Hallo,
ich zitiere:
„ist den Akkus kalt ums Herz gehen die Reaktionsgeschwindigkeit und die Beweglichket der chemischen „Pampe“ in der die elektrische Energie gespeichert ist zurück => Akku bringt weniger Strom (korrekt: Innenwiderstand ist höher).“
Wie sieht es mit der gespeicherten Energie in einem Akku aus, wenn er sich nach dem Abkühlen auf 0°C wieder auf 20°C erwärmt? Kann man dann noch den größten Teil der im warmen Zustand gespeicherten Energie entnehmen oder hat sich der Akku beim abkühlen auch entladen? Ich vermute mal er hat sich nicht entladen.
Beim Abkühlen erhöht sich der Innenwiderstand. Bedeutet das auch, das wenn jetzt Ladung entnommen wird, ein Großteil der gespecherten energie dem erhöhten Innenwiderstand zum Opfer fällt? Ich denke ja nicht, bin mir aber nicht sicher.
Wie sieht es mit der gespeicherten Energie in einem Akku aus,
wenn er sich nach dem Abkühlen auf 0°C wieder auf 20°C
erwärmt? Kann man dann noch den größten Teil der im warmen
Zustand gespeicherten Energie entnehmen oder hat sich der Akku
beim abkühlen auch entladen? Ich vermute mal er hat sich nicht
entladen.
Beim Abkühlen erhöht sich der Innenwiderstand. Bedeutet das
auch, das wenn jetzt Ladung entnommen wird, ein Großteil der
gespecherten energie dem erhöhten Innenwiderstand zum Opfer
fällt? Ich denke ja nicht, bin mir aber nicht sicher.
Hallo,
zu 1: wahrscheinlich ist bei niedriger Temperatur sogar die natürliche Selbstentladung geringer als bei Normaltemperatur, so dass der Akku sogar länger voll bleibt.
zu 2: der Innenwiderstand spielt nur eine Rolle, wenn der Akku mit hohen Strömen belastet wird. Ist der Innenwiderstand des Verbrauchers 10 x höher als der des Akkus, so landet die Energie zu 10/11 beim Verbraucher und zu 1/11 im Akku. Bei gleichem Innenwiderstand ist es schon die Hälfte, allerdings heizt sich der Akku dann schnell auf und das Problem verschwindet sozusagen von selbst.
Gruss Reinhard
Zusatzfrage
Wenn wir schon beim Thema sind:
wie ist der alte Tip/Aberglaube zu werten, beim Starten durchgefrorener Autos erst mal für kurze Zeit Licht oder sonstige Stromverbraucher einzuschalten?
Laut der Vertreter dieser Meinung soll damit der Akku „aktiviert“ werden (was damit auch immer gemeint ist).
Kann das jemand bestätigen oder dementieren?
MfG
C.
Hi,
Das ist eher eine der „Urban-Legenden“.
mfg
W.
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Schwefelsäure
Wenn wir schon beim Thema sind:
wie ist der alte Tip/Aberglaube zu werten, beim Starten
durchgefrorener Autos erst mal für kurze Zeit Licht oder
sonstige Stromverbraucher einzuschalten?
Das quält nur die Lichtmaschine etwas mehr. Die Schwefelsäure im Bleiakku verhindert in unseren Breiten schon das einfrieren. Die Kälte bewirkt nur, dass die chemische Reaktion aus der die elektrische Energie stammt langsamer abläuft.
Bei der Größe halte ich die theoretische Erwärmung der Batterie durch den erhöhten Stromverbrauch, der sowieso fast nur aus der Lichtmaschine gespeist wird, für irrelevant - falls überhaupt vorhanden. Lichtmaschinen schaffen bis über 30 A bei. Das reicht um alle Lampen zu versorgen und noch den Akku zu laden.
Gruß
Stefan
Wenn wir schon beim Thema sind:
wie ist der alte Tip/Aberglaube zu werten, beim Starten
durchgefrorener Autos erst mal für kurze Zeit Licht oder
sonstige Stromverbraucher einzuschalten?
Laut der Vertreter dieser Meinung soll damit der Akku
„aktiviert“ werden (was damit auch immer gemeint ist).
Kann das jemand bestätigen oder dementieren?
Hallo,
wie das mit dem Innenwiderstand von Akku und Last ist, habe ich ja schon kurz erklärt - der Innenwiderstand von Bleiakkus ist extrem gering, bei Kurzschluss fliessen Ströme von mehreren hundert A, genug um Werkzeuge zu schmelzen. Daher nimmt man sie ja für Starterbattereien in Autos.
Um die Batterie merklich zu heizen, müsste man also 100 A oder mehr entnehmen. Dann ist sie aber wahrscheinlich leer. Licht einschalten nützt nichts, ausser dass es heller wird.
Gruss Reinhard