Zwangsrentenversicherung für Ich AGs kommt

Hallo,

na toll da muss ich ab dem 01.06.2004 doch in die marode kaputte finanziell angeschlagene staatliche Rentenkasse einzahlen, weil ich eine Ich AG habe:

http://www.akademie.de/?begriff=13736&t=go12

Die lieben Politiker verstehen es echt wie man Existenzgründern das Leben noch schwerer macht. Da muss man also demnächst von seinem Zuschuss der 360,00 Euro im Monat beträgt rund 240,00 Euro an den Staat rückbezahlen in Form des Rentenbeitrages und der Krankenkassenbeiträge.

Ich habe kein Verständnis dafür dass ich und andere Ich AGs jetzt jeden Monat 78,00 Euro in die marode Rentenkasse einzahlen sollen obwohl wir alle wissen dass man maximal 40 Prozent rausbekommt.

Finde es eine Unverschämtheit und eine weitere Schwächung für den Standort Deutschland und für Arbeitslose die den Sprung in die Selbstständigkeit wagen wollen.

Am liebsten würde ich mich ja vom Zuschuss verabschieden damit ich nicht in diese halb zerstörte Rentenkasse einzahlen muss.

Viele Grüße
Andy

Hallo,

Am liebsten würde ich mich ja vom Zuschuss verabschieden damit
ich nicht in diese halb zerstörte Rentenkasse einzahlen muss.

Dies wäre jederzeit möglich. Oder du hältst deinen Umsatz unter 400 Euro / Monat die drei Jahre lang und legst dann richtig los, oder…

Gruß
André

Hallo Andre,

am 01.06.2004 muss jede Ich AG egal ob man nun unter oder über 400 Euro Gewinn im Monat generiert in die marode Rentenkasse einzahlen.

Ich werde dann wohl sehr zähneknirschend ab Juni den Rentenbeitrag in die Rentenkasse einzahlen.

Viele Grüße
Andy

solltest Du mit Stolz machen!
wovon sollen denn sonst unsere hungernden Politker leben?
Grüße
Raimund

wovon sollen denn sonst unsere hungernden Politker leben?
Grüße
Raimund

Hallo Raimund,

die Politiker zahlen nicht in die Rentenkasse ein aber bekommen im Durchschnitt um die 10.000 Euro Rente.

Naja, auch wenn ich keinerlei Verständnis dafür habe in die bald ganz abstürzende staatliche Rentenkasse Geld einzuzahlen.

Viele Grüße
Andy

Hallo Andy,

wie kommst du denn auf diese Zahl???

die Politiker zahlen nicht in die Rentenkasse ein aber
bekommen im Durchschnitt um die 10.000 Euro Rente.

Die Pensionsansprüche von Bundes- und Landespolitikern sind sicher nicht ohne - aber so hoch (und schon gar nicht im Durchschnitt) nun doch nicht. Hier als Beispiel ein Artikel des Steuerzahlerbundes:

Karin

22.10.2003

„Von Politiker-Pensionen kann man nur träumen“
Steuerzahlerbund kritisiert massive Überversorgung von Abgeordneten und fordert auch von ihnen Einschnitte.

Von Frank Ilse

Hamburg - Der Bund der Steuerzahler hat gestern massiv die „Überversorgung“ von Abgeordneten und Ministern kritisiert. „Eine Treppe muss von oben gekehrt werden. Wer den Rentnern Opfer abverlangt, muss zuerst seine eigenen Versorgungspfründe beschneiden“, sagte der Präsident des Bundes, Karl-Heinz Däke dem Hamburger Abendblatt.

Hintergrund für Däkes Kritik sind die Sparpläne der Bundesregierung für Rentner. „Politiker genießen nicht zu rechtfertigende Privilegien bei ihrer Altersversorgung. Ihre steuerfinanzierten Pensionen erreichen schon nach kurzen Amtszeiten eine Höhe, von denen gesetzlich Rentenversicherte nur träumen können“, sagte Däke. Trotz der verordneten Nullrunde für Ex-Bundesminister gebe es in diesem Bereich noch viel zu tun.

Tatsächlich haben Mitglieder der Bundesregierung - einschließlich der Parlamentarischen Staatssekretäre - nach genau einem Jahr und 274 Tagen Amtszeit (Ý 15 Abs. 1 BMinG) erstmals Anspruch auf Ruhegehalt. Allerdings müssen sie 60 Jahre alt sein. Dann erhalten sie 15,3 Prozent ihres letzten Gehalts, einschließlich Ortszuschlag. Das sind laut Steuerzahlerbund 1966 Euro, rund 20 Euro mehr als die für dieses Jahr festgelegte Höchstrente der gesetzlichen Rentenversicherung nach 45 Beitragsjahren.

Nach drei Jahren Amtszeit und mit Vollendung des 55. Lebensjahrs erhalten Minister 20 Prozent und nach einer vollen Legislaturperiode 29 Prozent ihrer letzten Bezüge: rund 3720 Euro. Mit jedem weiteren Jahr steigt die Altersversorgung von Ministern und Parlamentarischen Staatssekretären um 2,5 Prozent bis zu einem Höchstsatz von 75 Prozent. Das Gehalt eines Bundesministers beträgt monatlich 12 820 Euro, plus einem Weihnachtsgeld in Höhe von 11 064 Euro. Ist der Minister auch Abgeordneter des Bundestags, kommt eine monatliche Aufwandsentschädigung von 3505 Euro hinzu.

