zusätzliche Müllgebühren gerechtfertigt?

Hallo zusammen,

nehmen wir mal an, dass Person A zu seinem Bruder Person B in ein Einfamilienhaus zieht. Person A würde oben wohnen, Person B unten. Person B wohnt schon länger in dem Einfamilienhaus und zahlt normale Müllgebühren.
Wäre es rechtens, wenn der Kreis die Müllgebühren erhöht bzw mehr verlangt, weil es dann in dem Haus dann 2 Haushalte geben würde?
Person A und B würden locker mit der 4 wöchigen Abholung des Mülls von Person B auskommen bzw mit dem Volumen der Mülltonne von Person B.

Person A würde überlegen, ob er sich Rechtsbeistand holt, weil es in seinen Augen reine Abzocke sein würde.

Würde Person A eine Chance gegen die „Müllmafia“ haben?

Gruß
Olaf

Hi,

bevor man mit am Stammtisch geborenen Parolen um sich wirft, wäre es vielleicht ratsam, das (freundliche!) Gespräch mit der zuständigen Stelle zu suchen. Bei mir beispielsweise ist es überhaupt kein Problem, die Mülltonne mit dem auf dem selben Stockwerk wohnenden Nachbarn zu teilen. Vielleicht macht man das in Deinem Wohnort ja ebenso?

Gruß S

Hallo Olaf,

vielleicht solltest Du einfach mal genau die Müllgebührenordnung der Gemeinde lesen. In unserer Ordnung steht z. B. drin, dass die Grundgebühr abhängig ist von der Anzahl der polizeilich im Haushalt gemeldeten Personen. Ob man gegen eine derartige Gebührenordnung vorgehen kann bzw. ob das Sinn macht, kann ich nicht sagen.
MfG LM

Zustimmung + Bsp.
Hallo

vielleicht solltest Du einfach mal genau die
Müllgebührenordnung der Gemeinde lesen. In unserer Ordnung
steht z. B. drin, dass die Grundgebühr abhängig ist von der
Anzahl der polizeilich im Haushalt gemeldeten Personen.

das ist auch bei uns so:
ein 1-Personen-Haushalt zahlt 41,00 Euro/Jahr
ein 2-3-Personen-Haushalt zahlt 81,00 Euro/Jahr

Gruß
Wawi

Hallo

vielleicht solltest Du einfach mal genau die
Müllgebührenordnung der Gemeinde lesen. In unserer Ordnung
steht z. B. drin, dass die Grundgebühr abhängig ist von der
Anzahl der polizeilich im Haushalt gemeldeten Personen.

So sieht es hier auch aus. Jede Person zahlt den gleichen Beitrag.
Ganz allgemein scheint es einen Trend zu geben die Müllgebühren nicht nach der Müllmenge sondern nach Köpfen festzusetzen.
Das hat den Vorteil, dass man seine meist überdimensionierten Anlagen zwar nicht auslasten aber zumindest finanzieren kann.
Für mich als Gebührenzahler hat das den Vorteil, dass ich mir nicht mehr drei Tonnen für Hausmüll, Grünen Punkt (Ja, ich weiß, dass ich die Entsorgung dafür schon beim Einkauf bezahlt habe:smile: und Papier auf den Hof stellen muss. Die berechnete und bezahlte Müllmenge nimmt locker alles auf. Keine Ahnung wie die die berechnen oder warum ich viel zuwenig Müll produziere.
Also nicht von Mafia und Abzocke sprechen. Man schafft oder erhält damit hochqualifizierte Arbeitsplätze in der Region. Denn wo früher die Müllwagenbesatzung nur einmal die Woche vorbeikam, kommt sie jetzt dreimal um halbleere oder noch weniger gefüllte Tonnen abzuholen.
Den Leuten müßte man ansonsten über Steuern und andere Abgaben aushalten. Ist also irgendwie egal.

Grüße

Müllgebühren gerechtfertigt und etwas Offtopic
Hoi.

Mal abgesehen von den Aussagen der Vorredner:
Die Hausmüllentsorgung ist ja nicht das einzige, was die Jungs so treiben. Die Bewirtschaften ja auch die Abfallhöfe, wo ich meinen Sperrmüll, Lacke, Farben, Gartenabfälle(Herbstlaub) hinbringe, entrümpeln auch mal Teiche, Parks und Wälder und putzen auch die Straßen mit den lustigen Maschinen…

Aus diesem Standpunkt heraus betrachtet macht es eben doch Sinn, dass z.B. pro Haushalt oder pro Kopf abgerechnet wird.

Ciao
Garrett

P.S.:
Das war früher übrigens mein Traumjob: als Beamter einen coolen Müllwagen fahren und eben nur am Dienstag arbeiten…wie man als Kind eben so denkt…

Hallo,

Mal abgesehen von den Aussagen der Vorredner:
Die Hausmüllentsorgung ist ja nicht das einzige, was die Jungs so treiben. Die Bewirtschaften ja auch die Abfallhöfe, wo ich meinen Sperrmüll, Lacke, Farben, Gartenabfälle(Herbstlaub) hinbringe,

Na bis hierhin gehe ich noch mit. Obwohl man das ja auch über eine mengenbezogene Gebühr machen könnte.

entrümpeln auch mal Teiche, Parks und Wälder

Also zumindest bei uns erledigt das ein kommunaler Eigenbetrieb, der mit dem Abfallentsorgungsbetrieb nichts zu tun hat. Den Müll den die dabei einsammeln müssen die beim Abgeben bezahlen. Das muss also über Steuern oder andere Abgaben laufen.

und putzen auch die Straßen mit den lustigen Maschinen…

Na nicht schlecht, wenn das bei Euch so läuft. Bei uns zahlt man für die Straßenreinigung nochmal extra. Dafür haben wir eine Straßenreinigungsgebührensatzung. Und auch das, was dabei eingesammelt wird, wird beim Entsorgen bezahlt.

