Hallo und erst mal ein schönes Osterfest für alle.
Kann mir jemand www. Seiten nennen auf dennen ich nachlesen kann ob es Rechtens ist, das eine Mutter deren Kind in einer Pflegefamilie lebt, zur Adoptionfreigabe gezwungen werden kann. Sie soll unbedingt unterschreiben, sie hat sowieso keine andere Wahl.
Für mich sieht dieses Schreiben nach einer übereifrigen Mitarbeiterin aus, die der Pflegefamilie zur Adoption verhelfen will.
Die Mutter ist Drogensüchtig und hat auch immer mal wieder Haftstrafen zu verbüsen, deshalb besteht kein Kontakt mehr zum Kind. Das Kind ist 2 Jahre und hat die Mutter nur einige Tage nach der Geburt gesehen. Die Mutter hat einer Pflegefamilie zugestimmt und will, das Kind im Prinzip auch dort belassen, da sie ihm sowieso kein anständiges zuhause bieten kann. Der Kindesvater hat einer Adoption zugestimmt, da er weder die Unterhaltszahlungen noch das Kind will.
Ich habe dieser Mutter empfohlen sich einen Anwalt zu nehmen, mich interessiert aber persönlich, ob es in Deutschland wirklich Gesetze gibt die eine Zwangsadoption zulassen.
Mir ist nur bekannt, das es in der NS Zeit, in der Ehemaligen DDR und in einigen anderen Ländern früher so etwas gegeben hat.
Danke für eurer Intresse und jede www. Seite.
LG Doro
Hallo,
bei
http://www.adoption.de/
gibt es dazu Informationen.
Zwangsadoption ist nicht möglich.
Ich möchte aber zu bedenken geben, dass man bevor man der Mitarbeiterin vom Jugendamt unlautere Motive unterstellt, überlegt, wie es der Hauptperson bei dieser Angelegenheit geht (bzw. gehen wird), d.h. dem Kind selbst.
Gruß
Elke
PS: Ich bin jemand, der Adoption als allerletzte Möglichkeit sieht und habe mich hier oft gegen den schnellen Rat, doch mal Adoption zu überlegen, ausgesprochen. Ich bin mit Sicherheit ein Gegner der Inkognito-Adoption und halte einen Kontakt zwischen biologischen Eltern und Adoptivkind, wo immer machbar und vertretbar, für wichtig.
Aber wenn seit der Geburt kein Kontakt zwischen Mutter und Kind besteht, die Mutter drogenabhängig ist (gibt es Aussichten auf eine Besserung?) - dann sollte überlegt werden, ob man dem Kind wirklich einen Gefallen tut, wenn man verhindert, dass es 100%ig Teil einer Familie werden kann.
hallo,
Ich habe dieser Mutter empfohlen sich einen Anwalt zu nehmen,
… um was zu erreichen? um auf welchem vermeintlichen recht zu beharren? dem kind steine in den weg zu legen?
aus reinem interesse: welche gründe hätte die leibliche mutter gegen eine adoption anzuführen?
richtig, zur adoption darf niemand gezwungen werden.
aber vielleicht hatte ja die jugendamtsmitarbeiterin nur im sinn, einen längst vollzogenen schritt - die trennung der mutter von kind und die eingliederung in eine neue familie - in eine situation, die mehr rechtssicherheit für das kind und und die pflegeeltern bedeutet, zu führen.
gruß
ann
Hi,
richtig, zur adoption darf niemand gezwungen werden.
Ich moechte hier erwaehnen, dass Adoption nicht notgedrungen bedeutet, dass es keinen Kontakt zwischen bio-Eltern und A-Kind bedeutet. Es gibt offene Adoptionen.
aber vielleicht hatte ja die jugendamtsmitarbeiterin nur im
sinn, einen längst vollzogenen schritt - die trennung der
mutter von kind und die eingliederung in eine neue familie -
in eine situation, die mehr rechtssicherheit für das kind und
und die pflegeeltern bedeutet, zu führen.
Genau das. Es macht auch das taegliche Leben leichter. Fuer das Kind und fuer die Pflege/Adoptiveltern. Durch die Klarheit auch für die bio-Mutter, denke ich.
Sangoma
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hallo,
Ich habe dieser Mutter empfohlen sich einen Anwalt zu nehmen,
… um was zu erreichen? um auf welchem vermeintlichen recht
zu beharren? dem kind steine in den weg zu legen?
Es geht doch nicht darum dem Kind Steine in den Weg zu legen!
Nur weil die Mutter Drogenabhängig ist, ist sie noch lange nicht Rechtlos und man kann sie auf Grund ihrer Situation nicht Rechtlos erklären!
aus reinem interesse: welche gründe hätte die leibliche mutter
gegen eine adoption anzuführen?
