Zusatzdüngung für Komposterde

Hallo,
wer einen Garten hat, kann mir sicher helfen:
Ich habe einen Gemüsebeet mit Komposterde angelegt.
Bohnen und Tomaten. Und eins mit vielerlei Blumenpflanzen. dazwischen Kräuter.
Ich las irgendwo,daß dieser Boden unzureichend ist, wenn man nicht eine bestimmt Substanz zufügt.
Den Namen habe ich leider vergessen. Könnt Ihr mir sagen, was das ist zum Zusetzen?

Liebe Grüße von Rosine

Hallo,

wer einen Garten hat, kann mir sicher helfen:
Ich habe einen Gemüsebeet mit Komposterde angelegt.

schön

Bohnen und Tomaten. Und eins mit vielerlei Blumenpflanzen.
dazwischen Kräuter.
Ich las irgendwo,daß dieser Boden unzureichend ist, wenn man
nicht eine bestimmt Substanz zufügt.

Kompost hat normalerweise alles drin, was Pflanzen brauchen
(viele Gärten werden chronisch überdüngt)

Den Namen habe ich leider vergessen. Könnt Ihr mir sagen, was
das ist zum Zusetzen?

nein, ich weiß nicht, was man üblicherweise zusetzt
Ich setze in unserem Garten Kompost absolut nichts zu

Beete werden in Abständen von Jahren zusätzlich mit Hornspänen und Urgesteinsmehl versorgt.

viele Grüße
Geli

Hallo.
Du brauchst nichts zusetzen. In der Natur, wo der Boden nicht bearbeitet wird, setzt auch Niemand was zu. Dort kompostiert die Natur durch abgestorbenes Pflanzgut selbst.
Gruss Peter

Hi

ganz funzt das Argument nicht: man darf dabei nicht vergessen, das in der Natur auch die Natur entscheidet, was nachher drauf wächst. Dort wo der Mensch entscheidet, nämlich auf Feld und im Garten, ist es nicht immer standortgerecht und dann muss man was zusetzen, damit die starkzehrende Gemüse-Pflanze auch gedeiht.

Wichtig ist die Qualität des Komposts, und da gibt es natürlich massive Unterschiede.

Ansonsten: Meines Wissens nach verwenden die bio-veganen Höfe (also solche, die keinen künstlichen und keinen tierischen Dünger einsetzen) ausser grossen Mengen eigenen Kompost noch Kalk-/Gesteinsmehle und haben ziemlich ordentliche Erträge.

gruss, Sama

Servus,

das geht im Ackerbau ganz gut, wenn man genügend Leguminosen in der Fruchtfolge hat.

Im Gartenbau wird das mit dem Stickstoff aber extrem eng; mit P und K normalerweise kein Problem, aber mit N schon. Besonders, wenn der Kompost wenig Küchenabfälle und viel Grasschnitt, Unkraut, Baumschnitt usw enthält. Besonders N-arm ist zugekaufter Kompost aus kommunalen Kompostierungsanlagen, weil da (im Verhältnis) fast nur Grünschnitt reinkommt.

Von daher ist es zumindest bei Tomaten, Paprika, Kohl, Kürbis, Auberginen, Zucchini im Gartenbau kaum möglich, ohne Hornspäne oder andere geeignete N-Dünger (z.B. Rizinusschrot oder Mälzereiabfälle) auszukommen. Man müsste sonst permanent über 3/4 der Fläche unter Klee und Bohnen halten.

Schöne Grüße

Dä Blumepeder

Hallo Peter1940,

vielen lieben Dank! Da die Gemüseabfälle aus der Küche mit dabei sind wird eh schon viel Dünger drin sein.

Gruß, Rosine

Hallo Sama,

vielen Dank für Deinen Beitrag. Ich erkundige mich gleichmal nach Kalk-Gesteinsmehlen. Auch was ich gegen den schrecklich viel gewordenen Hahnenfuß mach kann, dweiß ich nicht. Vor einem Jahr
hatte ich mühsam alle ausgestochen, und nun ist es viel mehr als bisher war. Der Nachbar hat seinen (von dem er kam auf unserer neuen Wiese) mit irgendwas behandelt, der ist weg und wohl zu uns rüber gezogen. Da unser Nachbar ein alter Stasi ist, will ich ihn nicht fragen, vermeide Gespräche, ohne daß wir zerstritten wären.

