Zusammenleben mit jungem Erwachsenen

Liebe „Gemeinde“,
meine beiden Kinder sind zwar schon groß, ich hätte trotzdem gern einmal eure Meinung zu meiner Lage:

Sohn ist dieses Jahr 18 geworden, im 2. Lehrjahr, wir (Mutter + er) leben alleine (ohne Vater), Schwester hat bereits eigene Whg.

Bislang bin ich mit den wechselnden Lebenslagen mit Kindern immer ganz gut klargekommen, Schwierigkeiten dauerten nicht ewig an und die Kids haben sich -finde ich- sehr gut entwickelt, trotz unserer schwierigen Trennungssituation vor 8 Jahren. Vater spricht mit Mutter heute noch nicht.

Sohn hat sich die letzten 3-4 Monate ziemlich verändert: ist auf Rückzug, wenig Kommunikation, neben Arbeit spielt eigentlich nur noch der Computer (WarCraft) eine Rolle, die Freundeskontakte nehmen spürbar ab (bis auf 1 speziellen, Mann, 10 Jahre älter), Sport ist total weggefallen. Zudem raucht er seit ca. 6 Monaten, richtig feste, die Jahre vorher war Rauchen für ihn das Letzte.
Neu ist, dass er teilweise nachts nicht mehr heimkommt (manchmal 2 Tage nicht), verschläft, zu spät zur Arbeit erscheint…, eher unkonzentriert ist… - auf jeden Fall eine Veränderung, die mir Sorgen macht, trotzdem er volljährig ist.

Natürlich muss ich nicht mehr im Detail wissen, wo er nachts schläft, trotzdem finde ich Nachricht darüber schon angebracht, das weiß er auch, hält sich aber nicht dran (vergessen, tralala). Er ist nicht „bösartig“ zurückgezogen, eher scheint er richtig gespalten zu sein - zwischen dem Leben bisher und dem, was er jetzt wohl gerade lebt. Meine Gedanken gehen zu Drogenkonsum, irgendwelche „dunkle“ Verhältnisse zu anderen (jungen)Männern, jedenfalls nichts gutes.

Spreche ich ihn darauf an, wirkt er sehr abwesend und ausweichend, nicht kommunikativ, aber auch nicht böse, dass ich ihn anspreche. Finde es gerade schwierig, diesen „Ablöseprozess“ zu betrachten, mit zu erleben und meine Ahnungen dazu mit mir alleine auszumachen.

Kontakt vom/zum Vater ist wenn dann sehr oberflächlich, 400 km Distanz, er hat eine neue Familie, die alte ist „vergessen“, keine Besuche zu Schulabschluss, Geburtstag etc seitens des Vaters, wenn, dann muss Sohn sich auf die Beine machen.
Daran kann ich nichts ändern, Austausch der Eltern über die Kinder wird von seiner Seite ebenfalls total abgeblockt. Im Gegensatz zur Schwester kann er seine Gefühle hierzu kaum bis garnicht mitteilen (das war schon früher so).

Hat jemand Erfahrungen zu so einem Lebensabschnitt ?

Antwort wäre nett,
Ulrike

Hi,

persönliche Erfahrung habe ich nicht um es vorwegzusagen. Es klingt für mich auch eher so als hättest du viele kleine Probleme (Rauchen, Umgang, Vater, Trennung, Erwachsen werden, etc.) sowie die neue Situation nicht mehr alles zu wissen bzw. kontrollieren zu können.

Gerade wenn man jemanden voll und ganz vertraut ist das Thema Kontrolle so überhaupt kein Thema, wenn allerdings das Vertrauen sinkt (egal ob gerechtfertigt oder nicht) ist es unangenehm keine Kontrolle zu haben.

Wenn Menschen miteinander Leben (und das tut ihr ja derzeit noch) sollte es so etwas wie Spielregeln geben und wenn eine Spielregel von euch ist, dass er sagt wann und wo er schläft bzw. wegbleibt, finde ich es nur legitim (deiner Sorgen etc. wegen).

