Hallo!
1997 gab es mal den Denty-Versicherungs-Boom.
Es war wohl eine zeitlang so, dass die Krankenkassen sich aus dem Zahnersatzgeschäft verdrücken wollten.
Habe damals für meine 3 Kinder so eine Zusatzversicherung abgeschlossen. Die jährliche Rechnung betrug letztes Jahr zirka 34,–DM. Für dieses Jahr wurden zirka 40,–€ abgebucht.
Braucht man diese Versicherung überhaupt noch oder kann ich sie ohne bedenken kündigen?
Gruß
Forrest
ein klares nein!
hallo Forrest,
Kinder haben heute keinen Zahnersatz mehr nötig (außer bei Unfällen).
Diese Zahnzusatzversicherungen waren nur kurze Zeit angebracht, als die Kassen nichts mehr leisteten. Das ist geändert worden und diese ZZ-Versicherungen für Kinder gestorben.
Was anders wäre es, Du würdest eine dieser ZZVericherungen haben, die auch Behandlung und Inlay´s zahlen. Aber das auch nur dann, wenn Du Zähne hast, die nicht die widerstandsfähigsten sind. Denn ein Inlay ist nun mal wesentlich besser als eine Amalgam-B(l)ombe.
Viel wichtiger ist ein KH-Zusatz. Nicht wegen der Bettenzahl. Bei Kindern kann man sagen: je mehr im Zimmer sind, desto schnelle der Heilvorgang. Nein, ich meine die freie Wahl des Arztes ist das entscheidende!
Grüße
Raimund
…die freie Wahl des Arztes ist das entscheidende!
Hallo Raimund,
ist das wirklich praxisgerecht? Der Normalfall sieht doch so aus: Es kommt jemand in ein Krankenhaus. Ein großer Massenbetrieb, der Kranke oder die Eltern des kranken Kindes kennen dort niemanden, keinen Assistenzarzt, keinen Oberarzt, keinen Prof. Jetzt will jemand unbedingt vom Chef persönlich behandelt werden. Meistens wird’s aber zur teuren Lachnummer. Der Chef hat auch nicht immer Dienst. Die Behandlungen erledigt das Personal, das gerade Dienst hat. Selbst wenn der Chef Dienst und Zeit hat - das kann das größte A***loch sein!
Hinterfragen aller Maßnahmen, selbst schlau machen so weit es irgend geht, halte ich für zielführender, als sich per Versicherung das Recht auf einen warmen Händedruck vom Chef zu kaufen.
Gruß
Wolfgang
Hi,
ich habe auch meine freie Arzwahl in Frage gestellt.
Bei meinem letzten Krankenhausaufenthalt habe ich mich vom Oberarzt ausgezeichnet betreut gefühlt.
Nach 2 Tagen kam der Chefarzt vorbei, fragte wo ich arbeite und fing dann an vom gemeinsamen Golfspiel mit meinem Vorstand zu erzählen.
Die Rechnung über xxxx DM wies dann „besonders eingehende Beratung“ aus.
Wirklich dankbar war ich für das Einzelzimmer.
Max
hallo Wolfgang
ist das wirklich praxisgerecht? Der Normalfall sieht doch so
aus: Es kommt jemand in ein Krankenhaus. Ein großer
Massenbetrieb, der Kranke oder die Eltern des kranken Kindes
kennen dort niemanden, keinen Assistenzarzt, keinen Oberarzt,
keinen Prof. Jetzt will jemand unbedingt vom Chef persönlich
behandelt werden. Meistens wird’s aber zur teuren Lachnummer.
Der Chef hat auch nicht immer Dienst. Die Behandlungen
erledigt das Personal, das gerade Dienst hat. Selbst wenn der
Chef Dienst und Zeit hat - das kann das größte A***loch sein!
Wie sieht die Praxis aus?
Ich gehe von einer „normalen“ Krankheit aus, nicht Unfall. Bei Unfall brauche ich schnellstens Hilfe, da kann ich nicht mehr groß wählen.
Also Normal:
entweder ich frage meinen Arzt nach dem besten Krankenhausbehandler im Umkreis von xxx km. Oder ich kaufe von FOCUS die CD: die besten Ärzte Deutschlands. Dort (bei dem besten Behandler) melde ich mich an und frage um einen Termin, den ich dann auch bekomme (im Normalfall).
