Zusätzlicher Strom im Haus läuft über meinen Zähler - Annahme so richtig?

Hallo liebe Mitglieder,

da ich absolut nichts von Elektrik und co verstehe, bräuchte ich mal eine Erklärung…

Der Fall sieht so aus:

Als bei mir vor ein paar Tagen die Sicherung rausflog und ich sie wieder reinmachen wollte ist mir aufgefallen, dass die Beleuchtung im Hausflur nicht mehr funktionierte… daraufhin schaltete ich alle Sicherungen meines Zählers ab (außer den Hauptschalter ganz unten?) und sah kurz nach, was alles nun nicht mehr funktionierte.
Dabei waren beispielsweise beide Lichter, die zu den Schuppen im Hinterhof gehören. Die Schuppen gehören außschließlich den Vermietern - kein Licht ging mehr. In einem Schuppen befindet sich sogar ein Ton-Brennofen und jetzt ist meine Befürchtung, dass ALLES über meine Stromrechnung läuft! Vielleicht sogar Teile der oberen Wohnungen?

Ich wohne in einer Wohnung mit 3 Mietparteien - wobei eine der Mietwohnungen einer Familienangehörige des Vermieters gehört und diese wohnte ursprünglich in meiner Wohnung. Sie zog aber schon lange vor meinem Einzug in eine kleinere Wohnung im selben Haus.
4 Stromzähler gibt es so wie ich das gesehen habe…

Eigentliche Frage:

Ist es dennoch möglich, dass die Stromleitungen zwar über meine Sicherungen laufen und darum genauso abgeschalten werden, aber dabei NICHT auf meine Kosten gehen? Werde nämlich eine fette Beschwerde schreiben und möchte wirklich vorab ausschließen, dass ich mich zu unrecht aufrege. Wäre es auch möglich, dass zwar die Lichter über mich abgerechnet werden, der Hochofen aber separat?
Als die eine Sicherung ausfiel, ging ja bei mir nichts mehr und auch kein Flurlicht… der Rest war noch drinne.

Meine Vermutung ist ja, dass ursprünglich alles über meinen Zähler abgerechnet wurde, da die Wohnung ja einer Familienangehörigen gehörte… Nur bin ich ja keine Familienangehörige und habe sicher keine Lust, noch weiter für andere zu zahlen :wink:

Vielen Dank schonmal für eure Hilfe!

Viele Grüße

Hallo,
normalerweise läuft alles, was über die eigene Sicherung läuft auch auf entsprechenden Zähler.
Der Beweis dafür wäre ja erbracht, wenn wie geschehen, bei einem Ausfall dann direkt Fremdabnehmer mit ausfallen.

Ich würde einen Elektrikermeister drauf schauen lassen , der dann auch den fachlichen Beweis dafür liefert, das etwas nicht in Ordnung ist. Im Grunde ist das Stromdiebstahl und strafbar. 
Wenn man sich auch so einigen kann, um so besser.
Bis zur Klärung würde ich alle Sicherungen (außer Treppenhaus/Hausflur, da das bei einem Unfall Ärger geben kann) raus drehen, da man nicht für Fremabnehmer bezahlen muss. Man kann auch den Stromversorger kontaktieren und erfragen, was in dem Fall zu tun sei.

Wobei es auch solche gibt, denen das egal ist, solange die Rechnungen für den Verbrauch bezahlt werden.
Strom bezahlt man verbrauchsabhängig und zwar für den eigenen Verbrauch. Ich würde somit den Vermieter auffordern den vertragsmäßigen Zustand der Stromversorgung unverzüglich her zu stellen.
Somit
1.Beweise sammeln
2. Vermieter damit konfrontieren
3. gemeinsam eine Lösung finden, also die Leitungen dem Verbraucher zuordnen oder im Streifall Anzeige wegen Stromdiebstahl erstatten und einen Anwalt/Mieterbund aufsuchen

  1. wenn der Vermieter nicht reagiert un die gesetzte Frist verstreichen läßt, kann man selber einen Handwerker beauftragen die Leitungen, die nicht zur Wohnung gehören umzulegen bzw. still zu legen. Die Kosten dafür muss man erst einmal selber tragen und zieht diese dann von der Kaltmiete ab.

grüße

geiler Beitrag! *** dafür
hiho, besser hätte man das gar nicht zusammenfassen können!

am wichtigsten davon ist der Teil, sich MIT DEM VERMIETER ZUSAMMEN zu einigen, nicht gleich im Streit !

