Hallo, ich würde mich freuen, wenn mir jemand bei meinem Problem weiterhelfen könnte. Es geht um folgendes:
Ich lernte vor eineinhalb Jahren meinen Exfreund (seit einer Woche) kennen. Wir gefielen uns auf Anhieb. Er hatte das Problem, arbeitslos zu sein, weil er bis dahin eine Firma hatte und diese nicht gelaufen ist, und er somit wieder „normal“ Arbeit suchen wollte. So weit so gut. Er erzählte mir oft von seiner furchtbaren Kindheit, dass er ständig und grundlos von seiner herrschsüchtigen Mutter geschlagen und auch anders misshandelt wurde. Mit seiner Mutter kam ich nicht klar, sie war wirklich komisch, irgendwie kalt, ließ einerseits kein gutes Haar an ihrem Sohn, andererseits kam sie offensichtlich nicht damit klar, dass sie nicht die ständige „Aufsicht“ über ihn hat. Weil Bernd, so heißt mein Exfreund massive Probleme hatte, seine Wohnung zu halten, ließ ich ihn schon drei Monate später bei mir einziehen. Ständig sprach er davon, sich intensiv um Arbeit zu bemühen usw. Er führte teilweise hier den Haushalt und sehr schnell merkte ich, dass er sich in Krankheiten reinsteigerte, von Krankheiten sprach, die er angeblich hat (nichts davon ist belegt worden), und er lügte pausenlos. Eigentlich waren es oft unsinnige Lügen, die nie nötig waren, aber Lügen, bei denen offensichtlich war, dass er log. Vor fünf Monaten kam dann das erste Aus in der Beziehung, weil ich es einfach nicht mehr aushielt und er auch mit meinen Kindern nicht auskam, weil er ständig versuchte, sie irgendeiner LÜge zu bezichtigen oder auch sonst nur kritisierte. Als er drei Wochen ausgezogen war, meldete er sich (er wohnte zwischenzeitlich wieder bei seinen Eltern) und erzählte, er habe Hodenkrebs, er wisse es schon länger, wäre deswegen unausstehlich gewesen und so weiter. Ich wollte ihm beistehen und er zog wieder her. Wochenlang belog er mich, sagte ein Tumor müsse bestrahlt und so verhärtet werden, damit er operabel sei. Auf mein Drängen hin, mit zu den Behandlungen zu fahren, legte er diese so, dass ich wegen meiner Arbeit nicht konnte. Erst auf massiven Druck hin, ich kam einfach nach Hause, um ihn zur Behandlung zu begleiten und sagte, wenn ich heute keinen Beweis bekäme, wäre es aus zwischen uns, fuhren wir los. Unterwegs fuhr er an einen Rastplatz, weil er angeblich austreten musste, danach versagte die Zündung des Autos. Erst nach einem völligen Ausflippen von mir gestand er, die Krankheit erfunden zu haben unter Tränen…aus Angst mich zu verlieren. Ich konnte diese extrem schlimme Lüge natürlich nicht vergessen, er belog mich in allen Bereichen, zuletzt als ich endgültig schluss gemacht habe, wurde es besonders extrem. Er täuschte einen Suizid mit roter Druckertinte vor, eigentlich ist er ein recht intelligenter Mensch, wurde in seinen Aktionen aber einfach lächerlich. Die Vielzahl von Lügen, die offensichtlich an den „Haaren herbeigezogen waren“ ist endlos. Auch jetzt wohnt er bei einem imaginären Freund, den es nicht gibt! Ich weiß aber, dass er wieder bei seinen Eltern ist. Ich weiß wirklich nicht, wie ich das alles einzuordnen habe. Manchmal habe ich selber geglaubt, ich sei verrückt. Kann mir vielleicht jemand helfen…warum er das macht?
LG
Vera
… Ich hatte schon Skrupel, daß Du Dich eventuell zu direkt angeprochen fühlst, weil Du eigentlich für seinen Zustand Antworten erfragtest…