? Zwei DC-Spannungen galvanisch trennen ? Wie ?

Hallo,

folgendes Problem:
Wir haben eine Meßspannung von 0…5V (0…100%). Diese steuert eine Meßanzeige, die je nach Spannung einen Wert angeben soll. Die Anlage mit der Meßspannung läuft ohne Anzeige wunderbar. Die Anzeige läuft alleine auch wunderbar. Sobald man aber die Meßspannung an die Anzeige anlegt stürzt die komplette Anlage ab. Ein Lösungsweg wäre jetzt das ganze galvanisch zu trennen. Aber wie ?? Geht so etwas mit einem Optokoppler ?? Eine andere Idee wäre einen DC/DC-Wandler von Burr Brown zu nutzen. Die von mir gefundenen haben aber nur einen linearen Arbeitsbereich von 4,5…5,5 Volt. Der sollte aber bei 0…5V liegen. Oder habe ich das Datenblatt falsch verstanden ?? (Der von mir gefundene Typ ist ein DCP010505, Datenblatt gibt es unter www.burr-brown.com) Hat jemand einen anderen Lösungsvorschlag ?? Über eine Antwort und Idee wäre ich dankbar.

CU Michael

Hallo Michel,

Da es sich wahrscheinlich um eine lineare Messspannung von 0…5V handelt, rate ich davon ab, in diesem Zweig irgendeinen Wandler ein zu setzen.
Die Wandler sind NICHT für solche Zwecke ausgelegt, somit auch nicht linear.
Ebenso Optokoppler. Dazu ist ein höherer Schaltungaufwand nötig, um diese Übertragung linear hinzubekommen.

Mein Tipp wäre, eines der Geräte von der Versorgungsspannung her galvanisch zu trennen, somit ist auch der Messzweig vom der Anzeige getrennt.
Ich weiss leider nicht um welche Art von Messgerät es sich handelt.

CIAO

Von der Benutzung eines Optokopplers rate ich ebenfalls ab. Die Frage ist nur, wie sich die beiden Schaltungen gegenseitig beeinflussen. Nach der o.a. Beschreibung könnte ich mir eigetlich nur vorstellen, daß die Anzeige die Meßspannung zu sehr belastet. Wird als Anzeige vieleicht ein analoges Meßgerät benutzt, das einen relativ kleinen Eingangswiderstand besitzt? Hilfreich wäre dann, durch eine Verstärkerschaltung mittels FET oder MOS-FET den Eingangswiderstand der Anzeige zu erhöhen, sodaß es die Erzeugung der Meßspannung nicht mehr behindern kann.

Das ist auch noch eine gute Idee.

Gibts eigentlich Detailaussagen zu dem ganzem Messaufbau?
Also wer mit wem und so…?
Was auch noch eine hilfreiche Angabe wäre,
die Bürde der Messgeräte.
Wahrscheinlich liegts eben am Eingangs- bzw. Ausgangswiderstand.

Ich konnte mir bis dato eben kein genaues Bild machen von Deiner „Anlage“

CIAO

Hallo Michael,

handelt es sich bei der Anzeige um ein LCD/LED-Modul (auch Panelmeter genannt)? Wird dieses Panelmeter Versorgungsspannungsmässig von der Anlage gespeist? Der LOW-Messeingang dieser Panelmeter liegt in der Regel nämlich nicht auf LOW-Potential der Versorgungsspannung sondern irgendwo zwischendrin (negative Messwerte währen sonst nicht möglich). Um dies zu umgehen nimmt man zur Versorgung des Panelmeters ein kleines Netzteil (mit Trafo wg. der galv. Trennung). Oder aber man nimmt den besagten DC/DC-Wandler (mit galv. Trennung) zur Versorgung des Panelmeters. Versuchsweise kannst du ausprobieren ob die Anlage auch dann abstürzt wenn du die Messspannung mit einem batteriebetriebenen Multimeter misst.
Falls das oben gesagte allerdings nicht zutrifft und eingesteute Störungen (Leitungslängen!) die Anlage abstürzen lassen. Gibt es die Möglichkeit das Messignal über eine VCO (Voltage-Controlled Oscillator) in eine der Messspannung proportionale Frequenz zu wandeln. Dann über Lichtleiter (nur eine Möglichkeit von vielen) an den Anzeigestandort und nun wieder zurück in eine Spannung wandeln. Diese kann das Anzeigeinstrument darstellen.

Gruss
Pit