Der Bundeskanzler bekommt 15 900 Euro Gehalt und ein Weihnachtsgeld von 12 854 Euro. Für ihn gelten die gleichen Ruhestandsregeln wie für die Minister.

Ein Bundestagsabgeordneter muss acht Jahre dem Parlament angehört haben, um pensionsberechtigt zu sein. Dann beträgt die Pension 35 Prozent eines fiktiven Bemessungsbeitrags, der als Berechnungsgrundlage dient. Abgeordnete kommen bei diesen Voraussetzungen auf mindestens 2192 Euro Pension. Höchstgrenze ist 4697 Euro.

Abgeordnete erhalten derzeit eine monatliche Diät von 7009 Euro. Hinzu kommt eine steuerfreie Kostenpauschale von 3503 Euro.

Die jeweiligen Länderparlamente haben unterschiedliche Regelungen in Bezug auf die Diäten und Pensionsansprüche ihrer Abgeordneten und Landesregierungen.

Karl Heinz Däke jedenfalls fordert: „Die Politiker sollten endlich mit eigenen Beiträgen selbst für ihren Ruhestand sorgen. Der vom Steuerzahler vergoldete Ruhestand, teilweise schon ab 55 Jahren, und als Sahnehäubchen ein Weihnachtsgeld für Ex-Minister sind Beispiele für die Überversorgung.“

Hamburger Abendblatt

Hallo Karin,

es geht mir ja nicht darum die horrenden Ruhegelder der Politiker zu kritisieren aber dass einem der Staat auf der einen Seite einen monatlichen Existenzgründerzuschuss in Höhe von 360,00 Euro zahlt und auf der anderen Seite rund 240,00 Euro wieder gern abnimmt, dafür habe ich kein Verständnis.

Ich zahle schon in eine Rentenkasse ein allerdings nicht in die staatliche sondern in einen Aktienfonds und der bringt mir mehr und ist günstiger als die staatliche Rentenkasse.

Ich sehe dass ganz aus wirtschaftlicher Sicht und da zieht die staatliche Rentenkasse mit ihren hohen Beiträgen ganz klar den kürzeren.

Viele Grüße
Andy

Hallo Andy!

Deine Äußerungen, dass die Rentenkasse bald „abstürzt“ sind dermaßen falsch und dumm, dass man dafür eigentlich gar keine Worte mehr findet.

Schön, dass du in Investmentsfonds investierst. In vielen anderen Ländern besteht sogar die Rentenversicherung nur aus Investmentfonds. Außer dass dann viele der Rentner noch zwei Jobs annehmen müssen, um über die Runden zu kommen, weil halt mal die Aktien etwas schlecht waren, hat das ganze ja auch keine Nachteile.

Im Übrigen wird dir ein Investmentfonds wohl kaum das Leistungsspektrum der gesetzlichen Rentenversicherung bieten. Zahlt dir die Fondsgesellschaft auch Rehamaßnahmen, Renten wegen Erwerbsminderung usw.? Übrigens, auch während der Arbeitslosigkeit warst du in der Rentenversicherung versichert. Du wärst es sogar, wenn du kein Arbeitslosengeld beziehst. Bietet das deine private Rentenversicherung auch? Ich habe durchaus Verständnis für die Lage der Arbeitslosen ud auch der Ich-AG’ler. Ich zahle jedoch auch in diese Rentenkasse ein und stell dir vor, ich erhalte keinerlei sonstige Zuschüsse vom Staat.

Ich will hier die RV keinesfalls als super System hinstellen. Es gibt dort immense Probleme. Die löst man aber nicht, indem sich alle von der RV-Pflicht befreien lassen.

Viele Grüße
Flo

Hallo Andy,

ich wollte mich ja auch nicht in deine Diskussion über Rentenversicherung einmischen - aber dann stelle doch bitte nicht einfach solche an den Haaren herbeigezogenen Zahlen in den Raum. Das ist tiefste Stammtischpolitik.

Karin

Hallo Andy,
nehms mir bitte nicht übel, aber dein Beitrag entbehrt MM jeder vernünftigen Grundlage.

a) Ist der Zuschuß zur ICH AG nicht dafür gedacht gewesen deine Kosten zu finanzieren!!! Einzig und allein um die Gründer im sozialen Netz zu halten bzw. die Finanzierung dessen zu gewährleisten.

b) Ein Vergleich zwischen den Rentenversicherungsystemen privat und gesetzlich ist absolut schwachsinn. Dazu auch mal ein Link:
http://www.finanztip.de/recht/sozialrecht/rententipp…

c) Wenn der Aufschwung durch die ICH AG kommen soll, na dann gute Nacht. es ist mit Sicherheit zu früh um eine betrachtung und vergleich der Wirtschaftskraft aus diesem Bereich zu erhalten, aber MM wird hier viel zu viel erhofft.

d) Das Verdienstgefüge der Beamten ist und bleibt ein Zankapfel. Nur soviel von mir. Wenn ein Manager das Im Monat verdient, was ein Beamter (egal welche Stufe) bekommt, tja… dann hat er was falsch gemacht.

Viele Grüße sendet

Martin

Hallo Martin,

wenn die Beiträge der staatlichen Rentenkasse nicht so hoch wären, dann wäre ich gerne bereit in dieses marode Rentensystem einzuzahlen.

Meine Einnahmen sind derzeit noch nicht so gut dass ich von meiner Firma leben kann und mit dem niedrigeren Zuschuss wird es nochmal ein Stück schwieriger.

Ich möchte ja auch spätestens 2005 weg von diesem Zuschuss.

Viele Grüße
Andy