Hallo Zusammen,
kann mich vielleicht jemand sagen was der generelle Unterschied zwischen 2 und 4 Zylinder Motoren ist. Und was die Vorteile bzw. Nachteile von Zweizylinder Modellen sind!
Vielen Dank
sagt Marcel
Hallo Zusammen,
kann mich vielleicht jemand sagen was der generelle Unterschied zwischen 2 und 4 Zylinder Motoren ist. Und was die Vorteile bzw. Nachteile von Zweizylinder Modellen sind!
Vielen Dank
sagt Marcel
Ein Zylinder ist eine Verbrennungskammer des Motors.
Je mehr davon, desto ruhiger und gleichmässiger läuft der Motor.
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Hi Marcel!
Zweizylinder haben gegenüber dem Viezylinder schon mit geringer Drehzahl Kraft. Die meisten ZZ drehen bis 8.000 U/min, die Rennducatis natürlich auch ein wenig höher, aber kein Vergleich zu 13.000 und mehr der Viezylindern, die meist erst bei 7.500 erst mal schön langsam in die Touren kommen.
Obs Vor- bzw Nachteile gibt? Die Kollegin hat die Laufruhe angesprochen die aber heutzutage nicht wirklich mehr zu unterscheiden ist. Am ZZ ist mir vielleicht öfters mal das Bein eingeschlafen:wink:
Ich würd sagen es ist Geschmacksache, ich selber hab mit VZ angefangen, kurz einen ZZ gefahren(TRX850, lustiges Bike) und bin gerne wieder zu den kreischenden und jaulenden Viezylindern zurück.
Touren udergl würd ich wahrscheinlich lieber mit einem großen Zweizylinder fahren. Braucht man nicht soviel schalten
Grüße Dusan
Also noch allgemeiner als Du kann man ja wirklich nicht fragen.
Willst Du Dir ein Motorrad kaufen ? Was willtst Du damit machen ? Locker lässig durch die Gegend fahren ? Oder eher sportlich ? Willst Du damit reisen ?
Sonst kann man ja fast nur antworten :
Der Unterschied ist, dass Zweizylinder-Motoren 2 Zylinder haben und Vierzylindermotoren 4 Zylinder haben. Übrigens 1 Zylinder-Motorräder haben nur einen Zylinder. Es gibt aber auch 3 und 6-Zylinder-Motorräder…
Gruss
Kai
Ein Zylinder ist eine Verbrennungskammer des Motors.
Je mehr davon, desto ruhiger und gleichmässiger läuft der
Motor.
Eben und wie Kai schon fragt: was willst Du überhaupt machen?? Das ist doch auch wichtig.
Touren, cruisen, bissle was sportliches…???
Moin!
kann mich vielleicht jemand sagen was der generelle
Unterschied zwischen 2 und 4 Zylinder Motoren ist. Und was die
Vorteile bzw. Nachteile von Zweizylinder Modellen sind!
Es ist zunächst mal zwischen Reihen-, V-, L- und Boxermotoren zu unterscheiden. Die gibt’s prinzipiell auch als Zwei- und Vierzylinder. Um irgendwas vergleichen zu können, sollte möglichst erstmal eine gemeinsame Basis gefunden werden. Schließlich muß beispielsweise bei einem luftgekühlten, quer (Kurbelwelle quer zur Fahrtrichtung) eingebauten V-Twin besonderes Augenmerk der Kühlung des hinteren Zylinders zuteil werden. Deshalb beschränke ich mich im Folgenden auf flüssiggekühlte Viertakt-Reihenmotoren, also die Zylinder sind nebeneinander angebracht.
Betrachten wir zunächst die nichttechnische Seite:
Technisch:
Um dieselbe Leistung abrufen zu können, hat ein Zweizylinder-Motor pro Zylinder mehr Hubraum und deshalb in der Regel ein niedrigeres Drehzahlniveau. Das bedeutet meist, daß das Bohrung/Hub-Verhältnis beim Zweizylinder kleiner ist. Vom Kurzhuber spricht man, wenn dieses Verhältnis größer als 1 ist, vom Langhuber, wenn es kleiner als 1 ist. Während die meisten Vierzylinder Kurzhuber sind, sind viele Zweizylinder Langhuber. Dies ist wichtig zu wissen, weil das geringere Drehzahlniveau des Zweizylinders eine höhere Lebensdauer des Motors erwarten ließe. Tatsächlich ist jedoch die mittlere Kolbengeschwindigkeit für den Verschleiß am Zylinder maßgebend und die kann beim Zweizylinder sogar höher sein.
Die Kühlung beim Zweizylinder ist einfacher zu realisieren. Beim Vierzylinder sind die beiden Zylinder in der Mitte immer thermisch stärker belastet.
Wartungsarbeiten, wie etwa das Einstellen der Ventile oder der Vergaser, sind beim Zweizylinder in der Regel einfacher/billiger, weil weniger Ventile/Vergaser vorhanden sind.