Das er raucht, spielt sich mit „falschen“ Leuten trifft alles schön und gut aber er sollte auch deine Sicht und deine Gefühle kennen. Vielleicht solltest du daher nicht fragen „wo warst du“ oder „wo gehst du hin, kommst wieder“ sondern einfach mal schildern, dass du dich unwohl fühlst wenn er nicht nach Hause kommt ohne vorher bescheid zu sagen, eine sms zu schicken oder wie auch immer.

Gerade wenn ihr bis jetzt ein gutes Verhältnis hattet und zusammen durch dick und dünn gegangen seit, wir es bestimmt verstehen, dass deine Ängste und Gefühle nicht damit aufhören nur weil jetzt 18 ist.

Viel Glück und Kopf hoch
Me

Leine…
Hallo,

er wird flügge, also Leinen lockern und dann ganz loslassen…

LG
Mikhael

Hallo Ulrike!

Ich betrachte das Ganze als nicht ganz so „normal“, wie es meine Vorredner taten, das aber möglicherweise weil ich etwas vorbelastet in dieser Hinsicht bin.

Du sprachst von WarCraft und dass er praktisch nur noch davor sitzt und seine Freunde vernachlässigt. Das hat bei mir (wie schon gesagt möglicherweise völlig unbegründeterweise) die roten Alarmlichter leuchten lassen. In meinem Bekanntenkreis gab bzw. gibt es gleich es drei Fälle von WarCraft-Sucht. Es geht hier nicht ums „normale“ Spielverhalten, d.h., dass ich ein neues Spiel habe und mich damit beschäftige, sondern dass diese jungen Männer den gesamten Freundeskreis aufgaben (es sei denn, diese spielten auch WarCraft) und sassen nur noch vor dem Computer. Zwei der beiden müssen einen richtigen Entzug durchmachen, begleitet durch einen Arzt. Beim dritten wurde die Sucht erst gerade „diagnostiziert“, er weigert sich aber sich in eine Therapie zu begeben und die Eltern trauen sich nicht ihn „von seinem liebsten Hobby loszureissen“.

Alle drei sind/ waren äusserst aggressiv wenn sie nicht mehr spielen konnten und hatten / haben Regelrechte Entzugserscheinungen. In so eine Sucht kann man sehr unverhofft geraten, da müssen nicht die Eltern / die Umstände schuld sein.

Ich kann nur noch einmal wiederholen, dass ich vorbelastet bin und vielleicht völlig in die falsche Richtung ziele, aber ich würde Dir vorschlagen ihn genau zu beobachten und Dich schlau zu machen über Suchtsymptome bei „Gamern“. Bei einer Suche über Google wirst Du bestimmt fündig.

Gruss,

Semiramis

Hallo

Sohn hat sich die letzten 3-4 Monate ziemlich verändert:

Da scheint ja irgendwas passiert zu sein.

ist
auf Rückzug, wenig Kommunikation, neben Arbeit spielt
eigentlich nur noch der Computer (WarCraft) eine Rolle, die
Freundeskontakte nehmen spürbar ab (bis auf 1 speziellen,
Mann, 10 Jahre älter), Sport ist total weggefallen. Zudem
raucht er seit ca. 6 Monaten, richtig feste, die Jahre vorher
war Rauchen für ihn das Letzte.

Finde auch, dass das stark nach Sucht aussieht; wobei Nikotinsucht ja auch eine sehr starke Sucht ist, deren Wirkung oft stark unterschätzt wird, da sie ja soweit gesellschaftlich (noch) anerkannt ist. Aber ansonsten deutet einiges auf eine Computersucht hin.

Spreche ich ihn darauf an, wirkt er sehr abwesend und
ausweichend, nicht kommunikativ, aber auch nicht böse, dass
ich ihn anspreche. Finde es gerade schwierig, diesen
„Ablöseprozess“ zu betrachten, mit zu erleben und meine
Ahnungen dazu mit mir alleine auszumachen.

Als normalen „Ablöseprozess“ würde ich sowas nicht gerade bezeichnen, was du da beschreibst, kommt mir jedenfalls so aus dem Bauch heraus nicht so vor.

