Zusammenziehen: ja oder nein?

Hallo zusammen,

also ich wollte mir hier einfach nur von ein paar Leuten einen Rat einholen, ob mein Schatz und ich uns eine gemeinsame Wohnung überhaupt schon leisten können.

Ich bin berufstätig und verdiene im Monat so an die 1.300 € netto. Er dagegen steckt noch in seiner Ausbildung zum Physiotherapueten und muss für die Schule sogar 330 € im Monat zahlen (dies würden jedoch weiterhin seine Eltern übernehmen).

Eigentlich wollten wir noch gar nciht zusammenziehen.Wir wollten warten, bis er seine Ausbildung fertig hat und auch Geld verdient, sodass wir uns beide in keinerlei Hinsicht einschränken müssten.

Doch jetzt haben wir ein Superangebot bekommen. Es ist ein alter Stahl, welcher jetzt zum Wohnraum umgebaut ist. Es sind 68 qm, und somit auch nicht zu viel für 2 Personen. Außerdem hätten wir dann auch einen eigenen kleinen Garten mit Terasse und auch eine Garage und auch sonst genug Parkplätze für beide Autos. Das ist natürlcih das beste, was man sich mit Anfang 20 erhofen kann!!! Und der Preis ist mit 525 € warm nicht sonderlich hoch, denn es ist ländlich gelegen und die Gegend ist auch gut! Wo anders wollten wir sowieso nciht hinziehen.

Das Proiblem ist momentan halt nur, dass er noch bis zum 31.06.2007 die Ausbildung macht, und das Häuschen ja wohl kaum so lange leer stehen wird!

Was sagt ihr dazu? Würdet ihr es an unserer Stelle wagen?

Ich habe da noch einbisschen Bedenken, gerade auch was die immersteigenden Benzinpreise angeht. Schließlich haben wir beide einen langen Arbeitsweg jeden Tag! Ich habe 40 km und er 60 km pro Strecke! Und näher ranziehen geht nicht, denn wir fahren in genau entgegengesetzte Richtungen!

Bitte sagt, ob es denn mit meinem Gehalt reicht…?

Bin echt total verzweifelt!

hallo,

WARNUNG: wenn einer finanziell vom anderen abhängig ist, gibt´s schnell streit…(neue schuhe, anderes auto, etc. etc…)

trotzdem viel glück

markus

Hallo Teufelchen,

Ihr habt Monatl. 1300 Euro
Ihr braucht Miete 525 Euro
Wasser/Strom 100 Euro
Zwei PKW Unterhalt,Sprit mind. 400 Euro
Lebensunterhalt Kleidung,Essen,Handy,Telefon/Internet Freizeit mind. 300 Euro
Habt Ihr Möbel,Waschmaschine,Küche?

Meine Angaben sind grob Geschätzt aber ich würde mal sagen es wird verdammt Eng.
Den Rat den ich euch gebe:
Ihr solltet Euch selbst die Kosten für den eigenen Hausstand genau berechnen
Und dann entscheiden.
Es sind schon Beziehungen unter solch einem Druck zerbrochen.
Auch meine Freundin und ich standen vor einer ähnlichen Situation und wir haben es Gewagt und Geschafft.
Diese Durststrecke hat unsere Beziehung allerdings gefestigt.

Viel Glück
Markus

Hallo!

Ich fasse mal zusammen: Ihr wollt von knapp 1.300 € leben, 525 € Warmmiete bezahlen und 2 Autos unterhalten. Außerdem sind täglich 200 km Autofahrt zu finanzieren. Rechne ich dafür täglich 14 Liter Treibstoff à 1,30 €, kommt man bei 20 Arbeitstagen auf monatlich 364 € für Benzin. Damit bleiben für 2 Personen monatlich 411 € übrig, von denen Lebensmittel, Kleidung, Kfz-Steuern und Versicherung für 2 Autos, Reparaturen, Kosmetika und der alltägliche Kleinkram zu bezahlen sind. Man kann sich zu zweit gewiß auf sehr angenehme Weise beschäftigen, aber damit läßt sich die drückende finanzielle Enge nicht längere Zeit verdrängen. Ich halte das Monatsbudget für zu eng.

