Hallo, Psychologie-Experten,
Mir fällt oft auf, dass heute viele viele Jugendliche (meist männlich) bzw. junge Männer Mützen tragen, auch drinnen. Mit Schutz vor Kälte hat das offensichtlich nichts zu tun, mit Mode auch nicht unbedingt.
Kann man über den psychologischen „Zweck“ dieser Kleidung eine generelle Aussage machen ?
Ich habe oft den Eindruck, dass es um eine Art „sich gegen die Außenwelt abschotten“ geht, wie die z.B. beim Tragen von Sonnenbrillen der Fall ist. Zumindest entsteht bei mir ein gewisses Unwohlsein, wenn ich mit so gekleideten Jugendlichen Kontakt habe, da ich dabei den Eindruck einer „Einbahnstraßen-“ Kommunikation habe.
mfg
Klaus
moin,
ich sehe es schon als modeerscheinung ohne jeglichen praktischen sinn.
wenn ich so die zeit revue passieren lasse: die „muetze“ meiner zeit war die „matte“ = die langen haare. angeregt wurde das durch die wilden vorbilder aus der musikszene ( byrds, small faces, etc ) und „erwachsene“ fragten oft, welchen sinn lange haare beim mann im heissen sommer haben…
vor ca 20 -30 jahren kam der trend der baseball-caps auf -den schirm moeglichst schraeg nach hinten gedreht - diese caps kamen eindeutig aus der breakdance-scene.
die heutigen pudelmuetzen ( ohne bömmel ) sah ich zum ersten mal bei rappern und hip-hoppern.
es handelt sich also um voellig normale nachahmungen einer bestehenden scene ohne wirklichen tieferen sinn.
die einzige message ist: ich bin jung, ich bin anders, und ihr erwachsenen muesst nicht alles verstehen.
und diese kleinen freuden soll man den jungs doch goennen, genauso, wie wir uns auch diese kleinen provozierenden freiheiten genommen haben…
mich wurde mal viel mehr interessiern, warum aeltere damen in der kirche immer ihre haesslichen huete aufbehalten…
gruss
khs
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Laienmeinung: Gangstarappertum
Hallo Klaus!
Ich denke, diese Mützen findet man vor allem bei Menschen, die auch übergroße Hosen tragen und oft so dämliche fellbesetzte Winterjacken anhaben.
Dazu fällt mir ein, dass mit diesem Aufzug sicher verbunden ist, dass sie ein Aggressionspotential nach außen präsentieren wollen.
Das Tragen großer und verdeckender Dinge (Sonnenbrille, große Hose etc.) erweckt erstens den Anschein von Körpergröße (und mit ganz tollen RIESIGEN Markenzeichen sieht die Kleidung auch noch schön teuer aus) und erscheint zugleich verschleiernd, heimlich.
Passt finde ich zu dem gelebten Gangstarappertum alla „Get rich or die trying“ von 50 Cent, einem Verbrecher, der ins Gefängnis gehört, statt Kindern völlig falsche Ideale in den Kopf zu setzen.
VG, Stefan
hallo Karl-Heinz,
mich wurde mal viel mehr interessiern, warum aeltere damen in
der kirche immer ihre haesslichen huete aufbehalten…
ist doch klar! Weil die Frisur nicht so sitzt, wie sie soll! Und außerdem ist man mit Hut ‚angezogen‘.
meine 2 cents
Gruß Minnie
Hallo,
mich wurde mal viel mehr interessiern, warum aeltere damen in
der kirche immer ihre haesslichen huete aufbehalten…
ist doch klar! Weil die Frisur nicht so sitzt, wie sie soll!
…spätestens dann, wenn man den Hut abgenommen hat - und keinen Spiegel, um die Haartracht wieder zu justieren…
Dass Damen (ob alt oder jung) überhaupt ihre Hüte (seien sie hübsch oder hässlich) in der Kirche (oder auch im Kino, im Café etc.) absetzen, hab ich übrigens noch nie beobachtet 
Gruß
Kreszenz, hutlos
Eher Gruppendynamik
Hallo,
das ist eher keine „individuelle“ Entscheidung, sich mit
hässlicher Kleidung zu verunstalten, sondern
ein Fall für eine gruppendynamische Betrachtung.
Ein Gruppenführer fängt an, die Mitläufer machen es nach.
Frag die Soziologen (-:
Gruß,
Oliver
mich wurde mal viel mehr interessiern, warum aeltere damen in
der kirche immer ihre haesslichen huete aufbehalten.
Hallo, Kuddel,
seit alters ist es Sitte, dass Frauen in der Kirche den Kopf bedecken (und wenn es nur ein Hauch von einem Schal ist). Und auf dem Lande wirst Du das in katholischen Gegenden immer noch so sehen.
Im Gegensatz dazu nehmen Männer in der Kirche den Hut, die Mütze oder sonstige Kopfbedeckung ab.
Im Gegensatz zu Synagogen, dort wird der Kopf bedeckt.