Ich denke, dass du da nicht viel machen kannst, als immer wieder (nicht täglich, aber ca. ein- bis zweimal wöchentlich) irgendwie auf deine Weise äußern, wie das Ganze auf dich wirkt, sozusagen einen Spiegel vorhalten, evtl. auch wie du selbst dich dabei fühlst. Was für dich erforderlich ist für ein halbwegs angenehmes Zusammenleben, solltest du natürlich auch weiterhin verlangen und Ausreden wie ‚och vergessen‘ nicht akzeptieren. Wenn man sowas akzeptiert, fördert man die Vorstellung, als sei das ok. Ich wüsste aber nicht, wer sonst solche Ausreden akzeptiert.

Und Probleme nicht abfangen, nicht Sachen für ihn erledigen. Wenn er in Schwierigkeiten gerät, in reingeraten lassen. Besser jetzt als später.

Für sich selbst irgendeine Gruppe oder Gesprächspartner suchen, die das gleiche Problem haben. Drogenberatungsstelle aufsuchen.

Na ja, weitgehend ist das ja alles schon gesagt worden. Also hier noch mal dasselbe in Grün.

Viele Grüße
Simsy

hi an alle,

anbei ein kleiner Link zum Thema Spielsucht: http://www.youtube.com/watch?v=ocgCtR6Ywuw
ich finde hier muss man zwingend auf professionelle Hilfe setzen - zumal wenn es so ausartet wie in dem Video.

bye

Leo

Meine Geschichte

Hat jemand Erfahrungen zu so einem Lebensabschnitt ?

Also meine situation:

  • 1995 haben sich die eltern getrennt und lebte bis vor 2 Jahren noch bei meiner Mutter. Vater besuchte ich jedes 2 te wocheneende also mehr als dein Sohn.
  • bin jetzt 20 Jahre alt
  • und im 4 ten Informatikerlehrjahr.

Vor 2 bis 3 Jahren also in dem Zeitraum deines Sohnes hatte ich auch eine Phase da ging es mir schlecht, ich brauchte einfach zeit für mich, und habe mich dann zurück gezogen. Die abreit war mir egal, die Schule war mir egal usw. Ich war da auf der suche nach ganz verschiedenem, ich denke ich werde es dir nicht erklären sondern nur näher bringen können.

Einerseits Fand ich, jetzt habe ich 11 Jahre meines Lebens mit schule und Lernen verbracht und kann mir immer noch keine „freizeit“ leisten. (Geld war bei mir immer knapp so wie das halt manchmal ist wenn die Mutter aleinerziehend ist und der Vater auch kein Geld hat.) Andererseits habe ich auch dort langsam begonnen zu begreiffen das ich eigentlich ein leben lang arbeiten werde und dann wenn mir die kraft für vieles fehlt in rente gehe. Ich war unzufrieden mit der Gessellschaft und dem Leben und musste meinen Platz in der Welt bestimmen. Weil mit 18 hast du das gefühl man sei alt (man ist stolz darauf ^^) und doch weiss man nicht recht was einem noch erwartet.

Ich habe dann begonnen zu Kiffen (aber habe mich nie anderen drogen zugewendet) weil es mir half (und nein nicht probleme verdrängen usw.) nein es half mir meine gedanken zu welt zu machen und zu meinem leben. Die lebensfreude neu zu wecken, das schöne im detail zu suchen und nicht im ganzen. Mein sucht verhalten sah dann in etwa so aus, am wochenende , in einen park etwas zu trinken und musik, dort 3/4h meinen Joint rauchen ( ja ich hatte solange für meinen joint) danach nochmal 3/4h im Park sitzen und weiter denken. das war mein grund für die zurückgezogenheit ich brauchte einfach zeit für mich.

