Zuschuss bis Ende des 6 Monats - wie zu verstehen?

Hallo,

wie ist folgende Vereinbarung zu verstehen:
„Nach der Entgeltfortzahlung erhalten Sie den Zuschuss bis zum Ende des 6. Monats der Krankheit.“

Also angenommen man ist seit dem 08.02.21 arbeitsunfähig…
Bekommt man den Zuschuss bis Ende August oder Ende Juli ?
Oder wäre das nur bis zum 08.08.21 ?

Danke !

Hallo,
Ende des Monats kann nicht der 08.08. sein und auch nicht Ende Juli, weil Ende Juli wären erst fünf Monate. Demzufolge bleibt eigentlich nur eine Lösung übrig, der 31.08.
Gruss
Czauderna

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Zustimmung

Dissens… Es ist die Rede von „Ende des sechsten Monats“, nicht „Ende des ersten Monats nach sechs Monaten“. Der erste Monat der Krankheit ist der Februar (es ist kein voller Monat der Krankheit, aber ein Monat, in dem die Person (mit der fraglichen Krankheit) krank ist), der zweite März, …, der sechte ist dann Juli, dessen Ende ist der 31. 7.

Viele Grüße
Bombadil

Hallo,
ja, so kann man das sehen, scheint aber nicht überall so zu sein. Wir bekamen als Krankenkasse natürlich immer die Verdienstbescheinigungen der Arbeitgeber übermittelt und da waren auch die Höhe und die Dauer der Krankengeldzuschüsse (Differenz zum tatsächlichen Netto) vermerkt. Darunter gab es auch etliche, bei denen genau diese sechs Monate aufgeführt waren, Da wurden die Monate nach folgendem Schema berechnet - 08.02. - 07.03. (1. Monat) - 08.03. - 07.04. (2. Monat) - 08.04. - 07.05. (3. Monat) - 08.05. - 07.06. (4. Monat) 08.06 - 07.07 (5. Monat - 08.07. - 07.08. (6.Monat) Zahlung des Zuschusses bis zum 31.08.
Fluppylubi wird uns sicher mitteilen, wie es sein Arbeitgeber sieht.
Gruss
Czauderna

Danke für die Antworten !
Ich gebe euch dann die Info.

Weiß jemand zufällig, warum immer nur die Differenz zwischen Krankengeld-BRUTTO (statt Netto) und normalen Nettogehalt genommen wird ?

Hallo,
weil sich das Krankengeld-Netto nach den Abzügen zur Renten-Arbeitslosen und Pflegeversicherung ergibt. Das müsste auch in dem Bewilligungsschreiben der Krankenkasse hervorgehen.
Wenn der Arbeitgeber mehr als das als Zuschuss zahlt, stellt das Arbeitsentgelt dar und würde zur Krankengeldkürzung führen.
Gruss
Czauderna

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Guten Morgen,

ok, das hört sich logisch an.

Ich muss dann irgendwo einen „Denkfehler“ haben.
Nehmen wir an jemand verdient normalerweise 2230 Netto (3500 Brutto).
Das Brutto-Krankengeld beträgt 2000 Euro und das Netto-Krankengeld 1750 Euro.

Manchmal ist es ja so, dass der Arbeitgeber durch den Zuschuss den Verlust (Differenz) zwischen
Netto-Gehalt (hier 2230) und Netto-Krankengeld (hier 1750 Euro) ausgleichen will.
Dann müsste er in diesem Fall 480 Euro an den Arbeitnehmer überweisen.

Aber die Differenz zwischen Netto-Gehalt 2230 und Brutto-Krankengeld 2000 sind ja nur 230 Euro.

Hallo,
da muss ich zugeben, bin ich jetzt schon zu lange raus aus der Praxis, dass ich das verbindlich nicht mehr sagen kann. Ich denke, dass es deswegen vom Bruttokrankengeld ausgeht - https://www.haufe.de/personal/haufe-personal-office-platin/nettolohnvereinbarungen-in-der-lohnsteuer-und-sozialversicherung_idesk_PI42323_HI1565117.html
Es geht zwar hier um Nettolohnvereinbarungen, aber auch darum, dass vom Arbeitgeber übernommene Sozialversicherungsbeiträge einen geldwerten Vorteil darstellen.
Ich empfehle, wenn es hier keinen anderen Experten/in gibt, der weiterhelfen kann, das mit der Krankenkasse und/oder dem Arbeitgeber direkt abzuklären.
Gruss
Czauderna

Alles klar, vielen Dank !