…ein Superangebot… Es ist ein alter Stall, welcher jetzt zum Wohnraum umgebaut ist.

Ställe und Wohnungen werden nach unterschiedlichen Gesichtspunkten gebaut. Auch ein nachträglicher Umbau macht mit irgend vertretbarem Aufwand aus einem Stall keinen Wohnraum. Ein durch Umbau nicht mehr oder nur mit sehr hohem Aufwand zu beseitigender Unterschied liegt in Feuchtigkeitssperren und thermischer Isolation insbesondere der Bodenplatte, oft auch der Außenmauern. Was in einem dauernd durchlüfteten Stall nicht stört, führt in einem von Menschen bewohnten Raum zu Fußkälte und Schimmel. An Deiner Stelle würde ich dort nicht einziehen.

Ich möchte mich nicht als Spaßbremse betätigen, aber ich denke, das Vorhaben ist nicht wirklich gut.

Gruß
Wolfgang

Hallo,
das wird sehr eng - wie die anderen hier auch schon kommentiert haben.
Zudem (wie auch schon erwähnt wurde) ist es ziemlich doof, wenn der eine vom anderen abhängig wird, finanziell. Ich kenne das, mein LG war auch von mir finanziell abhängig Jahrelang. Das ist für beide Seiten sehr schwer!

Aaaaaaber wenn Du ein gutes Gefühl mach es! Ich erinnere mich noch an Studentenzeiten wo man von viel weniger gelebt hat.
Hör auf Deinen Bauch, wenns jetzt rein rational hinterfragt wird, kanns net gehen. Wenns aber „herzlich“ hinterfragt wird, und das Ergebnis lautet: ja ich will, dann mache es.
Vllcht kann ja auch einer von euch auf ein Auto verzichten und mit Bus und Bahn fahren, oder es kann andere Punkte geben um die Kosten zu reduzieren. Wenn man mal eure Ausgaben die sein müssen (Miete. Strom. Heizung, Autos, Steuer, Versicherungen, Lebensmittel usw) zusammenrechnet habt ihr wahrscheinlich weniger als mit ALG2. Aber es gibt immer Möglichkeiten! Mitfahrgelegenheiten (selber wahrnehmen oder anbieten) z.B.

Klingt doof, aber wenn man so lebt WIE man will, dann ist Geld eigentlich kein Hindernis, und wer es zu einem macht … naja der denkt vllcht zu viel nach.

Sabiiine (die gerade fast geschrieben hätte, so sind die Weiber)

Hallo Teufelchen,
nun also wir leben auch zusammen (seit 1 Jahr) und haben beide jeweils 1200, quasi 2400 gesamt. wir haben eine 80qm Wohnung mit Terrasse.
Die Kosten sind wie folgt: 530 Euro Kaltmiete + 70 Euro Nebenkosten an den Vermieter (Müll, Treppenhausreinigung, Gärtner, Schornsteinfeger, Grundsteuer etc.) + ca. 170 Euro Nebenkosten (Strom, Gas, Wasser).
Die Frage ist: Was ist drin, warm heisst ja „nur“ Heizung quasi warm.
Nebenkosten (siehe oben) fallen trotzdem zusätzlich an und werden vom Vermieter auf jedenfall auf Euch umgelegt.
Dazu kommen Hausratversicherung, GEZ-Gebühren, Telefon (quasi verstecke Kosten) die man zwar ein wenig beeinflussen kann, die aber trotzdem bezahlt werden müssen, zu all den anderen Versicherungen, Auto-Reparaturen und Benzin-Füllungen.

