Zuzahlung trotz Medikamentenbefreiung

Person A ist in Pflegestufe 2, bettlägrig und wird von Person B
zuhause gepflegt. Die Famiele ist von Ihrer Krankenkasse (koA) von
Zuzahlungen für Medikamente befreit. Jedoch belastet monatlich rund
40-50 Euro an Zuzahlungspflichtigen Medikamenten die interene
Haushaltskasse enorm. Gibt es hierfür evtl. noch Sonderrichtlinien?
Es ist mittlerweile eine enorme Belastung geworden. Aussagen der
eigenen Krankenkasse zufolge muss die Familie diese Kosten tragen,
jedoch wäre es nicht das erste Mal das Infos bewußt verschwiegen
werden bzw. bewußt falsch Aussagen getätigt werden.

Vielen Dank für Mithilfe.

Hallo,
zunächst folgende Feststellung - die Kasse verschweigt nichts -
warum auch ??
Was die Frage angeht so ist festzustellen das Die Einstufung als Pflegefall nichts mit den Medikamenten zu tun hat.
Wenn eine Befreiung vorliegt, dann gilt diese ausschließlich für gesetzlich vorgeschriebene
Eigenanteile - bei Medikamenten ist das die Verordnungsblattgebühr.
Werden Medikamente verordnet für die es eine Festbetragsregelung gibt,
und liegt in dieser Gruppe der Festbetrag unter dem Preis des
verordneten Medikamentes so muss der Versicherte die Differenz zwischen
Festbetrag und tatsächlichem Preis selbst zahlen. eine Befreiung davon sieht das Gesetz nicht vor. Man sollte hier einmal mit seinem Arzt sprechen und die Verordnung eines entsprechenden Festbetragsmittels einfordern.
Desweiteren gilt die Härtefallregelung auch nicht für selbst beschaffte Medikamente oder solche die auf Privatrezept verordnet wurden.
Gruß
Czauderna