Zusätzliche Dachbodendämmung beim Fertighaus

Hallo liebe Experten,
ich habe ein Fertighaus, erstellt 1978, Bungalow, Walmdach, Dach nicht ausgebaut, ist auch nicht möglich. Dachbodenaufbau von oben: Spanplatte 19 mm auf Deckenbalken 12x22cm getakert, bzw. verschraubt, zwischen den Deckenbalken 8 cm Isolierung (Steinwolle) dann Rigipsplatten, Lattenkonstruktion, Holzdecken: Paneele und Massivholz.
Weil mir die 8 cm Isolierung zu wenig war, habe ich vor ca. 25 Jahren auf die Spanplatten zusätzlich
8 cm Stryroporplatten 50 x100 cm, 2 x 4 cm Dicke im “Verband” verlegt. Aber o h n e Dampfbremse/ Sperre.
Mein Fertighaushersteller hat mir bei einem Gespräch jetzt mit geteilt, dass ich wegen der fehlenden Dampfsperre massive Schwierigkeiten haben könnte, in Form von Feuchtigkeit.!!!
Ich habe auf Grund dessen an verschieden Stellen die Spanplatten entfernt Es wurde aber an keiner Stelle Feuchtigkeit festgestellt. Auch habe ich in allen darunterliegende Wohnräume k e i n e Feuchtigkeitsspuren. Diese Aussage hat mich aber doch total verunsichert.
Was soll ich tun? Was sagen die Experten.
Gerne erwarte ich Eure kompetente Antwort. Für die ich mich aber jetzt schon bedanke.
Viele Grüße Charlotte

Hallo!
Seit 25 Jahren trocken und was soll sich jetzt ändern?
Keine Ahnung was der wollte, aber mit den Styroporplatten hast Du die Kondensatgrenze nur nach oben in den Dachraum verschoben, wo die Luft zirkuliert und die Platten trocken bleiben.
MfG
airblue21

Hallo!

Wenn es nach Besichtigung keine Feuchteschäden zu sehen gab, dann ist wohl auch nichts.

Aber ist das so auch gut gelöst und hat den Zweck erfüllt, den Du mit der Zusatzdämmung erreichen wolltest ?

Ich meine NEIN.

Ich wundere mich sowieso, wie man es so hat angehen können !
Da hat man einen 22 cm hohen Sparrenhohlraum, der nur mit 8 cm gedämmt ist und kommt dann auf die "glorreiche "Idee, oben auf der Bodenschalung eine Zusatzdämmung aufzubringen.

Warum hat man Spanplatten nicht aufgenommen und innen drin ausgedämmt auf 22 cm, also 14 cm Plus eingebracht ?
Wenn man das Aufnehmen der Platten gescheut hat, gäbe es sogar Einblasdämmung für die man nur 1 - 2 Löcher pro Sparrenfeld durch die Platten bohren müsste die man später mit Plastikdeckel verschließen könnte.

Du glaubst, Du hast jetzt wirksame 8 cm alt + 8 cm Styropor neu = 16 cm wirksame Dämmung ?

Nein, Du hast folgende Schichten vom Warmen zum Kalten:

8 cm Iso + 14 cm Luft + 8 cm Iso

Ist die Luft wirksam eingeschlossen und kann nicht zirkulieren ? Wohl kaum, also isoliert sie auch nicht gut (gar nicht).
Es liegt nahe, es ist zum Dachüberstand hin offen und belüftet. Deshalb kann auch die fehlende Dampfbremse schadlos geblieben sein, weil das evtl. ausfallende Kondensat im Luftraum nach draußen ablüften kann.

MfG
duck313

Hallo Duck,
ich bedanke mich für Deinen schnellen und sehr ausführlichen Bericht über meine “missglückte” Dachbodenisolierung.
Ich gebe Dir in allen Punkten recht!! Im Nachhinein ist man immer schlauer. Ich gebe zu, dass ich vor ca. 25 Jahren wenig Ahnung von Dachbodenisolierung hatte. Auch gebe ich zu, dass ich mir bei Ausführung wenig Gedanken gemacht habe. Die Styroporplatten hatte ich ohne Berechnung bekommen.
Dass diese Isolierung gar nichts bringt, glaube ich nicht, aus folgenden Gründen: Meine Wohnfläche beträgt ca. 130 qm, 60% offenes Wohnen, d.h. ohne Türen. Meine Heizung ist ein Einrohrheizsytem!!
Ölheizung Viessmann Tieftemperaturkessel. Mein Ölverbrauch ca. 1800- 1900 ltr. Jährlich.
Man sollte auch bedenken, dass das Fertighaus jetzt 38 Jahre alt ist und der U-Wert bei 0,35 W/m 2 K errechnet wurde. Heute ist das natürlich nicht mehr aktuell.
Mir ist es in erster Linie wichtig zu wissen, dass mir mit dieser Isolierung keine Feuchtigkeitsschaden entsteht bzw. entstanden ist.
Gerne kannst Du Dich nochmals melden um Deine Meinung zu erfahren.

Viele Grüße Charlotte

Hallo Duck,
schade, dass Du Dich nicht mehr gemeldet hast.!!
Ich der Meinung, die Luftschicht isoliert DOCH!!
Gruß Charlotte