zurück als nicht zustellbar

Hallo,
Eine nicht zustellbare E-Mail kommt normalerweise umgehend mit entsprechendem Vermerk zum Absender zurück.
Meist wegen eines Schreibfehlers.
Kann auch ein Empfänger eine E-mail nach Tagen auf diese Weise (nicht zustellbar) zurücksenden? Ist dies technisch möglich?
Ich hatte jetzt nach 4 Tagen einen solchen Fall obwohl die Adresse absolut richtig eingegeben war.
Danke für Eure Hilfe!

Hallo,

meinst du damit eine „gefälschte“ Unzustellbarkeits-Nachricht?
Das wäre möglich.

Es ist aber auch möglich, dass die Fehlermeldung erst später kommt, wenn das Mail-System des Empfängers bspw. offline/nicht erreichbar war.

Gruß,
Steve

Ich meine damit eine Mail (unangenehm für den Empfänger), die der Empfänger absichtlich so kennzeichnet und zurückschickt um so zu tun, als ob ihn diese nicht erreicht hat.
Das war vor einigen Wochen mit demselben Empfänger schon einmal so gelaufen, Die „nicht zustellebare“ Mail kam ebenfalls nach mehreren Tagen zurück.
Auf erneute Anfrage wurde mir jedoch der Erhalt bestätigt.
Das kommt mir doch seltsam vor!

Danke und noch ein schönes Wochenende!

Hallo!

Unzustellbare Mails kommen sofort zurück, wenn der Empfängerserver online ist, und sofort meldet, daß z.B. die Empfänger-Adresse nicht existiert, dessen Postfach voll ist, etc.

Sie können aber auch nach mehreren Tagen, und 4-5 Tage sind da normal, zurück kommen, und zwar dann, wenn der Empfängerserver offline ist. Dann versucht dein Server mehrere Tage, ihn doch noch zu erreichen, und gibt dann erst auf. Eine Ursache könnte sein, daß der Teil hinter dem ‚@‘ falsch geschrieben ist, denn das ist die Serveradresse.

Normalerweise steht aber in der Nachricht auch drin, warum die ursprüngliche Mail nicht zugestellt werden konnte.

Natürlich kann dir jemand eine gefälschte Mail dieser Art schicken. Das lässt sich aber entlarven, wenn man in den Quelltext der Mail (Thunderbird: STRG+u) guckt. Im Header steht bei ner echten Mail sowas:

Return-Path: <>
Received: from mout-bounce.gmx.net ([212.227.15.46]) by mx-ha.gmx.net
(mxgmx111 [212.227.17.5]) with ESMTPS (Nemesis) id xxxxxxxxxxxxxxxx
for XXX@gmx.de; Sun, 04 Mar 2018 20:42:12 +0100
Received: from mda by mogmx001.server.lan id xxxxxxxxxxxxxxxxxx
Sun, 04 Mar 2018 20:42:12 +0100
Date: Sun, 04 Mar 2018 20:42:12 +0100
From: „GMX Mailer Daemon“ mailer-daemon@gmx.de
To: XXX@gmx.de
Subject: Mail delivery failed: returning message to sender
MIME-Version: 1.0

Diese Mail hat keinen Return-Path.
Sie wurde erstmalig von einem Server namens mogmx001.server.lan empfangen, der die Mail an den Server mout-bounce.gmx.net weiter geleitet hat. (Man muß das von unten nach oben lesen).
„bounce“ heißt „zurückprallen“, und taucht im Mail-Bereich genau bei diesen unzustellbaren Mails auf. Daher klingt mout-bounce.gmx.net schonmal richtig. Die Nachricht ist authentisch.

Falls der Return-Path NICHT leer ist, und ggf. noch Bezug zum Empfänger hat, und wenn die unterste Received-Linie auch irgendwie so aussieht, als käme sie von einem Rechner oder einem Webinterface, dann wäre das schon sehr suspekt. Aber grade letzteres erfordert noch ein wenig Spürsinn, um zu erkennen, wer die Mail tatsächlich geschrieben hat.

Funktioniert nicht, wenn der Empfänger dieser Fakemail auch nur die geringste Ahnung von der Technik des Mailverkehrs hat.

Und damit fällt das natürlich auch für jegliche rechtliche Auswirkung aus.

Nein, nicht „normalerweise“.
Bei den meisten unzustellbaren Mails kommt gar keine Nachricht.

Ja.

Dann ist bei Dir oder bei Deinem Provider gewaltig etwas kaputt. Entweder Mails werden zugestellt (und sei es auch nur in den Spam-Ordner) oder der Mail-Server hat eine Fehlermeldung darüber zu machen, die an den Absender zurück geht.

Alles andere ist total kaputt, verstößt gegen einschlägige RFC (etwa RFC 5321 , Abschnitt 4.2.5) und sollte bei einem Provider mit auch nur irgendeinem Anspruch an sich nicht vorkommen.

Und ja, normalerweise klappt das.

Sebastian

1 Like

Das würde ich gerne mal sehen, was da ganz konkret für eine Meldung kam.

Ich kann mir Szenarien vorstellen, in denen so etwas vorkommt, aber da ist dann schon gehörig was kaputt.

Sebastian

Hi,

Beim Mailprogramm von Apple gibt oder gab es eine Option, mit der man ein Mail „zurückweisen“ kann. D. h. es wird eine Fake-Fehlermeldung generiert, die den Eindruck erweckt, daß die Nachricht nicht zugestellt werden konnte. Wie leicht das für eine Fachperson zu durchschauen ist, kann ich allerdings nicht sagen.

Ggf. hat Dein Adressat so etwas benutzt?

Gruß T