Zwei Aussagen zu LV- welche korrekt?

Moin,

ich bin absoluter Laie und stehe vor einem Problem.
Vielleicht kann mir hier jemand helfen.

Folgende Situation:

Ich habe seit 8 Jahren eine Rentenversicherung die konservativ angelegt ist (Schuldverschreibungen, Hypotheken, Staatsanleihen etc.).
Nun war gestern jemand von einem Finanzoptimierer zum zweiten mal bei mir, der meine Versicherungen überprüft hat.
Er wollte einige Versicherungen kündigen und bei sich besser versichern.
Darunter auch die Lebensversicherung. Er meinte, dass die Rendite da
miserabel ist und er mir mit Britischen LVs wesentlich mehr Rendite versprechen kann.

Als ich nun heute morgen meinen Versicherungsmakler mit der LV anrief, erzählte der mir, dass der erstere unseriös arbeiten würde.
Zum einen wäre meine LV noch steuerfrei und mit einem Garantiezins. Ausserdem würde ich bei einer Kündigung auch noch Geld verlieren.
Er erklärte, dass meine derzeitige LV eine Basisabsicherung wäre mit konservativer Anlage. Nach dieser Grundsicherung könne man „freies“ Geld in höherverzinsliche, aber riskantere Anlagen stecken.
Brit. LVS böten idR höhere Rendite, aber keinen Garantiezins.
Man solle nie LVs kündigen, sondern entweder stilllegen oder das Guthaben beleihen.
Zuletzt meinte er, dass es Unabhängigkeit nicht gibt, wenn jemand von Provisionen lebt. Ich solle dort keine Versicherung abschließen und sich bei Ihm oder bei den anderen Versicherern neue Angebote einholen.

Ich weiss nun nicht, wer Recht hat.

Was meinen Sie?

MfG
FlashG

Moin,

schick den Finanzoptimierer (der optimiert vor allem seine Finanzen) in die Wüste und lass Deine Rentenversicherung wie sie ist.

Gruß

Nordlicht

Hallo,

Darunter auch die Lebensversicherung. Er meinte, dass die
Rendite da
miserabel ist und er mir mit Britischen LVs wesentlich mehr
Rendite versprechen kann.

Tolle Aussage… Hat er auch in die bestehende Police geschaut, dabei festgestellt, wie groß oder klein der Rückkaufswert ist, den Renditeunterschied (garantierte Werte!) der beiden Produkte verglichen und damit hochgerechnet, dass es für dich rentabel ist unter Berücksichtigung der dann fälligen Steuer auf die Ablaufleistung? Hat er nicht? Dann lass es!!! Außer großen Worten war dann nichts zu wollen.

Mannomann, es würde noch helfen, wie alt du bist und über welche Laufzeiten wir reden, aber nach 8 Jahren eine laufende LV für was anderes zu kündigen rechnet sich normalerweise nicht *Kopfschüttel*.

Zum einen wäre meine LV noch steuerfrei und mit einem
Garantiezins. Ausserdem würde ich bei einer Kündigung auch
noch Geld verlieren.
Er erklärte, dass meine derzeitige LV eine Basisabsicherung
wäre mit konservativer Anlage. Nach dieser Grundsicherung
könne man „freies“ Geld in höherverzinsliche, aber riskantere
Anlagen stecken.
Brit. LVS böten idR höhere Rendite, aber keinen Garantiezins.
Man solle nie LVs kündigen, sondern entweder stilllegen oder
das Guthaben beleihen.
Zuletzt meinte er, dass es Unabhängigkeit nicht gibt, wenn
jemand von Provisionen lebt. Ich solle dort keine Versicherung
abschließen und sich bei Ihm oder bei den anderen Versicherern
neue Angebote einholen.

Das sind korrekte Aussagen, wobei ich das mit dem Garantiezins nicht genau weiss. Insbesondere stimme ich dem zu, dass erst nach einer Grundlage bei der Absicherung risikoreichere Anlagestrategien gefahren werden können.

Viele Grüße
Andreas

Danke! und Nachfrage
Moin,

danke für die Aussagen. Werde meine alten Verträge behalten.

Sind Vermittler eigentlich haftbar für Ihre Aussagen?

MfG
FlashG

P.S. Bin 38 Jahre.

