 1,5000 0,50 0,125 1,3750

Wenn man jährlich glattstellt, ergibt sich im dritten Jahr
auch 1,3625 Euro also 36,25% statt 37,5% mehr

Rendite pa_________1,14471424 1,14471424 1,14471424
Einsatz____________1,00000000 1,10853568 1,22885135
Jahresendsumme_____1,14471424 1,26895658 1,40668364
Profit vor Steuer__0,14471424 0,16042090 0,17783229
Steuer_____________0,03617856 0,04010522 0,04445807
Profit nach Steuer_0,10853568 0,12031567 0,13337422
Neuer Einsats______1,10853568 1,22885135 1,36222557

Wenn man 10 Jahre lang 30% p.a. macht
hat man als Trader das 9,32 fache
als Langfrister das 10,58 fache
Sauerei find ich diese US-nachgeahmte
Capital Gain Tax, aber 10% höher,
ohne Verluste gegen andere einkommen
(zumindest begrenzt) gegenrechnen zu können.

Bei einem Riestervertrag wird ja der Betrag bei Auszahlung sowieso versteuert. Heißt das dann, dass man bei einem Riester-Fondssparplan zweimal steuern zahlt?

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

genau!
deswegen erstaunt (und verärgert) mich das doch sehr…

im Gegentum sollte man dann doch wenigstens den Freibetrag auf alte Höhen drehen. oder?

Nun immer mal langsam
Hallo seventh_son

Bei einem Riestervertrag wird ja der Betrag bei Auszahlung
sowieso versteuert. Heißt das dann, dass man bei einem
Riester-Fondssparplan zweimal steuern zahlt?

Nun immer mal langsam .-)). Man sollte dass bitte nicht alles über einem Kamm scheren.
Man kann sich ja gerne aufregen über alles was Politiker machen, aber bitte nicht so pauschal, wie einige hier, muss doch nicht sein.

Man muss da schon unterscheiden:
Also auch schon bisher sind alle Kapitalerträge, die über den Freistellungsauftrag gehen zu versteuern.

Bei Riesterverträge müssen auch heute schon die Kapitalerträge „nicht“ versteuert werden, deshalb ist dafür auch kein Freistellungsauftrag nötig.

Was die Kursgewinne – verluste angeht gilt folgendes zur Zeit:
Realisiert der Fonds diese Gewinne, bleiben sie steuerfrei, selbst wenn die Aktien innerhalb eines Jahres veräußert werden

Ob dies so blieben wird, ist noch nicht abschließend geklärt.

Wenns auch dies so bleibt wie bisher ändert sich garnix, und du bei einem Riestervertrag in der Ansparphase auch weiterhin steuerlich nicht belastet.
Dieser Effekt macht über die lange Laufzeit sehr viel aus.

Gruss
Börsenfan1968

keine Panik und nun mal zu den Details !!!
Hallo,

Man muss da schon unterscheiden zwischen
Kapitalerträge und Kursgewinne – verluste

Auch schon bisher sind alle Kapitalerträge, die über den Freistellungsauftrag gehen zu versteuern.

„Zinserträge“ werden nach dem aktuellen Planungsstand mit der Neuregelung besser gestellt als bisher. (persönlicher Steuersatz höchstens aber 25%)

„Dividendenerträge“
Wenn es zur Abschaffung des Halbeinkünfteverfahrens kommt bedeutet dies in der Tat eine höhere Besteuerung.
Aber erstens ist noch gar nicht klar, ob dies passiert, zweitens erfolgt eine Senkung der Steuer auf Unternehmensebene, die an der Aktionäre weitergegeben werden kann.

Aber in diesem Falle ist noch nichts entscheiden. „So wird derzeit erwogen, das sogenannte Halbeinkünfteverfahren nicht ersatzlos abzuschaffen, sondern durch ein Teileinkünfteverfahren zu ersetzen. Ausgeschüttete Gewinne wären demnach zu 60 Prozent zu versteuern“

Zusammen mit der Senkung auf Unternehmensebene und 25% Abgeltungsteuer würden sich dann sogar viele Anleger besser stellen.

Was die Kursgewinne – verluste angeht ist die Diskussion auch noch im vollen Gange.

Und da muss man als Anleger auch im Hinblick auf Fondssparpläne (Riester wird vermutlich wie bisher nicht davon betroffen sein) auspassen was beschlossen wird.

Gruss
Börsenfan1968

Generell ist aus meiner Sicht ein Abgeltungssteuer zu begrüßen. Das ganze System wird dadurch übersichtlicher und auch für Laien durchschaubar.

In der Form wie die ABgeltungssteuer bisher diskutiert wird, sehe ich aber ein risengroßes Problem, insbesondere für Langfristanleger. Dies wird am besten an einem Beispiel verdeutlicht:

Jemand legt 10000 EUR in Aktien oder einen Aktienfonds an und hält den Fonds 20 Jahre. Der Kursgewinn beträgt durchschnittlich 6% p.a., aus der Anlage werden also ca. 32071 EUR. Es wird also ein Kursgewinn von 22071 EUR realisiert. Bei einem Steuersatz von 25% fallen darauf 5517 EUR Steuern an, es bleiben also nach Steuern noch 26554 EUR fürs Alter übrig.
Auf den ersten Blick ist das noch ein ganz passables Ergebnis, aber:
Bei einer angenommenen Inflation von 3% p.a. sind die 22071 EUR real zu heutigen Preisen nur noch 12220 EUR Wert. Das macht eine Realrendite von nur noch 1% p.a. über 20 Jahre. Da wäre die Anlage in sicheren Staatsanleihen vermutlich rentabler (auch nach Steuern).

Meine Meinung:
Abgeltungssteuer ja, aber die Spakulationsfrist darf nicht fallen, andernfalls würde die Inflation besteuert, und sowas kann nicht sein.

Generell ist aus meiner Sicht ein Abgeltungssteuer zu
begrüßen. Das ganze System wird dadurch übersichtlicher und
auch für Laien durchschaubar.

In der Form wie die ABgeltungssteuer bisher diskutiert wird,
sehe ich aber ein risengroßes Problem, insbesondere für
Langfristanleger. Dies wird am besten an einem Beispiel
verdeutlicht:

Vielleicht solltest Du das Beispiel mal mit jemandem rechnen, der 20 mal für ein Jahr oder 10 mal für zwei Jahre anlegt. Bei realistischen Annahmen kommt da im Zweifel sogar noch eine geringere Rendite raus.

Die Streichung der Spekulationsfrist von einem Jahr ist in jedem Fall absoluter Hirnriß. Einerseits fördert der Staat private Altersvorsorge mit kaum durchschaubaren Programmen, die nach politischen Eintagsfliegen benannt wurden, andererseits aber wirft man der privaten Altersvorsorge ständig neue Knüppel zwischen die Beine (man denke nur an den von früher 6100 DM auf heute 801 Euro eingedampften Sparerfreibetrag).

Da inzwischen wohl einige tausend Menschen mit der Verwaltung von Rürup- und Riester-Rente sowie der Überwachung der betrieblichen Altersvorsorge beschäftigt sind, könnte man meinen, dem Staat ginge es bei der ganzen Veranstaltung nicht um die vernünftige Altersvorsorge der Bürger sondern um die Schaffung von Arbeitsplätzen.

Gruß,
Christian