hi alle zusammen,
ich (m, 35) wollt mal ein paar Meinungen hören von euch, zu dem Thema „auf nach osten“, denn ein paar unvoreingenommene Meinungen sind immer gut, um sich ein Bild zu machen.
Es ist also so, das ich aus Ostdeutschland bin (Frankfurt Oder) und vor ca 10 Jahren nach BW gegangen bin. Hier hab ich jetzt Arbeit und lebe eigentlich nicht schlecht.Frau und Kinder sind nicht vorhanden und auch keine andere „schwerwiegende“ Bindung.
Nur irgendwie zieht mich die Heimat wieder in seinen Bann. War jetzt ein paar mal „drüben“ und sehe Landschaft und Leute irgendwie anders. Angenehmer halt. Es ist schön mal dort zu sein, zumal auch der Bekanntenkreis größer ist als hier in BW.
Nun stellte sich für mich die Frage „Willst du wieder zurück?“. Aber ich bin nicht sicher, ob ich die wirtschaftliche Geborgenheit hier gegen eine vielleicht unsichere Zukunft gen Osten aufgeben soll. Mir ist schon klar, das es zwei Welten sind, dennoch ist da irgendwas was mich aufbrechen lassen würde.
Vielleicht denken ja manche ähnlich oder waren auch in solchen Situationen und können mir hier und da ein paar Denkanstöße geben.
vielen Dank…
Standard in Botswana (bw) tiefer
Hallo, André
Im Vergleich zu Botswana (bw) ist es bestimmt selbst im Osten Deutschlands besser …
Gruss
Adam
Ach Adam…es ist richtig das Botswana nach ISO 3166 das Kürzel BW hat. Ich dachte man erkennt, das sich mein Hin und her innerhalb von Deutschland abspielt.
Aber für die die es detailierter brauchen - BW heißt Baden Würrtemberg und Frankfurt Oder ist eine Stadt im Bundesland Brandenburg.
Für alle die diese Erläuterung nicht brauchen - yeah…herzlichen Glückwunsch. Ihr seid die Besten… 
aber danke für den Hinweis…
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Für alle die diese Erläuterung nicht brauchen -
yeah…herzlichen Glückwunsch. Ihr seid die Besten… 
wissen wir 
mein rat: wenn du die chance hast, in ff deinen lebensunterhalt zu bestreiten, dann gehe zurück.
viel erfolg
ann
aaah…ein Profi. Kommt gleich mit Kürzeln vom Nummerschild.
Cool.
Meinst du denn, ich würde hier in der Ferne früher oder später versauern, wenn ichs nicht tue?? Hast du ähnliches durchgemacht?
lg…Andre
wissen wir 
mein rat: wenn du die chance hast, in ff deinen
lebensunterhalt zu bestreiten, dann gehe zurück.
viel erfolg
ann
aaah…ein Profi. Kommt gleich mit Kürzeln vom Nummerschild.
) Cool.
womit komme ich? wo habe ich was von nummerschild gesagt?
Meinst du denn, ich würde hier in der Ferne früher oder später
versauern, wenn ichs nicht tue??
ja, das meine ich. und bei all den fakten, die du genannt hast, gibt es keinen grund, dort zu bleiben (außer dem broterwerb vielleicht).
Hast du ähnliches
durchgemacht?
ja, nur umgekehrt: ich bin in die ferne gezogen, weil mich in der alten heimat nichts mehr hielt. hab mir an meinem wunschwohnort einen job gesucht und bin dorthin übergesiedelt.
schöne grüße
ann
‚Geh, wohin dein Herz dich trägt‘
Hallo André,
hättest du deine Frage in einem anderen Brett gestellt, hättest du sicherlich mehr „vernünftige“ Antworten erhalten.
Grundsätzlich bin ich jemand, der anderen dazu rät, den Sprung ins kalte Wasser zu wagen … neue Ufer zu erkunden…
Mit 33 habe ich wegen einer Arbeitsstelle die Stadt gewechselt. Die Arbeit habe ich geliebt, ich bin jeden Tag gerne hin. Soziale Kontakte habe ich nie richtig aufgebaut und schmerzlich vermisst. Nach drei Jahren bin ich, ohne eine neue Arbeitsstelle zu haben, zurück an den Ort meiner Sehnsucht. Hier habe ich nun wieder meine sozialen Kontakte, die ich sehr genieße, aber auch das vierte Jahr eine Arbeitsstelle, auf der ich nicht sonderlich glücklich bin.
So manches mal habe ich bereut, dass ich nicht die Geduld hatte mit der Kündigung zu warten, bis ich eine neue Arbeitsstelle in meinem favorisierten Bereich gefunden habe.
Soll heißen,
ich denke, soziale Kontakte und Freunde sind sehr wichtig für das Wohlbefinden. Eine Arbeitsstelle allerdings auch.
