hi,
Hi Michael,
ich schlag dir vor (und verfahre selbst genauso): wenn ich ein
wort als fremd empfinde, schreib ich es (wenns englisch ist)
eher klein. wenn ichs schon als eingedeutschtes wort empfinde,
schreib ichs groß, falls es ein substantiv ist. bei mir heißts
z.b.: workshop, e-mail, Computer, …
(außer in e-mails und foren, wo ich fast alles
objektsprachliche klein schreibe und nur metasprachliches
fallweise GROSS wird.)
das ist akzeptabel, damit kann ich gut leben. Allerdings ist die Groß-bzw. Kleinschreibung in Foren auch hier schon ausreichend diskutiert worden. Selbst bin ich, weil inkonsequent, kein Freund davon.
da ist mir ziemlich wurscht, was die rechtschreibreform sagt.
Das ist ein Dilemma dem auch ich ambivalent gegenüber stehe. Weil ich nicht ständig den Duden zur Hand nehmen möchte, besonders wenn ich nicht am PC sitze, vermische ich unbeabsichtigt alte und neue Rechtschreibung.
großbuchstaben sind in der anrede höflicher. direkte anreden
werde ich weiterhin groß schreiben.
Disbezüglich würde ich genau so verfahren.
Es lebe die kontinuierliche Innovation in der Rechtschreibung!

überhaupt: ich bin auch für die kontinuierliche innovation,
sogar ohne zwinkern. zwischen alter rechtschreibung, die in
millionen büchern in bibliotheken abgedruckt ist und bleibt,
und neuer rechtschreibung, die in vielem logischer und
einfacher ist, tut sich ein (leider eh nur sehr schmales) feld
an freiheiten auf.
um gottes willen: freiheiten?
NEIN: HURRA, FREIHEITEN!!!
Mit den Freiheiten sollte man es aber auch nicht übertreiben,
bitte bitte: nehmen wir uns doch diese paar freiheiten und
schreiben innerhalb dieses rahmens so, wie wir es für
vernünftig halten. nützen wir spielräume, um
nuancierungen auszudrücken. und gehen wir ab und zu über den
eng gesteckten rahmen der rechtschreibungsregeln alt und neu
hinaus, auf dass es fallweise wirkliche innovation auch noch
gebe.
sonst kommt so etwas dabei heraus:
Erster Schritt: wegfall der großschreibung!
zweiter schritt: wegfall der denungen und schärfungen. dise masname eliminirt schon di gröste felerursache in der grundschule, den sin oder unsin der konsonantenverdopelung hat onehin nimand kapirt.
driter schrit: v und ph werden durch f, z, tz und sch durch s ersetzt, qu wird zu q und das alfabet wird um swei buchstaben redusirt, die sulseit kan sofort auf swei iare ferkürst werden, aktsig prosent rektsreibunterikt könen nüslikere fäker wi fisik, kemi oder reknen ferstärkt gelert werden.
was ist das für ein volk, das monatelang darüber diskutiert,
welchem regelwerk es sich sklavisch unterordnen will und wo
man sich über dieser frage beinahe die schädel einschlägt?
mit oben genanter konseqens blibe uns das erspart!
michael
libe grüse, rollifern