Mein Rat:
Fragt Euch genau nach, welche Kosten (Grundsteuerumlage / Schornsteinfeger etc.) schon in dieser Miete enthalten sind.
Rechnet dann alle Ausgaben zusammen (bitte Beträge aufrunden) und dann werdet Ihr unter dem Strich sehen was Euch bleibt…
das ist die einfachste Entscheidungshilfe die es im Leben geben kann…
das funktioniert übrigens auch beim Hauskauf ;o)

Aber ganz wichtig: Wenn Ihr das erste mal zusammenzieht, bedenkt bitte das Ihr Euch auch mal aus dem Weg gehen können müsst. Wir haben 80qm und gehen uns manchmal auch auf den Keks… nach Möglichkeit Freiraum für die individuellen Bedürfnisse einplanen. Bastelt zum Beispiel einer gerne am Auto eine Garage einplanen. Guckt einer gerne Fußball und der andere nicht, lieber zwei Fernseher einplanen… Freiraum ist wie Nähe auch wichtig in einer Beziehung… ansonsten lieber warten, Wohnungen stehen genug frei…

Halte Euch trotzdem die Daumen,
viele Grüsse Patex

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Hallo Teufelchen,

der erste Gedanke der mir gerade kam ist: wenn Du schon zweifelst, dann lass es lieber und warte noch. Diese Diskussion gehört aber eher ins Psycho-Brett.

Trotzdem will ich Dir mal von meiner Lebensgemeinschaft berichten, also von mir und meinem Freund. Wir wohnen in einer 70 qm²-Wohnung mit Balkon und zahlen dafür mit allem drum und dran (also Heizung, Strom und Telefon) ca. 600 - 650 €. Unsere Einkommen schwanken extrem, meistens haben wir beide kein Geld oder viel Geld (ersteres trifft häufiger zu).Wir wohnen jetzt seit vier Jahren zusammen und lieben uns wie am ersten Tag!
Wenn Du mit ihm zusammen ziehst, bildet ihr eine Gemeinschaft - ohne wenn und aber, darüber musst Du Dir klar sein. Wir machen’s so, dass derjenige zahlt der grad Kohle hat oder der eine leiht dem anderen was. So ein Prinzip beruht auf Vertrauen und Ausgleich.
Zu den langen Arbeitswegen: gibt’s bei Euch kein öffentlichen Personennahverkehr oder so was wie Fahrgemeinschaften mit Arbeitskollegen?

Aber wie gesagt: ich würde nix machen, wenn ich schon vorher Zweifel hab. Du wirst Dich irgendwann wahrscheinlich ausgenutzt fühlen oder so was in der Art…

Liebe Grüße von Suse

Hallo Sabiiine,

also auf ein Auto verzichten wird woh eher unmöglich sein… Denn die neue Wohnung ist zum einen ländlich gelegen, sodass es relativ problematisch ist von da aus mit dem BUs zu fahren, zum anderren habe ich wechselnde Arbeitszeiten, so muss ich shcon mal um 07:00 Uhr auf der Arbiet sein und an anderen Tagen bis 19:00 Uhr arbeiten… Habe das schon mal mit öffenltichen Verkehrsmitteln versucht und musste spätestens um 05:15 aus dem Haus… bzw was dann erst um 21:00 Uhr zuhause! Und ich wohne momentan noch einbisschen näher an meiner Arbeitsstätte! Außerdem fahre ich auch noch 2 Mal die Woche zu einer WEiterildung. VOn da aus komme ich um 21.00 Uhr auch nicht mehr weg!Und mein Schatz muss halt bis nach Bochum! Mit öffentlichen Verkehrsmitteln braucht er über 2 Stunden. Und eine Fahrgemeinschaft hat er bereits!

Werden diesen Schritt momentan wohl doch nicht wagen! Trotzdem danke, denn eure Ratschläge und vorallem auch das Vorrechnen aller Ausgaben haben uns weitergeholfen!

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Hi Teufelchen,

erkundigt Euch doch mal nach ausbildungsunterstützung usw.

Soweit ich weis gibt es da einige Möglichkeiten (so ähnlich wie Bafög) wenn ein AZUBI in seiner Ausbildung eine eigene Wohnung hat/braucht).

Das könnte euer Buget etwas aufstocken und so euren Traum doch verwirklichen…

Erkündigt Euch mal bei der Stadt/Verwaltung

LG
Chris