Auf dem Arbeitsmarkt ist es mit 35 nicht mehr so einfach wie mit 20 und 2008 nicht mehr so einfach wie in den 80er-Jahren.
Speziell im Osten sieht es mit Arbeitsstellen ja nicht besonders rosig aus.
Daher würde ich dir raten, bewirb dich von hier aus in Frankfurt O.!
Warte mit deinem Umzug, bis du dort eine Arbeitsstelle gefunden hast! Ich weiß, dass das sehr nervig sein kann, wegen eines Vorstellungsgespräches diese weite Strecke zu pendeln. Aber ich würde dir aufgrund deines Alters und der allgemeinen Arbeitsmarktlage definitiv davon abraten, aufs Gerade wohl hier alles abzubrechen. Auch, weil Arbeitgeber das nicht so gerne im Lebenslauf sehen.
Was die andere Seite betrifft, wie bereits gesagt: Wenn du dich danach sehnst, in deine alte Heimat zurück zu kehren, dann tue es! Wenn du hier nämlich erstmal familiär gebunden bist, wird dir ein Umzug nach „drüben“
noch viel schwerer fallen wenn nicht gar unmöglich gemacht.
Viel Glück wünscht dir
jeanne
womit komme ich? wo habe ich was von nummerschild gesagt?
keine panik…aber du hast „FF“ geschrieben vorher und das ist das Kürzel für Frankfurt/Oder auf den kennzeichen.
ja, das meine ich. und bei all den fakten, die du genannt
hast, gibt es keinen grund, dort zu bleiben (außer dem
broterwerb vielleicht).
ja nur…ich meine, das ist doch echt existeziell oder? WENN ich dort einen Job bekomme, muss ich finanziell zurückfahren. Und das bestimmt ordentlich. Die löhne sind dort immernoch geringer und Polen ist auch nicht weit.
Ich meine, es ist hier schon schön, wo ich gerade bin, nur eben emotional ziehts mich schon wieder zurück irgendwie. Vielleicht hab ich einfach genug gesehen.
Sollte man also früher oder später den Emotionen folgen oder?
lg…
Andre
hättest du deine Frage in einem anderen Brett gestellt,
hättest du sicherlich mehr „vernünftige“ Antworten erhalten.
ach Ann macht das schon ganz gut und ich fühl mich verstanden…
Soziale Kontakte habe ich nie richtig aufgebaut und
schmerzlich vermisst.
ich glaub fast, als „Erwachsener“ stellt man sich da echt zu doof an oder? Ich meine, es geht echt vielen so, die in eine andere Stadt gezogen sind. Es werden selten soziale Kontakte hergestellt, wie man sie aus der „Heimat“ her kennt. Komisch. ich glaub wir denken zu viel …
Hier habe ich nun wieder meine sozialen Kontakte, die ich sehr
genieße, aber auch das vierte Jahr eine Arbeitsstelle, auf der
ich nicht sonderlich glücklich bin.
Vielleicht muss die Priorität einfach woanders liegen.Seelenheil usw JA und der rest danach. So auch der Job. Letzlich ist es nur dazu da, um seine Kosten zu tragen.
Auf dem Arbeitsmarkt ist es mit 35 nicht mehr so einfach wie
mit 20 und 2008 nicht mehr so einfach wie in den 80er-Jahren.
Speziell im Osten sieht es mit Arbeitsstellen ja nicht
besonders rosig aus.
Daher würde ich dir raten, bewirb dich von hier aus in
Frankfurt O.!
Warte mit deinem Umzug, bis du dort eine Arbeitsstelle
gefunden hast! Ich weiß, dass das sehr nervig sein kann, wegen
eines Vorstellungsgespräches diese weite Strecke zu pendeln.
Aber ich würde dir aufgrund deines Alters und der allgemeinen
Arbeitsmarktlage definitiv davon abraten, aufs Gerade wohl
hier alles abzubrechen. Auch, weil Arbeitgeber das nicht so
gerne im Lebenslauf sehen.
So hatte ich das auch gedacht. Von hier aus bewerben und dann zuschlagen. Aber du machst mir echt Angst. Wie du das so sagst…Mit 35…usw. *grins*. Spass …ich versteh das schon richtig.
Was die andere Seite betrifft, wie bereits gesagt: Wenn du
dich danach sehnst, in deine alte Heimat zurück zu kehren,
dann tue es! Wenn du hier nämlich erstmal familiär gebunden
bist, wird dir ein Umzug nach „drüben“
noch viel schwerer
fallen wenn nicht gar unmöglich gemacht.
Das ist mal Fakt. definitiv.Noch ist eigentlich alles kein problem und ich hoff, das ich es in den kommenden 12 Monaten realisieren kann.
Danke!
lg…Andre
Hallo,
zuerst einmal würde ich in Deiner Heimat nach Arbeit suchen.
Erst, wenn Du diese gefunden hast, mit unterschriebenem Vertrag (!!!), solltest Du die Rückkehr wagen.