Dafür ziehen Muslime in ihren Gebetsstätten die Schuhe aus.
Weils halt der Brauch ist.
Gruß
Eckard
Kopfbedeckungen im Wandel der Zeit
Hallo, Klaus,
offenbar eine Modeerscheinung.
Bis in die 50er Jahre des vorigen Jh. trug der Herr einen Hut, die Mütze war der Arbeiterschaft vorbehalten. (übrigens vor WK I war es sogar üblich, den Hut auch am Arbeitsplatz aufzubehalten). Meine Großmutter lehrte mich: „Mit Mütze bist du ein Mann, mit Hut ein Herr!“
In den 60er/70ern wurde es Sitte (vor allem wegen der modischen langen Haare, aber auch um sich von „alten Zöpfen“ zu trennen) barhäuptig zu gehen.
Schließlich wurde es Mode Mützen zu tragen - zunächst Schiebermützen teilweise mit dem Schild nach hinten, später diese unsäglichen Baseballkappen. Aber das kennst Du ja aus eigener Anschauung.
Meinereiner trägt seit seinen Seefahrtzeiten übrigens stets einen Elbsegler, besitzt allerdings auch eine Reihe überaus kleidsamer Hüte, die jedoch vor allem im Auto etwas unpraktisch sind.
Grüße
Eckard
Dass Damen (ob alt oder jung) überhaupt ihre Hüte (seien sie
hübsch oder hässlich) in der Kirche (oder auch im Kino, im
Café etc.) absetzen, hab ich übrigens noch nie beobachtet 
Ja, und das wundert mich immer: sie gehen auch mit Hut aufs Klo, und das wundert mich noch viel mehr. Nicht, daß ich mir das vorstellte, aber wundern darf ich mich doch!
Gruß - Rolf (der gern einen Hut trägt)
Dass Damen (ob alt oder jung) überhaupt ihre Hüte (seien sie
hübsch oder hässlich) in der Kirche (oder auch im Kino, im
Café etc.) absetzen, hab ich übrigens noch nie beobachtet 
Tja, as ist die alte Schule. Damen DÜRFEN den Hut aufbehalten, im Gegensatz zu Männern, ünerall und jederzeit. Und in jedem Raum. Und was man darf, das tut man. Äh frau. 
Gruß,
Branden
Hi Klaus,
ich denke, Du liegst falsch: Es gibt keinen psychologischen Hintergrund von Mützen. Es ist wirklich eine Mode, vielleicht eine, die an Dir vorrübergegangen ist.
HipHopper tragen oft Mützen. Ich schätze, daher haben es „die jungen Leute“. 
Ich glaube nicht, daß sie unterbewußt etwas verbergen wollen. Höchstens fettige Haare. 
Liebe Grüße,
Nike
Ja, und das wundert mich immer: sie gehen auch mit Hut aufs
Klo, und das wundert mich noch viel mehr. Nicht, daß ich mir
das vorstellte, aber wundern darf ich mich doch!
Wieso, Rolf,
gerade dort ist ein Hut doch nicht im Wege?
Gruß
Eckard
Tja, as ist die alte Schule. Damen DÜRFEN den Hut aufbehalten,
im Gegensatz zu Männern, ünerall und jederzeit. Und in jedem
Raum. Und was man darf, das tut man. Äh frau. 
Gruß,
Branden
Ja, aber Achtung vor Fahrern mit Hut! 
Gruß
Gerald
Hi Klaus,
ich denke, Du liegst falsch: Es gibt keinen psychologischen
Hintergrund von Mützen. Es ist wirklich eine Mode, vielleicht
eine, die an Dir vorrübergegangen ist.
ganz so einfach kommst du mir nicht mit dem satz davon*gg*
ich setze keine muetze gerne auf. warum?
eine muetze und vor allem die art der muetze sagt etwas ueber dich aus.
die muetze ist etwas, was einen in eine kategorie schiebt. die art der muetze sagt etwas darueber aus, wer du bist, was du vorgibst, sein zu wollen und was du machst.
das, was aber alle muetzen gemeinsam haben, sie schuetzen vor sonne, vor regen, vor dingen, die von oben kommen.
sie waermen - die eine mehr, die andere weniger.
eine muetze schraenkt dich jedoch auch ein - sie unterdrueckt bestimmte bewegungen. sie umschlingt deinen kopf…auf einem stueck zumindest.
du musst abhaengig von der art der muetze vorsichtiger beim bewegen sein.
eine muetze(einige)nimmt dir auch sicht.
eine muetze ist wie ein kleidungsstueck…es nimmt dir ein stueck freiheit.
natuerlich spielt die mode eine rolle. jedoch ist mode ein stueck freiheitsentzug, denn man richtet sich in dem moment, in dem man sich nach einer mode richtet, ja nach anderen leuten.
das hier ist keine wertung…ich wollte damit nur der verbreiteten meinung widersprechen, die muetze waere psychologisch irrelevant.
das ist sie , wie alles andere auch, nicht.
mfg:smile:
rene
Hiho,
ich denke, Du liegst falsch: Es gibt keinen psychologischen
Hintergrund von Mützen.
ganz so einfach kommst du mir nicht mit dem satz davon*gg*
ich setze keine muetze gerne auf. warum?
