Zwangssterilität

Hallo,

Vor Beginn der Psychopharmakatherapie ist der Psychiater verpflichtet, nach dem Kinderwunsch zu fragen. Wie realistisch ist es, wenn die Therapie des Aufmerksamkeitsdefizit-Syndroms medikamentös erfolgt?

Herzlich,

Nachgefragt
Hallo,

ich habe gestern erfahren, dass du kein Troll bist, sondern nur etwas gehoben formulierst. Leider verstehe ich so eine gehobene Sprache nicht. Wärst du bitte so nett, mir zu deinem Posting folgende Fragen in einem nicht so gehobenen deutsch zu beantworten:

  1. Was willst du wissen?
  2. Auf welche Quellen stützt du die in der Frage enthaltenen Tatsachenbehauptungen?
  3. Wird Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom bei Erwachsenen medikamentös behandelt?
  4. Wird Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom bei Jugendlichen nach Eintreten der Pubertät medikamentös behandelt?
  5. Wenn zu 3 und 4 die Antwort „nein“ ist, warum sollte ein Psychiater dann den Kinderwunsch mit dem Patienten diskutieren?
  6. Wie definiert sich deiner Meinung nach „Internet-Troll“?

Ich danke dir jetzt schon für deine Antworten. Ich bin ganz sicher, das du ein nützliches Mitglied der wer-weiss-was-Community bist und deswegen mir (ich bin leider ein kleiner Dummi) bereitwillig Auskunft erteilst.

Danke.
Ich bewundere deine gehobene Sprache.
Mach weiter so, denn wer-weiss-was brauch Mitglieder wie dich!

Gruß

Bernd

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Sage mal…
Hi Christine,

kann es sein, daß Dir die halbe Frage weggerutscht ist? Oder geht es Dir darum, ob die Frage nach dem Kinderwunsch bei medikamentöser Behandlung von ADS vom Therapeuten gestellt wird bzw. gestellt werden sollte/müßte?

Falls ja: nun, ich bin keine ADS-Expertin, aber ich denke schon, daß zum Beispiel bei Methylphenidat (Ritalin & Co.) eine mögliche Schwangerschaft bzw. zeitnaher Kinderwunsch abgeklärt und/oder ausgeschlossen werden sollte, wobei Schwangerschaft (da denke ich auch an transiente Hypertonie) & Stillzeit bei Ritalin unter Kontraindikationen aufgeführt werden. Kuckst Du:

• [http://www.adhs-zentrum.de/ADHS-Inhalt/ADHS_-_Inhalt…](http://www.adhs-zentrum.de/ADHS-Inhalt/ADHS_-_Inhalt/ADHS/Therapie/MPH Schwangerschaft/mph schwangerschaft.html).
http://www.netdoktor.de/medikamente/showpreparation…

Falls nein: präzisiere die Frage… :wink:

Gruß

Renee

Hallo Bernd,

bin zwar nicht Biggi, aber Frage 3 und 4 kann ich dir beantworten:

  1. Ja
  2. Ja

Viele Grüße

gipsy

Hallo Biggi,

was hat die von dir geschriebene Frage mit der Überschrift zu tun?

Viele Grüße

gipsy

Hallo Biggi !
Natürlich wird man üblicherweise vor der Verordnung jeglicher
Medikamente bei Frauen „im gebährfähigen“ Alter das Thema
Kinderwunsch ansprechen.

Speziell bei ADHS ist es nun so, dass es sehr unterschiedliche
Sichtweisen zur Frage der Fortsetzung einer Medikation gibt.
Grundsätzlich geht man als Arzt und Patientin natürlich lieber auf
Nummer Sicher und wird empfehlen bei konkretem Kinderwunsch kein
Methylphenidat oder andere Psychopharmaka einzunehmen bzw. zu
verhüten. Ob nun Methylphenidat tatsächlich eine Schädigung des
ungeborenen Babys auslöst, ist nicht erwiesen (aber eben auch nicht
wirklich widerlegt). Da nun ADHS-Frauen leider etwas häufiger
ungewollt schwanger werden (noch häufiger, wenn sie keine Medikamente
nehmen), läuft derzeit in den USA dazu eine Studie.

Aus meiner Sicht ist es aber auch so, dass Frau in dieser Frage
durchaus „mitdenken darf“. Da die Verordnung von Methylphenidat bei
Frauen mit ADHS nun nicht gerade in die Alltagspraxis des
Allgemeinmediziners gehört bzw. auch bisher recht wenige Fachärzte
für Psychiatrie sich damit auskennen, halte ich die Sorge für
übertrieben.

Ich jedenfalls spreche das Thema an.

Schönen Gruss

Martin Winkler (www.adhs.ch)

Vor Beginn der Psychopharmakatherapie ist der Psychiater
verpflichtet, nach dem Kinderwunsch zu fragen. Wie realistisch
ist es, wenn die Therapie des Aufmerksamkeitsdefizit-Syndroms
medikamentös erfolgt?

Herzlich,