Viele Grüße. Rosine

Hallo Geli,

lieben Dank. Das mit den mir völlig unbekannten Urgesteinsmehlen hat auch noch ein anderer Teilnehmer geschrieben. Also das wird besorgt.
Auch Hornmehl. Ich frage mich, ob der Dünger in den Küchenabfällen . die mit auf unseren Kompost kommen, noch wirksam ist. ???

Es grüße
Rosine

Hallo Blumepeder,

auf unseren Kompos kommen reichlich Küchenabfälle, also frisches Gemüse praktisch. Trotzdem Hornmehl?

Viele Grüße Rosine

Kalk und Gesteinsmehl
Servus,

bevor man kalkt, sollte man sich eine ungefähre Idee vom pH-Wert des Bodens machen. Das kann man anhand von Bodenuntersuchungen, aber auch anhand anderer Anzeichen tun. Ein zu hoher pH-Wert ist für fast alle Gemüse gar nicht wünschenswert.

Urgesteinsmehle enthalten keinen der Grundnährstoffe N, P und K in nennenswerter Menge.

Schöne Grüße

Dä Blumepeder

Servus,

das siehst Du an der Farbe der Blätter von Tomaten, Gurken, Kürbis: Bei ausreichender N-Versorgung sind sie satt grün, bei N-Mangel hell bis ins Gelbliche, bei N-Überversorgung dunkelgrün bis ins Bläuliche.

Schöne Grüße

Dä Blumepeder

Hallo Blumepeder,
Danke erstmal an Dich. Aber

was ist P und K und N, ich bin nämlich totaler Laie und Anfänger beim Anbauen. Das Beet ist nicht sehr groß. Es stehen Bohnenstangen, es kommen also Bohnen, dann sind Stangen für Klettererdbeeren auf demselben etwas größeren Beet. In der Mitte soll Rhabarber rein.

Viele Grüße Rosine

Düngung im Garten
Servus,

N, P und K sind die Bezeichnungen der chemischen Elemente, die die hauptsächlichen Nährstoffe für Pflanzen bilden: Stickstoff (N), Phosphor (P - in Dünger und Bodenlösung als Phosphat), Kalium (K). Auf allen handelsüblichen Düngemitteln und Pflanzsubstraten (einschließlich „Bio“-Produkten) ist der Gehalt an diesen Hauptnährstoffen angegeben.

Wenn bei Gemüsepflanzen von „Starkzehrern“ und „Schwachzehrern“ die Rede ist, bezieht sich das immer auf den Stickstoffbedarf.

Seit im Gemüsegarten nicht mehr mit Mist und gottlob auch nicht mehr aus der Abortgrube gedüngt wird, ist es wichtig, eine geeignete Stickstoffversorgung sicherzustellen. Kalium ist in normalen Gartenböden immer mehr als genug vorhanden, Phosphat meistens auch - das macht übrigens den Unsinn von „Blaukorn“ aus, in dem Stickstoff, Phosphat und Kalium in einem festen Verhältnis enthalten sind; meistens würde allein ein Ammoniumstickstoffdünger wie Kalkammonsalpeter genau die gleiche Wirkung ausmachen, allerdings den Geldbeutel dabei ein wenig schonen.

Es gibt Pflanzen, die mit Wurzelbakterien zusammen leben, die Stickstoff aus der Luft binden. Im Garten sind das hauptsächlich Erbsen, Bohnen und Weißklee. Eine minimale N-Versorgung lässt sich sicherstellen, indem man genug Bohnen (Busch-, Stangenbohnen, vor allem Ackerbohnen) mit jährlich wechselndem Standort in der Fruchtfolge hält, außerdem Wege zwischen den Beeten im Frühjahr mit Weißklee einsät und im ein- bis zweijährigen Turnus verschiebt.