Alles andere währe grob fahrlässig.
Gerade in Ostdeutschland hat sich eine Unternehmenskultur herausgebildet, in der die Angestellten die Bittsteller sind. Ich habe hier schon Dinge erlebt, die gehen auf keine Kuhhaut.
Man muss schon großes Glück haben, im Osten eine Stelle zu finden, wo das meiste wirklich passt.
Ich arbeitete auch eine Zeit lang im Westen, habe mich aber nie wirklich wohl da gefühlt. Erst nachdem ich im Osten wieder einen Vertrag hatte, bin ich zurückgekehrt.
Aber ich musste leider feststellen, dass sich an der Unternehmenskultur hier nicht wirklich was geändert hat. Man sitzt quasi immer wieder irgendwie auf dem Schleudersitz. Aber zuindest das Umfeld (Familie, Freunde) war es wert.
Also, überlege es Dir gut. Gerade Frankfurt/Oder ist nicht gerade eine boomende Region. Die Nähe zu Polen macht alles noch schwieriger.
Alles Gute.
Frank
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Gerade in Ostdeutschland hat sich eine Unternehmenskultur
herausgebildet, in der die Angestellten die Bittsteller sind.
au ja…das kommt ja auch noch dazu. Stimmt. „du großer Unternehmer - Ich nix“
Bin gespannt wenn das mal aufhört. Dieses Kindergartengetue…
Aber danke…
hallo andre,
kein Rat, sondern nur ein Hinweis:
Ich bin nach 12 Jahren zurück in den Osten und nun wieder auf dem Sprung zurück in den Westen, mir fehlt „nur noch“ der passende Job in der Wunschgegend…
Nach 10 Jahren kommt man nicht so einfach „zurück“. Bei mir hat sich der Freundeskreis, der all die Jahre noch bestanden hat, doch sehr entfernt - man trifft sich zwar ab und an, aber hat sich doch weniger zu sagen (als wenn man mal im Urlaub da ist). Die einen haben inzwischen selbst Familie und eigene Freundeskreise und manch einer sieht das Zurückkommen auch als Aufgeben (so wie das Weggehen grob übertrieben als „Verrat an der Heimat“ dargestellt wurde). Tja und mit zeitintensivem Job (ohne Arbeitsvertrag bloss nicht wechseln, aber den Tipp hattest du ja schon)ist es dann auch nicht so einfach, neue Leute kennen zu lernen - schon gar nicht, wenn man aus dem „Westen“ kommt… Wenn du dann noch wegen deiner „West-“ Berufserfahrung einen gutbezahlten Job findest, kommt noch Neid dazu…Ich weiß, es ist nicht durchgehend so, es gibt auch viele klar denkende Menschen hier, aber ich finde die Vorurteile, die es hier teilweise gibt, schon heftig und wesentlich schlimmer, als die im Westen gegen „Ossis“.
Muss natürlich bei dir nicht so sein, aber bedenken sollte man es!
Wenn du den Sprung wagst - viel Glück! Fachkräfte werden ja gesucht und Frankfurt/ Oder ist ja nicht grad ne Wunschgegend 
Herzliche Grüße
anna
Ich bin nach 12 Jahren zurück in den Osten und nun wieder auf
dem Sprung zurück in den Westen, mir fehlt „nur noch“ der
passende Job in der Wunschgegend…
also nur das ichs richtig verstehe. Du bist mal rüber - dann wieder nach 12Jahren zurück - und nun möchtest du wieder rüber. Richtig?
Nach 10 Jahren kommt man nicht so einfach „zurück“. Bei mir
hat sich der Freundeskreis, der all die Jahre noch bestanden
hat, doch sehr entfernt - man trifft sich zwar ab und an, aber
hat sich doch weniger zu sagen (als wenn man mal im Urlaub da
ist). Die einen haben inzwischen selbst Familie und eigene
Freundeskreise…
ja ich versteh was du meinst. Denke aber, das die Leute die ich kenne dort, mir gegenüber recht offen sind und sagen wenns ihnen nichtpasst. Sicher haben sie auch Familie usw und man sieht sich auch nur gelegentlich, aber man sieht sich halt und vielleicht ist es auch nur der Gedanke der zählt. Verstehst du? Der Gedanke das da noch welche sind, die man kennt.Klingt wahrscheinlich schwachsinnig…*grins*…, wird aber irgendwie so von mir empfunden. So oder so - wenn ich mal dort war, wars immer sehr herzlich und mit den kleinen „Rotzgören“ konnte ich auch gut was anfangen und anders herum auch. 
Es kommt aber irgendwie noch diese „innere Sehnsucht“ dazu. Die nach Flüssen und Seen, nach sandigen Boden, Kiefernwälder bis zum abwinken, …einfach auch Weite…
Puh…ich glaub ich klinge und bin sehr wunderlich…
lg…
Andre.