Naja ich bin dann ausgezogen und habe begonnen WoW(WorldofWarcraft) zu spielen, ja das ist ein Spiel wo man Süchtig davon werden kann (aber ich möchte alles ein wenig relativieren) Jeh mehr zeit man damit verbringt umso engere freunde findet man im spiel, das ist wie mit den freunden der beste freund ist immer derjenige mitdem man am meisten zeit verbringt. Freunde in WoW können einem genauso helfen und trösten und aufmuntern wie Freunde im richtigen leben. Nur doof ist halt das sie nicht mit einem kicken kommen können usw. Das ist eine Phase und das geht bei den meisten vorbei. ( bei mir wars zumindest so wobei ich das spiel auch nie sooo extrem gespielt habe)

Jedenfalls habe ich mich dann verliebt und ja die liebe wurde erst erwiedert dann doch wieder nicht und dann wusste sie nicht mehr bis schluss war. Naja das ganze hat mich getroffen und mich durcheinander gebracht. Und wieder brauchte ich zeit für mich und musste mich zurückziehen leider war das dann täglich nach der arbeit bin ich auf den Balkon habe musik gehört etwas getrunken und meinen Joint geraucht.

Ich will dir damit nur sagen der einzige der weiss oder es halt noch nicht weiss was los ist, ist dein sohn. Ich persöndlich denke er braucht einfach zeit und mit zeit meine ich eine spanne von 1 monat bis zu 1 jahr. Das kommt schon jut mit ihm.

Was ich komisch finde ist die geschichte mit dem Freund der 10 Jahre älter ist. Was ist das für einer ? weiss du das ? ich habe mir nicht „neue“ leute gesucht sondern bin bei dem geblieben was ich kannte und habe mich halt zurückgezogen.

lg Sev in der hoffnung das ich nicht einfach nur viel nutzloses getippt habe.

Ach hört mir auf mit dem Link -.-’ der ist gestellt der Junge braucht hilfe ja gebe ich auf. Aber das liegt meiner meinung nach nicht am gamen. der hat viele solche Videos aufgenommen. Und ich kannte das video schon bereits ein jahr BEVOR ich es das erste mal in den Nachrichten gesehen habe und wir haben bereits damals gesagt es sei Fake. Und ich kann ihn langsam nicht mehr sehen.

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Guten morgen, liebe Leute,

und danke für die zahlreichen Meldungen zu meinem Thema. Klasse, dass eure Ansichten in verschiedene Richtungen gehen und sogar ein junger Mann (Sev) aus eigener Erfahrung schreibt.

Dass Computer-Sucht hier im Spiel ist (seit ca. 3-4 Jahren) ist mir schon klar. Mein Sohn ist aber auch ein Typ, der sich VOLL irgendwo reinhängt, wenn er etwas findet, das ihn fesselt. Als kleines Kind war es Lego, er baute im Akkord alle Raum- und Piratenschiffe zusammen… wochenlang den ganzen Tag - wie im Wahn, später dann Fußball vom ersten Augenaufschlag bis im Schlafanzug, Sammeln von Ü-Eiern - bis er tausende hatte. Dann Terrarien bauen, nicht nur eins, Riesentausendfüßler rein, Stabheuschrecken…
ich will nur damit sagen, dass ein Teil seiner Persönlichkeit sehr ausgerichtet ist auf „Sucht“ - tiefes Eintauchen in etwas. Das ist teilweise gesellschaftlich akzeptiert, teilweise eben auch nicht.

Er ist keineswegs weltfremd, aber diese Phase hier beunruhigt mich sehr,weil ich halt auch keine „Handhabe“ mehr habe, mich einerseits manchmal hilflos fühle, wütend bin und Angst habe, ihm nicht die „richtige“ Unterstützung geben zu können. Durchgegriffen habe ich früher schon - Grenzen gesetzt etc., sonst hätten wir auch dieses doch zwischendrin gute Verhältnis nicht.

Gestern abend habe ich ihm (zum 2. Mal) angeboten, dass er sich eine Weile 1-3 Wochen doch woanders einquartieren solle, da ich seine Lebensart z.Z. daheim nicht aushalte, leider über Wochen trotz Versprechen überhaupt keine Änderung eintritt und Abstand zwischen uns gut täte. Aufgaben werden nicht erledigt, die Nacht wird zum Tag, die Tag zur Nacht gemacht und ich spiele außer als Kühlschrank und Wäscheauffüllerin keine wesentliche Rolle mehr - was mich als Mensch einfach ärgert.
Erst wollte er nicht - ich ließ nicht locker, weil ich einfach etwas verändern muss - dann willigte er ein, 1 Woche woanders zu wohnen. Er kann heimkommen, Wäsche holen auch was essen, aber nicht übernachten.