Aus diesem Standpunkt heraus betrachtet macht es eben doch Sinn, dass z.B. pro Haushalt oder pro Kopf abgerechnet wird.

Wenn das alles so wäre, vielleicht.

P.S.:
Das war früher übrigens mein Traumjob: als Beamter einen coolen Müllwagen fahren und eben nur am Dienstag arbeiten…wie man als Kind eben so denkt…

Genau. Die arbeiten nämlich gar nicht, die sind im Dienst. :o)

Grüße

Hallo

nehmen wir mal an, dass Person A zu seinem Bruder Person B in
ein Einfamilienhaus zieht. Person A würde oben wohnen, Person
B unten. Person B wohnt schon länger in dem Einfamilienhaus
und zahlt normale Müllgebühren.
Wäre es rechtens, wenn der Kreis die Müllgebühren erhöht bzw
mehr verlangt, weil es dann in dem Haus dann 2 Haushalte geben
würde?

Es ist rechtens und auch richtig!

Person A und B würden locker mit der 4 wöchigen Abholung des
Mülls von Person B auskommen bzw mit dem Volumen der Mülltonne
von Person B.

Leider ist es so dass sich viele die Mülltonnen und Gebühren sparen würden, ihren Abfall dann in öffentliche Behältnisse oder anderswo entsorgen würden. Das ist leider Realität.

Würde Person A eine Chance gegen die „Müllmafia“ haben?

Keine Chance, Ist wie mit der richtigen Mafia, nur dass die Müllmafia keine Gewinne einfährt und meistens noch Geld von der Kommune braucht um wirschaften zu können.

Gruss vonsales

Hallo ElBuffo,
ich hatte extra geschrieben „Grundgebühr“. Das ist ja nur die Hälfte der Wahrheit. Dann wird ja noch für jede geleerte Mülltonne eine extra Entsorgungsgebühr fällig, abhängig von der Grösse der Tonne.
Alle Tonnen sind mit einem Strichcode für die Scanner versehen.
In der Grundgebühr ist enthalten: Entsorgung von Papier und Gelben Säcken sowie zweimal Sperrmüllabholung pro Jahr und Haushalt.
MfG LM

Hallo,

ich hatte extra geschrieben „Grundgebühr“. Das ist ja nur die Hälfte der Wahrheit. Dann wird ja noch für jede geleerte Mülltonne eine extra Entsorgungsgebühr fällig, abhängig von der Grösse der Tonne.

Aha. Diese Variante gibt es auch noch. Klingt eigentlich erstmal vernünftig. Die Extragebühr hängt dann nur von der Tonne ab oder vom Inhalt? Also x€ pro Kilogramm oder Liter?
Na immerhin könnt ihr dann die Tonne jedesmal voll machen. Bei uns kommen die eben jede Woche und mann muss die Tonne auch jede Woche rausstellen, da man eben nur soundsoviel Liter pro Kopf und Woche an Müll produzieren darf. Das Doppelte aller zwei Wochen ist nicht drin.

In der Grundgebühr ist enthalten: Entsorgung von Papier und Gelben Säcken

Also das ist nicht schlecht. Die Entsorgung der gelben Säcke bzw. der Verpackungen mit grünem Punkt bezahlt man schon beim Einkauf dieser Waren. Und dann bezahlt man auch noch die Abfuhr des Papiers? Bei uns gibt es mehrere Annahmestellen, wo man noch Geld dafür bekommt und außerdem stehen überall große Entsorgungsbehälter rum, in die man das Zeug kostenlos reinhauen kann. Der Preis für Altpapier muss also hoch genug sein, dass sich das lohnt. Wenn man sich dann noch das Abholen obendrein pauschal extra bezahlen läßt, dann ist das schon vedammt clever. Das wäre ja fast so als würde jemand meine Pfandflaschen für mich „entsorgen“ und dafür noch eine kleine Gebühr nehmen. Und zwar unabhängig davon, ob ich die selbst wegbringe oder nicht. Also fast wie GEZ, man könnte sie wegbringen lassen und für die Möglichkeit zahlt man eine Pauschale.

sowie zweimal Sperrmüllabholung pro Jahr und Haushalt.

Na gut, das ist vernünftig. Auch wenn man nun nicht jedes Jahr Sperrmüll hat. Aber das wird sich anders kaum sinnvoll berechnen lassen. Komisch finde ich nur bei uns, dass die Gebühr zwar pro Person gilt, die Speermüllabfuhr jedoch nur pro Haushalt. Aber egal. Es schafft Arbeitsplätze und das zählt.

Grüße

Hallo zusammen,

erst einmal vielen Dank für die Antworten.

Meine Frage bzw Anregung bezieht sich für mich auf die Ungerechtigkeit!

Zu der einen Person, die es für Stammtischgerede (Parolen) hält… Wohnst Du/Sie in einem Einfamilienhaus??Und sind (würden) Sie in meiner Person sein, würden Sie anders denken argumentieren!

Das Wort „Mafia“ habe ich in den Mund genommen, weil sie entscheiden kann, wie sie will…Hauptsache Profit!!!

Alle Welt redet von Umwelt und Umwelt schonen…das heißt Müllvermeidung!!..Nur jeder,der „gezwungen“ wird obwohl er nicht so viel Müll produzieren würde, würde seine Tonne für die er bezahlt hat voll machen!!..

Man wird sich eh nicht gegen die Gemeinde/Kreis wehren können!..

Ich wollte mal so eine Diskussion anregen!

Gruß
Olaf