Seit 2004 bin ich nun fast ununterbrochen krank. Ich habe 2 recht schwere Herz-Operationen hinter mir und befinde mich bis heute in einer schwierigen Behandlung einer Erkrankung meines Lymphsystems.
Zwischenzeitlich befindet sich meine Firma in der Insolvenz, meine Ehe wurde geschieden und nun steht die Zwangsversteigerung meines Hauses an; in ca. 4 Wochen!
Ich weiß, dass ich schon ziemlich spät dran bin, aber schon allein die Medikamente für meine jetzige Erkrankung machen mich mit ihren Nebenwirkungen faktisch handlungsunfähig. – Ich habe sie nun seit einigen Tagen abgesetzt, damit ich wenigstens agieren kann …
Also, die Zwangsversteigerung steht an. Ob ich so kurzfristig noch etwas tun kann, weiß ich nicht. Jedenfalls konnte ich es bisher nicht, habe aber die Hoffnung, dass es, wenn ich wieder Gesund bin, evtl. schon einige Möglichkeiten geben könnte, die Sache noch zu retten.
Das geht aber eben nur, wenn es bei diesem Termin zu keiner Versteigerung kommt, oder aber er erst gar nicht stattfindet. Zeit, um mich um die Dinge zu kümmern, brauche ich in jedem Fall.
Hallo,
sicherlich kann ich aus deiner Beschreibung deine Situation nicht beurteilen.
Eine Möglichkeit eine ZV abzuwenden, sehe ich nur in einem dezidierten Plan dem betreibenden Gläubiger gegenüber.
Keine Bank ist scharf darauf, mit Zwangsmaßnahmen gegen einen ehemaligen Kunden vorzugehen, wenn eine realistische Change besteht auch anders an das Geld zu kommen.
Erfahrungsgemäß haben viele Versteigerte nie oder zu spät das Gespräch mit der Bank gesúcht.
Natürlich gibt es Verfahrenstricks, um eine Versteigerung herauszuzögern, aber immer nur kurzfristig, mit immensen Aufwand und fragwürdigem Erfolg. Da wäre sicherlich ein spezialisierter Anwalt ein geeigneter Ansprechpartner.
Die Frage war: Wie kann ich es aus dieser Situation verhindern, dass möglicherweise mein Haus in ein paar Wochen versteigert wird bzw. ein Versteigerungstermin stattfindet?
Ich müsste jetzt Zeit haben, um Gegenmaßnahmen zu ergreifen …
Nächste Frage: Was gibt es für mögliche Maßnahmen?
verhindern, dass möglicherweise mein Haus in ein paar Wochen
versteigert wird bzw. ein Versteigerungstermin stattfindet?
Da bin ich ähnlich pessimistische, wie N. Schmidt. Du mußt der bank schon glaubhaft machen, dass Du in drei oder vier Wochen eine deutliche Änderung der Situation ereichen kannst. Wenn Du Glück hast, wird in der ersten Versteigerung kein Zuschlag erteilt, dann hast Du reichlich zeit etwas zu unternehmen.
Nächste Frage: Was gibt es für mögliche Maßnahmen?
Das Darlehen zu einem so großen Teil tilgen, dass die bank wieder Vertrauen in Dich setzt.
Das Darlehen zu einem so großen Teil tilgen, dass die bank
wieder Vertrauen in Dich setzt.
Hallo,
meine ich auch. Du kannst
-deine Goldreserven auspacken
-einen Bekannten zum Zahlen motivieren
-einen super Job vorweisen mit langfristig idealer Tilgung fuer die Bank
-einen Kaeufer finden, der es der Bank abkauft und an Dich vermietet
(abkaufen neben / vor / bei der Versteigerung)
Wir kennen Deine Situation nicht, doch alles dies duerfte schwierig werden, sonst haettest Du schon eine Loesung.
Querstellen, nicht ausziehen wollen, Schaden anrichten wuerde jeweils Dich als Geschaedigten treffen, ist nicht gut fuer Dich.
Bei einer Verzoegerung laufen uebrigens die ca 17 Prozent Zinsen der Bank weiter auf, was Dich in die Knie zwingt und der Bank Gewinn bringt.
Gruss Helmut
Hallo, du kannst eine ZV abwenden, allerdings mußt du sofort agieren und zu den Gläubigern gehen. Erkläre ihnen deine situatuion, die KRankheit etc.
Erkläre dich berreit, das Haus innerhalb von 8 Wochen an eine Maklerfirma zu übergeben!
Lege ihnen Ärztliche Attests vor usw. Es klappt nicht immer, aber zu 70 % denn niemand will Zwnagsversteigern, es bringt weniger Geld.
Zeig ihnen auch die Arztberichte vor, das du unfähig warst zu handeln!
Das Haus ist weg, so oder so, aber die Schulden sind kleiner, wenn du es verkaufst!
Hallo Yoyo,
kann mich N. nur anschließen.
So schnell als möglich zur Bank.
Haben selbst in einem solchen Fall (Eigentumswohnung je 50 % ein Freund und wir) die ZV noch abwenden können, da der „Freund“ es nicht für nötig erachtete, uns über seine klamme Finanzlage und das schwebende Damokles-Schwert zu unterrichten.
Nachdem die Katze fast aus dem Sack war, sind wir nach Rücksprache mit der teilfinanzierenden Bank zu dessen Bank, die die ZV auf den Weg bringen wollte, haben ihr unseren Vorschlag zur Übernahme der 50% Eigentumsanteil unterbreitet. Und die Bank hat angenommen.
Sie hat zwar nicht so viel wie gewünscht bekommen, aber immer noch mehr, als in dem kostenintensive Verfahren der ZV mit dessen Unwägbarkeiten.
Jedoch ohne eine solide finanzielle Basis ist so ein Weg natürlich nicht möglich.
Was hat denn die Bank von Dir „gewünscht“ und was hat sie letztendlich „bekommen“? - Ein prozentuales Verhältnis würde mir schon genügen. Es wäre schon interessant zu wissen, was da so machbar ist.
Gruß
Yoyo
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Hallo Yoyo,
so pauschal kann man das in % nicht sagen. Dabei muß man bedenken, der ehemalig 50%ige Eigentümer hatte einen Kredit auf Summe X bei dieser Bank aufgenommen für den ehemaligen Kaufpreisanteil.
Es war eine Zeit ins Land gegangen, und die Immobilienblütenträume der Bank waren verdorrt. Die Immobilie hatte noch einen Restwert X (Wertgutachten war noch nicht neu erstellt). In einer Zwangsversteigerung bekommt man auch nur einen Teil von dem, was man sich gemeinhin ausdenkt. Vor allem, wenn noch ein zweiter hälftiger Eigentümer mitbietet und es sich um eine vermietete ETW handelt.
Also mußte unser Angebot zwar über dem Preis liegen, der in einer ZV zu erwarten gewesen wäre, aber immer noch unter dem Phantasieprodukt der Bank, die ja in jedem Falle immer gewinnen will.
Prozentual habe ich das damals nicht ausgerechnet, weil es darum ging, unseren Eigentumsanteil sprich unser Kapital zu schützen.
Da aber bei Dir die Situation eine andere ist, bist Du wesentlich mehr auf den guten Willen der Bank (der vermutlich nicht groß sein wird) angewiesen.
Also trotzdem viel Glück und gute Besserung wünscht BM