Zusammenhang zw inflationsrate und nominalzins

es geht um den zusammenhang zwischen inflationsrate und nominalzins.

was ich verstehe ist, dass wenn beispielsweise der nominalzins gesenkt wird die inflationsrate ansteigt (und umgekehrt), da Geld billig wird viele sich Geld leihen, Nachfrage > Angebot und somit die preise ansteigen.

nach dem fisher-effekt welcher besagt, dass

Nominalzins = Realzins + Inflationsrate

steigt wenn die Inflationsrate ansteigt auch der Nominalzins an was für mich keinen sinn ergibt. empirisch konnte dies wohl belegt werden aber ich verstehe jetzt nicht wie sich die parameter zueinander verhalten…

der erste fall das Nominalzins und Inflationsrate in einem inversen Verhältnis stehen macht finde ich sinn aber dies spricht gegen den Fisher-Effekt.

mfg

Hallo,

steigt wenn die Inflationsrate ansteigt auch der Nominalzins
an was für mich keinen sinn ergibt. empirisch konnte dies wohl
belegt werden aber ich verstehe jetzt nicht wie sich die
parameter zueinander verhalten…

welche Zinserwartungen hättest Du als Geldanleger denn, wenn die Inflationsrate steigt? Welche Schlußfolgerungen ziehen diejenigen daraus, die sich Geld leihen müssen?

Gruß
C.

Aus meinen Überlegungen würde ich mein vorhandenes Geld am Markt investieren wenn ich weiß, dass der Preis für ein bestimmtes Gut in Zukunft steigen wird.

Man könnte sich nun vorstellen, dass wenn man wüsste, dass wenn ich erwarte das bei einem bestimmten Gut der Preis ansteigt auch mehr Kredite aufgenommen werden würden um in dieses Gut zu investieren. Durch die gestiegene Nachfrage nach Geld würde dann auch entsprechend der Zins ansteigen.

stimmt so?

Hallo,

Man könnte sich nun vorstellen, dass wenn man wüsste, dass
wenn ich erwarte das bei einem bestimmten Gut der Preis
ansteigt auch mehr Kredite aufgenommen werden würden um in
dieses Gut zu investieren. Durch die gestiegene Nachfrage nach
Geld würde dann auch entsprechend der Zins ansteigen.

stimmt so?

ich meinte eigentlich eher, daß die Geldanleger bei steigender Preissteigerung entsprechend höhere Nominalzinsen verlangen, die den Wertverlust der Anlage wieder ausgleichen.

Gruß
C.

Ich verstehe das prinzip irgendwie nicht so richtig. angenommen ich wüsste, dass die preise ansteigen wieso sollte ich einen höheren zins verlangen wenn ich doch auf die steigenden preise setzen könnte?

sollte man das vlt aus dieser sicht sehen:
gerade weil ich nicht weiß wie und wo und ob überhaupt preise steigen bzw. fallen verlangen geldanleger einen steigenden nominalzins damit die damit verbundenen opportunitätskosten ausgeglichen werden?

mfg

Ich verstehe das prinzip irgendwie nicht so richtig.
angenommen ich wüsste, dass die preise ansteigen wieso sollte
ich einen höheren zins verlangen wenn ich doch auf die
steigenden preise setzen könnte?

Kannst ja auch, nur unterhälst Du dann keine Guthaben. Der Zins betrifft aber nur jene und die wollen, daß der Realzins einigermaßen konstant bleibt. Bei höherer Inflationsrate muß also der Nominalzins steigen.

okey weil ansonsten würde ja bei unangepasstem nominalzins kein gewinn bei rumkommen bzw. sogar das gesparte geld entwertet werden.

aber kann die ezb nicht auch absichtlich den zins drücken damit die inflationsrate ansteigt? denn bei niedrigem zins werden mehr kredite nachgefragt und demnach steigt durch das mehr vorhandene geld die nachfrage und somit ensteht nachfrage>angebot weswegen die preise ansteigen müssten?

Die Frage ist zunächst, warum die Nominalzinsen sinken. Die Zentralbank bewirkt dies durch eine Erhöhung von M, dies führt ÜBER den Rückgang der Nom.zinsen zu einer Erhöhung der Inflationsrate (unter normalen ökon. Bdgen) (Verschiebung der LM-Kurve nach unten, IS bleibt in kurzer Frist unverändert). Der Fisher-Effekt beschreibt aber die mittlere Frist. Es ist ja stets NomZins = Realzins + Inflationserwartung; in mittlerer Frist ist analog zum Produktionsniveau annahmegemäß Realzins = neutraler Realzins (eine Konstante) und Inflationserwartung = Inflation. Damit ist zusammengefasst NomZins = neutraler Realzins + Inflation. Die Aussage der Fisher-Hypothese ist, dass eine Inflationssteigerung (bzw. Geldmengensteigerung) mit einer gleich hohen NomZins-Steigerung einhergehen wird.

Kurzum: Der Unterschied liegt im unterschiedlichen Betrachtungszeitraum (kurze vs. mittlere Frist).

hey,

also wird kurzfristig i sinken weil M gestiegen

aber wird mittelfristig bedingt durch die gestiegene infl. rate ebenfalls wieder ansteigen?

mfg

Das ist korrekt, ja.

Das ist korrekt, ja.

super danke dir hat mir sehr geholfen bzw mein problem gelößt :smile:

mfg