Bei niedrigen Drehzahlen unter Last ist bei Zweizylindern eher mit langfristigen Schäden im Kurbelwellenbereich zu rechnen, als beim Viertakter. Dafür wird ein hochdrehender Viertakter schneller im Bereich des Zylinderkopfes/Ventiltriebs verschleißen.
Ein Vierzylinder hat bauartbedingt mehr Laufruhe. Dem Zweizylinder versucht man diese durch bauliche Maßnahmen, wie z. B. Ausgleichswellen, einzuhauchen.
Durch den größeren Hubraum hat ein Zweizylinder in aller Regel mehr Drehmoment im unteren Drehzahlbereich. Folglich läßt er sich schaltfauler fahren, was aber bei Vollast Kurbelwelle und Getriebe schon arg belastet.
Moderne Vierzylinder brauchen ihre Drehzahl, um Leistung zu entfalten. Die Yamaha R6 beispielsweise kommt erst ab ca. 8.000 Umdrehungen so richtig im Wallung, sie fährt sich fast, wie ein Zweitakter (Achtung: _Nicht_ wie ein Zweizylinder, wenn es sich nicht gerade um einen Zweizylinder-Zweitakt handelt).
Haltbarkeit/Zuverlässigkeit: Generell läßt sich keine Aussage treffen, ob ein Zwei- oder ein Vierzylinder-Motor länger hält. Fällt ein Zylinder ohne Motorschaden aus (Zündung, Vergaser), läßt sich mit einem Vierzylinder noch weiterfahren, während ein Zweizylinder fast unfahrbar wird, wenn er nicht sogar ausgeht. Andererseits ist bei beiden Motoren Feierabend, wenn ein Kolben gefressen hat. Meiner Meinung nach ist dieses Risiko beim Vierzylinder höher, weil vier Zylinder mit jeweiligen Ventilen und Vergasern eine höhere Störanfälligkeit haben, als zwei. Aber das ist meine subjektive Meinung.
Leistung: Es ist kein Geheimnis, daß beispielsweise eine Yamaha R6 aus 600ccm deutlich mehr Leistung entwickelt, als eine TRX aus 850ccm. Die Motorräder mit den höchsten Leistungen sind durch die Bank weg Vierzylinder-Maschinen.
Motorrad: Am häufigsten sind Zweizylinder-Motoren in touristisch ausgelegten Motorrädern verbaut. Die Auswahl an sportlichen Twins ist nicht wirklich überwältigend. Soll es doch ein V-Twin sein, ist die sportliche Fraktion vielleicht bis auf Buell schon arg dezimiert. Die große Masse dieser Motoren ist in Choppern beheimatet. L-Twins findet man hingegen schon eher in Sportlern(z. B. Ducati). Boxer sind BMW-Domäne und längs verbaute V-Twins finden sich bei Moto-Guzzi. Reihentwins sind zumeist bei kleineren Motoren zu finden. Dennoch findet sich fast jede Motorbauart ind fast jeder Motorradkategorie wieder. Natürlich gibt’s keine 6-Zylinder-Reihen-Enduro.
Deshalb ist die Frage schon wichtig, was Du fahren möchtest bzw. was Deine fahrerischen Vorlieben sind. Zu einem Chopper gehört irgendwie ein V-Twin, von den K-Modellen abgesehen ist eine BMW ohne Boxer (Hängetittenguzzi) nicht denkbar, im Gelände hingegen baut schon ein Zylinder zu breit (sagt die Crosserfraktion), eine „richtige“ Ducati hat gefälligst einen L-Twin zu haben.
Insgesamt sehe ich leichte Vorteile beim Zweizylinder, zumindest für meine Vorlieben beim Fahren.
Munter bleiben… TRICHTEX
Ein Zylinder ist eine Verbrennungskammer des Motors.
Je mehr davon, desto ruhiger und gleichmässiger läuft der
Motor.
genauestens gesagt.
Das mit Schaltfaul und Drehmoment muss ich zugunsten 4-Zyl korrigieren:
Nutzbares Drehzahlband zwischen ~1400 und ~10 000 U/min bei Suzuki Hayabusa => sechster Gang zwischen ~45 und ~310 km/h.
In der Praxis sind 2-Zylinder meist eher auf niedrigere Drehzahlbereiche ausgelegt (Schwungmasse, Einlassgeometrie), Vierzylinder oft für sportlichere, hochdrehende Motorräder.
Im Rennsport gibt es deswegen Reglements, die Zweizylindern Hubraumvorteile bescheren.
Tatsächlicher Vorteil von weniger Zylindern ist ein theoretisch geringerer Energieverlust durch die kleinere Kolbenlauffläche bei gleichem Hubraum, die kleinere Brennraumoberfläche, und die geringere Menge an bewegten Teilen. Dieser Vorteil wird teilweise kompensiert durch die geringere notwendige Schwungmasse bei mehr Zylindern (wirkt sich bei Drehzahländerung aus) und die bessere mögliche Leistungsausbeute wegen der grösseren ausführbaren Einlassquerschnitte bei mehr Zylindern.