Wir sind jetzt nicht im Bösen 'auseinandergegangen", aber irgend etwas muss sich ändern und das habe ich eingeleitet. Zwar auch irgendwo ein blödes Gefühl, den Bub das quasi vor die Tür zu schicken, aber ich wusste mir keinen anderen Rat.

Nun, auch Mütter waren mal Teenager/junge Erwachsene und ich kann mich noch gut an diverse Abgründe in meiner Zeit erinnern, wo ich auch nicht wusste, wo oben und unten war. Allerdings so gut getarnt vor Eltern und Schule, dass davon keiner was gemerkt hat.
Aber selbst die Erinnerung daran hilft mir beim Sohn nicht weiter, denn er muss natürlich seine eigenen Schritte tun.

Ich bin erstmal froh, dass ich überhaupt dran geblieben bin und gehandelt habe, jetzt sind wir glaube ich beide ein bisschen wachgerüttelt. Werde ihm einen Brief hinlegen die nächsten Tage.

Zu dem „Älteren Mann“, 28: die beiden habe sich über ihr Hobby Computerspiele kennengelernt, wohnt am Ort, mir ist er sehr unsympathisch, trotzdem ist er manchmal bei uns, aber eher selten. Muss ja auch nicht alle Freunde mögen. Führe das beim Sohn stark auf den nicht vorhandenen Vater zurück der jetzt wieder weggezogen ist von der 2.Familie. Immer beruflich bedingt und immer auf der Suche nach…
Den Umgang kann ich ihm nicht verbieten - er weiß, was ich davon halte.

Jedenfalls hilft es mir, das hier mal aufzuschreiben und Meinungen zu hören !! Dann bleibe ich auch handlungsfähiger!

Gruß
Ulrike

Hallo Ulrike,
ich bin 19 Jahre alt und habe auch vieles erlebt.Meine Eltern haben sich schon getrennt als ich zwei war und das hat mich trotzdem verfolgt da sie sich auch nicht besonders verstehen. es lief immer alles über mich "dein Vater ist ein Arschloch"und „deine Mutter erzählt nur Müll“ das konnte ich erst unterbinden als ich alt genug war und dann gesgt habe dass trotzdem alle beide meine eltern sind und sie mich aus ihren problemen raus halten sollen. vielleicht, aber das ist nur eine Vermutung, geht deinem Sohn das alles grad auf die nerven.als ich älter geworden bin habe ich auch vieles erfahren und war sauer auf meine eltern und hab auch mit keinem mehr richtig geredet.ich bin dann auch mit 16 ausgezogen erst mal zur besten freundin meiner mutter, die auch immer wie eine mama für mich war und dann vor einem jahr bin ich mit meinem freund zusammen gezogen. ich habe eine lehre gemacht und arbeite jetzt. ich bin selbstständig und bekomm mein leben sehr gut geregelt. und mit meiner mutter versteh ich mich sehr gut und mit meinem vater auch. der abstand machts. deswegen halte ich es auch für eine gute idee ihn für eine gewisse zeit auszuquartieren. mit world of warcraft kenn ich mich nicht aus hab zwar davon gehört aber kein weiteres interesse daran.
mit dem älteren freund weiß ich nicht so genau was ich dazu sagen soll. was machtihn dir so unsympathisch?
ich hab auch viele ältere freunde einfach weil die in meiner altersgruppe zum Teil einfach unreif sind und durch meinen frühen auszug bin ich auch schon wesentlich selbstständiger als die meisten.
allerdings denk ich auch, dass es ungewöhnlich ist, dass er sich nur noch mit ihm trifft und gar nicht mehr mit seinen alten freunden.
Ich kann Sev sehr gut verstehen und mich damit identifizieren was er schreibt manchmal braucht man einfach nur zeit und wie du siehst ist aus sev und aus mir trotzdem noch was geworden.
also kopf hoch und vielleicht bringt der brief was…das hat meine ma mit mir auch so gemacht wenn wir sauer waren haben wir uns halt briefe geschrieben.