Was habe ich erreicht? Ich habe das menschenmögliche getan, dass meine Krankheit optimal behandelt wird.
Wie siehts beim Kassenpatienten aus (Spezialfälle wie bei Günter ausgenommen)? Ich werde in das nächsterreichbare, medizinisch geignete KH überwiesen (das mit dem größten Friedhof:smile:). Der erste Arzt, den ich kennenlerne ist der Aufnahmearzt. Dann kommt der Stationsarzt, dann kommt der behandelnde arzt, am nächsten Tag haben alle Schichtfrei also kommt der nächste Arzt, der natürlich von mir nichts weiß… Gut, das war ein GAU, doch nicht auszuschließen. Außerdem behandelt mich evtl. einer, der noch nicht so viel Erfahrung hat. Wehren jann ich mich dann nicht.
Es muss nicht unbedingt der Chefarzt sein, es kann auch der Oberarzt sein. Ich bin der Zahler, also bestimme ich, wer an meinen Astralleib kommt. Einen Prof. Dr.Sauerbruch würde ich nicht dran lassen (hat zittrig wie er in den letzten Jahren seiner Arbeit war nur noch für den Friedhof gearbeitet).
Hat man auch noch die richtige Zusatzversicherung ausgewählt, dann werden auch noch die Kosten die bei einer Auswahl eines anderen KH entstehen können bezahlt.
Was das ist?
Nun, Du wirst in das KreisKH überwiesen. Dort möchtest Du nicht hin, weil Du schon schreckliches davon gehört hast. Außerdem ist der Arzt in dem 50 km entfernten KH wesentlich besser… wird behauptet. Jetzt kostet die allgemeine Pflegeklasse in KreisKH sagen wir mal 200 €. In dem anderem KH aber 300 €. Dann musst Du diese Kosten (= 10 Tage Aufenthalt mal 100 € = 1000 € für Dich) selbst ttagen. Hast Du aber die richtige Zusatzversicherung, zahlt die das. Ebenso die Vor- und Nachuntersuchung, die ja eigentlich eine ambulante Leistung ist. Doch der Chefarzt gibt sich mit den 1,5 fachen Satz GOÄ nicht zufrieden. der will mindestens 2,3 fach.
Also: „rentiert“ sich so eine Zusatzversicherung? Bei einem Kind kostet die nicht viel, bei uns Männern auch nicht. Gut, die Frauen müssen etwas mehr hinlegen.Die bekommen ja auch öfters Kinder, als wir Männer, oder?
Hinterfragen aller Maßnahmen, selbst schlau machen so weit es
irgend geht, halte ich für zielführender, als sich per
Versicherung das Recht auf einen warmen Händedruck vom Chef zu
kaufen.
Der warme Händedruck ist zum Glück ein Märchen. Rechnet er z.B. bis zum Höchstsatz oder gar darüber, dann wird er in Erklärungsnot kommen, wenn er die Leistung nicht selbst erbracht hat.
Grüße
Raimund
Hallo Raimund
Was anders wäre es, Du würdest eine dieser ZZVericherungen
haben, die auch Behandlung und Inlay´s zahlen.
Frage am Rande, wer bietet denn so etwas an (und ist Deiner Meinung nach empfehlenswert)?
Danke und Gruß abi
hallo abi,
die günstigste dürfte die ARAG sein - in den meisten Fällen. Danach die Vereinte. Die Hallesche hat glaube ich auch so etwas.
Übrigends ist die ARAG bei den KH-Zusatztarifen die preiswerteste. Sie bietet das alles, was ich zuvor geschriebeen habe und das als eine der vom Beitrag her günstigsten Tarife.
Grüße
Raimund
Hallo Raimund,
ich persönlich finde für diesen Bereich ja die Tarife der Signal am besten… aber nicht den GE, sondern den EG.
Gruß
Marco
hallo Marco,
hier hast Du was missverstanden: es geht um einen Tarif, der auch Behandlung zahlt.
Das macht der Signal EG nicht. Er zahlt nur 20 % Zahnersatz. Um aber Zahnbehandlung (und damit Inlays) zu haben muss man bei der Signal auch noch den Z50 abscxhließen.
Zumindest sagt das das „Handbuch für Krankenversicherungen 2002“ der Signal.