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Ich habe seit 8 Jahren eine Rentenversicherung die konservativ
angelegt ist (Schuldverschreibungen, Hypotheken,
Staatsanleihen etc.).

Welchen Garantiezins hast Du in der Police?

Er wollte einige Versicherungen kündigen und bei sich besser
versichern.

JA, klar! :wink:

Darunter auch die Lebensversicherung. Er meinte, dass die
Rendite da
miserabel ist und er mir mit Britischen LVs wesentlich mehr
Rendite versprechen kann.

Versprechen? Da hat er sich wohl versprochen!

Als ich nun heute morgen meinen Versicherungsmakler mit der LV
anrief, erzählte der mir, dass der erstere unseriös arbeiten
würde.

Ja, auch klar! Das Spiel kenn ich: „Okay, meins war nicht optimal, aber was der anbietet, ist total unseriös!“

Zum einen wäre meine LV noch steuerfrei und mit einem
Garantiezins. Ausserdem würde ich bei einer Kündigung auch
noch Geld verlieren.

Kündigen würde ich definitiv nicht, höchstens Beitragsfrei stellen. Aber: Es muss sich rechnen, und wenn er das nicht getan hat - Adios!

Brit. LVS böten idR höhere Rendite, aber keinen Garantiezins.

Das stimmt so nicht. Auch hier gibt’s Garantien!

Man solle nie LVs kündigen, sondern entweder stilllegen oder
das Guthaben beleihen.

Sag niemals nie, es gitb durhcaus gute GRünde für eine Kündigung, bei dir finde ihc allerdings keine.

Zuletzt meinte er, dass es Unabhängigkeit nicht gibt, wenn
jemand von Provisionen lebt.

Das ist definitiv Quatsch! Lebt er von Luft und Liebe oder bekommt er vielleicht auch Geld von seinem Versicherer? Muss er nicht ganz envtl. auch Quoten erfüllen, um Boni zu bekommen?
Das Argument lasse ich nicht gelten!

Ich weiss nun nicht, wer Recht hat.

Was meinen Sie?

MfG
FlashG

Tja, das war meine Meinung
Frank Wilke

dieser „finanzoptimierer“ gehört vom markt entsorgt…

nur mal so zum nachdenken: equitable life - damit beschäftigt sich mittlerweile
ein untersuchungsausschuß des europäische parlaments…

fazit: wer glaubt das der finanzoptimierer finanzen anderer optimiert, der glaubt auch das zitronenfalter zitronen falten.

lass deinen vertrag wie er ist.

grüße

andreas sokol

Hallo Andreas,

halte in der Regel viel von Deinen Aussagen, aber DAS ist wirklich zu pauschal.

Frank

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Andreas,

halte in der Regel viel von Deinen Aussagen, aber DAS ist
wirklich zu pauschal.

Frank

hallo frank,

sehe ein war wohl missvertändlich formuliert…ich meinet natürlich eben diesen finanzoptimierer - und das ist keine aussage zu pauschal …war ja sogar noch freundlich formuliert.

sorry wenn es anders rüberkam

grüße

andreas

Guten Tag FlashG,

bezugnehmend auf Ihre N a c h f r a g e möchte ich anmerken, dass
jeder, der im Vollbesitz seiner Kräfte steht, für seine Aussage
haftet.
Bei Versicherungsvermittlern stellt sich die Sachlage etwas differenziert dar. Angestellte Vertreter und scheinselbständige
Vermittler sowie gewerbliche Mehrfirmenvertreter und Makler haften
regelmäßig für Schäden, die durch ihr Tun entstehen. Erstgenannte
werden dabei regelmäßig über das Netz der Arbeitgeberhaftung ihres
Brötchengebers aufgefangen. Zweitgenannte ebenso in den meisten Fällen.
Zweit-, Dritt- und Letztgenannte sind gehalten, ihre Haftung durch
Vermögensschadenhaftpflichtversicherungen zu unterlegen.
Eine wirksame Kontrolle, ob das auch so getan wurde, gibt es
bis dato noch nicht.
Fazit: Jeder haftet grundsätzlich immer. Kommt es zum Schadensersatz-Problem, so entsteht nicht selten ein weiteres Problem,
dadurch, dass zwar dem Grunde nach Haftung wegen Verschulden gegeben ist, leider aber kein Geld vorhanden ist, durch das der Geschädigte
schadlos gestellt werden kann. Sei es, dass der Vermittler mittellos ist oder sei es, dass der Vermittler keine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung abgeschlossen hat.

