Zur eigentlichen Frage

Ein moderner Krieg ist sicher auch ein Handelskrieg. So wurden z.B. im 1.WK die deutschen Patente in den USA enteignet. Darum ist Bayers Aspirin dort so billig.

Andererseits ist gerade die Diskussion aufgekommen, inwieweit die USA an der deutschen Rüstung des 2.WK mitverdient haben. Sowohl die Ford- als auch die Opel(=GM)-Werke haben offensichtlich bis zuletzt an ihre Konzernmütter über die Schweiz Gewinne abgeführt.
Dazu kommt noch der Fall IBM, deren Rechmaschinen bei der Erfassung der Juden verwendet wurden.

Ich würde also antworten: Rationalerweise ist ein Krieg in der modernen Handelswelt völlig unsinnig. Niemand gewinnt dadurch. Selbst die Sieger der beiden Weltkriege waren wirtschalftlich am Boden (ausgenommen die USA). Aber was nützt rationale Argumentation bei Typen wie Hitler?

Andreas

Stell die eigentliche Frage!

Lieber Andreas,

eigentlich hast Du keine Frage, son-
dern stellst Deine Wahrnehmung dar.

Deine Wahrnehmung ist entsprechend
eigen.

„Handelskrieg“ ist keine Form „moder-
ner“ Kriegsführung, weil es diese schon
„immer“ gab.
„Handelskrieg“ ist der erste der vormili-
tärischen Schritte in einer unausgespro-
chenen Konkurrenz, welche Krieg zur Folge
haben KANN. Strategisch testet ein „Han-
delskrieg“ allein das Potential des Geg-
ners aus - bestenfalls bis zum „Ausbluten“.
(Beispiel A-„positiv“: Nordkorea
Beispiel B-„negativ“: Taiwan.)

KRIEG ist etwas anderes. „Handelskrieg“ ist
nur die Metaphorik, welche Kleinökonomen gern
untereinander gebrauchen (vgl. „Wallsttreet“
etc.).
KRIEG ist seit der 2ten Hälfte des 20sten Jhd.´s
eine „politische“ Angelegenheit. Je ausgepräg-
ter eine Demokratie ist, desto unanfälliger ge-
genüber wirtschaftlicher Vereinnahmung.

Die Beispiele sind spaßig (Aspirin ist aus ande-
ren Gründen in den US billiger; Opel und Ford sind
in Deiner Darstellung das Gegenteil von Teilnehmern
an einem „Handelskrieg“ - zurecht!; die IBM-Rechenma-
schinen wurden bei IBM-Deutschland erfunden!?!..)


Ich würde also antworten: Rationalerweise ist ein Krieg in der
modernen Handelswelt völlig unsinnig. Niemand gewinnt dadurch.
Selbst die Sieger der beiden Weltkriege waren wirtschalftlich
am Boden (ausgenommen die USA). Aber was nützt rationale
Argumentation bei Typen wie Hitler?


  1. Du antwortest auf welche (ungestellte) Frage?
  2. Die Harmonie von „moderner Handelswelt“ und Krieg muß sich
    Dir (der Du so viele Fächer studiert hast) ja nicht erschlie-
    ßen (Erkenntnis korrespondiert nicht automatisch mit dem Grad
    an Selbstdarstellung).
    „Unsinnig“ ist der naive Glaube „Niemand gewinnt dadurch“.
    Westdeutschland und die Westalliierten sind ökonomisch gestärkt
    aus dem 2ten WK hervorgegangen. „Am Boden“ war wirtschaftlich
    die UdSSR (weshalb sie die DDR so ausplünderte).
  3. Du hälst Hitler für nicht rational? „Spaßig“! Dich selbst
    hälst Du wofür?

Dein Bild vom Krieg ist sehr Keeno.
Dein Wirtschaftsverständnis sehr naiv.

x-nada

gehört zu ‚Kriegszustand und Handelsbeziehungen‘
ist mir leider verrutscht.

Andreas