Ebenso ist im EG keine Kieferorthopädie beinhaltet. Das wäre aber bei kindern auch ein wichtiger Punkt.
Grüße
Raimund
Hallo Raimund,
schau mal bei M&M rein, dort steht drin, dass er auch für Inlays zahlt.
Es gilt das günstiger-Prinzip. Gibt es über den Zahnersatz eine höhere Erstattung in dem Tarif, dann ist es Zahnersatz. Und wäre es Zahnbehandlung, dann gibt es die Erstattung über Zahnbehandlung.
Aber bei M&M steht das meine ich sogar explizit drin.
Gruß
Marco
Hi Wolfgang!
Ich wollte mich einfach mal zu Wort melden…
ist das wirklich praxisgerecht? Der Normalfall sieht doch so
aus: Es kommt jemand in ein Krankenhaus. Ein großer
Massenbetrieb, der Kranke oder die Eltern des kranken Kindes
kennen dort niemanden, keinen Assistenzarzt, keinen Oberarzt,
keinen Prof. Jetzt will jemand unbedingt vom Chef persönlich
behandelt werden. Meistens wird’s aber zur teuren Lachnummer.
Der Chef hat auch nicht immer Dienst. Die Behandlungen
erledigt das Personal, das gerade Dienst hat. Selbst wenn der
Chef Dienst und Zeit hat - das kann das größte A***loch sein!
Nur mal ein Beispiel:
Ein guter Freund von mir - seines Zeichens Rettungssanitäter - erzählte mir mal etwas…
Bei einer ganz normalen OP wirst Du ganz normal intubiert. Als „normaler“ Kassenpatient macht das dann ein Assistensarzt oder schlimmstenfalls der Pfleger! Wenn Du schon mal gesehen hast, wie ein Tubus gelegt wird, weißt Du, dass es enorm gefährlich für die Zähne sein kann. Werden die Zähne arg beschädigt, hast Du in jedem Fall ein Problem (nämlich, dass Du Deinen Beitrag (Anteil) zum Ersatz tragen musst).
Da ist es mir lieber, ein Chefarzt macht das - und sei er noch so ein großes A****loch - der hat in der Regel eine gewisse Erfahrung und wird eher in Erklärungsnot kommen…
Was mir persönlich aber wichtiger ist, als die Arztwahl, ist die freie Wahl des Krankenhauses! Wir haben bei uns in der nähreren Umgebung (Umkreis von 30 km) bestimmt 10 Krankenhäuser - und jedes hat so seine „Spezialitäten“. Aber genausogut hat auch jedes von denen (genau kenne ich nur 5) Gebiete auf denen einfach nur schlecht gearbeitet wird! Ich weiß, dass ich bei einem komplizierten Knochenbruch garantiert nur eines der fünf Krankenhäuser wählen würde, was ich zum Glück kann, da meine GKV mir das ermöglicht!
Grüße
Guido
Zusatzvers. für Zahnersatz und MEHR!!
So, auch mal Hallo,
ich arbeite zufälligerweise in der Branche…
und habe ne eigene Meinung darüber…*lach
wenn du jeden Monat das Geld weglegst, für ne reine Zahnersatz-
Versicherung für deine Kinder, rentiert sich das auch
(hoffentlich liest das keiner *grins )
aber: es gibt sehr interessante Kombi-Zusatzversicherungen!!!
in denen können nur Kassenpatienten versichern: sie beinhalten die RESTKOSTEN FÜR PRIVATÄRZTLICHE BEHANDLUNG/ ZAHNÄRZTLICHE BEHANDLUNG/ZAHNERSATZ/ und teilweise sogar Hilfsmittel wie z.B.
Brillen.
Das bedeutet, du gehst als Privatpatient zu deinem Arzt/ Zahnarzt etc. und bekommst ne Rechnung. Diese reichst du bei deiner Gesetzlichen Krankenversicherung ein. Danach - mit dem
jeweiligen Erstattungsvermerk versehen - zur Privaten Kasse.
Die erstatten dann den Rest bis zum 100%igen Rechnungsbetrag!!
Das ist für die Kinder wesentlich interessanter!!
Gruß
Ute
whitewaters_w
und : nicht direkt kündigen, vielleicht kannst du die Versicherung in einen besseren Tarif umwandeln?? frag mal nach.
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