Traurig aber wahr.

Gruß
Günther

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

es wurde hier bereits mehrfach geschrieben. Suche Dir einen vernünftigen und seriösen Berater und schick diesen halbseidenen in die Wüste. Falls Du Telefonnummer weiter gegeben haben solltest, wäre
eine Warnung im Bekanntenkreis sicher sinnvoll.

Solchen Trupps sollte endlich mal ein Riegel vorgschoben werden.

Ich habe seit 8 Jahren eine Rentenversicherung die konservativ

angelegt ist (Schuldverschreibungen, Hypotheken,
Staatsanleihen etc.).
Nun war gestern jemand von einem Finanzoptimierer zum zweiten
mal bei mir, der meine Versicherungen überprüft hat.
Er wollte einige Versicherungen kündigen und bei sich besser
versichern.
Darunter auch die Lebensversicherung. Er meinte, dass die
Rendite da
miserabel ist und er mir mit Britischen LVs wesentlich mehr
Rendite versprechen kann.

Als ich nun heute morgen meinen Versicherungsmakler mit der LV
anrief, erzählte der mir, dass der erstere unseriös arbeiten
würde.
Zum einen wäre meine LV noch steuerfrei und mit einem
Garantiezins. Ausserdem würde ich bei einer Kündigung auch
noch Geld verlieren.
Er erklärte, dass meine derzeitige LV eine Basisabsicherung
wäre mit konservativer Anlage. Nach dieser Grundsicherung
könne man „freies“ Geld in höherverzinsliche, aber riskantere
Anlagen stecken.
Brit. LVS böten idR höhere Rendite, aber keinen Garantiezins.
Man solle nie LVs kündigen, sondern entweder stilllegen oder
das Guthaben beleihen.
Zuletzt meinte er, dass es Unabhängigkeit nicht gibt, wenn
jemand von Provisionen lebt. Ich solle dort keine Versicherung
abschließen und sich bei Ihm oder bei den anderen Versicherern
neue Angebote einholen.

Ich weiss nun nicht, wer Recht hat.

Was meinen Sie?

MfG
FlashG

Jetzt bin ich missverstanden :wink:
Ich meinte, so pauschal ohne Vertragsdaten und Rahmenbedingungen zu kennen, kann man nicht einfach sagen, „lass es, was besseres gibt’s nicht“
Das mit dem optimierer hab ich gar nicht so verstanden.
Frank

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Guten Tag FlashG,

bezugnehmend auf Ihre N a c h f r a g e möchte ich anmerken,
dass
jeder, der im Vollbesitz seiner Kräfte steht, für seine
Aussage
haftet.
Bei Versicherungsvermittlern stellt sich die Sachlage etwas
differenziert dar. Angestellte Vertreter und
scheinselbständige
Vermittler sowie gewerbliche Mehrfirmenvertreter und Makler
haften
regelmäßig für Schäden, die durch ihr Tun entstehen.
Erstgenannte
werden dabei regelmäßig über das Netz der Arbeitgeberhaftung
ihres
Brötchengebers aufgefangen. Zweitgenannte ebenso in den
meisten Fällen.
Zweit-, Dritt- und Letztgenannte sind gehalten, ihre Haftung
durch
Vermögensschadenhaftpflichtversicherungen zu unterlegen.
Eine wirksame Kontrolle, ob das auch so getan wurde, gibt es
bis dato noch nicht.
Fazit: Jeder haftet grundsätzlich immer. Kommt es zum
Schadensersatz-Problem, so entsteht nicht selten ein weiteres
Problem,
dadurch, dass zwar dem Grunde nach Haftung wegen Verschulden
gegeben ist, leider aber kein Geld vorhanden ist, durch das
der Geschädigte
schadlos gestellt werden kann. Sei es, dass der Vermittler
mittellos ist oder sei es, dass der Vermittler keine
Vermögensschadenhaftpflichtversicherung abgeschlossen hat.

Traurig aber wahr.

Gruß
Günther

Hallo Günther!
Traumhafter TExt - an Dir ist wirklich ein Buchschreiber verloren gegangen! „mittellose Vermittler“ … sehr cool!