Wichtige N-Quellen sind sonst Hornspäne (günstiger als Hornmehl, weil sie langsamer umgesetzt werden), getrockneter pelletierte Rinder- und Hühnergülle und pelletierte Mälzereiabfälle („Maltaflor“). Alle genannten sind auf die lange Sicht im Gartenbau günstiger als mineralische Stickstoffdünger (z.B. Kalkammonsalpeter), weil sie langsamer in die Bodenlösung übergehen, daher (wenn bis spätestens Juni ausgebracht) weniger ins Grundwasser ausgewaschen werden und wegen ihres Gehaltes an organischer Substanz auch zur Bildung von Dauerhumus beitragen. Je mehr Stickstoff gegeben wird (auch aus organischen Quellen wie Hornspänen), desto mehr muss man auf Humusbildung (Mulchen, Flächenkompostierung, Mischkultur mit Spinat-Düngereihen) achten, weil eine hohe Konzentration von verfügbarem Stickstoff in der Bodenlösung nicht bloß das Pflanzenwachstum, sondern auch den „Verzehr“ von Humus fördert.

Hier übrigens eine wichtige Rolle von Kalk: Regenwürmer mögen keine kalkarmen Böden, und die Arbeit von Regenwürmern ist nicht nur zur Lockerung und Durchlüftung des Bodens und zum Einarbeiten von Pflanzenresten notwendig, sondern vor allem auch zum Aufbau von relativ stabilen Ton-Humus-Komplexen („Dauerhumus“), die den Wasser- und Lufthaushalt des Bodens enorm verbessern. Mit einem ausreichenden Regenwurmbesatz kann man außer auf extrem schweren Böden ganz ohne Umgraben arbeiten, das verbessert die Bodenstruktur wesentlich. In einem Gartenboden in idealem Zustand braucht Kompost nur ganz oberflächlich oder überhaupt nicht eingearbeitet zu werden, das besorgen alles die Regenwürmer.

Mangelhafte Kalkversorgung eines Gartenbodens lässt sich leicht an Tomaten erkennen: Bei Kalkmangel bilden sich an der Spitze der Früchte noch vor der Abreife kreisrunde, dunkle Faulstellen. Übermäßige Kalkgaben sind für viele Gemüsepflanzen kritisch, weil Kalk das Milieu im Boden von leicht sauer zu leicht basisch verschiebt, das mögen die meisten Gemüsepflanzen nicht so gerne - hat auch mit der Verfügbarkeit einiger Nährstoffe in der Bodenlösung zu tun. Weißklee ist übrigens auch ein Kalkliebhaber - ich lege die Kleewege immer mit abgelagertem Rindenmulch und einer ganz leichten Kalkgabe an, auch damit der Rindenmulch nicht gar so sauer herauskommt.

Über Gesteinsmehl wird viel philosophiert, erzählt und geschrieben. Mir persönlich ist nur eine einzige Kultur bekannt, für die es nachweisbar wichtig ist: Rotkohl ist in dem Punkt hoch spezialisiert, dass er eine ausreichende Versorgung mit Selen benötigt. Dieses nicht so sehr häufige Element ist in Urgesteinsmehl relativ leicht verfügbar enthalten. Ferner dürfte es die Pufferkapazität des Bodens (dessen Fähigkeit, Schwankungen im pH-Wert = „Säuregrad“ auszugleichen) erhöhen und leicht oxidierend wirken (= Humusbildung statt Fäulnis fördern). Mir ist die Anwendung von Gesteinsmehl vor allem von mehr oder weniger esoterischen Schulen bekannt, von denen a priori keine konkreten Auskünfte über Sinn und Wirkung dieses Substrates zu bekommen sind. Ich will es aber nicht von vornherein abtun und bin offen für konkrete Beschreibungen der Wirkung.

Schöne Grüße

Dä Blumepeder

Halle Geli,
da bin ich froh, daß die Komposterde (mit Küchenabfall) ausreicht.

Danke und lieben Gruss, Rosine