Zusatzzahnversicherung bei GKV

Hi,

meine BKK Dräger Hanse hat mir mit Karstadtquelle-Versicherungen für 9,12 euro monatlich eine Zusatzversicherung (Zahnersatzergänzungsversicherung)angeboten. Ich bin 37.

35 % bei Zahnersatz, 65% bei Implantaten. Allerdings der „erstattungsfähigen“ Kosten.

Da ist doch was faul, oder? Wenn die erstattungsfähigen Kosten weiter zurückgehen, dann bin ich ja immer schlechter abgesichert. Was muss ich sonst beachten?

Gibts besseres? Sie stellen allerdings keine Gesundheitsfragen. Nur Leistungsbegrenzung in den ersten drei Jahren. Ein Zahn wäre schon fällig :smile:

Gruß
Matthias

Hallo,
wir bieten auch etwas an zu etwa den gleichen Bedingungen und Konditionen (Hanse-Merkur).
Man bekommt maximal (nach Ablauf der Wartezeit) 35 % der Restkosten wieder, wobei hier nur
der „normale“ Zahnersatz gemeint ist. Also alle Sonderverinbarungen, die mit dem Zahnarzt
getroffen werden, gelten da nicht. Auch bei Implantaten ist es so, dass nur die Kosten der
Suprakonstruktion berücksichtigt wird, keinesfalls das Implantat selbst.
Die Implantate werden auch 2005 selbst nicht bezuschusst.
Mein Rat - erkundige dich ob deine Kasse nicht auch einen Zusatzschutz als Paket anbietet,
da ist u.U. auch diese Zahnersatzversicherung dabei und dann wesentlich billiger.

Gruss

Günter Czauderna

Hallo,

wende Dich lieber an den freien Markt um festzustellen welche Angebote es generell gibt. Lass Dir entweder von einem makler eine komplertte Beratung geben oder sprich mit den einzelnen privaten Krankenversicgherern selbst.

Die Kassen haben jeweils mit einem Versicherer ein Paket gemacht. Das ist eins von vielen und nicht immer das Beste oder Günstigste!

Viele Grüße
Thorulf Müller
Versicherungsmakler

bei einem beitragsaufkommen von 9 euro im monat kann das ja wohl kaum das geschäft sein, oder?

ich frag mich auch, wie das gehen soll. da werden beispiele über erstattungen von einigen tausend euro pro fall(!) angeführt.

dabei muss man schon 10 jahre einzahlen, um 1000 euro reinen beitrag zu haben.

d.h. 30 jahre zahlen, um einen zahnersatz und impantat abzuzahlen. wie soll sich das versicherungstechnisch denn lohnen? zinsundzinseszins mal ausgenommen. verwaltung usw.

Hallo,
so kannst du das ja auch nicht rechnen - es handelt sich um eine Zusatzversicherung und es werden
nur die Kosten für eine Normalversorgung (vergl. frühere Regelung bei Brillen, das sog. Kassengestell)
ergänzt.
Wenn man davon ausgeht, dass vielleicht alle zwei Jahre ein Zahnersatz (Krone oder BRücke) anfällt
rechnet sich das dan doch schon für den Privatversicherer, denke ich jedenfalls, sonst würde er das nicht
anbieten.
Was die Implantate betrifft - da wird nix gezahlt, jedenfalls nicht in diesem Tarif.

Gruss

Günter Czauderna

Hallo Ihr beiden,
das rechnet sich, weil die Zusatzversicherung auch eine Solidargemeinschaft ist. Nicht jeder braucht jedes Jahr einen Zahnersatz oder gar ein Gebiss.
Dazu kommt die vermutlich unerfüllte Hoffnung, dass einige der Kunden entweder weitere Zusatzversicherungen anschließen oder sogar sich Vollversichern.
Doch der Gewinn dürfte bei diesem Tarif äußerst dürftig sein. Das wird diesen Versicherern (Quelle, H-M, HUK,…) noch sauer aufstoßen. Ich vermute aber, die Beitragsanpassungen lauern schon um die Ecke.
Wer sich wirklich gut absichern will, sollte einen Tarif vom „freien“ Markt nehmen und auf bestimmte Kriterien achten. wie z.B. dass es nicht heißt: xx% von der Restsumme, sondern xx % vom Rechnungsbetrag. Dann auf Erstattung von Inlays achten! Ist äußerst wichtig. Hier wird nicht der Mist Amalgam oder Kunststoff verwendet, sondern Gold oder Glaskeramik. Das Zeug hebt, bis der Zahn das Zeitliche segnet.
Wenn auch noch etwas Behandlung dabei ist, dann kann man sich auch diese professionelle Zahnreinigung machen lassen. Die ist ganz besonders gründlich.
Doch für Dreieurofünfzig ist so ein Tarif nicht zu bekommen. Es fragt sich allerdings, ob es nicht besser ist etwas mehr hinzulegen und dann eine anständige Leistung zu bekommen, als ein paar Euro und dann im Bedarfsfall enttäuscht zu werden.
Grüße
Raimund

Hallo Raimund,
super, vielen Dank, aber ich denke, uns beide musst du nicht werben !

Gruss

Günter

Hallo Günter,
war eigentlich auch nicht für Dich bestimmt. Du kennst solche Kalkulationen und was ein Solidarprinzip ist.
Nur verwechseln viele eine Versicherung als Bezahlung für Kosten. Die meisten meinen, nur dann eine Versicherung zu brauchen, wenn sie sicher sind, dass sie weniger einzahlen als sie herausbekommen.
Dass das nicht funktionieren kann ist logisch.
Ich bin überzeugt, wenn es keine Pflichtversicherung gäbe, dass mindestens 30 % und mehr nicht versichert wären. Und dann laut auf die bösen Kassen und Versicherungen schimpfen, wenn Sie sich mit 60 (weil jetzt die Krankheiten kommen) versichern wollen und die Versicherer halt sagen: kostet 1000 Euro/mtl. und dazu noch wegen Vorerkrankung 50 % Risikouschlag.
Es die ist „brennendes-Haus-versichern“ Mentalität. Man sucht jemand, der so dumm ist, seine Fehler zu bezahlen. Einen großzügigen Gönner.
Oft wird dann nach dem Staat gerufen.
Eigenverantwortung?
Was´n das?
Grüße
Raimund