Nur kurz zum Thema Vermögensschadenhaftpflicht - bei „uns“ ist es so, dass ich eine Policenkopie der o.g. bei mir tragen. Allerdings tue ich mich schwer, die als erstes auf den Tisch zu legen, so nach dem Motto: Ich erzähl zwar nur tolle Sachen, aber wenn’s nicht so ist, hab ich die Jungs als Rückdeckung. …
In der Regel zeige ich sie auf Nachfrage, um zu zeigen, dass selbst WENN ich mich irren sollte, der Schaden getragen wird!

Für spezielle Fälle wie Zertifikate gibt es sogar ein eigenes Haftungsdach, hier ist es VORSCHRIFT, den Ausweis über das bestehende Haftungsdach beim Erstgespräch vorzulegen.

Vielleicht sind wir hier die einzigen, aber wie du siehst: Es gibt Möglichkeiten der Kontrolle, ob ein Vermittler und damit der Kunde abgesichert ist.

Frank Wilke

hüstel frank,

wenn ich den fall richtig verstanden habe soll eine rentenversicherung mit garantieverzinsung die seit 8 (!) jahren läuft und zudem steuerbefreit ist durch irgendeine dubiose anlage in noch dubiosere englische versicherungen vermittelt durch einen zwielichtigen " optimierer" substituiert werden.

ich sagte ich - nicht nur pauschal, sondern ganz konkret - lass es wie es ist.

grüße

andreas

Brit. LVS böten idR höhere Rendite, aber keinen Garantiezins.

Das stimmt so nicht. Auch hier gibt’s Garantien!

mit der feinheit das diese im zweifel nichts wert sind. mann könnte sie ja in england einklagen oder warten bis sich wieder ein untersuchungsausschuß im europäischen parlament bildet weil ein paar milliarden verschwunden sind.

grüße

andreas

Nun war gestern jemand von einem „Finanzoptimierer“ zum zweiten
mal bei mir, der meine Versicherungen überprüft hat.
Er wollte einige Versicherungen kündigen und bei sich besser
versichern.
Darunter auch die Lebensversicherung. Er meinte, dass die
Rendite da
miserabel ist und er mir mit Britischen LVs wesentlich mehr
Rendite versprechen kann.

Klar, eine Neuabschluß bringt Proviosion, die Sie bezahlen!

Darf ich mal Raten, es handelt sich um eine Debeka-LV und den AWD als „Optimierer“ :wink:

Da hast du REcht. Zum Glück ist es in Deutschland nicht so, sonst würde ein VR noch darauf kommen, mit Versichertengeldern Immobilien zu kaufen und diese mit 'nem symbolischne Euro zu verbuchen. Mannomann, wären das Verluste!
Nachher wäre es noch so, dass die Aktie eines Versicherers höhere Gewinne abwirft als die Policen - undenkbar!
Aber zum Glück sind die Kostenblocks einer Versicherung ja kar strukturiert und für den VN einsehbar, so kann kein Geld verschwinden. *aufatme*
Frank Wilke

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Ein Berater, der eine bestehende LV kündigen würde, handelt in der Regel unseriös…

Gruss Ivo

Da hast du REcht. Zum Glück ist es in Deutschland nicht so,
sonst würde ein VR noch darauf kommen, mit Versichertengeldern
Immobilien zu kaufen

ja in der tat kaufen sie immobilien und zahlen sogar oftmals selbst miete an sich selber, falls sie diese immobolien selber nutzen.

grüße

andreas

Ein Berater, der eine bestehende LV kündigen würde, handelt in
der Regel unseriös…

Gruss Ivo

Diese Aussage ist genau so oft wahr wie die Aussagen des US-Verteidigungsministeriums.

Tut mir leid, aber so einfach kann man das nicht stehen lassen. Es gibt genügend Schrott am Markt, bei dem es sich lohnt zu rechnen. Wer etwas anderes behauptet hat entweder in Mathe nicht aufgepasst oder nicht den ausreichenden Produktüberblick.

Ich lasse mich auf folgende Aussage ein: Ein Berater, der bestehende Verträge (egal welche) auflösen will, ohne die Sinnhaftigkeit begründen zu können, handelt immer unseriös.

Frank Wilke