Denn eine Mieterhöhung oder Rauswurf kostet ein 100-fach Vielfaches von den unberechtigten Stromkosten (etwa max. 100Euro/Jahr als Schätzung)

Da die Wohnung Vorgeschichte hat, hat der VM vielleicht einfach nicht mehr dran gedacht,
daß daran Allgemeinstrom angeschlossen ist.
Erst mal klären. Aber vorher Beweise sammeln und dokumentieren (lassen)

Sehr guter Beitrag!

Hallo,
zum Testen koenntest Du Deinen Stromkram abschalten, alle Lampen, Standby-Feernseher und DSL usw und dann schauen, ob der Zaehler noch laeuft, insbesondere wenn im Schuppen Strom verbraucht wird.
Gruss Helmut

Super, danke für die Antwort schonmal :smile: ich wollt nur wirklich sicher gehen. Natürlich möchte ich nicht gleich zum Anwalt rennen und was weiß ich denen an Kopf werfen, sondern erstmal freundlich, aber bestimmt auf die Missestände hinweisen :wink:

Ich denke auch nicht, dass es beabsichticht war - nur Ausgleich will ich trotzdem… falls der Brennofen wirklich über mich läuft, brauch ich mich auch nicht zu wundern, weshalb ich monatlich 180 € Stromabschlag zahlen muss… hab aber auch jegliche Beheizung über Strom (Nachtspeicher, Durchlauferhitzer und co.)

ääähm, leider ziemlich alter Irrtum
servus Helmut

zum Testen koenntest Du Deinen Stromkram abschalten, alle
Lampen, Standby-Feernseher und DSL usw und dann schauen, ob
der Zaehler noch laeuft, insbesondere wenn im Schuppen Strom
verbraucht wird.

haaach, seufz. Das scheinen alle zu glauben

falls du damit dem Frager den Tipp geben willst, er solle die Sicherungen ausschalten und das Drehrädchen am Zähler beobachten, geht das aber voll ins Leere

Wenn du geschrieben hättest, er solle alle Sicherungen

anlassen
aber alle Stecker aus den Dosen ziehen und die Heizung ausschalten…
würde ein Schuh draus werden.

Wichtig für den Frager ist zu wissen, daß der unberechtigte Stromverbrauch im Jahr etwa bei 50-100 Euro ist (abhängig von dem Ofen im Schuppen)

…und sich nur herzlich wenig Möglichkeiten bieten, durch Veränderungen gleich welcher Art Geld sparen lässt,
wenn der Vermieter danach nicht mehr WOHLWOLLEND ist

Der Mieter spart sich nur dann Geld, wenn der VM den Umbau auf seine Kosten macht und KEINE MIETERHÖHUNG FOLGT

Ideal für Mieters Geldbeutel wäre es, wenn er einen finanziellen Ausgleich für die Mehrkosten vom Vermieter erhalten könnte.
Übrigens auch für Vermieters Geldbeutel…

Gruß

Huhu,

dankeschön auch für die weiteren Tips :smile: natürlich bringt das mit der Sicherung rausmachen wenig, dessen bin ich mir bewusst ^^

Wegen den Stromkosten… ich wohne ja schon 4 Jahre dort, das macht dann schon min 200-400€ aus… zumal der Ofen im Schuppen laut meiner Recherche ganz schön viel kosten müsste pro Laufgang… er wird für irgendeine Gruppe von Kindern genutzt, so wie ich das verstanden habe, werden regelmäßig Tonfiguren gebrannt.

Ist denn eine Mieterhöhung überhaupt zulässig, weil nirgends festgehalten wurde, dass der Strom auch auf mich läuft und es doch eigentlich nicht rechtens ist? Normal sie das auf seine eigene Tasche zahlen… andererseits werde ich eh maximal nurnoch 1,5 Jahre in der Wohnung leben.

Wenn nur der Strom für die Lichter auf meine Tasche gehen, hätte ich mit einem einfachen Kostenausgleich nichts dagegen, nur der Ofen ist mir ein Dorn im Auge… bin darum gespannt, was ich als Reaktion zu hören bekomme.

Das Problem ist, dass ich mich häufiger für Dinge rechtfertigen muss, die den Vermietern überhaupt nichts angehen und mich teilweise schon in meiner Privatsphäre gestört fühle… und jetzt muss ich solche Sachen feststellen, das macht mich einfach sauer :smile: da riskier ich auch mal ein Knatsch.

Viele Grüße
Stephi

P.s.: Sollte ich den Brief per Einschreiben versenden? Das fände ich glaub ich bissl arg… oder einfach per E-Mail? Was wäre besser? Habe im Schriftstück aber eine Frist von 2 Wochen zur Stellungnahme gegeben, ich denke, das müsste reichen oder ist das zu wenig?