liebe grüße nadja

Hallo,

vor 2 Tagen hatten mein Sohn und ich ja ausgemacht, dass er mal für ca 1 Woche „ausziehen“ sollte, ohneNachhause-kommen-verbot. Er ließ sich auch darauf ein, ganz „wohl“ war uns allerdings beiden nicht, als er im Dunklen mit Rucksack auf dem Buckel aus der Tür ging…
Ich war schon kurz am Zweifeln ob meiner Maßnahme…

Tags drauf war er wieder da - zum essen und schlafen - nachdem er (voller Stolz) eine Aufgabe, die seit Wochen unerledigt rumliegt, erledigt hatte. Nach dem Aufstehen wieder Rucksack gepackt und gegangen.

Inzwischen habe ich kein schlechtes Gewissen mehr - ich denke, unser Abstand unterbricht zumindest den bisher so nervtötend gleichen, unbefriedigtenden Ablauf: meine Anforderungen im Zusammenleben, sein innerliches Abschalten dazu.
Ich nehme ihn wieder anders wahr - er mich diese paar Tage wohl auch, das alleine ist ein Fort-Schritt für uns.

Mir geht es auch darum, dass wir (nicht pausenlos, aber doch) auch in Kommunikation bleiben, gegenseitig einigermaßen „wachbleiben“.

Jeder kennt wahrscheinlich das Phänomen der Phasen, sie kommen und sie gehen, aber manchmal haben wir das Gefühl, sie gehen eben nicht (schnell genug) vorbei und fangen an uns zu sorgen.

Danke nochmal für eure Posts (gerade auch von den Jungen Erwachsenen), ich bin gespannt, was bei uns jetzt noch so passiert.

Gruß
Ulrike

Hi Sev, [so etwas nennt man Grußformel, die von machen hier im Forum benutz wird]

Ach hört mir auf mit dem Link -.-’ der ist gestellt der Junge
braucht hilfe ja gebe ich auf.

Versteh in nicht

Aber das liegt meiner meinung
nach nicht am gamen. der hat viele solche Videos aufgenommen.

Das weiß ich nicht - hast du eine Quelle zur Hand? Es interessier mich wirklich.

Und ich kannte das video schon bereits ein jahr BEVOR ich es
das erste mal in den Nachrichten gesehen habe und wir haben
bereits damals gesagt es sei Fake. Und ich kann ihn langsam
nicht mehr sehen.

mag sein. kann ich aber nicht beurteilen, die mir die Hintergrundinfos fehlen.

bye

Leo [so etwas nennt man Grußformel, die von machen hier im Forum benutz wird]

Und Danke für die Rückmeldung
Schön das du uns auf dem Laufenden hälst.

1 „Gefällt mir“

Schön das du uns auf dem Laufenden hälst.

Stimmt!

… und wieder ein paar Tage später:

Sohn kam wie vereinbart nach 5 Tagen zurück (auf eigenen Wunsch).
Stimmung: ganz normal.
1 kurzes Gespräch darüber, was ich für mich als nötig erachte, wenn ich mit „jemand“ zusammenwohne (Begrüßung, ein paar Takte Gespräch am Tag, gewisse Hilfe, Zutun beim Haushalt). Keine weiteren Abmachungen etc.

Fazit: der Kreislauf im Verhalten von Sohn und mir war durch den Abstand durchbrochen, gegenseitiges Freuen, dass der Andere wieder da ist, keine großartigen Diskussionen, was jetzt genau war, Übergang in Alltag.

Bin gespannt, wie’s weitergeht bzw. froh, wenn’s einfach ein „normales“ Zusammenleben gibt die letzten paar Jahre noch.

Vorläufiges Ende: Gut :&gt:wink:

Gruß
U.