Es geht auch nicht darum welche Gründe dafür oder dagegen sprechen, dass das Kind adoptiert wird, es ist einfach die Verfahrensweise der Behörde!
richtig, zur adoption darf niemand gezwungen werden.
Nicht zur Adoption wird jemand gezwungen, sondern eine Mutter soll ihr Kind zur Adoption frei geben!!!
aber vielleicht hatte ja die jugendamtsmitarbeiterin nur im
sinn, einen längst vollzogenen schritt - die trennung der
mutter von kind und die eingliederung in eine neue familie -
in eine situation, die mehr rechtssicherheit für das kind und
und die pflegeeltern bedeutet, zu führen.
Was die Mitarbeiterin im Sinn hat ist doch irrelevant, auch sie ist verpflichtet sich an Recht und Gesetz zu halten!
Deshalb habe ich auch nur um www. Seiten gebeten und nicht um entlose Diskusionen die niemanden weiter bringen.
Ich glaube ich hatte meine Frage klar formuliert, mich interessiert es einfach ob auch gegen den Willen der Mutter das Kind durch Behörden zur Adoption frei gegeben werden kann.
LG Doro
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Danke, du bist die erste die den Text wohl gelesen und verstanden hat um was es mir geht. Auf die www. Seite werde ich gleich gehen und versuchen mich schlau zu lesen.
Ich bin von dem Fall nicht betroffen und ich habe auch keinen Einfluss auf das was geschied, natürlich sollte alles im Interesse des Kindes getan werden. Die Mutter kenne ich nicht wirklich, aber auch ich halte das Kind in einer Pflegefamilie für besser aufgehoben.
Ich wurde nur um Rat gefragt und da ich nicht wirklich helfen konnte habe ich einen Anwalt empfohlen.
LG und noch mal Danke
Hallo Doro,
es freut mich, wenn dir mein Posting (vor allen Dingen der Link) hilft.
Wenn du in deinem UP diesen Satz:
Für mich sieht dieses Schreiben nach einer
übereifrigen Mitarbeiterin aus, die der Pflegefamilie
zur Adoption verhelfen will.
weggelassen hättest, wären die Bemerkungen, die du sagst, dass du nicht brauchst, wahrscheinlich ausgeblieben.
Gruß
Elke
Hallo Doro,
ein Gericht kann durchaus die Unterschrift zur Adoption ersetzen. Also die Mutter unterschreibt nicht und das Gericht sagt, dass die Adoption gerichtlich genehmigt wurde.
Ich weiß jetzt zwar nicht nach welchen Paragrafen das geht, aber mir ist ein realer Fall bekannt, wo das Vormundschaftsgericht die Unterschrift des Vaters - er hatte die Adoption verweigert - ersetzt hat.
Allerdings hatten die nächsten Instanzen wegen anderer formaler Ursachen die Adoption nicht bestätigt.
Es war hier also ein Zug durch die Instanzen notwendig. Dieser mir bekannte Fall - ich kenne auch den Vater und seine neue Ehefrau (sie ist nicht die Mutter des Kindes) persönlich - ging bis zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Dort hat dann die Bundesrepublik verloren. Auch das Bundesverfassungsgericht wurde mehrmals tätig.
Dies „nur“, weil der Vater sein Kind bei sich haben wollte, dass die ledige Mutter zur Adoption freigegeben hatte.
Es funktioniert also durchaus eine „Zwangsadoption“, wenn man nicht das Geld, die Unterstützung und die Nerven hat sich auf lange gerichtliche Auseinandersetzungen einzulassen.
Übrigens in dem von mir geschilderten Fall, kam auch ein Jugendamt zu sehr zweifelhaftem Ruhm und Ehren. Sie waren die treibende Kraft für die Adoption usw.
Wer Interesse hat, kann gerne die Begriffe Adoption und Görgülü ergoogeln.
Gruß
Ingrid
Nur weil die Mutter Drogenabhängig ist
es geht nicht darum, dass die mutter drogenabhängig ist, sondern um das beste für das kind.
du hast meine frage nicht beantwortet: welches recht möchte denn die mutter gern erstreiten? und zu welchem preis für ihr kind?
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Hallo Doro,
Kann mir jemand www. Seiten nennen auf dennen ich nachlesen
kann ob es Rechtens ist, das eine Mutter deren Kind in einer
Pflegefamilie lebt, zur Adoptionfreigabe gezwungen werden
kann.
http://www.rechtstipps.net/pub/366/voraussetzungen-g…
Die Einwilligung zur Adoption kann vom Vormundschaftsgericht ersetzt werden. Allerdings nur in wirklich begründeten Fällen. Dabei steht das Wohl des Kindes immer im Vordergrund.