Die Anzahl der Bauteile wurde schon erwähnt, bleibt mir nur noch zu sagen, dass in der Praxis der optimale Verbrauch bei einem Verkehrstauglichen Kfz am ehesten mit zwei oder drei Zylindern zu erreichen ist, während die optimale Leistungsausbeute bei bis zu zehn oder zwölf Zylindern liegen dürfte.
Da Motorräder und ihre Motoren generell eher nach subjektiven Kriterien konzipiert sind (Ökonomie wird oft gänzlich ignoriert), kann man sie sowieso nur durch ‚Fühlen‘ miteinander vergleichen, vor allem bei der Zylinderzahl.
Viel Spaß dabei!
Hallo
Ich meine , eine 2 Zyl-Maschine ist etwas sparsamer mit dem Sprit .
Ein Riesen-Unterschied ist in der Wartung , es spielt eine Rolle ob man an 2 Zylindern das Ventilspiel einstellt oder an 4ren .
Das mit der Kühlung ist relativ unwichtig , hat man heute im Griff . Wasserkühlung gibts ja auch sogar .
Die Kurbelwelle ( am Lager ) geht schnell kapputt , wenn der Sprit verunreinigt ist ( persönliche Erfahrung mit einer sch. Tankstelle an Autobahn ).
Allgemein ist es aber so , das jedes Motorrad irgendwelche Stärken und Schwächen hat , welche man vorher nicht weiß , gleich ob 2 oder 4 Zylinders .
MfG
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Moin Trichtex :o)
Im Namen von Funny und mir möchte ich eine kleine Korrektur/Ergänzung einbringen:
- Motorrad: Am häufigsten sind Zweizylinder-Motoren in
touristisch ausgelegten Motorrädern verbaut. Die Auswahl an
sportlichen Twins ist nicht wirklich überwältigend. Soll es
doch ein V-Twin sein, ist die sportliche Fraktion vielleicht
bis auf Buell schon arg dezimiert.
DU HAST UNSERE KATIS GLATT IGNORIERT °grins°
°wink°
Tiger
Hallo Peter!
Das mit Schaltfaul und Drehmoment muss ich zugunsten 4-Zyl
korrigieren:
Nutzbares Drehzahlband zwischen ~1400 und ~10 000 U/min bei
Suzuki Hayabusa => sechster Gang zwischen ~45 und ~310
km/h.
Die Hayabusa stellt aber sicher nicht das Durchschnitts4Zylinderbike dar. Wäre traurig wenn eine 1300er mit 175 PS kein Drehmoment hätte.
Grüße Dusan
Moin!
DU HAST UNSERE KATIS GLATT IGNORIERT °grins°
Uuups! Sorry! Ich hab’ auch vergessen, daß ein bevorzugtes Einsatzgebiet großvolumiger Reihentwins die Reiseenduros sind. Idealerweise sucht man sich seinen Wunschmotortyp (Ein-, Zwei-, Drei-, Vier- oder Sechszylinder, V-quer, V-längs, Reihe, L, Boxer, Zweitakter, Viertakter, Wankel, Diesel), dann vielleicht noch den Sekundärantrieb (Kette, Zahnriemen, Kardan) und zu guter letzt das Motorradkonzept (Sportler, Sporttourer, Tourer, Cruiser, Chopper, Enduro, Reiseenduro, Trial oder was auch immer). Mit diesen Angaben wendet man sich dann beispielsweise hier and Forum. Schwierig kann’s werden, wenn man auf einen Hersteller fixiert ist, aber sonst ist fast alles untereinander schonmal verbaut worden.
Sogar ziemlich verworrene Konzepte wurden und werden realisiert, wie etwa - nein, das sag’ ich jetzt nicht.
Munter bleiben… TRICHTEX
Sogar ziemlich verworrene Konzepte wurden und werden
realisiert, wie etwa - nein, das sag’ ich jetzt nicht.
Na jetzt aber raus mit der Sprache. Einfach nur neugierig machen gilt nicht
Grüße Dusan
genau! Raus damit!
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Moin!
genau! Raus damit!
Mönsch, ich bin doch kein Spalter…
Aber gut, wenn’s denn sein muß: Generell alles, was unter- bzw. übermotorisiert, oder auch schlichtweg falschmotorisiert ist. Klassisches Beispiel für die Übermotorisierung war die GT750. Das Fahrwerk war dem Motor in keiner Weise gewachsen. Die Münch4, ohne Frage zu ihrer Zeit ein Meilenstein, aber viel zu schwer…
Der TRX-Motor mit seinen Unarten war in der TDM keine gute Wahl.
Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen. Bei aktuelleren Motorrädern liegt es einfach daran, daß es einen Trend gibt, an dem jeder Hersteller möglichst rasch profitieren möchte. Dank Baukastensystem wird dann ein Motor in ein Fahrwerk appliziert, der dort gar nicht hineinpaßt. Gerade im Funbike- und Cruisersegment tummeln sich einige unsägliche Maschinen.
Munter bleiben… TRICHTEX