Tststs. Ich habe doch geschrieben „Es gibt keinen psychologischen Hintergrund von Mützen“. Es gibt natürlich einen psychologischen Hintergrund von Mützen-Phobie, na klar! *fg*
Wahrscheinlich ist es Dir als Kind immer tierisch auf den Keks gegangen, daß Du immer diese häßlichen Ganzgesicht-Schalmützen anziehen mußtest. Oder so. Ähem. *gd&r*
Liebe Grüße, Nike
eine muetzenphobie ist nur das gegenteil einer muetzenliebe.
Wahrscheinlich ist es Dir als Kind immer tierisch auf den Keks
gegangen, daß Du immer diese häßlichen Ganzgesicht-Schalmützen
anziehen mußtest. Oder so. Ähem. *gd&r*
das kann sein. das weiss ich gar nicht genau.
es sieht zwar manchmal cool aus, andere mit muetzen zu sehen, aber irgendwie ist das gefuehl nicht so schoen. noch was daoben drauf…es gibt einem zwar eine gewissen waerme und einen schutz, aber ich brauche das nicht.ich will lieber in jede richtung ungeschuetzt sein.
brille genauso…brillentraeger gefallen mir, aber ich mag nicht mal sonnenbrillen, weil sie einem die sicht einschraenken.schrecklich.
ich hab immer gern den ueberblick…was meine sinne angeht…
deutlich sehen(nicht durch taucherbrillen oder sonnenbrillen), riechen(wenn ich mal nicht rumschnupfe),schmecken(ich mag nichts scharfes, das betaeubt), rauchen(ich mag nur frische luft) und ich bin gerne nackt…kein nudist oder fkkler, aber im sommer, meine lieblingsjahreszeit, geh ich gerne ohne klamotten durch die kante…soweit es geht:smile:
so…jetzt wieder zurueck…bevor ich hier noch mehr von mir preisgebe.
Im Gegensatz zu Synagogen, dort wird der Kopf bedeckt.
OK das ist jetzt echt off topic hier, aber ich werde es trotzdem los: Dieser Gegensatz löst sich auf, wenn man sich die Interna der beiden Religionen ansieht. Das Christentum unterscheidet geistliche Würdenträger von Laien, während das Judentum das nicht tut und gewissermaßen jeder einzelne ein Würdenträger ist. Daher setzt der Laie in der Kriche den Hut ab, aber der (katholische) Priester trägt eine Mütze, die noch dazu aussieht wie eine Kipa (bis auf den Zipfel oben drauf). Sogar der Papst hat so eine.
Gruß
dataf0x
Offtopic: Frage nach Mützen im Judentum
Hallo
Das Christentum
unterscheidet geistliche Würdenträger von Laien, während das
Judentum das nicht tut und gewissermaßen jeder einzelne ein
Würdenträger ist. Daher setzt der Laie in der Kriche den Hut
ab, aber der (katholische) Priester trägt eine Mütze, die noch
dazu aussieht wie eine Kipa (bis auf den Zipfel oben drauf).
Sehr interessant.
Was tragen denn die Frauen in der Synagoge auf dem Kopf?
Warum sind die eigentlich immer auf Emporen?
Viele Grüße
Thea
Hallo!
Was tragen denn die Frauen in der Synagoge auf dem Kopf?
Verheiratete Frauen müssen laut einem Vers in der Tora (Bibel) ihr Haar bedecken. Das hat mit der Synagoge aber nichts zu tun, sondern gilt für den ganzen Tag. Daß Frauen das Haar bedecken war lange Zeit Standard auch im christlichen Raum, und es ist in traditionelleren Gegenden immer noch so, zb. das ländliche Griechenland oder Italien. Orthodoxe Frauen tragen Hüte, Kopftücher oder Haarnetze, und zwar immer, nicht nur wenn sie in die Synagoge gehen (was ohnehin selten vorkommt). Wenn nichtreligiöse Frauen in die Synagoge gehen (zb. zur Barmitzwa) hält man sich natürlich an diese Regel und bedeckt das Haar (und trägt einen Rock). So machen das Italienerinnen auch, wenn sie in die Kirche gehen.
Warum sind die eigentlich immer auf Emporen?
Die Empore ist eher eine europäischer Erfindung. Männer und Frauen sitzen getrennt voneinander, damit keine Störung beim Gebet erfolgt. Das betrifft Störungen von Männern durch Frauen - den Frauen wird zugetraut, daß der Anblick fescher Männer sie nicht ablenkt.
Dazu genügt eine Absperrung. Eine Empore ist nicht nötig.
Gruß
dataf0x