Man wird immer beide Positionen finden: die einen sagen, was mischt sich das Jugendamt da ein, die anderen sagen, da hätte das Jugendamt viel eher eingreifen müssen.
Während meiner Arbeit im Jugendamt betreuten wir eine dreifache Mutter. Ein Kind, 5 Jahre, lebte inzwischen dauerhaft in einer Pflegefamilie, das zweite, 2 oder 3 Jahre alt, wurde gegen ihren Willen zur Apoption freigegeben, den Säugling hatte sie noch bei sich - allerdings unter strenger Kontrolle durch das Jugendamt. Meine Kollegin wurde beim Hausbesuch durch den Freund der Mutter niedergeschlagen. Nicht einfach, da Kindern und Mutter gleichermaßen gerecht zu werden.
Den Begriff „Zwangsadoption“ kenne ich vor allem im Zusammenhang mit DDR-Bürgern, die inhaftiert wurden (meist aus sog. politischen Gründen) und deren Kinder dann von Amts wegen zur Adoption vermittelt wurden.
Auch frohe Ostern!
Jette
Nur weil die Mutter Drogenabhängig ist
es geht nicht darum, dass die mutter drogenabhängig ist,
sondern um das beste für das kind.
Das habe ich auch nie bestritten!!!
du hast meine frage nicht beantwortet
bevor du fragst solltest du erst lesen, dann verstehen und dann fragen!
welches recht möchte
denn die mutter gern erstreiten? und zu welchem preis für ihr
kind?
Ob und was sie sich erstreiten will weiß ich nicht. Sie hat mich gefragt ob die Behörden das Kind ohne ihr Einverständnis zur Adoption freigeben dürfen. Ich bin kein Rechtskundiger Anwalt deshalb habe ich ihr gesagt sie soll sich an einen wenden.
Ich wollte nur Infos zu dem Thema, mehr nicht!!!
Angekommen?
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Hallo Jette,
Kann mir jemand www. Seiten nennen auf dennen ich nachlesen
kann ob es Rechtens ist, das eine Mutter deren Kind in einer
Pflegefamilie lebt, zur Adoptionfreigabe gezwungen werden
kann.
http://www.rechtstipps.net/pub/366/voraussetzungen-g…
Danke, ich werde die Seite genau lesen.
Die Einwilligung zur Adoption kann vom Vormundschaftsgericht
ersetzt werden. Allerdings nur in wirklich begründeten Fällen.
Dabei steht das Wohl des Kindes immer im Vordergrund.
Das ist auch richtig und gut so, nur fehlte mir jedes Wissen über diese Möglichkeit.
Man wird immer beide Positionen finden: die einen sagen, was
mischt sich das Jugendamt da ein, die anderen sagen, da hätte
das Jugendamt viel eher eingreifen müssen.
Sicher, besonders heiß geht es zu wenn die Medien im Sommerloch nichts wichtiges zu berichten haben.
Während meiner Arbeit im Jugendamt betreuten wir eine
dreifache Mutter. Ein Kind, 5 Jahre, lebte inzwischen
dauerhaft in einer Pflegefamilie, das zweite, 2 oder 3 Jahre
alt, wurde gegen ihren Willen zur Apoption freigegeben, den
Säugling hatte sie noch bei sich - allerdings unter strenger
Kontrolle durch das Jugendamt. Meine Kollegin wurde beim
Hausbesuch durch den Freund der Mutter niedergeschlagen. Nicht
einfach, da Kindern und Mutter gleichermaßen gerecht zu
werden.
Nach solchen Situationen sollte der Täter hart bestraft werden! Es darf nicht sein, das Mitarbeiter des Jugendamts, um ihre Arbeit zu tun, künftig unter Polizeischutz Hausbesuche machen.
Das Kindeswohl steht auch für mich an erster Stelle.
Den Begriff „Zwangsadoption“ kenne ich vor allem im
Zusammenhang mit DDR-Bürgern, die inhaftiert wurden (meist aus
sog. politischen Gründen) und deren Kinder dann von Amts wegen
zur Adoption vermittelt wurden.
Mir viel kein anderes Wort ein, für eine Adoption gegen den Willen der Mutter.
Auch frohe Ostern!
Danke!!!
Jette
mit jemandem, der so viele ausrufezeichen verwendet, spreche ich nicht weiter. ich fühle mich übelst angeschrien.
bye
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Gut so!!!
Willst du Antworten oder Streit?
Ich habe unten erwähnt, warum die Antworten in Richtungen gehen, die du offensichtlich nicht haben willst, du hast nämlich überhaupt nicht werneutral gefragt und machst es durch deine aggressiven Antworten jetzt nicht besser.
Gruß
Elke
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